Nikola Motors produziert künftig über 40.000 kg Wasserstoff pro Tag

Nikola Motors produziert künftig über 40.000 kg Wasserstoff pro Tag

Copyright Abbildung(en): Nikola Motors

Mit seinem Brennstoffzellen-Truck, der im Jahr 2022 eingeführt werden soll, will Nikola das „iPhone“ unter den schweren LKW auf die Straße bringen. Die Wasserstofftechnologie habe etliche Vorteile gegenüber Diesel-LKW und rein elektrischen Konzepten. Den dafür notwendigen Wasserstoff will man zumindest teilweise selbst zur Verfügung stellen und hat hierfür mit einem Kaufauftrag über 85-Megawatt-Elektrolyseure mit alkalischem Elektrolyseur bei Nel ASA die Basis gelegt.

Einer dieser Elektrolyseure kann pro Tag bis zu acht Tonnen Wasserstoff produzieren. In Summe bringen es die fünf 85-Megawatt-Elektrolyseure somit auf über 40.000 kg Wasserstoff Produktionskapazität. Eine Ansage. Nikola gibt die Bestellung mit einem Wert von mehr als 30 Millionen US-Dollar an. Dabei gibt das Unternehmen zu verstehen, dass die Elektrolyseure in erster Linie aus der neuen Elektrolyseur-Megafabrik geliefert werden, die derzeit in Norwegen entsteht. Diese Bestellung wird die fünf ersten Wasserstofftankstellen von Nikola mit einer Produktionskapazität von acht Tonnen Wasserstoff pro Tag unterstützen. Die restlichen Geräte werden durch eine separate Bestellung abgedeckt, die in den kommenden Monaten abgeschlossen werden soll.

„Wir bauen das größte Wasserstoff-Netzwerk der Welt auf, und ich könnte nicht stolzer darauf sein, dass Nel daran beteiligt ist. Diese Elektrolyseure werden fünf Hochleistungs-Wasserstoffstationen unterstützen, die mehrere Staaten und Transportwege abdecken werden. Die Zukunft des sauberen Transports ist hier, und die Flotten stehen Schlange, um Teil des Übergangs mit Nikola zu sein.“ – Trevor Milton, Gründer und Vorstandsvorsitzender der Nikola Corporation

Der Nikola Two, ein Brennstoffzellen-LKW für den nordamerikanischen Markt, soll wie der Nikola One ab dem kommenden Jahr, spätestens 2021, ausgeliefert werden. In beiden Wasserstoff-LKW ist ein 735 kW starker Elektroantrieb verbaut, der seine Power aus einer 320 kWh großen Batterie zieht. Dank den großen Wasserstofftanks liegt die Reichweite der beiden H2-LKW bei bis zu 1900 Kilometern.

Das Rahmenabkommen war einer der wichtigsten Auslöser für die Entscheidung von Nel, seine Mega-Fabrik für alkalische Elektrolyseure in Norwegen zu entwickeln, und hat es Nikola ermöglicht, in der neuen Anlage Kapazitäten zu reservieren. In diesem Zusammenhang der Verweis auf eine Meldung vom August 2018: „Bis 2028 soll dies 700 Standorte in den USA und Kanada umfassen. In diesem Kontext hat das Startup erst Anfang Juli 448 Elektrolyseure samt Tankequipment bei Nel ASA bestellt. Bereits im November hatte Nikola Motor die norwegische Firma mit dem Aufbau von ersten Wasserstoff-Tankstellen beauftragt.“

„Wir freuen uns sehr, diesen Meilenstein mit der Nikola Corporation erreicht zu haben. Seit Beginn unserer Partnerschaft im Jahr 2017 arbeiten wir gemeinsam an der Entwicklung einer groß angelegten Wasserstoff-Tankstelle. Es war erstaunlich zu sehen, welche bedeutenden Fortschritte das Nikola-Team speziell bei der Fahrzeugentwicklung und dem Stationsdesign gemacht hat, und jetzt sind wir bereit, mit dem Bau zu beginnen.“ – Jon André Løkke, Vorstandsvorsitzender von Nel

Quelle: Nikola Motors – Pressemitteilung vom 03. Juni 2020

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Es ist exemplarisch für die Amerikaner, wie an die technologischen Herausforderungen herangegangen wird und dramatisch, wie sich Europäer und besonders die deutsche Fahrzeugindustrie im Staub der Nichtigkeiten verlieren. Weder Politik ( von der sowieso nur gestriges zu erwarten ist ) noch von einer in den meisten Chefetagen angesiedelten ‚Verwaltermentalität‘ ist mehr zu erwarten. Anstatt sich den ‚dispruptiven‘ Änderungen massiv mit Ideen, Technologie und Unternehmergeist zu stellen, hofft man, eventuell sich später irgendwie anzuhängen oder einzukaufen. Armselig!

Es ist mir völlig unverständlich, wieso die teure, wartungsintensive und anfällige Wasserstofftechnik auch noch in einen E-LKW rein muss, wenn da sowieso schon 320kWh Akkus verbaut sind. Lieber das Geld für den Wasserstoffquatsch gespart und nochmal 150kWh mehr Akku ein gebaut und das wäre das perfekte Fahrzeug.

Worauf ich übrigens auch noch immer keine Antwort von Wasserstofflobbyisten bekommen habe sind die Wartungskosten im Detail:
Wie lange kann ich eine Brennstoffzelle einsetzen?
Wie häufig muss der Wasserstofftank getauscht beziehungsweise überprüft werden und was kostet das?
Stichwort Total Cost Of Ownership über 100.000 km oder über 1 Millionen Km?
Hier zu würde ich einmal gerne valide Zahlen hören

Alles was nicht fossile Brennstoffe sindi, hilft dem Klima

Hallo,die wichtigsten Vorteile werden vergessen.
1.Da pro kg getankt wird hat der Fiskus es leicht gerechte Steuern zu erheben.
2.Da in der Brennstoffzelle Prozesswaerme anfaellt ist eine Heizung fuer den Winter kein Problum.( Braucht ca. 1-2 KW eine E Auto Batterie waer nach kurzer Zeit leer)
3.Groessere Craschsicherheit,das leichteste Gas entweicht durch ein Leck soford ohne Schaden anzurichten,da der Sauerstoff fehlt.
4.AmTankvorgang aendert sich wenig und es gibt keine Ladezeiten.
5.Defeckte Brenstoffzellen koenen schnell wieder aufgearbeitet werden.
6.Bei richtiger Konstruktion weniger Gewicht.
7.Wasserstoffgewinnung vielseitig zb. auch aus Erdgas.

Nachteile
1.Wegen dem leichten und kleinen Atom Undichtikeiten warscheinlicher.
Reperaturen schwieriger.
Anschffung noch zu teuer.
Da die Vorteie mit guenstigen Wasserstoff ueberwiegen liegt hier eindeutig die Zukunft.
Rechnung:1kg kostet momentan 9,5 Euro das reicht fuer ca.100 km ist kaum teuerer als Ottokraftstoff und Wasserstoff wird in Zukunft billiger werden wenn der Staat sich zurueckhaelt

Mit freund!ichen Gruessen
KWBaumann

Habe ich etwas verpasst im Artikel?
Da steht nicht drin wie (womit) der Wasserstoff produziert wird. Mit Erdgas oder mit Wind/Sonne?

Leider ist der Kommentar von mir kein Quatsch.
Das die Transportfähigkeit mit zunehmender Masse abnimmt ist physikalisch Begründet.
Innerhalb von Ballungszentren zur Arbeit fahren und das E Mobil zu Hause an die Steckdose hängen, halte ich durchaus für sinnvoll.
Da überlege ich auch über die Anschaffung eines E Mobiles nach…
Es gibt aber ganz viele Menschen die zu ihrem Hobby oder Arbeit ein Fahrzeug mit Anhängelast brauchen.
Da sind die paar hundert Kilo bei dem bestehenden Angebot viel zu wenig.
Wenn dann die Urlaubszeit beginnt, fahren die Camper dann mit Hänger zu ihrem Urlaubsort.
Dieses wird dann an den Ladestationen das absolute Chaos verursachen.
Zusätzlich ist unser Stromnetz für so eine große Menge an Ladungen gar nicht ausgelegt.
Da sollten die E Mobilisten mal nachdenken.

Irgendwo habt Ihr alle Recht. Aber bedenkt folgendes: Die ideale Antriebstechnik mit möglichst wenig Umweltbelastungen ist bis heute nicht gefunden worden. Ich dürfte bereits in den 90er Jahren Wasserstoffspeicher in einen BMW 3er Versuchsträger einbauen.
Ab 2005 haben wir Wasserstofftankstellen in Germany mit öffentlichen Fördermitteln errichtet.
Ein E-Bike mit 700 bar Druckdose haben wir auf die Reise geschickt.
Es gibt sichere H2 Technik seit mehr als 20 Jahren. Warum noch kein Durchbruch erzielt wurde liegt wahrscheinlich u.a. an Lobbyisten und an fehlenden Informationen der breiten Öffentlichkeit.
Jedenfalls habe ich inzwischen eine Tankkarte von http://www.H2.live und könnte an 116 Tankstellen innerhalb von 3 min. für Reichweiten von 500-700 km tanken wenn ich denn schon einen Hyundai NEXO auf meinen Namen zugelassen hätte…(Wann kommt er endlich zu mir :-( )

Entscheidend ist die Energiebilanz als wichtige Basis für die Oköbilanz. Da hilft nur ein konkretes Beispiel, berechnet aus den Prduktionsdaten des Elektrolyseurs:

Aus 100 Kilowattstunden Strom wird in der genannten Anlage Wasserstoff erzeugt, der einen Energieinhalt von 12 Kilowattstunden hat. Dies ergibt sich unmittelbar aus den Produktionsdaten des Elektolyseurs mit 85 MW Leistung bei der Produktion von 8000 kg Wasserstoff je Tag.

Das ist Energievernichtung, der Wirkungsgrad ist nur 12 Prozent! Dabei ist die Ökobilanz der eigentlichen Wasserstoff Produktionsanlage nicht berücksichtigt. Wenn Ökostrom genutzt wird dürfte der Strom nur 3 Cent je kW kosten, damit der derzeitige Preis je kg Wasserstoff aus Erdgas von 9,5 Euro gehalten wird. Auch dabei sind die Kosten der Produktionsanlage vo (6 Millionen US Dollar) bei dem Preis für Wasserstoff nicht berücksichtigt. Bei der Produktion von Wasserstoff aus Gas wird nur ein Wirkungsgrad von maximal 35 Prozent erreicht. Wasserstofftechnologie ist in jedem Fall Energievernichtung!

Wasserstoff ist nur Energieträger. Die Umwandelung von Primärenergie (und das kann hier genauso aus Kohle, Atomkraft etc kommen) ist im höchsten Maße ineffizient. Das lohnt sich maximal wenn der Strom ‚übrig‘ ist. Grüner ist hier ersteinmal gar nichts.

Die ersten Solarparks in Deutschland sind bald 20 Jahre alt, sind bezahlt und können den Strom dann weitere 10 bis 20 Jahre für deutlich unter 1 Cent produzieren.
Solarstrom wird künftig unglaublich billig . Eine andere Großspeicher Möglichkeit gibt es nicht.
Folglich führt kein Weg an der Brennstoffzelle vorbei.

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