Weltpremiere: Audi urbansphere concept für mehr Raum im Alltag

Weltpremiere: Audi urbansphere concept für mehr Raum im Alltag

Copyright Abbildung(en): Audi

Drei Konzeptfahrzeuge sollen den Weg von Audi in die Zukunft offenbaren: Audi skysphere, grandsphere und urbansphere. Die ersten beiden haben bereits ihre Weltpremiere gefeiert, der Audi urbansphere concept heute. Nachfolgend haben wir alle Daten und Fakten zum E-Auto auf Audis/ Porsche PPE-Plattform aufbereitet. Dabei sei das Elektroauto konsequent von innen nach außen gedacht. Verständlich, wenn man der Erläuterung von Audi folgt, dass der urbansphere für den Verkehr in den Megacitys von China gedacht ist. Ein Rückzugsort im urbanen Alltag.

Allen drei Konzeptfahrzeugen gemein ist der Wortstamm „sphere“ (Sphäre) in ihren Modellnamen. Dieser betont den Fokus aller drei Entwürfe auf das neue Innenraumkonzept und das ganzheitliche digitale Ökosystem für eine neue Erlebniswelt an Bord. Eben diesem Innenraumkonzept wird beim Audi urbansphere concept noch mehr Bedeutung beigemessen. Denn zum Einsatz soll das E-Auto in urbanen Regionen kommen, wo persönlicher Raum besonders knapp bemessen ist. Dort biete das Concept Car den bisher größten Innenraum eines Audi. „Und orchestriert diesen intelligent mit Technologien und digitalen Services, die alle Sinne ansprechen und damit eine neue Erlebnisqualität bieten“, wie der Hersteller weiter ausführt.

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Audi hat sich beim dritten Konzeptfahrzeug der sphere-Reihe direkt an der Quelle, bei potenziellen Kunden in China, informiert. Diese haben am Entwicklungsprozess teilgenommen und eigene Wünsche und Erfahrungen in die Entstehung („Co-Creation“) eingebracht. Entstanden hieraus sei das heute vorgestellte Konzeptfahrzeug: ein großvolumiges Automobil, welches als rollende Lounge und mobiles Arbeitszimmer verstanden werden möchte. Wenn es nach dem Automobilhersteller geht, soll sich das Fahrzeug als dritter Lebensraum etablieren. Die Technologie für automatisiertes Fahren verwandelt das Interieur ohne Lenkrad, Pedalerie und Anzeigen in einen mobilen Erlebnisraum, der sich für die Angebote eines ganzheitlichen digitalen Ökosystems öffnet.

Der erste Blick auf das Audi urbansphere concept positioniert diesen als größtes Modell der sphere-Familie. Laut Audi bringt es das Konzeptfahrzeug auf 5,51 Meter Länge, 2,01 Meter Breite und 1,78 Meter Höhe. Der Radstand mit 3,40 Meter ist konkurrenzlos und gibt schon beim äußeren Anblick zu verstehen, es kommt auf den Innenraum an. Dieser ordne sich auch nicht dem klassischen Diktat unter, nach dem in ein von der Fahrphysik beschränktes Volumen möglichst viele Sitzplätze, Ablagen und Funktionselemente zu zwängen seien, sondern folgt an erster Stelle dem Bedürfnis der Fahrgäste, großzügigen Raum als distinktiven Komfortfaktor erleben zu können. Er sei konsequent für den Kunden erdacht.

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Im Detail zeige sich dies dadurch, dass das Audi urbansphere concept allen Personen an Bord eine große Vielfalt an Optionen biete: Kommunikation oder Entspannung, Arbeit oder den Rückzug in eine Privatsphäre, wenn dies gewünscht wird. So verwandelt sich der Audi urbansphere concept vom reinen Automobil in ein „Experience Device“. Die Integration von digitalen Diensten erweitern die Möglichkeiten des E-Autos weiter. So lassen sich auch alltägliche Aufgaben jenseits der Fahrt erledigen – die Reservierung eines Restaurantbesuchs, online getätigte Einkäufe aus dem Auto heraus. Individuell zugeschnitten sind auch Infotainmentangebote wie die nahtlose Integration des Onboard-Streamings von bereits genutzten Musik- und Videoprovidern.

Kommen wir ein wenig mehr zurück auf das Fahrzeug an sich. Neben dem gesamten Design an sich – welches nicht gerade zurückhaltend daherkommt – fallen vor allem die Türen auf, welche gegenläufig, vorn und hinten angeschlagen sind; eine B-Säule gibt es nicht. Nach außen drehbare Sitze und ein auf den Boden neben dem Fahrzeug projizierter roter Lichtteppich („Red Carpet Light“) orchestrieren schon den Einstieg zum Komforterlebnis.

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Insgesamt bringt es das urbansphere concept auf vier Einzelsitzen in zwei Reihen, welche First-Class-Komfort vermitteln sollen. Insbesondere die Sitze der zweiten Reihe profitieren von einer Vielzahl von Verstelloptionen. In den Relax- und Entertainmodi lässt sich die Rücklehne um bis zu 60 Grad neigen, während gleichzeitig Beinauflagen ausfahren. Die mittig angebrachten, in die Sitzwangen integrierten Armlehnen und ihre Pendants in den Türen erzeugen ein wohliges Gefühl von Geborgenheit. Wer im dritten Lebensraum gemeinsam Filme schauen oder Videokonferenzen halten möchte, kann dies tun. Basis hierfür ist ein die gesamte Innenbreite einnehmender Bildschirm („Cinema Screen“). Selbst die Split-Screen-Nutzung ist möglich. Wird der Schirm nicht genutzt, bietet er dank seiner transparenten Ausführung freien Blick nach vorn oder – wenn nach oben geklappt – auch durch den verglasten Dachbereich zum Himmel.

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Trotz aller dieser Details bestimme Reduktion das Auftreten des E-Fahrzeugs. Weder Batterien von Rundinstrumenten noch schwarze Bildschirme für virtuelle Anzeigekonzepte sind vor der Aktivierung der Fahrfunktionen zu sehen. Im Innenraum setzt man auf Materialien höchster Qualität. Holz und Wolle sowie synthetische Textilgewebe sind als Verkleidungen, Sitzbespannung und als Bodenteppiche zu sehen, haptisch hochwertig und angenehm zu tasten. Sanfte Beige- und Grautöne strukturieren den Innenraum horizontal. Ein dunkles, reduziertes Grün als Farbe der Sitzschalen beruhigt das Auge. Von oben nach unten werden die Farbzonen des Interieurs heller und erschaffen zusammen mit dem natürlichen Lichteinfall einen homogenen, weiten Innenraum.

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Bei der Auswahl der Materialien habe man auf Nachhaltigkeit besonderen Fokus gelegt. Die Hainbuchenfurniere, welche zum Einsatz kommen, stammen aus nachhaltigem Anbau. Für den Einsatz dieses Holz spricht die Tatsache, dass diese standortnah wachsen und der gesamte Stamm verwertbar ist. Bei der Verarbeitung kommen die Produzenten ohne den Einsatz von Chemikalien aus. Die Sitzpolster bestehen aus einem recycelten Polyamid – Produktname: Econyl. Dieses Material lässt sich auch nach dem Einsatz im Automobil erneut wiederaufbereiten – ohne jeden Qualitätsverlust. Auch bei den Armauflagen achtet man auf Nachhaltigkeit. Hier kommt Bambusviskose zum Einsatz. Hierfür spricht die Tatsache, dass Bambus schneller als gewöhnliches Holz wächst, bindet viel CO2 und beim Anbau sind weder Herbizide noch Pestizide notwendig.

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Der Audi urbansphere entzieht sich der Einstufung in klassische Fahrzeugkategorien. Als typischer Audi gibt er sich jedoch auf den ersten Blick zu erkennen. Besonders die Verwandtschaft zum Audi grandsphere concept fällt ins Auge. Wie Audi selbst einzuordnen vermag drängen sich bei der Betrachtung Attribute wie: Eleganz, Dynamik, organische Formensprache auf. Wobei Design eh so eine Sache ist, die jeder für sich einzuordnen vermag.

Betrachten wir die technischen Daten des Konzeptfahrzeugs: Der Stromer baut auf der Premium Platform Electric (PPE) auf, welche  ausschließlich für den batterieelektrischen Antrieb konzipiert ist. Dabei sei das zentrale Element ein Batteriemodul zwischen den Achsen, das – wie schon im Audi grandsphere – rund 120 Kilowattstunden Energie bereithält. Die beiden Elektromotoren des Audi urbansphere concept mobilisieren eine Gesamtleistung von 295 Kilowatt und ein Systemdrehmoment von 690 Newtonmetern. Im urbanen Alltag Werte, welche wohl so nicht abgerufen werden. Zudem wolle man nicht auf den permanenten Allradantrieb quattro verzichten. Sei dieser doch essenziell für leistungsstarke Vertreter der Marke.

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Das Concept Car verfügt über je einen E-Motor auf Vorder- und Hinterachse, die mittels elektronischer Koordination den permanent verfügbaren Allradantrieb bedarfsorientiert und vor allem mit Blick auf Ökonomie und Reichweite umsetzen. Ein Novum: Zugunsten reduzierter Reibung und damit eines geringeren Energieverbrauchs im Rollbetrieb lässt sich der Vorderachsantrieb bedarfsgerecht deaktivieren.

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Laden ist Dank 800-Volt-Technologie mit einer Ladeleistung von bis zu 270 kW möglich. Geht es nach Audi, reichen gerade einmal zehn Minuten, um Antriebsenergie für mehr als 300 Kilometer Fahrstrecke an Bord zu nehmen. In weniger als 25 Minuten lässt sich der Ladestand der mehr als 120 Kilowattstunden fassenden Batterie von fünf auf 80 Prozent steigern. Die rechnerische Reichweite soll nach WLTP-Zyklus bei um die 750 Kilometer liegen.

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Quelle: Audi – Pressemitteilung

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OMG . da kann man jetzt mal hoffen dass Konzept und Realität, so wie bei VW / Audi üblich, sich gravierend unterscheiden…

Mit 5,51 m Länge ist das hierzulande, insbesondere im Altstadtbereich ohnehin nicht so praktisch.
Obwohl…vielleicht soll die etas „markante“ Front dazu dienen, das Ding hochkant parken zu können ;-)

Hohewahn par excellence…
Übermut tut selten gut… :(

Es gibt so viele hässliche Autos .. da kommt es auf eines mehr oder weniger nicht an.

Über Optik lässt sich ja bekanntlich streiten….

ich finds stylisch, futuristisch & schick.

wird so sicher niemals kommen

es bleibt spannend

Wenn das die Lösung für urbane Mobilität ist….
na ja ich hoffe schwer, sie haben sich in Ingolstadt vertan. Ich möchte lieber lebenswerte Städte, als solche mit vielspurigen Strassen, die allesamt mit überdimensionalen Visionen verstopft sind.

toll! dachte ich im ersten Augenblick. eine Vanartige Form, die nach Platz aussieht … und Urban, für die Stadt. Mir kam mein damals toller S-Max anno ´06 in den Sinn ….. oder Scenic, Touran ….
und dann: 5,51 lang, 2m breit.

Wahrscheinlich bin ich zu blöd und vor allem zu arm, um E-Mobilität zu verstehen.

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