MAN-Elektrobusse

Bereits mehr als 700 MAN Elektrobusse beauftragt

Copyright Abbildung(en): MAN

MAN Elektrobusse sind immer stärker nachgefragt. Seit dem Verkaufsstart des Lion’s City E in 2020 hat MAN Verträge mit Kunden über die Lieferung von mehr als 700 Elektrobussen unterzeichnet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr betrug der Anteil der von MAN in Europa abgesetzten Lion’s City E an allen mehr als 2400 MAN-Stadtbussen rund 5,5 Prozent. In Deutschland belegt der Hersteller damit Rang 3 bei den zugelassenen E-Bussen in 2021.

„Unser Ziel ist aber ganz klar, noch deutlich mehr Elektrobusse auf die Straße zu bringen: Bis 2025 wird die Hälfte unserer neuen Stadtbusse alternativ angetrieben sein. Und wir gehen davon aus, dass nur fünf Jahre später – also 2030 – 90 Prozent unserer Stadtbusse mit Batterieantrieb ausgeliefert werden.“ – Rudi Kuchta, Head of Business Unit Bus bei MAN Truck & Bus.

Ganz aktuell erhielt MAN gleich zwei Aufträge über insgesamt 53 E-Busse aus Hamburg. So orderte die Hamburger Hochbahn AG zum ersten Mal Elektrobusse bei MAN, insgesamt sind es 17 MAN Lion’s City 18 E. Die ersten Fahrzeuge werden noch in diesem Jahr ausgeliefert. Der zweite Auftrag aus Hamburg stammt von der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein GmbH, die sich damit bereits zum dritten Mal für E-Busse von MAN entschieden hat. Die aktuelle Bestellung umfasst 30 E-Solobusse und sechs E-Gelenkbusse. Die Auslieferung der ersten Busse ist noch in diesem Jahr geplant.

Bald ausgeliefert werden aber auch viele weitere georderte E-Busse. Etliche sind zudem bereits im Einsatz – wie die 39 E-Busse der VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg. Das Unternehmen orderte zunächst 15 und dann im Rahmen eines Folgeauftrags weitere 13 Lion’s City 18 E sowie elf Lion’s City 12 E bei MAN Truck & Bus. Insgesamt 15 MAN E-Busse sind zudem ab Herbst 2022 in Zürich in der Schweiz auf den städtischen Standardbuslinien unterwegs. Die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) verfolgen eine konsequente Elektrobusstrategie und haben sich in diesem Rahmen für den Lion’s City 12 E entschieden.

Der MAN Lion’s City E in Skandinavien

Auch in Kopenhagen (siehe das Titelbild) fahren bereits seit Februar E-Busse von MAN: Zum Einsatz kommen die 25 Lion’s City 12 E auf der zentralen Kopenhagener Buslinie 7A, auf der jedes Jahr mehr als 4,3 Millionen Fahrgäste befördert werden. Um den Stadtverkehr so nachhaltig wie möglich zu gestalten, werden die Stadtbusse ausschließlich mit Ökostrom geladen. Zwölf weitere E-Busse gingen darüber hinaus vor Kurzem an Vikingbus in Odder. Damit drehen mittlerweile 37 Elektrobusse von MAN auf dänischen Straßen ihre Runden.

Im Nachbarland Schweden sorgt der MAN Lion’s City E ebenso für nachhaltige Mobilität. Keolis hat insgesamt 75 MAN Lion’s City 18 E für Schweden geordert: 60 elektrische MAN-Gelenkbusse gehen nach Göteborg und 15 nach Stockholm. Weitere zwölf MAN Lion’s City 18 E fahren zudem schon bald im schwedischen Uppsala. Der Rahmenvertrag mit Gamla Uppsala Buss beinhaltet eine Option auf weitere 65 Elektrobusse – davon 45 Lion’s City 18 E und 20 Solobusse Lion’s City 12 E. Wie hervorragend sie den Stadtverkehr meistern und wie unkompliziert sie sich in bestehende Abläufe integrieren lassen, zeigen außerdem 22 Lion’s City E in der Küstenstadt Malmö in der südschwedischen Region Skåne. Betrieben werden sie von Nobina Sverige AB. „Das internationale Interesse an zukunftsweisender Antriebstechnologie ist enorm“, sagt Kuchta.

Ausgeklügelte Technik, hohe Reichweite

MAN hat mit dem vollelektrischen MAN Lion’s City E die neue Stadtbusgeneration mit einer emissionsfreien Variante komplettiert. Die Serienproduktion der 12-Meter-Soloversion startete im Oktober 2020 im polnischen MAN-Werk in Starachowice. Der vollelektrische Gelenkbus Lion’s City 18 E ging im April 2021 in Serie. Dieser bietet bis zu 130 Fahrgästen Platz, der Solobus bis zu 88 Passagieren.

Beim Antrieb setzt MAN in seinem E-Bus auf einen Zentralmotor an der Hinterachse bzw. im Gelenkbus zwei Zentralmotoren an der zweiten und dritten Achse, was dem Fahrverhalten zugutekommt. Die Energie für den vollelektrischen Antriebsstrang stammt aus den Batterien auf dem Fahrzeugdach. Die Elektrobusse bieten eine Reichweite von bis zu 350 Kilometern unter günstigen Bedingungen über die gesamte Lebensdauer der Batterien.

Quelle: MAN – Pressemitteilung vom 06.04.2022

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Ist ja schön und gut, aber immer dieses „vollelektrisch“. Was soll das heissen?

BEV ist bestenfalls einfach „elektrisch“ oder, präziser, „batterie-elektrisch“. Eine Batterie speichert die Energie chemisch, genau wie der Wasserstoff bei einem FCEV.
Laden und Entladen sind elektrochemische Vorgänge in einer galvanischen Zelle; auch wie beim FCEV.

„Vollelektrisch“ sind der Trolleybus und die elektrische Eisenbahn. Da braucht es ein Kabel.

Last edited 1 Monat zuvor by Jakob Sperling

Man wundert sich nur, warum nicht noch mehr bestellen. Denn nach der Clean Vehicle Directive der EU und ihrer deutschen Umsetzung kommt die Kommunen gar nicht mehr umhin, solche Fahrzeuge zu bestellen. 45% bis 2025, dann 65% bis 2030.

Wir hatten bei uns einen elektrischen MAN Bus im Einsatz. Der kam nicht mal den Berg hoch, obwohl von MAN zugesagt. Jetzt fährt ein BYD Bus die Strecke. Der läuft problemlos und ist erst noch billiger.

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