Nissan-Qashqai-Elektro-E-Power-Erlkönig

Copyright Abbildung(en): Nissan

Nissan Qashqai: die elektrifizierte Zukunft für Europas meistverkauften Crossover

Dynamik und Effizienz im kompromisslosen Einklang: Mit diesen Schlagworten kündigt Nissan die dritte Generation seines beliebten Crossovers Qashqai an, in dem zwei neue Antriebsstränge zum Einsatz kommen. Mit den neuen Antriebsoptionen will der japanische Hersteller seinem Ziel näherkommen, bis zum Geschäftsjahr 2023 den Anteil an elektrifizierten Fahrzeugen in Europa auf 50 Prozent zu steigern. Neben einem 1.3 DiG-T Benzinmotor mit Mildhybrid-Technologie feiert im Qashqai auch der e-Power genannte Antrieb seine Europapremiere, welcher Technikkomponenten aus dem Elektroauto-Pionier Leaf übernimmt.

Die Vielfalt an Antriebssträngen ist groß und soll jedem Kundenwunsch gerecht werden, so Nissan: Der Qashqai kommt wahlweise als 2WD oder 4WD, mit einem 6-Gang-Schaltgetriebe oder einer neuen Xtronic-Automatik sowie dem elektrischen e-Power-Antrieb, wobei der Fahrspaß stets im Mittelpunkt stehe, so der Hersteller in einer aktuellen Mitteilung.

„Kunden fordern zu Recht effizientere Autos, aber sie wünschen sich auch ein angenehmes Fahrerlebnis. Für höchste Zufriedenheit sorgen daher Elektroautos, denn die Kunden lieben das sofort verfügbare Drehmoment und die kontinuierliche Beschleunigung. Durch die Einführung des rein elektrischen e-Power-Antriebs im neuen Qashqai können Kunden die Vorteile des Elektroauto-Fahrens genießen, ohne sich Gedanken über Reichweite oder Nachladen machen zu müssen.“ – Marco Fioravanti, Vice President Product Planning, Nissan Automotive Europe

Im neuen Nissan Qashqai feiert e-Power seine Europa-Premiere. Das neuartige System ist eine Schlüsselkomponente der Unternehmensstrategie „Nissan Intelligent Mobility“ und ein spezieller Ansatz zur Fahrzeug-Elektrifizierung. Das e-Power System des neuen Qashqai kombiniert einen 140-kW-Elektromotor von ähnlicher Größe und Leistung wie in den Nissan E-Autos mit einer Batterie, einem Benzinmotor mit variablem Verdichtungsverhältnis (157 PS), einem Stromgenerator und einem Wechselrichter. Es ist ein innovativer Ansatz, der die angenehm lineare Beschleunigung eines Elektrofahrzeugs biete, ohne die Notwendigkeit des Aufladens. Der Verkauf des neuen Nissan Qashqai mit e-Power beginnt im Jahr 2022.

Um den Ansprüchen europäischer Verbraucher und ihrer Fahrbedürfnisse gerecht zu werden, hat Nissan das e-Power System für den neuen Qashqai im Vergleich zum bereits in Asien erfolgreich eingeführten System deutlich weiterentwickelt. Dort kommt e-Power zum Beispiel im Nissan Note zum Einsatz ­– Japans meistverkauftem Auto der vergangenen Jahre – mit einer Kombination aus einem 1,2-Liter-Benzinmotor und einem E-Motor-Antrieb samt Ausgangsleistung von maximal 108 PS. Im Gegensatz hierzu wurde das System für Europa deutlich aufgewertet. Der 1,5-Liter-Benzinmotor treibt den Stromgenerator zum Laden der Batterie an, der E-Antrieb stellt eine maximale Ausgangsleistung von 140 kW (190 PS) bereit.

Nissan-Qashqai-e-Power-Elektroantrieb
Nissan

Einzigartig am e-Power: Der Benzinmotor wird ausschließlich zur Stromerzeugung genutzt, während für den Vortrieb die Kraft des E-Motors auf die Räder übertragen wird. Das bedeutet, dass der Benziner immer in seinem optimalen Drehzahlbereich laufen kann, mit Vorteilen bei Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen im Vergleich zu herkömmlichen Verbrennungsmotoren.

„e-Power bietet die beste Brückentechnologie vom Verbrennungsmotor zum reinen Elektroantrieb und ermöglicht es Verbrauchern, ein begeisterndes EV-Fahrgefühl und beeindruckende Effizienz zu einem erschwinglichen Preis zu genießen. Wir freuen uns sehr darauf, dass die Kunden den Reiz des elektrifizierten Fahrens im neuen Qashqai erleben können – er vermittelt auf perfekte Weise, was wir unter Nissan Intelligent Mobility verstehen.“ – David Moss, Region Senior Vice President Research and Development, Africa, Middle East, India, Europe and Oceania (AMIEO)

Dank des reinen Elektromotorantriebs gibt es keine Verzögerung wie bei einem Verbrennungsmotor oder einem herkömmlichen Hybrid. Das prompte Ansprechverhalten liefert ein von Elektroautos bekanntes, begeisterndes Gefühl von hohem Drehmoment und bestmöglicher Beschleunigung bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten, um Überholvorgänge oder das Auffahren auf eine Autobahn einfacher zu machen.

e-Power verfügt über drei Fahrmodi: Standard, Sport und Eco. Im Standard-Modus bietet das System neben einer hervorragenden Beschleunigung auch ein Verzögerungsverhalten durch E-Motor-Rekuperation, das vergleichbar ist mit der Motorbremse eines konventionellen Benzinerfahrzeugs. Im Sport-Modus wiederum verbessert sich vor allem die Beschleunigung und Elastizität des Fahrzeugs durch verkürzte Motor-Abschaltzeiten. Im Eco-Modus schließlich wird das Maximum an Sprit gespart, indem das Batteriemanagement den Stromfluss optimiert und der Fahrer bei gleichbleibenden Geschwindigkeiten die Coasting-Phasen ideal einsetzen kann. In allen drei Modi kann zusätzlich der B-Modus aktiviert werden, der die Energierückgewinnung (Rekuperation) verstärkt und das Fahrzeug ganz ohne Einsatz des Bremspedals besonders kräftig verzögert.

Der neue Qashqai mit e-Power beschleunigt nicht nur schneller als konventionelle Hybrid-Systeme, sondern tut dies mit einer niedrigeren Motordrehzahl. Das System arbeitet sehr leise, ähnlich wie ein reines E-Fahrzeug, und ist auf ein optimales Maß an Laufruhe sowie linearer Beschleunigung abgestimmt.

Wie beim Leaf ermöglicht der neue Qashqai e-Power zudem das „One-Pedal-Driving“ – durch den Einsatz des sogenannten Nissan e-Pedals. Der Fahrer startet, beschleunigt, bremst, stoppt und hält das Fahrzeug mit ein und demselben Pedal. Bis zu 90 Prozent der Fahrzeit lässt sich damit meistern. Der aktuelle Energiefluss und Systemzustand von e-Power wird auf dem 12″ TFT-Meter ausgewiesen.

Nissan-Qashqai-e-Power-Elektroantrieb-Erklärung
Nissan

Wenn der Fahrer den Fuß vom Gaspedal hebt, hält das Fahrzeug sanft bis zum Stillstand an, ohne dass das Bremspedal betätigt werden muss. Das e-Pedal bietet eine Verzögerung von bis zu 0,2 G. Der Fahrer muss also beispielsweise im Stop-and-Go-Verkehr nicht mehr den Fuß ständig vom Gas- zum Bremspedal bewegen, um zu bremsen oder anzuhalten. Die Ermüdung lässt nach, der Spaß am Fahren nimmt zu. Für Parkmanöver wurde der e-Pedal-Modus nun leicht modifiziert, indem ein „Kriechgang“ hinzugefügt wurde. So muss in diesem Fall zum Anhalten das Bremspedal betätigt werden. Auf freien, kurvenreichen Straßen sorgt e-Pedal für ein ansprechendes Fahrverhalten und reduziert die Notwendigkeit, die Bremse vor Kurven zu betätigen.

Das e-Power-System von Nissan wurde erstmals in Japan in den Modellen Note und Serena eingeführt, mit einschlagendem Erfolg bei den Kunden. Mehr als 70 Prozent der Note-Verkäufe und fast die Hälfte des Serena-Absatzes fallen auf diesen Antrieb. Der neue Nissan Kicks, der nun ebenfalls mit e-Power ausgestattet ist, wurde von einer japanischen Experten-Jury (Automotive Researchers’ and Journalists’ Conference of Japan) mit dem Preis für die „Technologie des Jahres 2021“ ausgezeichnet.

Quelle: Nissan – Pressemitteilung vom 15.01.2021

Über den Autor

Michael ist freier Journalist und schreibt seit 2012 fast ausschließlich über nachhaltige Mobilität, Elektro- und Hybridautos, Energiethemen sowie Umweltschutz.

Newsletter

Erhalte jeden Montag, Mittwoch und Freitag aktuelle Themen wie „Nissan Qashqai: die elektrifizierte Zukunft für Europas meistverkauften Crossover“ sowie die neusten Informationen aus der Welt der Elektromobilität kostenfrei direkt ins eigene Postfach. Kuratiert aus einer Vielzahl von Webseiten und Blogs.
Ja, ich möchte den gratis E-Mail-Newsletter von Elektroauto-News.net abonnieren. Die Datenschutzerklärung habe ich gelesen. Die Einwilligung zum Versand des Newsletters kann jederzeit widerrufen werden. Hierzu reicht es auf den Abmeldelink zu klicken, welcher sich in jedem Newsletter befindet.

Fakten & MeinungenDiskutiere mit der E-Community

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
17 Comments
Oldest
Newest Most Voted
Inline Feedbacks
View all comments

Elektrifizierte Zukunft mit E-Motor und zusätzlichem Benzinmotor für den Stromgenerator?

Wohl wieder ein „Schuss in den Ofen“ für den Umweltschutz und eine „Notlösung“ für Hersteller, die ihre Finger immer noch nicht vom Verbrenner lassen können oder wollen.

Offenbar haben die Kunden ein Bedürfnis, dass BEV nicht sehr gut lösen können, und obwohl wir massiv steuernd zugunsten der Elektromobilität eingreifen (Förderung, CO2-Limiten mit Strafzahlungen, Befreiung von Steuern), werden immer noch andere Lösungen zur Befriedigung des Bedürfnisses gesucht und gefunden.
Früher wurde international immer gesagt, die ‚Reichweiten-Angst‘ sei ein typisch deutsches Phänomen, aber offenbar ist das Bedürfnis weiter verbreitet.

Vielfach ist dieses Bedürfnis unbegründet, z.B. der Wunsch nach 500, 700 oder 1000 km Reichweite bei den E-Autos – das ist ähnlich wie beim Clopapier, das panikartig massenhaft gehamstert wurde als hätten die Leute 2, 3 oder 4 Hintern, aber in Wahrheit hat jeder nur einen.

Es gibt Länder, wo der Staat – oder die Partei – den Leuten sagt, welche Bedürfnisse begründet sind und welche nicht. Memento ‚Was wir nicht haben, brauchen Sie nicht‘. Das heutige Deutschland und die Schweiz gehören nicht dazu.

In Deutschland erledigen das die Autohersteller selbst.
Die sagen dem Staat, was der Bürger braucht…

Das ist die heir zulade typische Sichtweise. Entweder BEV oder Verbrenner. Ich find dies Lösung mehr als sinnvoll, solange es
1)nicht genügend auch preislich attraktive E-Ladestationen gibt und
2) keine Ladeplätze im Bereich von Hochhäusern gibt.

mit so einem Ansatz kann der CO2 Ausstoß sofort um mindestens 50% gegenüber den besten Verbrennern und bestenfalls weit darüberhinaus gesenkt werden.

Jetzt einfach noch ein Ladegerät und Steckerkabel an die Batterie ran und den Verbrenner-Strom-Generator durch einen kleinen H2-Range-Extender ersetzen und schon haben wir die emissionsfreie Langstrecken-Elektromobilität. Mit 3 kg H2 im Tank hat man ca. 300 km nachfüllbare Reserve.
Der einzige Schönheitsfehler dieser Lösung ist der etwas unpraktisch voluminöse H2-Tank. Aber das kann nur besser werden. Also Ingenieure, klemmt euch dahinter.

Auch da versucht der Wasserstoff Lobbyist seine Ware an den Verbraucher zu bringen, anstatt einfach den Strom direkt und 3x so effizient in einen ausreichend großen (nach 1600000km zu 95% recycelbaren) Akku zu laden

Sagt der Musk Fanboy

Und dann einfach noch das unnötige Wasserstoffgelump rausschmeissen und eine grössere, ordendlich flüssigtemperierte Batterie einbauen, damit hohe Ladeströme möglich sind und das Langstreckenauto ist perfekt.

… und im Endeffekt etwa so ökologisch wie ein Diesler, der ja mit 500 kg weniger rumfährt.

Aber er stinkt nicht so erbärmlich.

Ich möchte hier nur an den durchschlagenden Erfolg des BMWi3 mit Rangeextender erinnern – der war genau so lange erfolgreich, bis man mit dem BEV i3 weiter als die anfänglichen 130 km fahren konnte.
BMW hat diese „geniale“ Technologie übrigens vor 2 Jahren in die Tonne getreten, weil sie keiner mehr kaufen wollte.
Viel Glück Nissan

Ein unglaublicher Rückschritt hinsichtlich der Umweltverträglichkeit und auf keinste Weise eine kaufbare Option! Die Attraktivität der E- Mobilität besteht nicht ausschließlich in der Beschleunigung…

Genau. Aber hier wird der technische Unsinn als E-Mobilität verkauft. Hauptsache die Tankerei geht weiter Dafür wird der Strompreis weiter künstlich auf weltweitem Spitzenniveau gehalten und den fossilen Kraftwerken fast 2 Milliarden Ausgleich gezahlt, weil sie angeblich weniger liefer dürfen
Denn es wird „zuviel“ ??? Ökostrom eingespeist. Und Windkraftwerke werden ständig abgeschaltet, damit nicht noch mehr produziert wird. PV-Altanlagen werden auch künstlich bürokratisiert und am liebsten vom Netz gedrängt.
Und unter Elektroauto-News werden Verbrenner mit 400 PS und 40 E-km gefeiert. Jetzt auch noch SUVs mit Hybrid, der Tonnen schweren Mischung vom schlechten aus zwei Welten.

Das System ist im Vergleich zu den deutschen Plug-In Hybriden sehr viel effizienter. Natürlich im Vergleich zu einem BEV nur zweite Wahl, kann aber eine Lösung für die vielen Laternenparker sein.

This is one of the first reasonable hybrid approaches. I might buy one

Diese News könnten dich auch interessieren:

BMW setzt in der Produktion auf regional und vor Ort erzeugten Ökostrom
Sportwagen-Technik für Brennstoffzellen-Lkw?
Mercedes-Benz: elektrische C-Klasse-Limousine frühestens 2024
17
0
Would love your thoughts, please comment.x
()
x

Deine Anmeldung zum Newsletter:
Ein letzter Schritt fehlt noch.

Vielen Dank für deine Anmeldung zum Newsletter von Elektroauto-News. Du erhältst in Kürze eine E-Mail, in der sich ein Link zur Freischaltung deiner E-Mail-Adresse befindet. Erst durch die Bestätigung des Links dürfen wir deine E-Mail-Adresse zum Versand unseres Newsletter freischalten (Double-Opt-In).