HEIMLADEN überarbeitet Preismodell und schließt Finanzierungsrunde ab

HEIMLADEN überarbeitet Preismodell und schließt Finanzierungsrunde ab
Copyright:

HEIMLADEN

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

HEIMLADEN will Hürden auf dem Weg zur E-Mobilität abschaffen. Hierfür nimmt man sich privater Ladeinfrastruktur an und bringt diese als Full-Service-Anbieter an den Start. Mit Max Wojtynia, Geschäftsführer des Unternehmens, hatte ich mich bereits im Mai 2021 über das Unternehmen und deren Geschäftsmodell ausgetauscht. Damals ist es bei uns im Portal durchaus auf Kritik gestoßen. Man hat daraus gelernt und verkündet gemeinsam mit der Bekanntgabe einer erfolgreichen Finanzierungsrunde ein überarbeitetes Preismodell.

Das Unternehmen von Max und seinen Mitstreiter nimmt sich der Ladeinfrastruktur an Immobilien an. Hier biete HEIMLADEN eine kosteneffiziente, ganzheitliche und flexible Lösung für die beliebteste Art ein Elektroauto aufzuladen: das Laden am eigenen Stellplatz. Im März 2022 schloss das Gründer-Team nun die erste Finanzierungsrunde über einen hohen sechsstelligen Betrag ab. Die Finanzierung wird von ausgewählten Business Angels bereitgestellt. Der CEO des Unternehmens bekräftigt in diesem Zusammenhang die eigene Mission „den Übergang zu nachhaltiger Mobilität zu beschleunigen, indem wir den Zugang so einfach wie möglich gestalten“, was man nun verstärkt angehen wolle.

Mit dem rundum-sorglos-Service ab 35 Euro pro Monat stellt HEIMLADEN ein „Wallbox-Abo“ in Aussicht, die so ziemlich alles berücksichtigt. Wie Wojtynia in der aktuellen Pressemitteilung ausführt, sei in der Abo-Gebühr selbst die Bereitstellung des Ladepunkts, der Betrieb der Ladeinfrastruktur, die Verwaltung samt Abrechnung des geladenen Grünstroms sowie der Kundenservice inklusive. Das Abo ist monatlich kündbar und im Fehlerfall wird das Gerät schnell, unkompliziert und kostenlos ausgetauscht – es besteht im Vergleich zum typischen Kauf kein technisches oder finanzielles Risiko für die Nutzer:innen. Auch den zertifizierten Grünstrom liefert HEIMLADEN an seine Kunden:innen. Dieser ist entgegen dem letztjährigen Angebot nicht mehr im Abo enthalten.

Angenommen wird das Angebot vom Markt. Denn bereits wenige Monate nach Gründung konnten die ersten Projekte umgesetzt werden und es stehen bereits hunderte Stellplätze exklusiv unter Vertrag, um mit dem Hochlauf der Elektromobilität mit Ladepunkten ausgerüstet zu werden. Hierzu zählen auch Neubau-Projekte, da Bauträger und Projektentwickler seit März 2021 das neue Gebäude-Elektromobilitätinfrastruktur-Gesetz (GEIG) zur Vorbereitung von Ladeinfrastruktur berücksichtigen müssen. Darüber hinaus schließe man weitere Kooperationen mit großen Bestandshaltern in der Immobilienbranche, wie zum Beispiel Wohnungsbaugenossenschaften und -gesellschaften sowie mit Wohnungsunternehmen der privaten und öffentlichen Hand.

Mit der vor kurzem abgeschlossene Finanzierungsrunde stärkt man die eigenen Kompetenzen, indem die Business Angels inhaltlich hinsichtlich Vertrieb, Produktentwicklung und Marketing sowie mit Zugang in die Immobilienbranche unterstützen werden. HEIMLADEN führt aus, dass man unter anderem den gridX-Gründern David Balensiefen und Andreas Booke als namhafte Lead-Investoren aus der Energiebranche für sich gewinnen konnte. Mit Markus Heuer (KG INTER-BAU GmbH & Co.) erhält der HEIMLADEN-Vertrieb wertvolles Sparring und Zugang in die Immobilienbranche.

Quelle: HEIMLADEN – Pressemitteilung

worthy pixel img

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Google Preferred Badge - Elektroauto-News
Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Elektroauto laden

BYD-Megawattladen: Debatte um Bedarf in Deutschland

BYD-Megawattladen: Debatte um Bedarf in Deutschland

Sebastian Henßler  —  

Reicht ein Netz aus 300 bis 400 Kilowatt starken Ladepunkten, oder braucht der Massenmarkt künftig Megawatt-Laden für Elektroautos in Deutschland?

Dieses E-Auto erzeugt mehr Strom, als es zum Fahren braucht

Dieses E-Auto erzeugt mehr Strom, als es zum Fahren braucht

Michael Neißendorfer  —  

Kann ein Elektroauto mehr Energie erzeugen, als es während des alltäglichen Fahrens verbraucht? Das „Ja“ bei diesem mit BMW entwickelten Prototyp ist eindeutig.

ISE-Forscher: Netzausbau wichtiger als Megawatt-Laden

ISE-Forscher: Netzausbau wichtiger als Megawatt-Laden

Sebastian Henßler  —  

Fraunhofer-Forscher Andreas Hensel ordnet aktuelle Megawatt-Ankündigungen als Marketinginstrument ein, denn der eigentliche Engpass liegt beim Netz selbst.

5 Tipps: So lassen sich Ladeverluste beim E-Auto gering halten

5 Tipps: So lassen sich Ladeverluste beim E-Auto gering halten

Daniel Krenzer  —  

Beim Laden eines E-Autos können bis zu 24 Prozent Energie verloren gehen. Der ADAC zeigt, wie sich Ladeverluste mit fünf einfachen Tipps verringern lassen.

E-Autos als Stromspeicher: EU-Kommission schlägt V2G-Pflicht vor

E-Autos als Stromspeicher: EU-Kommission schlägt V2G-Pflicht vor

Tobias Stahl  —  

Die EU-Kommission will Europa zum „ersten elektrifizierten Kontinent“ machen. Elektroautos sollen dabei eine zentrale Rolle als Energiespeicher einnehmen.

Warum Strom in Deutschland so teuer ist

Warum Strom in Deutschland so teuer ist

Sebastian Henßler  —  

Deutschland zahlt laut IEA-Bericht den höchsten Strompreis für Haushalte weltweit, Kapitalkosten spielen dabei eine größere Rolle als oft angenommen.

Tibber-Studie: E-Auto-Laden mit Solarstrom lohnt sich

Tibber-Studie: E-Auto-Laden mit Solarstrom lohnt sich

Sebastian Henßler  —  

Eine Tibber-Auswertung zeigt, dass automatisiertes Solarladen PV-Haushalten mit E-Auto im Schnitt 171 Euro Ersparnis pro Jahr bringt.