Porsche kauft sich für einen dreistelligen Millionenbetrag aus dem Artemis-Projekt frei

Porsche kauft sich für einen dreistelligen Millionenbetrag aus dem Artemis-Projekt frei

Copyright Abbildung(en): Porsche

Zugegeben, es klang ohnehin ein bisschen schräg: Ein Porsche, der bei Volkswagen-Nutzfahrzeuge vom Band läuft. So war es jedoch ursprünglich gedacht für das bei dem Sportwagenhersteller intern K1 getaufte Zukunftsprojekt, welches eigentlich auf der hochmodernen Artemis-Plattform von Konzernschwester Audi aufbauen sollte, die im Jahr 2025 debütiert.

Doch an ebenjener Plattform störte sich Porsche-Chef Oliver Blume: Zu aufwändig seien die Pläne für das autonome Fahren, welche Audi bei Artemis verfolgt. Und dafür gebe es bei Porsche schlicht keinen Bedarf, die Sportwagen der Zuffenhausener sollen weiterhin typische Selbstfahrer-Autos bleiben.

Porsche muss für den Rückzug von Artemis allerdings tief in die Tasche greifen, um bereits unterzeichnete Verträge wieder auflösen zu können, wie die Automobilwoche berichtet: Ein kleiner dreistelliger Millionenbetrag soll an die Konzernschwester VW-Nutzfahrzeuge gehen. Und der K1 soll stattdessen auf der Premium Platform Electric (PPE) aufbauen, welche von Audi und Porsche gemeinsam entwickelt wird. Diese dient unter anderem ab 2023 dem Audi A6 e-tron und dem Elektro-Macan von Porsche als fahrbarer Untersatz, sowie für dessen 2024 geplante Audi-Version Q6 e-tron.

Gebaut werden diese Modelle im Porsche-Werk Leipzig, wo bislang der Panamera und der Macan vom Band laufen. Dort sollen sogar neue Jobs entstehen. Die Belegschaft soll von gut 4300 um 150 weitere Stellen aufgestockt werden. Beim Timing allerdings muss Porsche offenbar Zugeständnisse machen: Statt 2025 wie in Hannover vorgesehen soll die Produktion in Leipzig erst ein Jahr später starten können.

Die Enttäuschung in Hannover soll sich in Grenzen halten, so die Automobilwoche weiter. Nicht nur aufgrund der hohen Ausgleichszahlung von Porsche. Denn das VW-Nutzfahrzeugwerk habe dafür andere Projekte bekommen. Fest eingeplant seien zum Beispiel eine Camper-Version des E-Bulli ID.Buzz, die als ID.California verkauft werden soll, sowie unter anderem eine weitere Plug-in-Hybrid-Variante des T7 Multivan mit mehr Reichweite. In der Summe soll das vom VW-Aufsichtsrat bereits genehmigte Paket den Porsche-Ausfall mehr als auszugleichen können.

Quelle: Automobilwoche – Millionenzahlung an VW Nutzfahrzeuge: Porsche kauft sich aus dem Artemis-Projekt frei

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Super Sache – früher sagte man zu so etwas „rechte Tasche – linke Tasche”

Solange Porsche Verbrenner herstellt kommt bei uns keiner ins Haus, ob mit oder ohne A.

Sinngemäß im Artikel:
„… die hochmoderne Artemis-Plattform von Konzernschwester Audi, die im Jahr 2025 debütiert.“
Na, das warten wir mal in Ruhe ab … Artemis 2025

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