Neuer Toyota Mirai (2. Generation) verspricht „Tröpfchenweise Zukunft“

Neuer Toyota Mirai (2. Generation) verspricht "Tröpfchenweise Zukunft"

Copyright Abbildung(en): Wolfgang Plank

Es wird wohl noch ein wenig dauern, bis die Politik einlenkt. Voran die Kanzlerin, die sich so gerne als eine des Klimas gibt. Sehr schnell haben sich nämlich alle, die hier etwas zu sagen haben, auf das Akku-Auto geeinigt. Parole: Kein Auspuff – kein CO2. Alternativen widmet man sich in Berlin mit eher gebremster Begeisterung.

In Japan indes scheren sie sich wenig um die Große Koalition und setzen weiter auf die Brennstoffzelle. Für den ersten Mirai wurde Toyota noch milde belächelt – allerdings schon längst nicht mehr so wie 1997 für den ersten Hybrid-Prius. Mit der zweiten Generation des Modells „Zukunft“ schafft die Truppe um Konzern-Chef Akio Toyoda nun die Voraussetzung, um endgültig aus der H2-Nische fahren. Ab 1. März ist es soweit.

Toyota Mirai in der 2. Generation – ein Blickfang

Und weil der Boss versprochen hat, keine langweiligen Autos mehr bauen zu lassen, haben sie den Neuen schick und schnörkellos gezeichnet. Mit grimmig dreinschauenden LED-Leuchten und einem Heck im Coupé-Stil. Vorbei die Zeit, in der Öko-Autos einen ordentlichen Sicherheitsabstand zu jeglicher Art von Faszination wahrten. Die rollende Vernunft muss ja schließlich nicht auch noch so aussehen.

So ist vom Vorgänger allein der Name geblieben. Der klobige Fronttriebler, von dem nur 11.000 Stück in Handarbeit gefertigt wurden, macht einer gediegenen Fünf-Meter-Limousine mit Heckantrieb und fünf Sitzen Platz, von der künftig im Jahr 30.000 Exemplare vom Band laufen können. Mirai zwei wächst in der Länge um gut acht Zentimeter, in der Breite um sieben und beim Radstand gar um 14. Dafür duckt er sich knapp sieben Zentimeter tiefer. Und er kann einfach alles besser. Er fährt weiter (650 statt 500 Kilometer), hat mehr Leistung (182 statt 154 PS) beschleunigt schneller (9,0 statt 9,6 Sekunden auf Tempo 100) und kostet weniger (ab 63.900 Euro statt bisher knapp 80.000). Das reicht sogar für die Umweltprämie.

Wolfgang Plank

Das Cockpit erweist sich als erfreulich bodenständig, weil es für die wichtigen Dinge unterhalb des 12-Zoll-Displays noch gute, alte Schalter gibt. Die Verarbeitung hat Oberklasse-Niveau, und man residiert in wunderbar konturierten Sitzen. Opfer fordert die schwungvolle Linie nicht. Im Gegenteil: Die Beinfreiheit in zweiter Reihe ist bestens – und auch für den Kopf reicht es prima. An Komfort herrscht generell kein Mangel, und auch bei den Assistenten ist die in dieser Klasse übliche Schar an Bord.

Der technische Clou lauert versteckt. Mittig längs einer und hinten quer zwei Tanks speichern zusammen 5,6 Kilo Wasserstoff und versorgen eine Art Chemiefabrik auf der Vorderachse. Sie wandelt das Gas mit dem Sauerstoff der Luft zu Strom. Übrig bleiben ein paar Tröpfchen Wasser. Die Brennstoffzelle, für die ein Festpolymer zum Einsatz kommt, startet sogar bei Außentemperaturen von minus 30 Grad, verspricht Toyota. Bei unserer Testfahrt in Köln hatte es immerhin geschmeidige minus elf.

Fahrgefühl des Toyota Mirai im Alltag – ein Einblick

Zu spüren ist von dem Prozess nichts. Der Mirai fährt wie ein E-Autos eben fährt: lautlos und voll Drang nach vorne. Nicht ganz mit dem Kick wie bei einem Akku, aber weit entfernt von dem, was man früher als Turboloch kannte. Nur Fahrers Gefühl ist besser, weil man nicht ständig auf den Speicher-Stand schielen muss. Und: Weil das Kraftwerk mit allen Komponenten an den Platz wanderte, wo bei Verbrennern üblicherweise der Motor sitzt, machen weder Lüfter noch Pumpe von sich hören. Still und leise landen 300 Nm an der Hinterachse und lassen den Mirai souverän unterwegs sein.

Wolfgang Plank

Es geht aber auch sportlich. Und wie: Die Karosserie ist deutlich steifer, der Schwerpunkt tiefer. Noch wichtiger aber: Das Fahrwerk kann spürbar mehr als nur Bodenwellen ausgleichen, und dem gezielten Lenkeinschlag der bis zu 20 Zoll großen Räder folgt auch wirklich ein präziser Bogen. Ein Assistent bremst dabei in schnellen Kurven das innere Hinterrad leicht ein und drückt mehr Kraft auf das äußere. In der Folge windet sich der Mirai förmlich Richtung Scheitelpunkt. Unter dem Wagen arbeiten sie sogar mit aerodynamischem Abtrieb – von wegen bloß was für innerstädtische Schleichfahrt. Und auf der Autobahn zeigte der Tacho sogar echte 180 km/h.

Trotz aller Möglichkeiten: Dieser Wagen animiert zum Sparen. Geht man vom Pedal, speichert ein Hochvolt-Akku all die Energie, die sonst beim Bremsen, Ausrollen oder bergab verschwendet würde – und kann zuschießen, wenn Last gefordert ist. Auch hier jede Menge Entwicklung: Lithium-Ionen-Technologie ersetzt die Nickel-Metallhydrid-Batterie des Vorgängermodells und verfügt trotz kleinerer Abmessungen über eine größere Energiedichte. Die Spannung beträgt 310 statt 244 Volt bei einer von 4,0 Ah auf 6,5 Ah gewachsenen Kapazität.

Wolfgang Plank

Seinen ganz großen Auftritt gegenüber dem Batterie-Stromer hat der Mirai an der Tankstelle. Eine Komplett-Füllung dauert gerade mal fünf Minuten und geht kinderleicht. Aufsetzen, verriegeln, fertig. Den Rest erledigt der Automat – was besser ist bei 700 bar Druck. Weil den auch die Tanks locker aushalten müssen, sind die Wände der zigfach crashgetesteten Glasfaser-Gehäuse 4,5 Zentimeter dick. Dazu kommen eine feuerfeste Ummantelung, Dichtheits-Sensoren und Notstopp-Ventile. Ein Benzintank ist dagegen fast schon ein Risiko-Bauteil.

Toyotas Mirai wird durch fehlende Wasserstoff-Tankstellen ausgebremst

Einziges Problem: Das deutsche Tankstellen-Netz ist mit grobmaschig sicher nicht böswillig beschrieben. Aktuell fließt Wasserstoff aus gerade mal 87 Zapfsäulen – eigentlich sollten es längst mehr sein. Zumindest entlang der Autobahnen und in vielen Städten kann man nachfüllen. Hier wie dort kommt die Zukunft also tröpfchenweise. Denn so sehr alle hierzulande die Batterie auch preisen – sie ist trotz technischer Fortschritte immer noch schwer, verschlingt massiv Rohstoffe und ihre Herstellung ist generell nicht unumstritten.

Wolfgang Plank

Dummerweise will Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) Hydrogenium nur in der Stahl- und Chemieindustrie verwendet sehen, allenfalls noch in Lastwagen, keinesfalls aber im privaten Pkw. „Verschwendung“ sei das, gibt sie zu Protokoll. Dabei gehen der Republik Jahr für Jahr fünf Terawattstunden sauberer Strom verloren, weil Windkraft-Anlagen bei Sturm gestoppt werden. Nicht etwa, um sie vor Schaden zu bewahren, sondern weil sie sonst zu viel Elektrizität produzieren würden. Bei 14 000 Kilometern im Schnitt könnten damit eine Million Mirai ein Jahr lang fahren. Quasi zum Nulltarif. Verschwendung sieht irgendwie anders aus.

Und bei den Kosten von einer Million Euro pro H2-Zapfsäule kann man auch ganz andere Rechnungen aufmachen. Durch den Verzicht auf einen einzigen Kilometer Autobahn-Bau ließen sich 40 Tankstellen finanzieren und ohne das Debakel am „Fluchhafen“ BER wären mehr als 3000 längst bezahlt.

Über den Autor

Wolfgang Plank ist freier Journalist und hat ein Faible für Autos, Politik und Motorsport. Tauscht deshalb den Platz am Schreibtisch gerne mal mit dem Schalensitz im Rallyeauto.

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Sehr schönes Auto und für die Langstrecke eine super Alternative zum BEV.

„Sehr schönes Auto […]“

Absolut häßliches Auto-»Monster« mit Motorhaube wie für einen 16-Zylinder, mickerigem Innenraum und fast 2 Tonnen Leergewicht für gerade mal 4–5 Sitzplätze!

„[…] für die Langstrecke eine super Alternative zum BEV.“

Einschub zu Details:

  • Zuviel Raumverbrauch und Gewichtszuwachs im PKW
  • Zuviel aufwendige, kosten- und wartungsintensive Technik, alterungsanfällig
  • Viel, viel zu hoher Energieverbrauch (=Kosten) bei der H2-Herstellung
  • schon nach wenigen Jahren entsteht ein galoppierender Wertverlust
  • Weitaus zu hohe Kosten einer Verteilung von H2 in der Fläche …
  • mit den Fortschritten in der Akkutechnik, die bis Ende ’22 verfügbar sind, werden BEVs die 800 km-RW überschreiten können – da fällt die allerletzte Rechtfertigung für H2-PKW in sich zusammen!

Kurzantwort:
Für die Langstrecke fallen praktisch ebenso hohe Betriebs-, Wartungs- und Instandhaltungskosten der komplizierten Technik an wie für Kurzstrecke …
==>
Der Wasserstoff-PKW ist tot, mausetot – auch wenn es immer noch nicht jeder gemerkt hat!

Last edited 5 Monate zuvor by Wolfbrecht Gösebert
  • Infrastrukturkosten sind nicht teuerer als für Ladesäulen in einem Ladepark mit 8 Schnellladern.
  • Technik ist nicht teurer als ein Modell S
  • Energietechnisch gebe ich recht, aber wenn die Wärme bei Erzeugung genutzt wird ist der Wirkunggrad auch bei 67%.
  • Die Fortschritte erkenne ich bis heute überhaupt nicht außer das die Batterien immer größer werden.
  • Die Kosten auf der Langstrecke dank Ionity aktuell deutlich günstiger.

Wer bitte nutzt Ionity? Es gibt Schnelllader im EnBW-Netz zum vernünftigen Preis.

Wir brauchen im Alltag keine teuren Schnelladesäulen.
Das der Unterhalt einer derart komplexen Technik wesentlich mehr Kosten verursacht, dazu braucht man wohl keine allzu grosse Fantasie.
Das Reichweiten Argument ist schon bereits passé und kein stichhaltiges mehr.
Im Alltag lade ich das Auto wenn es steht. Da ist die Ladedauer absolut irrelevant. Im Gegenteil, mit dem H2 Panzer muss ich wieder jedesmal zu einer Tankstelle fahren… IMMER!
Im Gegensatz zum H2 kann ich meinen Treibstoff sogar selber erzeugen und es braucht keine stromfressenden Produktionsanlagen.
Den grünen Strom haben wir sowieso nicht in ausreichender Menge und werden ihn auch in der Zukunft nicht haben. Es reicht ja noch nicht einmal für alle kommenden Stromer Stand heute.
H2 wird viel sinnvoller zur dekarbonisierung für zb. die Industrie zur Verfügung gestellt. Oder die Luftfahrt, den Schwerverkehr, die Schiffahrt, den Schienenverkehr der heute noch mit Diesel unterwegs ist. All das ist wesentlich sinnvoller als ihn im PKW einzusetzen wo er niemals gegen das BEV ankommen kann. Nicht heute und noch viel weniger in Zukunft.

Last edited 5 Monate zuvor by Hiker

Selten so gelacht.

„Motorhaube wie für einen 16-Zylinder“

Die braucht der Toyota Mirai, um die umfangreiche Brennstoffzellen-Technik unterzubringen. Erstaunlich wieviel Platz die Brennstoffzellen brauchen, um genug Dauerleistung bereitzustellen.

Der E-Motor ist hinten zwischen den Rädern untergebracht und darüber die Batterie in Rückbankhöhe, die Innenraumplatz verbraucht – deshalb auch die große Länge, irgendwo müssen ja noch die Passagiere und das Gepäck untergebracht werden.

Dazu kommen noch 3 Wasserstofftanks, einer quer hinter dem E-Motor und der andere quer davor unter der Rücksitzbank, der 3.Tank ist längs im sogenannten Kardantunnel untergebracht – ganz schön viel Platzbedarf, dagegen ist der Platzbedarf bei einem BEV geradezu gering.

Richtig, damit kann man auch im Winter auf die Autobahn und steht keine Ängste aus im Winterstau bei minus 10 Grad.

Du solltest gern noch BLÖD-Zeitungs-mäßiger fabulieren:

E-Fahrer mit TODESÄNGSTEN im Winterstau auf der Autobahn !!!

Last edited 5 Monate zuvor by Wolfbrecht Gösebert

Solange die Well to Wheel Bilanz nicht passt wird das nichts werden.
(1KG Wasserstoff benötigt 43 KW Strom in der Herstellungsbilanz) Hinzu kommen die Erfahrungen die die Kalifornier mit dem Wasserstoffauto gemacht haben… Da will inzwischen keiner mehr die Dinger im Alltag haben.
Wasserstoff sehe ich eher im Schwerlastverkehr oder in der Schifffahrt und möglicherweise halt auch noch als Pufferspeicher(mit viel Verlust behaftet), aber gewiss nicht im PKW für die breite Masse. Und bedenke eine Wasserstoffauto ist immer noch ein Elektroauto, nur halt quasi mit eigenem Kraftwerk unter der Haube. das ist eine aufwändige Wartung/Kosen-intensive Technik die dann bei den Inspektionen für den Endverbraucher wieder deutlich zu Buche schlagen wird.
Der Staat und TÜV(Verein) werden sich da auch noch gewiss einige Sonderprüfungen einfallen lassen.
Da ist eine reines Elektroauto durchaus wesentlich simpler aufgebaut und was nicht da ist kann auch nicht überprüft werden und da hat mein Tüvprüfer schon recht schmerzhaft sein Gesicht drüber verzogen.

Sie sollten sich nochmal über die aktuelle Entwicklung in Kalifornien Informieren. Es werden dort momentan dutzende neue große Tankstellen geplant und auch gebaut, die keine Probleme mehr haben. Technischer Fortschritt findet auch im Wasserstoffsektor statt. Was sie sagen, ist vom Prinzip ähnlich der Behauptung, dass ein Akku heutzutage max.150.000 km halte.

Hier mal ein Link zu so einer neuen Tankstelle

Sunnyvale Hydrogen Station Opens | California Fuel Cell Partnership (cafcp.org)

Auch der Wirkungsgrad von Wasserstoff über die gesamte Kette, inkl. Elektrolyse, wird immer weiter steigen und zwar schneller als bei direkter Elektrifizierung.

Hier ein Link zu der neuesten Well-to-Wheel efficiency von „Transport and Environment“. Ich mag die Grafik zwar nicht besonders, da sie z.B. Wärmeauskopplung nicht berücksichtigen und ich überzeugt bin, dass sie die Verbesserung des Wirkungsgrades bei Wasserstoff deutlich unterschätzen, aber wenigstens berücksichtigen sie jetzt Fortschritt.

2020_12_Briefing_feasibility_study_renewables_decarbonisation.pdf (transportenvironment.org)

Vor allem aber ist elektrischer Wirkungsgrad nicht der einzige relevante Faktor. Z.B. wird der Ausbau der Ladeinfrastuktur durch die notwendigen Netzupgrades teuer. Wassertofftankstellen sind zu Beginn pro Fahrzeug noch teuerer, überholen dann die Ladesäulen aber was die Kosteneffizienz angeht.

Hier sind zwei aktuelle Studien, die das behandeln (Wenn man mal eine andere Sicht auf die Dinge haben möchte als nur aus der Perspektive des elektrischen Wirkungsgrades).
Die erste vergleicht sogar die Gesamtkosten des Energiesystems für verschiedene Szenarien der Elektromobilität (BEV, Mix, FCEV).

1) Infrastrukturbedarf E-Mobilität Analyse eines koordinierten Infrastrukturaufbaus zur Versorgung von Batterie- und Brennstoffzellen-Pkw in Deutschland (2019)

2) Path to hydrogen competitiveness A cost perspective (20 January 2020)

Es ist 24 Stunden am Tag geöffnet … Preis für Wasserstoff beträgt 13,08 USD pro Kilogramm.

(Quelle: cafcp.org – übersetzt mit Google)

13,08 US-Dollar, umgerechnet 10,78 Euro pro kg Wasserstoff an der amerikanischen H2-Tankstelle.

Benzin in den USA kostet ungefähr 60 Cent pro Liter (große Schwankungen je nach US-Bundesstaat), also etwa die Hälfte wie in Deutschland. Wenn das später beim Wasserstoff bei uns so ähnlich wäre, dann würde Wasserstoff in Deutschland um die 20 Euro pro kg kosten.

20 Euro für 1 kg Wasserstoff in der Zukunft geteilt durch die benötigten 55 kwh Strom gleich 36 Cent pro kWh, das entspricht in etwa den Kosten von günstigem Strom an den Ladestationen.

Damit würde der „Sprit“ beim Fahren mit dem Wasserstoffauto das 3-Fache kosten wie beim BEV (rein elektrisches Auto). Nur mit geschenktem Ökostrom rechnen sich Wasserstoffautos überhaupt.

Bei BEV wie auch FCEV (Brennstoffzellenautos) läuft die Subvention 2025 aus. Für FCEV müsste sie als H2-Subvention unendlich weiterlaufen. Wollen wir ewig Millionen Wasserstoffautos subventionieren?

Ich denke ich habe Verstanden worauf sie mit der Rechnung bei Benzin und Wasserstoff hinauswollen, aber das funktioniert so nicht.

Vor allem lassen sie bei ihren Überlegungen außer acht, dass die Preise für Wasserstoff mit Ausweitung der Produktion stark sinken werden.

2030 wird im großen Maßstab 1,5 USD in der Produktion angepeilt. Dann kostet der Wasserstoff an den US Tankstellen keine 13 USD mehr und ist auch bei uns deutlich günstiger. Nel Asa hat sich das 1,5 USD Ziel (in bestimmten Regionen) sogar schon für 2025 gesetzt.

Zudem werden in Kalifornien bald aller Voraussicht nach dutzende Power-Tap Tankstellen installiert, die mit günstigem Erdgas blauen Wasserstoff direkt an der Tankstelle produzieren. Da wird der Wasserstoffpreis wahrscheinlich deutlich niedriger sein.

Ich kann nicht einsehen warum Sie so hartnäckig behaupten wollen FCEV wären die bessere Alternative? Es gibt absolut gar nichts was das beweisen würde.
Wasserstoff ist teuer in der Produktion im Transport in der Lagerung und hat einen katastrophalen Wirkungsgrad. Das Argument man könne die Abwärme nutzen ist lächerlich aus Energetischer Sichtweise. Was tun Sie mit der Abwärme wenns warm ist??? Ehrlich jetzt, Ihre Argumente sind allesamt falsch und sehr leicht zu wiederlegen. Ein FCEV ist dem BEV in allen Belangen unterlegen.

Wow, das sind mal ein paar Behauptungen von ihnen. Ich habe nur ein paar nachweisbar richtige Fakten genannt und zudem mal eine andere Sichtweise als den elektrischen Wirkungsgrad angeboten. Unter anderem auch die Gesamtkosten den Energiesystems.

Zur Abwärme:
Natürlich kann man die Abwärme nutzen. Das ist alles andere als lächerlich. Ja, im Auto nur bei Kälte. Diesen Effizienzvorteil kann man aber über das Jahr mitteln. Was soll daran falsch sein??

–>Wärme ist auch Energie, daran ist gar nichts falsch.

Auch bei der Elektrolyse kann man Wärme auskoppeln. Möglicherweise (bin kein Techniker) auch für Prozesswärme, die ja auch im Sommer benötigt wird.

Aber selbst ohne die Berücksichtigung von Wärmenutzung verbessert sich der Wirkungsgrad von Wasserstoff über die gesamte Kette sehr schnell.

Zum Preis:
Wasserstoff ist noch teuer, aber wird schnell günstig werden. Es ist doch nur eine Frage der Produktionsmenge/Größe der Anlagen. Je größer und zahlreicher die Projekte werden, desto günstiger wird es.

Finds erstaunlich, wieso ein älterer Autojournalist sich in ein Auto reinklemmt, von Überschusstrom auf seinen 700bar Flaschen träumt und der Politik vorwirft, wieso die das Zeug ( was komischerweise überall noch im Pilotanlagenbereich mit Subventionen läuft) nicht für private, ebenso 9000€ geförderte, Luxusschlitten reserviert.
Will er wirklich CO2 sparen? Wo anders könnte er viel mehr sparen? Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Granufinkgeneration nach 3h nicht eh pinkeln geht?

Das ist ja wohl einer der schlechtesten Kommentare überhaupt! Wird weder der Technik gerecht…. und warum man persönliche Beleidigungen und Abwertung der älteren Auto-Fahrer-Generation hier einbringen muss…. Der Verfasser sollte bedenken, das er (falls es denn ein er ist) mit hoher Wahrscheinlichkeit auch das beschriebene Prostataproblem bekommen wird… Ich kann gar nicht soviele Daumen – runter geben, wie ich möchte…

Und rein faktisch sind ihre Argumente für Energieverschwendung wo geblieben?

Nun nur weil ein Journalist nicht der Intelligenz entspricht die man gerne möchte bedeutet das nicht wirklich wichtiges…
Aber mit dummen Sprüchen sind sie Keine Hilfe.
Aktuell sind von allen E Auto Käufern 70% zwischen 40 und 65 Jahre alt , dazu kommt das 60% der Autofahrer warten immer noch auf Wasserstoff…
Also mit dummen Sprüchen ist man eher Kontraproduktiv…

Jetzt haben sie sich leider gar nicht über die wesentlich höhere CO2 Einsparung in anderen Bereichen als in Luxusautos geäußert. Entschuldigung, dass das nach-3h-pinkeln Argument für sie ein Argument ist, für mich nicht.

Der Wagen sieht auf jeden Fall schnittiger aus als der Vorgänger.

Immer wieder die gleichen Argumente „pro Wasserstoff“ zu hören ermüdet allerdings. 5 Minuten Tanken (… Allerdings nur, wenn man der erste an der Zapfsäule ist). Zu Wasserstoff aus abgeschaltetem Überschussstrom: Ernstgemeinte Frage: Welcher Wasserstoffbefürworter würde auch an einem Elektrolyseur beteiligen, der nur bei Stromüberschuss lädt? Wie groß dürfte da die Rendite sein. Warum nicht den Überschussstrom direkt in E-Autos laden, die 23h pro Tag rumstehen?

An der Physik kommen wir nun mal nicht vorbei. Der Umweg über Wasserstoff ist nunmal um Faktor 3 ineffizienter. Wenn so ein Mirai 1kg Wasserstoff /100km verbraucht entspricht das 33kWh/100km. Leider benötigt die Produktion des Wasserstoffs 55kWh/kg. Die Kompression auf 700Bar kostet auch noch mal 12%. Schon sind wir bei 61kWh/100km. Transport zur und Lagerung bei der Tankstelle nicht eingerechnet. Und das propagiert man ausgerechnet für die Langstrecke? 100kWh für 500km im Tesla vs. 300kWh im Mirai.

Ich empfehle an dieser Stelle den Podcast von Volker Quaschning „Eine gute Frage“. Da gibt es auch eine Folge zu Wasserstoff.

Farnsworth

Das Problem mit dem Druckaufbau bei den Wasserstofftankstellen hat sich bei den neuen Generationen weitestgehend erledigt. Das ist nur bei den alten Stationen ein Problem.

Einfach mal diesen aktuellen Artikel von Heise lesen:

Pausenlos tanken an der Wasserstofftankstelle | heise Autos

In Kalifornien werden momentan viele neue moderne Tankstellen gebaut, die wirklich beeindruckende Leistungsdaten aufweisen.

Schön, ein Problem weniger. Die Ineffizienz bleibt. Meine Zahlen stehen ja im Prinzip auch im Artikel. 60kWh pro kg Wasserstoff.

Wasserstoff in stationären Anwendungen wie Saisonspeichern ist prinzipiell sinnvoll. Denn dabei kann man die Abwärme noch nutzen. In der Mobilität verheizt man die Abwärme sinnlos. Statt Brennstoffzellen LKW lieber mehr Waren auf die Schienen und vom Verteilzentrum mit dem E-LKW auf der letzten Meile verteilen. Ja, man müsste mehr Geld in die Schiene investieren.

Farnsworth

Und wieder fehlt die Berücksichtigung der Wärme bei der Erzeugung. Diese kann zu 100% genutzt werden. Wenn Bilanzen aufstellen, dann komplett. Wie hoch ist der Verbrauch im Winter? Da werden die 20kwh wohl kaum reichen.
Model 3 mit neuem Batterietyp kommt um die 200km im Winter. ID3 kommt ähnlich weit. Da bin ich dann gerne eine wenig ineffizienter unterwegs, muss aber nicht ständig an die Ladesäule, zumal wenn nicht alle Parameter passen, schnellladen im Winter tabu ist.
Für mich wäre das keine Option wenn ich 900km zu meiner Familie fahre.

Last edited 5 Monate zuvor by Fabian Uecker

Immer kommen einige Leute mit Wärme im Winter – noch nie vom Klimawandel gehört?

Das Problem ist nicht die Wärme im E-Auto in der Winterzeit, wenn die Leute da keine 25°C erwarten und die Wärme könnte (neben Wärmepumpe) über Sitz- und Lenkradheizung sowie Infrarotstrahler angenehmer und energiesparende verteilt werden.

Das große Problem sind und werden die heißen Sommer sein, hier könnten Solarpanele die Batterien nachladen, um den Mehrverbrauch durch die Klimaanlage auszugleichen.

Kleiner Sommertipp: Vor der Fahrt für 1 Minute Türen und Kofferaum öffnen und die sehr heiße Luft erstmal heraus lassen und während der Fahrt dann die Klimaanlage laufe lassen.

Ich gebe Dir Recht, wenn es um die Saisonspeicherung geht. Ich könnte mir vorstellen, dass man im Haus einen Elektrolyseur hat, der im Sommer den überschüssigen PV-Strom in Wasserstoff speichert und mit der Abwärme mein Brauchwasser erwärmt. Im Winter wird es rückverstromt und mit der Abwärme zugeheizt. Nur: So eine Technik ist heute noch viel zu teuer.

Aber was soll ich mit der ganzen Abwärme im Auto im Sommer? Mein E-Up braucht im Winter 17kWh/100km im Sommer auch gerne mal 10kWh/100km. Das ist Faktor 4-6 zu einem Mirai. Ich kann im Winter die Heizung auf Kurzstrecke auch ausschalten. Für 10 Minuten Autofahrt muss man nicht den Innenraum heizen. Dafür gibt es ja auch eine Sitz und eine Scheibenheizung.

Farnsworth

Konkret: Der Wasserstoff (chemisch H2) wird auf bis zu 350 bar in Nutzfahrzeugen und bis auf 700 bar in Pkw komprimiert. Weil hierbei Wärme entsteht und die Maximaltemperatur in den sogenannten Typ 4-Tanks der FCEV nicht über 85 Grad betragen darf, muss das Gas vorab stark gekühlt werden.

(Quelle: heise.de)

Es wird also nicht nur bei der H2-Produktion und beim Verdichten viel Ökostrom gebraucht, sondern auch noch beim Kühlen von H2 bevor er in den Tank kommt – und an der H2-Tankstelle kann die viele Abwärme selten genutzt werden, wenn da später im 5-Minuten-Takt die H2-Autos wirklich vorbei kämen – ausser man betreibt da eine Großsauna nebenbei mit.

„Es wird also nicht nur bei der H2-Produktion und beim Verdichten [*] viel Ökostrom gebraucht, sondern auch noch beim Kühlen von H2 bevor er in den Tank kommt – und an der H2-Tankstelle kann die viele Abwärme selten genutzt werden, wenn da später im 5-Minuten-Takt die H2-Autos wirklich vorbeikämen“ …

+1
[*] auf rd. 1.000 Bar – die sind nötig, weil der PKW-Tank ja mit 700 Bar betankt werden muß und wg. der (ach so) gewünschten, kurzen Tankzeit diese erhebliche Druckdifferenz erforderlich ist … Da aber Höchstdruck-Lagertanks nicht realistisch sind, erfordert das noch mehr teure »1.000-Bar-Zwischentanks« mit entsprechend größeren Punpen und zugehörigen Kühlanlagen = weiterer Stromverbrauch … 🙁

Ich komme mit meinem KIA Niro gerade in den letzten Tagen (ca. -10 Grad) auf eine tatsächliche Reichweite von 340 bis 370 KM. (Aktives Temperaturmanagement plus Wärmepumpe)
Was mir im Alltag vollkommen ausreicht. Die Schönwetterreichweite liegt dann im übrigen bei 450 bis 470 KM. Das gerade Tesla da nicht besonders glänzt und kein Ultimo Ratio Beispiel ist gilt als hinlänglich bekannt.
Strom bekomme ich bislang sogar noch umsonst und selbst der Arbeitgeber pflaster gerade den Firmenparkplatz mit Ladeinfrastruktur zu. All das wird mit Wasserstoff nicht möglich werden. Da will und wird der Staat wieder jedes Kilo besteuern und mitverdienen. Beim BEV kann ich meinen Strom sogar noch selbst herstellen und das Fahrzeug an der PV-Anlage als Pufferspeicher verwenden. Wasserstoff hingegen werde ich immer kaufen müssen und die festgelegten Preise bezahlen müssen.

Da ist Kia dann echt gut. Es freut mich auch für Sie das ihr Arbeitgeber so vorbildlich ist. Leider nicht die Regel und leider auch nicht die Regel das jeder Daheim an seiner Privaten Wallbox laden kann. Ich könnte mir sogar vorstellen Skoda Enyaq zu fahren, aber müsste in den Nachbarort fahren um zu laden. Der Schnelllader ist von EnBw, so das dies sogar bezahlbar wäre. Aber was wenn ich auf der Langstrecke bei Ionity laden müsste? Dann wäre die Fahrt bei fast 16€ / 100km. Sorry aber das kann doch nicht euer Ernst sein? Abhängigkeit mal abgesehen.
Zuhause tanken trifft leider nicht für jeden zu. Das darf man nie vergessen.

16euro auf 100km ist Ihnen zu viel? Zumal dieser Wert das horrorszenario der horrorszenarien ist. Was glauben Sie denn kostet 1kg wasserstoff wenn er nicht ins unendliche subventioniert werden würde? Der energieinhalt 33 kWh, Strom zu Strom im besten Fall 50%wirkunfsgrad. Da dürfen Sie gerne selber rechnen. Aber bitte, wer das zahlen möchte…

Ist kein Horrorszenario. 20kwh mal 0,79 sind ca . 16€ mit ladeverluste eher mehr.

„Zuhause tanken trifft leider nicht für jeden zu. Das darf man nie vergessen.“

Jaja …
Aber es werden immer mehr, auf die »preiswert Zuhause« zutrifft und es werden auch immer mehr, die im urbanen Umfeld auch weiterhin für 30 ç pro kWh laden können.

Dann fahr halt nicht zu Ionity. Ich mache um den Laden auch einen großen Bogen? Oder tankst Du momentan auch nur an der Autobahntankstelle V-Power? Ich würde da freiwillig nie laden.

Ruf bei Deiner Stadt an, frag wer für die E-Auto Infrastruktur zuständig ist und sag, dass Du bei Dir um die Ecke Bedarf für eine Ladesäule hast. Evtl. passiert auch was. Bei uns in der Stadt startet gerade ein Projekt mit Laternenladern. In Straßenlaternen werden 3,7kW Lader integriert. Per Bürgerbeteiligung kann man auf einer Karte melden, wo die Ladesäule hin soll. Das wird geprüft und bei Machbarkeit realisiert.

Farnsworth

Hey Farnsworth,
In Berlin oder anderswo?

Ruhrpott. Dortmund.

Farnsworth

geile Sache….
Danke an die Ruhrpottler

„Strom […] umsonst und selbst der Arbeitgeber pflastert gerade den Firmenparkplatz mit Ladeinfrastruktur zu. All das wird mit Wasserstoff nicht möglich werden. Da will und wird der Staat wieder jedes Kilo besteuern und mitverdienen.“

Deutlicher noch: Besonders die Mineralöl-Energie-Riesen befürchten doch zu Recht, dass ihnen künftig die Multi-Milliarden-Gewinne „aus der Hand fallen“ und genau da böte doch eine zentralistische Wasserstoff-Wirtschaft beste Aussichten, solche Gewinne wiederzuerlangen!

„Beim BEV kann ich meinen Strom sogar noch selbst herstellen und das Fahrzeug an der PV-Anlage als Pufferspeicher verwenden.“

Ja, die

  • für immer mehr Menschen
  • immer leichter zu erlangende (ggf. tw.) Energie-Autarkie

ist für diese Unternehmen ein Horror-Scenario, dass – aus ihrer Sichtmit allen Mittelnauf allen Kanälen bekämpft gehört … 🙁

Sicherlich kann nicht jeder die gleichen Bedingungen haben, aber sind wir doch mal ehrlich wer lädt denn freiwillig bei ionity. Mach doch mal einen einfachen Test nimm dir mal den A Beter Route Planer und plane mit diesem und deinem wunschfahrzeug mal zum spass ein paar deiner Strecken…. Dann könnte sich dein Blickwinkel etwas ändern. Ps nicht vergessen auch das richtige Fahrzeug und die notwendigen Daten auszufüllen 😉 😉 Da kannst du dann Ionity dabei auch vermeiden und dann schaut das mit den Kosten schon mal ganz anders aus.

Darum geht es ja gar nicht. Fakt ist das es bis auf enbw und den Supercharger nichts Vernünftiges für die Langstrecke gibt. Fastnet ionity und co. Überzeugen mich nicht. Da müsste Diesel 3 € kosten das sich das lohnen würde. Die Kosten werden gerne mal vergessen.

Der Toyota Mirai liegt preislich zwischen dem Tesla Model 3 Allrad und dem Model S der auch Allrad hat. Seine Reichweite ist mit dem Model S vergleichbar, die anderen Fahrleistungen sind deutlich unterhalb eines Model 3 Basismodells.
Bei Tesla wird in diesem Jahr die fünfjährige Stagnation der maximalen Batteriegröße beendet.
Das Plaid+ Modell wird dann für den doppelten Preis fast 200km mehr Reichweite als ein Mirai haben.
Wann die neue Tesla 4680 Zellgeneration in „normalen“ Tesla Modellen auch zu mehr Reichweite als im einem gleichteuren Wasserstoffauto führt ist noch nicht bekannt.
Ein Wasserstoffauto muß immer an der Wasserstoffsäule geladen werden.
Wenn man eine Wallbox hat braucht man nur noch auf der Langstrecke einen Schnelllader.
Daher kann man nicht die einfache Tankzeit des H2 Autos mit der einfachen Schnellladezeit eines Elektroautos vergleichen.
Bei Wasserstoffauto konnte man die Energiedichte durch Verdoppelung des Druckes erhöhen.
Leider verhält sich Wasserstoff bei hohen Drücken nicht mehr wie ein ideales Gas und die Dichte erhöht sich nur noch um ca 2/3.

Gehen wir mal (als Gedankenexperiment) davon aus, dass Wasserstoff-Tankstellen für die LKW sowieso entlang der Hauptrouten installiert werden, und dass die Brennstoffzellen durch industrielle Fertigung deutlich billiger und kompakter werden.
Dann ist ein BEV mit Batterie für 200km und Wasserstoff-Range-Extender für 400km (nachladbar entlang der Hauptrouten) das ideale Fahrzeug für den Otto Normalverbraucher. Lokal fährt er rein batterie-elektrisch – im Idealfall mit Strom von der eigenen PV-Anlage. Der H2-Range-Extender nimmt ihm die Reichweiten-Angst (inkl. Einschneien) und bei den gelegentlichen Fernreisen benutzt er zusätzlich Wasserstoff und lädt diesen Tank entlang der Hauptrouten gelegentlich nach.
Der H2-REX ist die Alternative zu einem Ausbau der Batterie auf Langstrecke, also zusätzlich 400 oder mehr Kilometer. Auch wenn bei Batterien noch grosse Fortschritte gemacht werden, ist eine solche Langstrecken-Batterie auf jeden Fall schwerer und CO2-belasteter als ein kleiner H2-REX.
Wenn ich alle E-Mobilität-Entwicklungen der letzten 10 Jahre anschaue, bin ich ziemlich überzeugt davon, dass der geschilderte BEV mit H2-REX in ca. 5 Jahren eine sehr gute Lösung für viele Benutzerprofile sein wird.

In 5 Jahren dürften BEV wohl 1.000 km oder mehr Reichweite haben.

Lithium-Schwefel-Batterien nur halb so schwer.

Holger Althues ist Abteilungsleiter Chemische Oberflächen- und Batterietechnik beim IWS. In seinem Team entstand der Prototyp für das australische Forscherteam. … Wir halten es für realistisch, dass zukünftig Li-S-Zellen mit bis zu 500 Wh/kg und bis 700 Wh/L realisiert werden können. Das heißt, die Li-S-Zellen hätten den gleichen Energieinhalt bei gleichem Volumen heutiger Lithium-Ionen-Zellen, aber das Gewicht kann halbiert werden“.

(Quelle: auto-motor-und-sport.de – Januar 2020)

Die Lithium-Schwefel-Batterie hätte 200 kWh bei einem Gewicht heutiger 100-kWh-Batterien.

Statt einer großen Batterie genügt in 5 Jahren eine kleine Batterien dank zahlreicher Ladestationen und einer besseren Vernetzung untereinander, so dass auf der Ladesäulen-App schon im voraus die Zahl der freien Ladestationen an der Autobahn und in unmittelbarer Nähe angezeigt wird.

Mit Wasserstoff sind Fernreisen schwierig, in Deutschland zeigt die Wasserstoff-Tankstellenkarte 90 Möglichkeiten an, in Spanien sind 2 geplant und in Italien gibt es nur eine H2-Tankstelle.

Hat Mercedes mit dem glc fcell ähnlich umgesetzt. 13kwh Akku und 4kg Wasserstoff. Warum Mercedes hier nicht festgehalten hat verstehe ich nicht. Weil diese art von plug in die nachfolge vom Diesel plug in antreten könnte.

So ganz schien man bei Daimler vom Erfolg der Brennstoffzelle im Pkw nie überzeugt gewesen zu sein. Anders ist es kaum zu erklären, warum die Stuttgarter seit mehr als 20 Jahren davon redeten, das Auto der Zukunft in Serie fertigen zu wollen…

… erst nachdem die ausländischen Hersteller Toyota (Mirai) und Hyundai (Nexo) ein Auto mit Wasserstoff-Brennstoffzelle auf den deutschen Markt gebracht hatten, zog Daimler Ende 2018 nach: mit dem Mercedes GLC F-Cell. … nur in Kleinserie und nur erhältlich in einem Leasing-Paket, …

Mercedes hat dem GLC F-Cell den Stecker gezogen. … Zur Begründung des Aus erklärt Daimler: „Aktuell ist die Batterie der Brennstoffzelle bezüglich einer großvolumigen Markteinführung überlegen – nicht zuletzt angesichts der weltweit noch geringen Anzahl an Wasserstoff-Tankstellen und der verhältnismäßig hohen Technologiekosten.

(Quelle: ADAC – September 2020)

Dazu kommen noch die Fortschritte in der Batterietechnik, die den Reichweitenvorteil von H2 veringern. Daimler kann sich ausrechnen, dass in einigen Jahre 1.000 km Batteriereichweite und mehr möglich sind und dann kaum noch ein Kunde die teueren Wasserstoffautos will.

Bei Lkw und Bussen sieht Daimler offenbar noch eine Zukunft der Brennstoffzellen-Technik. Wenn sich Daimler da mal nicht täuscht, so wie bei der Brennstoffzelle im Pkw, und unnötig viel Geld in die Entwicklung einer Technik steckt, die vermutlich in 5 Jahren überholt ist.

Die Lithium-Schwefel-Batterie könnte evtl. in 5 Jahren das Gewicht pro kWh halbieren, so dass eine 200-kWh-Batterie fürs Auto nur noch etwa 750 kg wiegt. Eine 800-kWh-Batterie in Lkws würde 3 Tonnen wiegen und rund 600 km Reichweite haben.

Für LKW ab 3,5 Tonnen gilt auf Autobahnen eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h.

(Quelle: Wikipedia)

600 km würden bei 80 km/h für 7,5 Stunden reichen, der Fahrer müsste wohl schon eher eine Pause einlegen für Bauch und Blase. Im Kurzstreckenverkehr würden kleinere und leichtere Batterien reichen, so dass Wasserstoff bei Lkws und Bussen nur eine kurze Episode wäre.


Wie ein solcher kompakter H2-REX etwa aussehen könnte, sieht man auf dem Bild in einem Beitrag in diesem Forum vom 26.9.2020: Hyundai Motor treibt Wasserstoffstrategie voran | Elektroauto-News.net (elektroauto-news.net

Die schweizer Firma, die da eine neue platzsparende H2-Speicherung haben soll, ist auf ihre Webseite äussert wortkarg, ausser theoretischem Geschwafel habe ich dort nichts weiter gefunden.

Die Abbildungen dort zeigen offenbar ganz normale Stahlflaschen für Wasserstoff im 12er-Bündel.

Falls Sie die Metallhydrid-Technologie der EPFL meinen, geht es nicht direkt um eine Speicherlösung, sondern in erster Linie um einen Kompressor. Mithilfe des Metallhydrids kann die Kompression durch Wärmezufuhr durchgeführt werden, ohne dass
Kompressionsarbeit mittels eines Kolbens geleistet werden muss. Messer Schweiz ist an der Entwicklung beteiligt und wird die Vermarktung übernehmen. Vor etwa einer Woche kam die Meldung, dass noch in diesem Jahr erste Anlagen in den Verkauf gelangen werden.

https://www.energate-messenger.ch/news/195880/kompressor-speichert-und-verdichtet-wasserstoff

Guter Artikel.
Der neue Mirai ist wirklich ein schönes Auto und eine gute Alternative zum BEV.

Zitat des Autors:
Dummerweise will Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) Hydrogenium nur in der Stahl- und Chemieindustrie verwendet sehen, allenfalls noch in Lastwagen, keinesfalls aber im privaten Pkw. „Verschwendung“ sei das, gibt sie zu Protokoll. Dabei gehen der Republik Jahr für Jahr fünf Terawattstunden sauberer Strom verloren, weil Windkraft-Anlagen bei Sturm gestoppt werden. Nicht etwa, um sie vor Schaden zu bewahren, sondern weil sie sonst zu viel Elektrizität produzieren würden. Bei 14 000 Kilometern im Schnitt könnten damit eine Million Mirai ein Jahr lang fahren. Quasi zum Nulltarif. Verschwendung sieht irgendwie anders aus.

Fakten:
-5,6 Kg Wasserstoff Tankinhalt reichen für gute 600 km, de facto dann vielleicht eher für 560.

-14.000 Jahreskilometer benötigen somit ca 140 kg Wasserstoff
1 kg kosten 9,50€ = 1.330 €/Jahr, zum Vergleich an der Ladesäule 18kWh/100 x 30 Cent = 756 Euro, also für den Kunden wäre es schon mal kommerzielle Verschwendung. 🙂 Manche tanken teurer (nur Schnellader) und andere viel billiger mit Solarstrom vom Dach, lassen wir die 30 Cent mal als Mittelwert stehen..

140 kg Wasserstoff (1 kg hat einen Energiegehalt von 33 kWh, bei neurlichen 60 % Wirkungsgrad der Brennstoffzelle bleiben etwas mehr als 20 kWh/100 km für die Achse übrig, was dann´auch plausibel ist) ) benötigen derzeit rund 55 kWh in der Produktion via Elektroylyseur (bei sehr guten 60 % Wirkungsgrad, mehr geht aktuell nur im Labor!, und selbst da nicht mehr als 70) , also braucht man für ein Auto für ein Jahr 7.700 kWh, um den Wasserstoff zu produzieren.

5 TWH = 5.000.000.000 kWh geteilt durch 7.700 kWh = 650.000 Mirai für ein Jahr. Das ist keine Million.

Und unerwähnt bleibt: mit diesen 5 TWh könnten alternativ auch knapp 1,8 Mio E Fahrzeuge rollen. Ich rechne hier schon mit 20 kWh/100 km wegen Netzverlusten bis zur Ladesäule.

Vermutlich werden aber die nächsten 1,8 MIo BEV deutlich früher verkauft sein, als die nächsten 650.000 Mirai….und zwar nicht, weil die Politikk das so will, sondern weil viel Leute rechnen können…
Auch um mit einem 5 MeterAuto eine günstige Raum/Gewichtsrelation zu treffen. 🙂

Frau Schulze hat hier durchaus Recht, es ergibt einfach keinen Sinn, wertvollen grünenen Wasserstoff bei Stahl/Alu einzusetzen, denn dort lässt sich graue Kohle nicht besser herausdrängen…im Verkehr geht es hingegen deutlich besser, und deswegen wird das auch genau so gemacht….

Last edited 5 Monate zuvor by Steffen

Könntest Du den letzten Absatz:

„Frau Schulze hat hier durchaus Recht, es ergibt einfach keinen Sinn, wertvollen grünenen Wasserstoff bei Stahl/Alu einzusetzen, denn dort lässt sich graue Kohle nicht besser herausdrängen…im Verkehr geht es hingegen deutlich besser, und deswegen wird das auch genau so gemacht …“

bitte ein wenig erläutern – ich verstehe in Deinem Kommentar die Relation zur Aussage Frau Schulzes im Artikel ja nicht so ganz …

Last edited 5 Monate zuvor by Wolfbrecht Gösebert

Mind. 50% ist layenhaft was da, aus was für Gründen auch immer, gegen H2 Antrieb zusammen geschwafelt und fremd von jeglichem Praxiswissen gemiesrechnet wird.
Da erübrig sich eine Stellungnahme. Auch den Daumen nach unten Gebern sei gesagt, dass sie aufpassen sollten, nicht bald zu denen zu gehören, die auch die reine E Mobiität verschlafen haben.
BEV mit H2 als Rex ist nicht mal im LKW geplant.Oeffnet mal die Augen was der Mirai für kleine Batterielein braucht.(nur gerade zum Rekuperieren braucht es keine 50 KWh) Da gibts nicht viel zu entsorgen…….Wasserstoffstankstellen braucht man so oder so künftig für den LkW-Verkehr . Die befindet sich bereits im Aufbau.

Mit diesen kleinen Akkus kann man aber auch nicht viel rekuperieren. Ich hatte einen Toyota Hybrid mit ähnlichem Akku. Die Rekuperationsleistung war sehr bescheiden. Da musste man schon sehr vorausschauend fahren. Die Batterie hat einfach zu wenig Leistungsdichte.

Farnsworth

Sorry, böser Tippfehler.
Es sollte heißen:
..keinen Sinn, wertvollen grünen Wasserstoff JENSEITS von Stahl/Alu Produktions einzusetzen…..
Sorry, für die Verwirrung-..

oder noch einfacher…das „keinen“ streichen….

Du hast was wichtiges vergessen:

für die 5 TWh bezahlt jeder Deutsche zusammen fast 1 Miliarde EUR! … durch seine Stromrechnung.

und noch etwas wird immer vergessen:
H2 lässt sich über Pipelines fast verlustfrei transportieren. Dies kann man von Strom wohl nicht sagen.

Ich bin mir sicher, dass On-ShoreWindkraft zukünftig tot ist und so die Energie von Off-Shore kommen muss oder von Solaranlagen in der Wüste.
Da lässt sich Strom nur mit sehr großem Verlust transportieren.

Streit um Wasserstoffautos.

VW-Chef Herbert Diess im Twitter-Gefecht mit dem Bund.

Volkswagen-Konzernchef Herbert Diess hält Wasserstoff als Autoantrieb für Energieverschwendung. Das Thema wird zum politischen Streitpunkt. Wirtschaftsstaatssekretär Thomas Bareiß reagiert gereizt auf die klare Position.

Es sei „Zeit für Politiker, die Wissenschaft zu akzeptieren: Grüner Wasserstoff wird gebraucht für Stahl, Chemie, Luftfahrt … und sollte nicht in Autos landen. Viel zu teuer, ineffizient, langsam und schwierig auszurollen und zu transportieren.“

Das erinnert schon fast an Diess‘ Kollegen Elon Musk (49) von Tesla, der wiederholt über Brennstoffzellen (englisch „fuel cells“) als „fool cells“, also Idiotenzellen, lästerte.

(Quelle: manager-magazin.de – Februar 2021)

VW und Tesla haben sie gegen Wasserstoff entschieden.

Die anderen Autohersteller in den USA haben offenbar auf die Wiederwahl vom Trump und ein neues Erdöl- und Erdgaszeitalter gehofft, deshalb wurde dort bisher nur wenig in E-Autos investiert.

Scheinbar will Toyota sein Wasserstoff-„Fukushima“ erleben, um erstmal reichlich Lehrgeld zu zahlen bevor sie reumütig einsehen, dass Wasserstoff im Auto nicht die Zukunft ist.

„Scheinbar will Toyota [Japan] sein Wasserstoff-“Fukushima” erleben, um erstmal reichlich Lehrgeld zu zahlen, bevor sie reumütig einsehen, dass Wasserstoff im Auto [PKW] nicht die Zukunft ist.“

+2, wenn Du – zumindest für mich – beide Ersetzungen

  • Toyota durch »Japan« und
  • Auto durch »PKW«

gestattest 😉 😉

Wasserstofflobhudelei vom Feinsten. Nein lieber Autor, ein Wasserstoffauto ist auch nur ein Elektroauto welches aber 3-4x so viel Strom benötigt und 3x so teuer in Anschaffung und Unterhalt ist. Dazu sehr wartungsintensiv. Und H2 wird derzeit zu 96% aus Erdgas hergestellt also Null Klimaneutral. Und eine Tankstelle kostet 1,5 Mio Euro und kann 40 PKW am Tag betanken. Denn nur der Erste tankt in 5 Minuten, danach muss der Kompressor Druck aufbauen. Das dauert 20 Minuten. Übrigens: Wenn alle 47 Mio. PKW in Deutschland Elektroautos wären bräuchten wir gerade mal 20% mehr Strom als Heute. Mit Wasserstoff-Elektroautos 80% mehr. So ein Unsink

Das Auto stößt selbst keine Emissionen aus. Der Wasserstoff wird teilweise grün teilweise grau hergestellt. Wie sieht es im deutschen Strommix aus? Also bleibt doch mal bei der Realität. Das Auto von Toyota stellt eine alternative für die jenigen da, welche keine Ladesäule daheim haben und auch nicht für Schnelllader 0,80 cent pro kwh zahlen wollen. E-Autos die 30kwh verbrauchen braucht auch kein Mensch weil diese Verschwendung sind. Da der Mirai 0,79 kg Wasserstoff verbraucht sind dies auch nur 43kwh. Die Vorwürfe die den Fans von Wasserstofffans vorgeworfen werden(verschwendung von energie) sollten die BEV Fans sich auch mal gefallen lassen. Aber da gar kein Interesse für Alternativen besteht macht es eigentlich gar kein sinn mit euch zu diskutieren.

In der Schweiz gibt es an allen 6 (nächstens 8) Wasserstoff-Tankstellen nur rein grünen Wasserstoff (aus Wasserkraft). Das kann man vom deutschen Strom nicht sagen, in andern Ländern noch weniger.
Die anderen Märchen sind andernorts schon dutzendfach widerlegt.

Last edited 5 Monate zuvor by Mark Müller

„In der Schweiz gibt es an allen […] Wasserstoff-Tankstellen nur rein grünen Wasserstoff (aus Wasserkraft).“

Ach, auch das noch: Der fehlt dann in der 3–4-fachen Strom-Nutz-Menge als Speicher-/Regel-Möglichkeit im Stromnetz, weil Katalysatoranlagen eben nicht wirtschaftlich mit erratischem Überschußstrom z.B. aus Solar- und Windkraft betrieben werden können.

Welch Verschwendung!

So schwarz und weiss ist diese Angelegenheit übrigens nicht.

Der Stromproduktionskosten aus solchen Flusskraftwerken sind relativ hoch, so dass bei tiefen Stromhandelspreisen die Produktion defizitär ist. Teilweise sind die Preise sogar negativ. Man regelt dann die Produktion runter, um den Schaden in Grenzen zu halten.

Der Betrieb eines PEM-basierten Elektrolyseurs ermöglicht dann eine kontinuierliche Stromproduktion zu akzeptablen Kosten, da der Wasserstoff für die Abnehmer einen Wert besitzt. Es wird somit mehr Energie erzeugt als ohne Elektrolyseur. Gesamthaft betrachtet ist dies sogar ein Vorteil, da die Stromproduzenten so besser wirtschaften können und auch eher Investitionen in Kraftwerkserneuerungen und den EE-Ausbau stecken können.

Wieso schreiben Sie eigentlich so viele Wörter fett, kursiv, unterstrichen, etc.? Dies vermindert die Lesbarkeit deutlich und gilt zudem als schlechter Stil. Es wirkt fast so, als stünden Sie kurz vor einem Herzinfarkt. Weniger ist häufig mehr … lassen Sie doch den Text anhand guter Formulierung für sich sprechen.

„Stromproduktionskosten aus solchen Flusskraftwerken […]“

Dass es sich um »Flusskraftwerke« handelt – noch dazu solche mit tw. defizitären Produktionskosten – war in M.M.s Beitrag ja [extra?] nicht gesagt worden …

Eine sinnvoll/wirtschaftliche Produktion von grünem Wasserstoff mit Flußkraftwerken – die womöglich auch nur einige Monate im Jahr vernünftig arbeiten können – wäre ja

  • erst noch nachzuweisen
  • bliebe aber sowieso eine unbedeutende Exotenvariante

… bis dahin IME unglaubhaft!

„Wieso schreiben Sie eigentlich so viele Wörter fett, kursiv, unterstrichen, etc.?“

Oaach, ganz einfach: Weil’s mir gefällt!

„… lassen Sie doch den Text anhand guter Formulierung für sich sprechen.“

Danke, das nehm‘ ich mal als Kompliment, den Rest 😛

Last edited 5 Monate zuvor by Wolfbrecht Gösebert

Die Informationen zu den Schweizer Wasserstofftankstellen und deren Wasserstoffversorgung sind im Internet frei verfügbar … ob Sie diese glauben wollen oder nicht, bleibt Ihnen überlassen. Fakt ist, dass die 6 bzw. bald 8 Tankstellen mit Wasserstoff aus Flusskraftwerken versorgt werden.

Defizitär sind die Anlagen erst seit der Einführung des Europäischen Stromhandels und damit verbunden der Strombörse. Gleichzeitig sind solche Kraftwerke aber recht zuverlässige Stromlieferanten, da die Produktion für EE relativ moderate Schwankungen über den Tages- und Jahresverlauf aufweist. Mit steigendem EE-Anteil steigt auch deren Wert für das System. Wenn die Produzenten mit einer Wasserstoffproduktion die Auslastung und die Rentabilität verbessern können, ist dies eigentlich nur zu begrüssen.

Ich kann hier nur feststellen, dass bei Ihnen der Puls gleich durch die Decke geht, wenn Sie das Stichwort Wasserstoff lesen. Sachlich bleiben dürfen Sie aber trotzdem.

Der Kunde (privat als auch gewerblich) wird entscheiden. Nämlich über die Kosten!

Ach ja Wasserstoff, oder wie Professor Quaschning sagt der Champagner der Energieversorgung.
Kluger Mann. Ich höre regelmäßig seinen Podcast.Man lernt sehr viel.

Bravo Mark und Fabian, gell da müssen halt die meisten noch viel dazulernen…..Vielen fehlt einfach das technische Wissen dafür. Vor allem bekommt man hier den Beweis, dass die Daumen nach unten Heinis, gar nicht in der Lage sind ihre Meinung richtig Kund zu tun, um in irgend einer Form hier darzustellen. Aber auf – Taste zu drücken reicht einigen die Kraft gerade noch.
Zur Bemerkung Toyota hätte nur kleine Akkus. Die erreichen damit weltweit grössere Co2 Einsparungen als VW. Logisch Toyota bezahlt auch keine Strafsteuern.
Im Vergleich zu den Mildhybridautos die auch alle anderen bauen MB BMW Renault PSA etc. haben die nur sehr kleine Akkus, folgerichtig reicht es so auch gut zum Rekuperieren vor allem im Stadtverkehr. Schaut euch halt mal die Batterie im Mirai an, die ist schon noch etwas grösser…..
Wer den Mirai wegen der Karosserieform nicht mag, soll sich auch nicht darum kümmern, was der innwendig drin hat.

Die reine E-Mobilitaet wird sich nicht durchsetzen. Ich bleibe dabei. Wasserstoff wird sich durchsetzen und die Verbrenner wird es weiterhin geben. Ich kann mir nicht vorstellen wie in den arabischen Ländern oder Südamerika E-Fahrzeuge fahren sollen. Von Australien ganz zu schweigen.
Neue Umweltsünden zu begehen neben der Alten (Ölindustrie) ist völlig dumm bzw. naiv

„Die reine E-Mobilitaet wird sich nicht durchsetzen. Ich bleibe dabei. Wasserstoff wird sich durchsetzen und die Verbrenner wird es weiterhin geben.“

… ja, und der Mond ist aus grünem Käse …

„Ich kann mir nicht vorstellen wie in den arabischen Ländern oder Südamerika E-Fahrzeuge fahren sollen. Von Australien ganz zu schweigen.“

Jetzt mußt Du ganz tapfer sein: Auch da scheint die Sonne … und falls Du Dir auch das nicht vorstellen kannst:
Preiswerte, wartungsarme Solaranlagen – die auch Autos aufladen können! – gibt es nicht nur da, sondern z.B. auch schon in kleinen, afrikanischen Dörfern – ggf. ganz ohne Verbindung zum überregionalen Stromnetz, gell?!

Last edited 5 Monate zuvor by Wolfbrecht Gösebert

Ich habe Ihnen nicht das „Du“ angeboten. Ist Ihre Höflichkeit auf der Strecke geblieben? Wahrscheinlich. Noch einmal auch wenn Sie es nicht verstehen werden. Die E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen. Auch wenn es Fanatiker geben sollte die was anderes behaupten.
Ich 5 bis 10 Jahren wird das Strassenbild weiterhin den Verbrennern gehören.

„Ich 5 bis 10 Jahren wird das Strassenbild weiterhin den Verbrennern gehören.“

Aber nur wenn in der EU und anderswo die „Trumps“ mit Hilfe der Verbrenner-Lobby, der Erdöl-/Erdgasindustrie, den machtgierigen Religionsführern, den Lügenerzählern und den leichtgläubigen Wählern an die Macht kommen sollten – dann wären die Welt endgültig verloren.

Noch weitere 10 Jahre Verbrenner und der Klimawandel würde so in Fahrt kommen, dass dann auch keine E-Autos mehr helfen würden. Viele Politiker haben das erkannt, aber sobald es um Wählerstimmen und vor allem um Pöstchen und Parteispenden geht, werden sie schwach.

Ohne die Millionen von Bürgern, die die Energiewende wollen (und auch Wähler sind), geht es nicht. Die nächsten Jahre werden ein harter Kampf, denn die Konzerne lassen sich ungern ihre fetten Renditen nehmen und schicken ihre bezahlten „Märchenerzähler“ ins Rennen.

Bernd:

„Ich habe Ihnen nicht das “Du” angeboten. Ist Ihre Höflichkeit auf der Strecke geblieben?“

Oha … da habe ich mich doch glatt mal auf der Strecke, sprich auf der Hauptseite der Elektroauto-News umgesehen und ganz viel Beruhigendes gefunden:

„Hier haben wir DIR unterschiedlichste Leitfäden, informative Artikel und praktische Guides zusammengetragen, die DIR den Einstieg in die E-Mobilität erleichtern. Aber auch als Fortgeschrittener E-Mobilist kannst DU noch etwas lernen.

DEINE Vorteile als Abonnent des Newsletters …

Im Newsletter von Elektroauto-News erhältst DU regelmäßig Montag, Mittwoch und Freitag alle relevanten Informationen aus der Szene …

Verschaffe DIR einen marktneutralen Überblick über Angebote …

Alle relevanten Meldungen werden direkt in DEIN Postfach versendet. Das übersichtliche Format ermöglicht DIR eine schnelle Sichtung für DICH relevanter Meldungen.

Diskutiere mit anderen Experten Fakten und Meinungen und informiere DICH über Trends …

Den Newsletter von Elektroauto-News empfängst DU auf zahlreichen Endgeräten …

Überall dort, wo DU Zugriff auf DEINE E-Mails besitzt …

Damit DU nicht den ganzen Tag in Fachportalen und auf Elektroauto-News.net verbringen musst, informieren wir DICH …“

[tbec]

Ehe ich‘s vergesse; locker bleiben und Dir noch einen schönen Tag 😛

Hallo Elektroauto News! Ich dachte, dass ist hier eine Community für die E-Mobilität? Was haben da die immer wieder gleichen gehypten Beiträge für die Wasserstoffautos zu suchen?

Wasserstoffautos sind auch elektrisch betriebene Fahrzeuge. Die Relevanz ist daher durchaus gegeben 😉

Dafür bin ich auch sehr dankbar. Immer weiter so Sebastian. BEV ist nicht das Produkt was jeder will. Außerdem sollte vermehrt Aufklärung stattfinden, wie Wasserstoff hergestellt wird und auch hier Abwärme usw. genuzt wird und eine realitische Bilanz aufgestellt wird. Die Argumente die immer gegen Wasserstoff verwendet werden scheinen bei BEV ignoriert werden. Deshalb würde ich mich freuen wenn hier mehr Aufklärung bei Kosten von Ladeparks vs. Wasserstofftankstellen erfolgt. Ebenfalls Wasserstofferzeugung und vor Ort verbrauch und das nicht immer zwangsläufig Transporte notwendig sind. Vielleicht könntet ihr dahingehend etwas berichten.

Wer nutzt die Abwärme? Wofür? Du schreibst „wird genutzt“. Welche Anlagen existieren denn, die das schon tun? Oder ist es eher ein „könnte genutzt werden“?

Ich habe einen Artikel bei Shell von 2018 gefunden, in dem es heißt, dass der weltgrößte Elektrolyseur in der Rheinland Raffinerie gebaut wird. Der soll 1.300Tonnen Wasserstoff jährlich herstellen können. Mal grob überschlagen könnten mit diesem weltgrößtem Elektrolyseur bei 0,75kg/100km und 14.000km/a ca. 12.380 Mirai versorgt werden. Nur, dass die Raffinerie den gesamten Wasserstoff selbst nutzt, da sie jährlich 180.000Tonnen Wasserstoff benötigt, die momentan aus Dampfreformation gewonnen werden. Der nächste weltgrößte Elektrolyseur soll gerade in Leuna gebaut werden. Faktor 2,4 größer. Könnten also schon 40.000 Autos versorgt werden.

Dienen die Anlagen dann als Fernwärme-Lieferant? Oder wie nutzt man die Abwärme?

Farnsworth

Selbst Kleinanlagen für Wohnbauten bestehen schon in dieser Art und es kann alles im Keller auf engem Raum eingebaut werden. Entsprechende Speicherbehälter sind draussen im Freien. Solche Anlage sind so gebaut , dass sie alles können.
-Von der PV Anlage in einen Batteriespeicher

  • -vom Dachstrom direkt H2 machen über eingebaute Elektrolyse Einrichtung
  • -von dort Strom direkt verbrauchen im Haus oder Autoladen
  • -H2 verdichtet in die Speicher plazieren
  • -bei Sommer auf Winter das H2 Gas aus dem Speicher wieder holen
  • -über die ebenfalls eingebaute Brennstoffzelle wieder Strom machen
  • -bei dieser kompakten Anlage kann mit der Abwärme gratis Brauchwasser beheizt werden.
  • – dies beweist die technische Machbarkeit
  • – die Rentabilität bleibt aber z.Zt. noch offen, da die Anlage 60 000 Euro kostet

Das HPS-System Picea mit Wasserstoffspeicher scheint zu funktionieren, eine Stromautarkie ist möglich, auch wenn der Strom der PV-Anlage dann mindestens soviel kostet wie der aktuelle Netzstrom – falls die gesamte Anlage 25 bis 30 Jahre durchhält.

Warum sollte sie nicht? Die Technik im Haus ist auf Langlebigkeit ausgelegt. Selbst wenn doch etwas sein sollte, ist das System so aufgebaut, das einzelne Module ausgetauscht werden können. Durch die Puffer Batterie werden auch keine Lastspitzen an die Brennstoffzelle weitergegeben. Hier zeigt sich deutsche Ingenieurskunst. Das macht mut. Leider finde ich kein Grundstück bei uns. Ich würde den Mehrpreis sofort bezahlen da ich mir den Stromanschluss sparen kann.

In Norddeutschland haben sich Leute zusammen geschlossen um einen elektrolyseur zu bauen. Mit diesem wird der Windstrom, der annähernd bei 100% weht in Wasserstoff umgewandelt. Die entstandene Wärme wird im Ort für Fernwärme genutzt. Der Wasserstoff vor Ort an Tankstellen verkauft oder bei strommangel wieder eingespeist. Keine Verluste für Transport usw.
Bei Immobilien ist es schon jetzt gängige Praxis so das man kein Stromanschluss mehr braucht. Wie nachfolgend beschrieben.

Entwicklungsgeschichte der Eisenbahn: Dampfloks, Dieselloks mit E-Motoren und E-Loks.

Wollen wir bei Autos den Zwischenschritt „Diesellok mit E-Motor“, wenn es bereits E-Loks gibt?

Wasserstoffautos sind ein unnötiger „Zwischenschritt“, den wir uns besser sparen sollten.

Haben Sie etwas von Diesel-Hybriden gelesen? Ich jedenfalls nicht.

Die ersten richtigen Dieselloks wurden gemäss Wikipedia 1924 gebaut, während die erste Elektrolok schon 1879 demonstriert wurde. Ihre Entwicklungsgeschichte ist also falsch.

Elektrisch ist nicht automatisch besser, da der Strom nicht per se grün ist. Eine Elektrifizierung ist sehr teuer im Bau und Unterhalt, sonst wären die Bahnnetze in kurzer Zeit komplett elektrifiziert worden.

Wie immer gilt, die richtige Technologie am richtigen Ort. Deshalb finden auch Wasserstoffzüge ihren Einsatz.
Bei den Autos schliesse ich einen Teil Wasserstofffahrzeuge auch nicht aus. Ein grosser Flughafentaxibetreiber plant seine Flotte auf Wasserstoff umzustellen. Kommt wahrscheinlich unter dem Strich günstiger als BEV, da die Verfügbarkeit der Fahrzeuge höher ist und so unter Umständen weniger Fahrzeuge benötigt werden (was zudem auch graue Energie einspart). Die gleiche Rechnung gilt auch bei Bus-, Mietwagen- und LKW-Flotten.

Vor allem an Daniel und Wolfbrecht und auch einige andere H2 Nichtkenner.
Als Nachtrag zu Kleinlagen in Wohnbauten per H2.

Alle solche Hasser sollten wissen , dass diese Technik bei Grossfahrzeugen anfängt und auch die Züge nicht auslässt.

In Sachsen läuft bereits so ein Zug. Die Schweizer müssen den jetzt auf Schmalspur umrüsten sodass eine solche Bahn die Tirolerstrecke von Jehnbach nach Mayerhofen im Zillerthal per Wasserstoff elektrsich gebaut werden kann.
Schlitters mit eigener grüner Wasserkraf,t wird dort eine Pilotanlage errichten.Im Stil etwa wie oben beschrieben aber ca 10x grösser.
Es fällt auf dass aus diesen zwei Ländern ohne eigene Automobilproduktion, praktisch keine Negativberichte über Wasserstoff kommen.
Folglich fürchten sich VW- und Teslafahrer welche wohl oder übel auch wissen , dass von dort nichts Vergleichbares kommt, weniger als Deutsche Landsleute.

Ich bin keineswegs H2 Hasser. In ausgewählten Bereichen mag Wasserstoff durchaus Sinn ergeben. Wenn man z.B. seinen Photovoltaik Sommer Überschuss mit in den Winter nehmen kann und daraus den gesamten Winter zehren kann. Die schlechte Effizienz wird nur dadurch wett gemacht dass man die Abwärme für Warmwasserbereitung und im Winter zum Heizen benutzen kann. Es gibt auch kein anderes System was kostenmäßig für die erforderliche Energiemenge mithalten kann. Da die Systemkosten allerdings sehr hoch sind finde ich die Investition sehr risikoreich. Auf keinen Fall würde ich den Wasserstoff den ich im Sommer einlagere zum Verfahren im Automobil verwenden. Das wäre viel zu teuer. Das ist eine schlichte Kosten-Nutzen-Rechnung. Hätte ich also einen Elektrolyseur nebst Brennstoffzellenheizung zu Hause, würde ich von einer PV Anlage erst den Direktverbrauch des Hauses bedienen, dann den Kurzzeitspeicher im Haus laden, dann das e-Auto laden und zuletzt in den Wasserstoffspeicher einlagern. Im Winter dann das E-Auto aus der Brennstoffzellenheizung laden und dabei das Haus wärmen.

Das ewige Langstrecken Argument ist ein Scheinargument. Ich habe eine Auswertung über meine Fahrdaten gemacht und auf lediglich 0,6 % aller Fahrten musste ich unterwegs nachladen.

Wasserstoff ist in den Köpfen der Allgemeinheit sehr beliebt, weil es sich einfach schön anhört. Wenn die Leute aber die Betriebskosten sehen, werden sie wahrscheinlich eher zum Elektroauto tendieren. momentan ist der graue Wasserstoff den man an den Wasserstofftankstellen bekommt, noch bezuschusst für 9,50 € pro Kilogramm. Aber selbst wenn ich nur mit einem Strompreis von 15 Cent pro Kilowattstunde rechne komme ich schon auf 9 € allein für die energiekosten für die Herstellung und Kompression eines Kilogramm Wasserstoff für das Auto.

Ihr könnt gerne ein Wasserstoffauto kaufen und es gerne toll finden. Die große Lösung kann es aber nicht sein. Wasserstofffahrzeuge werden ihre Nische finden (Vertreterfahrzeuge, LKWs,…) Aber der größte Teil wird elektrisch fahren (müssen).

Farnsworth

„Elektrisch ist nicht automatisch besser, da der Strom nicht per se grün ist.“

Danke: Ein sehr guter Hinweis: Eine Technik, die dann noch mal 3–4 mal soviel grünen Strom benötigt –-> H2!, ist dann natürlich umso weniger vertretbar!

„Eine [Strecken-] Elektrifizierung ist sehr teuer im Bau und Unterhalt, sonst wären die Bahnnetze in kurzer Zeit komplett elektrifiziert worden.“

Ja, uneingeschränkte Zustimmung!

„Deshalb finden auch Wasserstoffzüge ihren Einsatz.“

Viel interessanter ist IMO, dass Bombardier gerade Hybrid-Züge in Batteriezüge umrüstet:

„Konkret werden die Dieselaggregate der Züge entfernt und durch jeweils vier Batterieeinheiten ersetzt. Ebenfalls installiert werden ein Onboard-Ladegerät und ein angepasstes Steuerungssystem. Die fünf umgerüsteten Züge können dann künftig sowohl an der Oberleitung Strom beziehen als auch mindestens 80 Kilometer im reinen Batteriebetrieb zurücklegen. Damit seien sie in der Lage, die gleichen Aufgaben zu erfüllen wie die Diesel-elektrischen Hybridzüge.“

https://www.electrive.net/2021/02/08/bombardier-ruestet-fuenf-hybrid-in-batterie-zuege-um/

Ich hatte übrigens schon vor ca. 2 Jahren vorgeschlagen, für sog. »Nebenstecken« Batteriezüge zu verwenden und an Endhaltestellen bzw. wartebetonten Zwischenhaltestellen je „50 m Oberleitung“ zum „kleinen Preis“ fürs Nachladen einzurichten …

BTW: Anfang und/oder Ende von Nebenstrecken liegen praktisch immer an (elektrifizierten) Hauptstrecken!

Um nun aber noch auf PKWs zurückzukommen: Wenn schon in wenigen Jahren Massen von PHEVs auf der »Schlachtbank der Restwerthalde« landen, wird sich ja wohl eher keiner finden, der diese Wagen dann noch in BEVs umrüstet … 🙁

Bei Bahn, Tram und Bus gibt es diverse lokal emissionsfreie elektrische Systeme: mit Oberleitung, Batterie, Kombination von beiden und Wasserstoffantrieb. Einspeisepunkte können an Endstationen oder an jeder einzelnen Station erstellt werden. Es können auch einzelne Abschnitte mit Batterie, andere mit Oberleitung ausgerüstet werden.
Ihre Lösung stellt schlussendlich einfach eine einzige Möglichkeit aus dem Spektrum dar. Je nach Streckenlänge, -profil und Frequenz ist die eine oder andere Lösung wirtschaftlicher. Aus diesem Grund bieten die Zughersteller wie Alstom/Bombardier, Siemens und Stadler auch alle genannten Möglichkeiten an. Sich auf eine einzige Option zu konzentrieren, macht keinen Sinn, zumal diese Branche ein ausgeprägtes Projektgeschäft ist und die Antriebskomponenten als Module zugekauft werden. Die optimale Variante kann relativ einfach mit Vergleichsrechnungen ausgewählt werden.

Bei Autos sieht die Welt anders aus, da grosse Serien produziert werden. Trotzdem sind Synergien möglich. Wer genau hinschaut, realisiert z.B., dass der Mirai II den Hochvoltteil, die Steuerung und den Akku mit dem Crown Hybrid teilt. Der Elektromotor stammt evtl. auch aus einem bestehenden HEV Produkt. Daher unterscheidet sich der Mirai unterhalb des Blechs prinzipiell nur durch BZ, Tanks und ein paar Karosseriestrukturelemente. Die Kosten hängen schlussendlich einzig davon ab, wie rasch bei der BZ und den H2-Tanks Skaleneffekte erreicht werden können. Bei den Rohmaterialkosten sind nur das mengenmässig im Bereich von Diesel-Katalysatoren liegende Edelmetall der BZ und die Kohlefasern des Tanks relevant. Die Produktionskosten der BZ und der Tanks lassen sich durch grössere Serien noch stark senken.

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