Ford Mustang Mach-E AWD Extended Range: Test, Eindrücke & Erfahrungen

Copyright Abbildung(en): Elektroauto-News.net

Bei der Entwicklung des Mach-E habe Ford darauf geachtet, eher ein „Bedürfnis“ als ein „Muss“ zu schaffen: Die Leute sollten das Auto unbedingt haben wollen. Dies scheint sich zu bewahrheiten, wie sich an aktuellen Absatzzahlen zeigt. Auch die Nachfrage nach dem E-Auto ist ungebrochen hoch. Grund genug für mich den Ford Mustang Mach-E AWD Extended Range etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Zwei Wochen war das E-Auto bei mir zu Gast.

Über meine Erfahrungen mit der Allrad-Variante des Mustang Mach-E mit großer Batterie kannst du nachfolgend lesen. Doch aufgepasst, wer einen reinrassigen Sportwagen erwartet, der wird ein wenig enttäuscht. Denn der erste Stromer von Ford ist ein SUV. Aber keine Sorge, auch dieser besitzt sportliche Züge. Aber das wirst du spätestens am Ende des Test- und Erfahrungsberichtes verinnerlicht haben.

Vorab sei noch erwähnt, meine Eindrücke sind vollkommen subjektiv und spiegeln demnach nur meine eigene Meinung wider. Denke aber, dass die Informationen, Eindrücke und Fotos in diesem Artikel ihren Teil dazu beitragen können, um sich ein erstes Bild vom Ford Mustang Mach-E, mit Allradantrieb, Dual-Elektromotor sowie Extended Range-Akku (98,7 kWh) zu verschaffen.

Wie immer gilt; sollten nach dem Lesen des Test- und Fahrberichts des Mustang Mach-E von Ford von deiner Seite noch Fragen offenstehen, einfach melden und ich versuche diese zu beantworten. Deine persönlichen Erfahrungen mit dem E-Auto von Ford kannst du mir gerne zukommen lassen, damit wir diese mit den anderen Lesern teilen. Über Elektroautos im Allgemeinen kannst du dich auf dieser Seite informieren.

Ford Mustang Mach-E: Wegbereiter in eine elektrifizierte Zukunft

„Am 17. April 1964 präsentierte Ford den Mustang der ersten Generation auf technischer Basis des Ford Falcon als Coupé sowie als Cabriolet und schuf damit die nachmalig nach ihm benannte Klasse der Pony Cars“, wie Wikipedia zu berichten weiß. 57 Jahre nach dem der erste Mustang von Ford auf die Straße gekommen ist, folgte 2021 das erste vollelektrische Fahrzeug der Marke. Trotz der Tatsache, dass der Mustang Mach-E nicht auf den ersten Blick an die bekannten ikonischen Modelle erinnert, sei es so, dass der Stromer von der gleichen Sehnsucht nach Freiheit, Fortschritt und herausragender Fahrleistungen geprägt sei, wie der amerikanische Automobilhersteller mitteilt.

Grund genug für Elektroauto-News.net das E-Auto ein wenig genauer unter die Lupe zu nehmen. Wobei die Historie der Marke erst einmal nicht der Maßstab dafür sein sollte, ob der Crossover-SUV zu überzeugen vermag. Das fünftürige Auto wirkt auf den ersten Blick durchaus sportlich, mit einem gewissen Drang nach vorne zu drängen. Die Fakten: 4,71 Meter lang, 1,88 Meter breit sowie 1,62 Meter hoch – diese Daten gelten für sämtliche, bisherige Varianten des Stromers. Für unser Portal habe ich den Ford Mustang Mach-E AWD Extended Range betrachtet.

Hierbei handelt es sich um das Modell mit der größten Leistung – 258 kW/ 351 PS bei 580 Nm Drehmoment sowie 180 km/h Höchstgeschwindigkeit – sowie der höchsten Reichweite von bis zu 540 km nach WLTP-Zyklus. Besser steht nur noch der Ford Mustang Mach-E GT da. Dieser setzt ebenfalls auf Allradantrieb, kommt mit 490 km nicht ganz so weit nach WLTP, bringt dafür aber eine Leistung von 358 kW/ 487 PS, bei einem Drehmoment von 860 Nm mit sich. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei diesem Exemplar dann auch erst bei 200 km/h erreicht. Die Einstiegsvariante mit Heckantrieb und Standard Range kommt vergleichsweise auf 198 kW/ 269 PS sowie ein Drehmoment von 430 Nm, bei einer Reichweite von 440 km nach WLTP.

Unterschiede gibt es nicht nur hinsichtlich der Leistung, welche sich anhand der Batteriegröße einordnen lassen, sondern auch bei der Ladegeschwindigkeit. Festhalten lässt sich somit: Beim RWD sind es 198 und 216 kW sowie 430 Newtonmeter Drehmoment. Bei der AWD-Version bietet der Wagen 198 und 258 kW Motorleistung sowie 580 Newtonmeter Drehmoment. Geladen wird die Standard-Range Variante (75,7 kWh brutto/ 68 kWh netto) mit bis zu 115 kW, bei der Extended Range Batterie (98,7 kWh brutto/ 88 kWh) sei die Ladung mit bis zu 150 kW möglich.

Analog dem Marktführer im Bereich der E-Mobilität Tesla setzt Ford mit dem Mustang Mach-E erstmals auf Over-The-Air (OTA) Updates für seine Fahrzeuge. Hierdurch sei es möglich, dass der E-SUV ständig und stetig Verbesserungen erfahren kann. Viele Aktualisierungen können in weniger als zwei Minuten durchgeführt werden. Dabei seien viele Updates für Kunden praktisch unsichtbar. Ford setzt hierzu auf eine Verbindung zu einer über die Cloud erreichbaren Plattform. Diese ermöglicht es, dass die aktuelle Software so lange läuft, bis die neue Version einsatzbereit ist. Erst dann erfolgt das Upgrade.

"Der Mustang Mach-E ist eines der faszinierendsten Fahrzeuge in der bisherigen Unternehmensgeschichte von Ford. Dieses voll-elektrische, komplett neu entwickelte Modell ist einzigartig, aber dennoch unverkennbar ein Mustang. Und es kommt genau zur richtigen Zeit für die Kunden in Europa."

Roelant de Waard, General Manager, Passenger Vehicles, Ford of Europe

Nach dem wir uns nun einen ersten Überblick über den Mustang Mach-E von Ford verschafft haben, heißt es ein wenig tiefer eintauchen. Hierfür möchte ich nachfolgend auf meine ersten Eindrücke des Stromers in Carbonized-Grau Metallic eingehen.

Elektro-Crossover SUV mit sportlichen Genen und minimalistischen Zügen

Direkte Vergleiche zu klassischen Mustang-Modellen wage ich nicht zu ziehen. Da dies nicht meine Welt ist. Für mich ist der Mach-E einfach ein Elektroauto, welches durch seine technischen Fakten, sein Design und Auftreten in Gänze überzeugen soll. Und nicht durch die Tatsache, ob er sich nun mehr oder wenig hat inspirieren lassen von der Vergangenheit der Marke. Denn unabhängig davon versteht er es aufzufallen.

Als markant könnte man sein Auftreten bezeichnen. Bereits die Fronthaube präsentiert sich kraftvoll und ist ein erstes Anzeichen dafür, dass unter dieser entsprechend Power vorzufinden ist. Wobei das beim Mach-E nicht so ganz zutrifft, wie du gleich noch erfahren wirst. Unabhängig davon präsentiert sich der Stromer sehr klar gezeichnet und erinnert zumindest mit einigen Stil-Elementen an die alten Mustang-Klassiker, wie ich bei meiner Recherche erfahre.

Klassische Mustang-Designelemente wie die starke seitliche Schulter, die typische Form der Rückleuchten und das Haifischmaul im Kühler seien hierfür als Beispiel zu nennen. Auch, wenn man sich beim Design Inspiration aus der Vergangenheit geholt hat, bei der Basis des Fahrzeugs setzt man auf eine ganz neu geschaffene Architektur. Diese wurde vom Ford Team „Edison“ komplett neu für rein elektrische Ford-Modelle geschaffen. Hierdurch ist es auch möglich, dass der E-SUV seine Batterie in der Bodengruppe zwischen den Achsen unterbringen kann, um so für entsprechend Freiraum im Fahrzeug zu sorgen.

Es ist dem Mustang Mach-E möglich bis zu fünf Erwachsene im Fahrzeug unterzubringen. Ohne, dass man große Kompromisse hinnehmen muss. Auch, wenn es von außen eventuell so erscheint, ist auch auf der Rückbank genügend Kopffreiheit gegeben. Reisegepäck lässt sich ebenfalls unterbringen. Ein Ladevolumen von 402 Liter stehe zur Verfügung. Klappt man die Rücksitze zusätzlich nach vorne, erweitert es sich auf bis zu 1.420 Liter.

Wem das noch nicht reicht, der schaut unter der Motorhaube nach. Im sogenannten Frunk befindet sich beim Mach-E weiterer Stauraum. Bis zu 100 Liter lassen sich in der MegaBox unterbringen. Kennt man so eventuell schon vom Ford Puma. Hier ist es möglich auch nasse, schlammige oder sandige Dinge wie Kleidung, Wanderstiefel und Strandmatten unterzubringen. Denn die Box ist vollständig mit Kunststoff ausgekleidet, auswaschbar und besitzt einen Wasserablauf.  

Das Interieur des Mustang Mach-E spricht ebenfalls für sich und schreit gerade dazu, als minimalistisch bezeichnet zu werden. Reduktion auf das Wesentliche ist hier das Zauberwort. Dies als erster Teaser, mehr dazu unter dem Abschnitt „Interieur und Exterieur im Fokus“.

Vollelektrisch durch den Alltag mit dem Ford Mustang Mach-E AWD Extended Range

258 kW/ 351 PS Leistung, bei einem Drehmoment von 580 Nm wollen natürlich bewegt werden. Insbesondere dann, wenn man die sportlichen Züge des Mach-E ausreizen möchte. Was selbst bei E-Autos – zum Leid des Akkustands – gemacht werden „muss“. Grundsätzlich ist der Stromer aber eher zum gemütlichen gleiten im urbanen Alltag zum Einsatz gekommen. In beiden Disziplinen schlägt er sich ganz gut. Je nachdem wie man ihn einstellt – dazu direkt mehr – und vor allem, wie vorsichtig man mit dem Strom-Pedal umgeht. Denn dies weiß je nach Einstellung Mal mehr, mal weniger stark anzusprechen.

Drei Fahrmodi hat man beim Mach-E zur Auswahl. Diese lassen sich über das Touchscreen-Display oberhalb der Mittelkonsole einstellen und werden dort kurz beschrieben, um dem E-Autofahrer ein Gefühl dafür zu geben, was sich hinter dem jeweiligen Fahrmodus verbirgt. Die Wahl kann zwischen „Zahm“, „Aktiv“ und „Temperamentvoll“ erfolgen. Je nach gewähltem Modus passt sich die Dynamikeigenschaft des Stromers an und zeigt dies auch durch Veränderung an sensorischen und akustischen Details des E-Autos. Blicken wir auf die drei Fahrmodi im Detail.

„Zahm“ steht bei Ford Mustang Mach-E für leichtgängige Lenkung, zurückhaltende Beschleunigung und einen möglichst leisen Innenraum. Die Traktionskontrolle wird ebenfalls optimiert, um einen bestmöglichen Grip auf nasser und rutschiger Fahrbahn sicherzustellen. Mit „Aktiv“ reiht sich der Fahrmodus zwischen entspannt und sportlich ein. Egal, ob ruhiges dahingleiten oder zügiger Antritt, der Mach-E ermöglicht beides. Sichtbar wird die Veränderung des Fahrmodus auch den der LED-Beleuchtung im Innenraum.

Sportlich und definitiv Mustang würdig geht es im Modus „Temperamentvoll“ zu. Gestraffte Lenkung, direkte Ansprache des Strompedals sowie einem Gefühl beim Verzögern, dass auf ein Zurückschalten des E-Autos schließen lässt. Akustisch wird dies durch einen entsprechenden Sound untermalt, welchen man bei einem solch sportlichen E-Auto erwartet. Unabhängig vom gewählten Fahrmodus präsentiert sich die Federung, wie es sich für einen Sportwagen gehört, straff und hart. Muss man sich erst einmal umgewöhnen, wenn man zuletzt die meisten Kilometer mit dem BMW iX3 zurückgelegt hat.

Ebenso wie sich der Mustang Mach-E hinsichtlich des gewählten Fahrmodi konfigurieren lässt, besteht diese Möglichkeit auch in Hinblick auf das „Ein-Pedal-Fahren“. Ist dies aktiviert, genügt es dank der Rekuperations-Verzögerung, in den meisten Fällen den Fuß vom Strompedal zu nehmen, um zu bremsen. Die bei diesem Vorgang gewonnene Energie wird wieder in die Batterie eingespeist. Falls erforderlich, kann an als Fahrer stets das Bremspedal nutzen.

Moderne Assistenzsysteme für ein entspanntes und sicheres Fahren bringt der Stromer ebenfalls mit sich. Egal, ob adaptische Geschwindigkeitsregelanlage mit Stop & Go-Funktion, ein aktiver Park-Assistent, Pre-Collision-Assistent, welcher zudem Querverkehr erkennt als auch Fahrspur- und Toter-Winkel-Assistent, machen das Leben auf der Straße leichter und sicherer. 

Reichweite, Verbrauch und Lademöglichkeiten im Blick

In den vorherigen Abschnitten bin ich nun schon auf einige Aspekte des vollelektrischen Fahrens mit dem Mustang Mach-E von Ford eingegangen. Sowohl in puncto Design, Verarbeitung und Leistung hat er bisher gepunktet. Nun gilt es, dass wir das Thema Laden noch ein wenig genauer unter die Lupe nehmen. Zunächst die Fakten für mein Testfahrzeug.

Aus anderen Erfahrungsberichten hier auf Elektroauto-News.net ist dir bekannt, dass ich viel Zeit im Home-Office verbringe, dadurch nur wenig Zeit für Fahrten zwischen zu Hause und Arbeitsstätte aufbringen muss. Dennoch ist es so, dass ich versucht habe den Mustang Mach-E alltäglichen Strecken auszusetzen. Hierdurch standen am Ende um die 400 km auf dem Zähler, welche der Stromer zurückgelegt hat. Von reinen Stadtfahrten, über Überland- bis hin zu Autobahnfahrten war alles mit dabei, was man mit einem E-Auto erleben kann. Hierdurch war es mir möglich einen ganz guten Einblick darauf zu bekommen, wie sich die Allradvariante des Mustang Mach-E mit großer Batterie, hinsichtlich seines Verbrauchs schlägt.

Kommen wir direkt auf die Fakten zu sprechen, der Mach-E zieht mehr Energie aus dem Akku, als es in den technischen Daten angegeben ist. Kennt man so bereits von anderen E-Autos, welche ich testen durfte. Im Fall des vollelektrischen Mustang weichen die Angaben (Datenblatt/ Realität) aber gar nicht so stark voneinander  ab, wie es beim Hyundai IONIQ 5 der Fall war. An sich nicht verwunderlich, was es bei keinem der bisherigen Fahrzeuge anders. Am Ende des zweiwöchigen Testzeitraums standen um die 21,4 kWh/ 100 km auf dem digitalen Tacho. Unter Berücksichtigung des aktuellen Wetters, der Vielzahl an Kurzstrecken und der Tatsache, dass der Stromer nur kurze Zeit bei mir vorstellig war ganz annehmbar. In diesem Zusammenhang finde ich auch ein Blick auf die Verbrauchswerte von Motor1.com interessant, die allerdings die Heckantrieb-Variante mit großer Batterie zum Testen hatten: 

Unabhängig davon, welche Variante des Ford Mustang Mach-E nun vorgefahren ist, allen gleich ist, dass der Akku irgendwann leer geht. In diesem Fall kann dieser wie folgt Energie nachladen.

Die schnellstmögliche Lademöglichkeit bieten somit Gleichstrom-Lader mit 150 kW-Ladeleistung. Allerdings nur mit der großen Batterie, beim Mach-E Standard Range ist bei 115 kW-Ladeleistung Schluss. Für die Range Extended-Variante gilt: In gerade einmal 45 Minuten wird der Akku von zehn auf 80 Prozent geladen. Eine Ansage. Anders ausgedrückt: In zehn Minuten hat der Stromer wieder Energie für 107 km im Akku. Am 50 kW-Lader hat der Mustang Mach-E innerhalb von einer Stunde und 37 Minuten den Akku auf 100% geladen – dabei wurden 63,3 kWh eingespeist.

Exterieur und Interieur im Fokus

Erste Erfahrungen, beschriebene Eindrücke und eingebundene Fotos haben dir hoffentlich einen Eindruck des Mustang-Mach E AWD Extended Range von Ford vermitteln können. Nun tauchen wir gemeinsam noch ein wenig mehr ein und betrachten das Exterieur und Interieur des E-Autos etwas genauer.

Eingangs bereits erwähnt setzt Ford beim ersten Stromer der Marke auf für den Mustang typische Designelemente, um eine Verbindung zur Vergangenheit der Marke herzustellen. Diese sind die starke seitliche Schulter, die typische Form der Rückleuchten und das Haifischmaul im Kühler. Dies hat man mit einem visuellen Trick gepaart, um den E-SUV fast wie ein Coupé erscheinen zu lassen: ein farblich abgesetztes Dach. Dachkante und Spoiler hat man ebenso in Schwarz gehalten wie die Schweller, wodurch die Seitenansicht kompakter wirkt.

Klassische Türgriffe sucht man vergeblich, wenn man erstmalig in den Stromer einsteigen möchte. Stattdessen setzt man auf Drucktaster an der B-Säule, sowie einer Art „Haken“ der es erlaubt die Tür in die eigene Richtung zu ziehen. Wahlweise lässt sich der Mach-E per Fernbedienung, Smartphone oder Zahlencode entriegeln. Letzterer wird direkt an der B-Säule eingegeben. Wer den Kofferraum entriegeln möchte kann dies ebenfalls per Fernbedienung, klassisch über Drucktaster oder Sensoren an der unteren Stoßstange machen. Letzteres wohlgemerkt nur, wenn man den Schlüssel am eigenen Leib trägt.

Die äußeren Maße des E-Autos von Ford, 4,71 Meter lang, 1,88 Meter breit sowie 1,62 Meter hoch lassen auf reichlich Platz im Innenraum schließen. Dies bestätigt sich, beim Einsteigen in den Mach-E. Sowohl im Fahrer-/ Beifahrer-Bereich ist genügend Platz vorhanden, als auch in der zweiten Reihe. Selbst für Erwachsene. Mag auch daran liegen, dass man sich in der Tat auf das Wesentliche beschränkt hat. Knöpfe, Schalter und Co. sind eher rar gesät.

Stattdessen ist das Cockpit einem flachen Monitor gewichen, und direkt daneben schwebt – hochkant wie in Tesla-Modellen – ein gewaltiger Touchscreen mit 15,5 Zoll (39 Zentimeter Bildschirm-Diagonale). Dieser lässt sich ähnlich wie ein Smartphone mit Wisch- und Streichbewegungen bedienen. Bedingt durch die neue Ford SYNC 4-Version (Betriebssystem des Fahrzeugs) lassen sich über den Touchscreen die individuellen Anpassungen von mehr als 80 Fahrzeugfunktionen anpassen. 

Über Apple CarPlay, Android Auto und AppLink lässt sich das eigene Smartphone anschließen und dann ebenfalls über den Touchscreen steuern. Geladen werden diese dann auch, über die induktive Ladestation in der Mittelkonsole oder alternativ über einen der USB-Anschlüsse.

Ansonsten findet man im Innenraum des Mustang Mach-E die gewohnten Ablageflächen, Tassenhalter und Aufbewahrungsorte, wie man sie aus einer Vielzahl von anderen Fahrzeugen kennt. Manche Dinge muss man eben auch nicht neu erfinden. 

Ford Mustang Mach-E: Preise & Förderung durch Umweltbonus

Sollten dich die bisherigen Eindrücke des Stromers von Ford überzeugt haben, dann ist es nun wohl an der Zeit einen Blick auf die Preise zu werfen. Auch ob die Förderung durch den Umweltbonus für das Elektroauto der Amerikaner eine Option ist will ich nicht unbeachtet lassen.

Seit Februar 2020 gibt es mehr Geld, wenn ein E-Auto unter einem Listenpreis von 40.000 Euro erworben wird. 6.000 Euro statt 4.000 Euro werden nun vom Kaufpreis erstattet. Bei Plug-In-Hybride in dieser Preisklasse gibt es künftig 4.500 Euro statt 3.000 Euro. Für Elektroautos mit einem Listenpreis über 40.000 Euro wird der Zuschuss für reine E-Autos künftig bei 5.000 Euro liegen, für Plug-in-Hybride bei 4.000 Euro. Des Weiteren ist mit dem jüngsten Konjunkturpaket eine Förderung reiner E-Autos in Höhe von maximal 9.000 Euro möglich; wenn der Netto-Listenpreis unter 40.000 Euro liegt.

Vorstellig war bei mir der Ford Mustang Mach-E, mit Allradantrieb, Dual-Elektromotor sowie Extended Range-Akku (98,7 kWh). Diese kommt ab Werk auf einen Preis von 64.200 Euro. Ergänzt um die Aufpreispflichtige Lackierung in Carbonized-Grau Metallic (1.200 Euro) kam der Testwagen schlussendlich auf einen Preis von 65.400 Euro. Im Konfigurator von Ford wird das Fahrzeug für 62.425 Euro gelistet. Hierbei wurde vom Listenpreis der „Herstelleranteil Umweltbonus“ in Höhe von 2.975 Euro in Abzug gebracht.

Fazit zum Test des Ford Mustang Mach-E AWD Extended Range

Zwei Wochen mit einem sportlichen SUV, der klassische Mustang-Gene in sich trägt, sind dann doch zu kurz, um ein umfassendes, tiefes Fazit zu fällen. Und dennoch versuche ich es. Der Stromer, als erstes E-Auto der Marke, macht vieles richtig. Was daran liegt, dass man diesen konsequenterweise auf einer eigenen E-Auto-Plattform aufgebaut hat. Sich dennoch Einflüssen der älteren Generation an Mustangs bedient.

Gefallen hat mir das schlicht gehaltene, und stark minimalistische Design, welches sich vor allem im Innenraum des E-Fahrzeugs zeigt. Reduktion auf das Wesentliche, ohne dabei auf relevante und leicht erreichbare Anpassungen wie Fahrmodi und „One-Pedal-Driving“ zu verzichten. Ebenso die Tiefenintegration von Smartphones – egal ob Android oder Apple – ist gegeben und erleichtert den Umgang mit dem Stromer im Alltag. 

In Bezug aufs Fahrgefühl muss man sich darauf einlassen, dass der Mach-E mehr Sportwagen als bequemer SUV ist. Denn die Federung ist, wie es sich für einen Sportwagen gehört, straff und hart. An sich aber kein Problem. Erwartet man wahrscheinlich auch von einem Sportwagen. Erfreulich hingegen ist die Tatsache, dass der Energieverbrauch relativ nah an die technischen Daten des E-Autos heranreicht.

Wobei dies natürlich auch damit zusammenhängt, wie stark man die „Pferde“ mit sich durchgehen lässt. Denn auch die Beschleunigung des Mustang Mach-E macht Freude und muss sich sicherlich nicht hinter den gleichnamigen Verbrenner-Alternativen verstecken. Schlußendlich gilt es selbst einzusteigen, zu fahren und sich ein eigenes Urteil zu bilden. Bist du den Mach-E von Ford bereits gefahren und hast eine Meinung zum Stromer?

 
Disclaimer

Der Ford Mustang Mach-E AWD Extended Range wurde mir für diesen Testbericht kostenfrei, für den Zeitraum von zwei Wochen, von Ford zur Verfügung gestellt. Dies hat jedoch keinen Einfluss auf meine hier geschriebene ehrliche Meinung.

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Schlicht gehalten, stark minimalistisches Design. Das, muss man zugeben, ist bei Ansicht des elektrischen Ford Mustang noch niemandem aufgefallen. Insbesondere niemandem, der Ahnung von der Sache hat. Vielmehr ist das Außendesign stark überladen und schwankt zwischen Kante und Rundung. Sämtliche Wölbungen, Einzüge, Bögen und Kanten haben immerhin gemein, dass sie keine Funktion haben. Das ist eine einheitliche Linie, aber eben im übertragenen Sinne. Innen wollte man wohl Tesla Fahrer überzeugen und hat einen großen Monitor an die Mittelkonsole genagelt. Schön ist das nicht. Es ist ja auch bei Tesla nicht schön und wirkt störend bis absurd.

Schön dass die Tastatur geschont wurde als um das Thema Verbrauchs- und Ladeerfahrungen im Alltag geht. Interessiert ja die Leute nicht, die lesen lieber aus der Gebrauchsanleitung abgepinnte Normladezeiten je nach Anschluss.

das Teil kauft man sich halt auch nur wenn das Konto nicht für ein Model Y reicht.
Man bekommt zusätzliche Kosten für ein jährliches Service, kein vernünftiges Ladenetz und immer den Beigeschmack einen Ford zu fahren)

Ford Bull MachE -finde ich passend…kein stimmiges , Erscheinungsbild, überladen.., naja wenn man schon etwas schlichtes gewöhnt ist

Ich fahre den Mach-E AWD Standard Range nun seit 3 Monaten, habe also etwas mehr Erfahrung als der Autor. Wen’s interessiert:

https://www.mustangsontour.com/elektromustangs

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