NIO ES6-Premiere: 5.000 Testfahrten und 320 Vorbestellungen in 40 Minuten

NIO ES6-Premiere: 5.000 Testfahrten und 320 Vorbestellungen in 40 Minuten

Copyright Abbildung(en): Michael Vi / Shutterstock.com

Bereits vor etwas über einer Woche, am Sonntagabend erschien der Gründer und CEO von Nio, William Li, im Livestream von Wang Han, einer berühmten Fernsehpersönlichkeit. Als Teil des gesponserten Auftritts stellte Li Wang NIOs Elektro-SUV ES6. Wie das Unternehmen im Nachhinein berichtete, meldeten sich 5.000 Menschen für eine Probefahrt an und 320 bestellten E-Autos mit nicht rückzahlbaren Anzahlungen.

Diese Form der Werbung ist bisher für chinesische Autohersteller ungewohnt, zeigt aber, dass diese durchaus funktionieren kann. Insofern das Produkt zu überzeugen weiß. Und dies scheint der ES6 getan zu haben. Insider gehen davon aus, dass der Werbeblock das Unternehmen gut 281.400 US-Dollar gekostet hat. Stellt man dem die Einnahmen aus dem Verkauf der 320 nicht rückzahlbaren Vorbestellungen des ES6 gegenüber, kommt NIO auf rund 18 Millionen US-Dollar Umsatz. Eine Ansage.

Weitere Verkäufe könnten nach den über 5.000 Probefahrten zum Tragen kommen, welche NIO ebenfalls nach Ausstrahlung der Show für den ES6 verzeichnen konnte. NIO wurde im vergangenen Jahr mit Auslieferungen von landesweit 20.565 E-Crossover zum Champion unter den chinesischen Elektroauto-Startups gekürt. Zumindest inoffiziell. Dem Start-Up war es gelungen mehrere tausend Einheiten mehr als die von Baidu unterstützte WM Motor und die in Guangzhou ansässige Firma Xpeng Motors zu veräußern.

2020 scheint sich, nach einem Absatzrückgang, ein Wachstum für NIO einzustellen. Dieses E-Auto-Absatzwachstum gepaart mit der Meldung, dass der chinesische Elektroauto-Hersteller bekannt gegeben hat, 7 Milliarden chinesische Yuan (etwa 900 Millionen Euro) von strategischen Investoren erhalten zu haben, um seine Geschäftstätigkeit aufrecht erhalten und ausbauen zu können. Lässt Hoffnung für die Fortführung deren Aktivitäten aufkommen. Kumuliert betrachtet brachten es der ES8 und ES6 auf 38.906 ausgelieferte Fahrzeuge, von denen 6.993 im Jahr 2020 abgesetzt wurden (Stand April 2020).

Quelle: technode.com – Nio bags 5000 test drives and 320 pre-orders in 40 minutes

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7 Antworten

  1. Ihre Berichte zum Entwicklungsstand der Deutschen E-mobilität, erscheint mir sehr kompetent und realistisch. Insbesondere der Bericht zum Audi E-tron zeigt, wie sehr sich Deutschlands Vorzeigeindustrie von den Chinesen und Japanern abhängen lässt. Siehe Toyotas Weg zum Wasserstoffantrieb.

    1. Tja.Bis jetzt waren wir Schummel-Weltmeister und jetzt geht es nahtlos zum Ankündigungs-Weltmeister über.Unsere Überbezahlten Manager und die Autolobby haben leider den kompletten Trend verschlafen.Und ob das noch aufzuholen ist?Aber Tesla zahlt ja auch bald Löhne für deutsche Arbeitnehmer.

      1. Betrogen haben alle mit den Dieseln , auch die Japaner und Koreaner.Bei BMW und Mercedes wurde das in Versuchsfahrten auch nachgewiesen.Ich weiss nicht warum man nur auf VW losgeht wobei ich keinerlei Verbindung zu denen habe.
        Hochbezahlt sind Manager überall und in vielen Branchen.Wenn einer gut ist ist er das auch wert.
        Mir ist ein erfolgreicher hochbezahlter Manager lieber als eine unfähige Politikernullnummer die für Zigarettengeld nur Schaden anrichtet.
        Dass wir derzeit was E-Mobilität allgemein angeht nicht auf dem allerbesten Stand sind stimmt leider.
        Man muss aber sagen dass hier in den letzten jahren gewaltig viel passiert ist was jetzt schon bald auf den Märkten zu sehen sein wird.
        Immerhin ist Deutschland bis heute ein äusserst erfolgreiches Industrieland und das ist nicht den Miesmachern die immer alles schlechtreden zu verdanken sondern Leuten die wirklich was draufhaben und was reissen.

    2. Das Design Studio von Nio ist in München. Der europäische Markt bietet für NIO, in naher Zukunft, bestimmt eine gute Chance Käufer zu finden. Nomi auf deutsch mit chinesischem Akzent wäre doch der Hammer.

  2. Falls dieses Produkt überzeugen kann. Dies ist die beste Aussage. Hoffentlich brennt auch der nicht schon beim Aufladen ab. Die chinesische Regierung verlangt jetzt Sicherheitseinrichtungen in deren Autos, damit die Insassen bei Brand gewarnt werden. Besser wären Wasserlöcher wo man Brennende tunken könnte. Dann bräuchte es keine 10 000 Liter von der Feuerwehr um den brennenden Akku ruhig zu stellen.

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