Mercedes-Benz EQA 250: Unser Test, Eindrücke & Erfahrungen

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„Hey Mercedes, fahre mich zur nächsten Ladestation“, mit diesem simplen Satz ist sichergestellt, dass ich nach dem Einsteigen in den Mercedes-Benz EQA 250, die nächste Möglichkeit beim Laden, bei mir ums Eck finde. Klar, Unterstützung würde ich in diesem Fall nicht benötigen. Aber so ist es eben, wenn ein neuer Testwagen für Elektroauto-News.net auf dem Hof steht. Einzelne Funktionen wollen getestet werden, um dann, im Nachgang, in eben diesem Test- und Erfahrungsbericht einzufließen.

Für zwei Wochen war der kleine Bruder des Mercedes-Benz EQC im Oktober/ November bei uns zu Gast. Durfte eine längere Reise in den Schwarzwald mit antreten und hat sich auch im Alltag ganz gut geschlagen. Wie sich der Einstieg von Mercedes-Benz in die E-Mobilität schlägt, dass erfährst du nachfolgend.

Vorab sei noch erwähnt, meine Eindrücke sind vollkommen subjektiv und spiegeln demnach nur meine eigene Meinung wider. Denke aber, dass die Informationen, Eindrücke und Fotos in diesem Artikel ihren Teil dazu beitragen können, um sich ein erstes Bild vom Mercedes-Benz EQA 250 zu verschaffen.

Wie immer gilt; sollten nach dem Lesen des Test- und Fahrberichts des EQA 250 von Mercedes-Benz von deiner Seite noch Fragen offenstehen, einfach melden und ich versuche diese zu beantworten. Deine persönlichen Erfahrungen mit dem E-Auto von Mercedes-Benz kannst du mir gerne zukommen lassen, damit wir diese mit den anderen Lesern teilen. Über Elektroautos im Allgemeinen kannst du dich auf dieser Seite informieren.

Mercedes-Benz EQA 250: Kompromiss-Lösung oder gelungener Einstieg in die E-Mobilität?

Die Produktion des EQA im Mercedes-Benz Werk Rastatt ist bereits 2020 gestartet. Wie bei den schon erhältlichen Modellen EQC aus Bremen und Peking sowie EQV aus Vitoria (Spanien) wird der EQA auf derselben Linie gebaut wie Autos mit konventionellem oder Hybrid-Antrieb. Was nicht verwundern dürfte, da der EQA auf der MFA-2-Plattform basiert. Hierbei handelt es sich um eine Hybridarchitektur für sämtliche Antriebsarten. Dies führt zu entsprechenden Kompromissen, teils auch Vorteilen für die rein elektrische Variante der A-Klasse, welche sich im Verlauf dieses Testberichts noch zeigen.

Der EQA 250 kommt derzeit als reiner Frontantriebler daher. Die leistungsstärkere Allrad-Variante soll mit einem zusätzlichen elektrischen Antriebstrang (eATS) ausgestattet werden, welcher an der Hinterachse platziert wird. Hierdurch soll der Stromer mit einer Leistung jenseits der 200 kW aufwarten. In der Variante mit Frontradantrieb stehen immerhin 140 kW Leistung, bei 375 Newtonmeter Drehmoment zur Verfügung. Vollkommen ausreichend im Alltag. Jedoch in der Variante mit E-Motor an den Vorderrädern ein wenig ungewohnt, wenn man zuletzt fast nur E-Autos mit Allrad gefahren ist. Zu erwähnen ist zudem die Tatsache, dass der Elektromotor nur einen Bruchteil des Motorraums der Hybrid-Plattform ausfüllt. Dennoch sieht Mercedes kein Fach für das Ladekabel unter der Fronthaube vor. Schade.

Außen charakterisieren den EQA die Black-Panel-Kühlerverkleidung sowie blaue Elemente in den LED-Scheinwerfern. Charakteristisch ist auch das Heckdesign des Stromers. Dies zeigt sich durch das LED-Leuchtenband zwischen den LED-Heckleuchten, welches das emotionale Erkennungsmerkmal der Front aufnimmt und hierdurch auf diese Weise wie ein roter Faden durch das Exterieur hindurch zieht. Der Innenraum wird durch roségoldfarbene Elemente und ein neuartig hinterleuchtetes Zierteil geprägt, welches je nach gewählter Ausstattungslinie den progressiven Charakter des Stromers widerspiegelt.

Der Elektrische Athlet Mercedes-Benz EQA 250 auf den Spuren des GLA, wie Mercedes-Benz den Stromer selbst beschreibt, startet in Deutschland derzeit ab 47.540,50 Euro laut Preisliste Stand November 2021. Hierdurch erschließt sich, dass der Umweltbonus und Innovationsprämie voll zum Abzug gebracht werden kann.

Mercedes-Benz EQA holt Verbrenner-Fahrer in die Welt der E-Mobilität ab...

Die bereits erwähnte Nähe zur Verbrenner A-Klasse, macht es einfach, Fahrer aus der „alten Welt“ in die Welt der Elektromobilität abzuholen. Denn zu einem unterscheiden sich die verschiedenen Antriebsarten nur in der Optik ein wenig, zu anderem dreht der EQA 250 nicht das gesamte Interieurskonzept um 180°, wie man es von anderen Stromern kennt. Denn statt auf bekannte Bedienkonzepte zu setzen, wird oft zeitgleich mit Wechsel der Antriebsart, auf viele Touchelemente, übergroße Displays und Sprachsteuerung gesetzt. Dies ist zwar im im Mercedes-Benz EQA auch teilweise der Fall. Dennoch findet man Taster und Schalter für sämtliche Steuerungsfunktionen vor.

Den Stuttgarter gelingt es somit, ob nun gewollt oder nicht, eine Verbindung zwischen beiden Welten zu schaffen, welchen den Umstieg in die E-Mobilität erleichtern kann. Statt Tankstutzen hinten rechts ist dort eben der Zugang für den Ladestecker, welcher es erlaubt den Stromer an einer entsprechenden Säule mit einer maximalen Leistung von bis zu 100 kW zu laden. Die Ladezeit beträgt dann etwa 30 Minuten von 10 bis 80 Prozent Status of Charge (SoC). Umgewöhnung gleich Null für Verbrenner-Fahrer. Für E-Autofahrer, welche schon mehr Erfahrung sammeln durften, erscheint die Platzierung nicht so ideal. 

Daneben gibt es weitere Nachteile, welche der Aufbau auf einer Hybrid-Plattform mit sich bringt. Im Kofferraum stehen nur 340 Liter Stauraum zur Verfügung (1.320 Liter mit umgeklappter Rückbank). Das Ladekabel muss unter den Boden. In der Front ist dafür kein Platz. Des Weiteren wartet der EQA 250 mit einem recht hohen Gewicht von 2.040 Kilogramm auf, welche zunächst einmal in Bewegung gebracht werden wollen. Mit 140 kW (190 PS) an sich kein Problem, dennoch merkt man, dass die Traktionskontrolle des Öfteren zum Einsatz kommt, wenn man richtig Strom gibt.

Trotz der bereits aufgeführten Kritikpunkte – welche man aus der Verbrenner-Welt mitbringt, ist der EQA ein anständiges E-Auto. Dies zeigt sich mit Blick auf die Ladekurve, welche mit Blick auf diese bis knapp 60% SoC bei 100 bis 110 kW-Ladeleistung liegt. Ab 60 bis 80 Prozent ist ein Abfall der Ladeleistung auf konstant 75 kW zu sehen. Dennoch reicht dieser Ladekurvenverlauf aus, um den Stromer innerhalb von 30 Minuten von 10 auf 80% zu laden – entsprechende Leistung der Ladestation vorausgesetzt. Nachfolgend findest du eingebettet die Ladekurve des Mercedes-Benz EQA vor.

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Neben mir konnte Elektroauto-News.net Autor Dirk Kunde ebenfalls seine (Lade-)Erfahrungen mit dem Einsteiger-Stromer von Mercedes-Benz sammeln. Diese hat er wie folgt zusammengefasst: „Die Ladegeschwindigkeit ist ebenfalls ein positiver Aspekt. 11 kW am Wechselstrom- und 100 kW am Gleichstromanschluss. Bei Ionity schaffe ich es an einem warmen Sommertag (28 Grad) in 34 Minuten von 13 auf 90 Prozent. In der Spitze zeigt das Display der Ladesäule 113 kW Ladeleistung. Die bleibt bis 61 Prozent SoC dreistellig. So machen lange Strecken mit dem E-Auto Spaß.“

Positiv hervorzuheben ist der Umgang mit dem Thema Rekuperation beim EQA. Bekanntermaßen sorgt die Energierückgewinnung im Schub- und Bremsbetrieb (Rekuperation) für ein optimiertes und effizientes Fahren. Die Intensität der Rekuperation kann individuell über Schaltwippen hinter dem Lenkrad eingestellt werden. Fünf Rekuperationsstufen stehen zur Auswahl. Wobei man mit D+ (keine Rekuperation) auf Segelbetrieb des Stromers schaltet, war gerade bei der Fahrt auf der Autobahn sehr gerne gesehen. Mit der höchsten Rekuperationsstufe D– kommt man hingegen schon ziemlich nah an das One-Pedal-Feeling ran. Wurde von mir vor allem im urbanen Alltag verwendet und hat dazu beigetragen, dass die Bremse eher selten betätigt werden musste. 

Es ist jedoch durchaus zu erwähnen, dass die Bremsleistung des EQA stark ist und daher gerade beim ersten Einsatz nicht unterschätzt werden sollte. Für Einsteiger in die Welt der E-Mobilität empfiehlt sich daher die Stufe „D Auto“. In dieser entscheidet der Elektro-Kompakt-SUV selbst, entsprechend der Fahrsituation, über den Grad der Rekuperation.

Vollelektrisch durch den Alltag mit dem Mercedes-Benz EQA 250

In den vorherigen Abschnitten bin ich nun schon auf einige Aspekte des vollelektrischen Fahrens mit dem EQA 250 von Mercedes-Benz eingegangen. Außer Frage steht hierbei die Tatsache, dass der EQA dem Premium-Aspekt hinsichtlich Auftreten, Design und Erfüllung der Erwartungshaltung, welche man an einen „Benz“ stellt gerecht wird. Darauf gehen wir später noch ausführlicher ein.

Bereits beim Einsteigen in den EQA wird ersichtlich, dass moderne Ansätze sowohl in Design, als auch Software dominieren. Aluminium, hochwertige Stoffe und glatte Oberflächen, ergänzt um LED-Designelemente beherrschen den Innenraum. Eingangs bereits erwähnt setzt man zwar auf moderne, große Displays. Allerdings nur in Kombination mit jeder Menge Schalter und Taster. Alleine am Lenkrad gibt es davon genügend, ergänzt um Touch-Elemente sowie Drehräder, deren Funktionen man Schritt für Schritt erlernen muss.

Persönlich war mir dies alles ein wenig „to much“, vor allem, wenn das zufällige Streifen eines Touch-Elements – dunkle Vierecke – dazu führt, dass sich die Anzeige im Display hinter dem Lenkrad verändert. Statt Geschwindigkeit, Verbrauch und kleiner Karte taucht so urplötzlich eine Bildschirmfüllende Karte mit Navigation auf. Mit ein wenig Übung und herumprobieren bekommt man auch dies in den Griff. Sonderlich intuitiv ist es allerdings nicht in allen Belangen. 

Noch ungewohnter ist die Tatsache, dass der Blinker-Hebel, mit allen Scheibenwischer-Funktionen überfrachtet wurde. Der rechte Lenkstockhebel ist bei Mercedes bekanntermaßen der Gangwahl vorbehalten. Besser und mein persönliches Highlight ist da schon eher das simple, einfach zu verstehende und (optional) mit Sprache zu bedienendem MBUX-System von Mercedes-Benz. Egal ob Navigationsziele gewählt, Radiosender oder andere Musikauswahl getroffen oder die Klimaanlage eingestellt wird alles scheint möglich. Selbst wenn man die eigenen Sätze variiert und manch anderes System dadurch in Schwierigkeiten bringen könnte. 

Stichwort Navigation, hier setzt Mercedes auf eine Basis der Here-Maps-Karten an, welche durchaus eine Qualität erreicht haben, die das Konsultieren von Google Maps überflüssig machen. Anzeige von freien Ladestationen, Staus, usw… mit einbegriffen. Wer natürlich dennoch sein Smartphone einbinden möchte – egal ob iOS oder Android – kann dies machen. In diesem Fall werden die Navigations-Informationen aus Google Maps sogar im Armaturen-Display angezeigt.

Beim Fahren selbst fällt auf, dass der Vorderradantrieb seine Herausforderungen hat, wenn man zu stark Strom geben will. An sich sollte der EQA 250 von 0 auf 100 km/h in 8,9 Sekunden beschleunigen, so die Theorie. In der Praxis ist dies nicht ganz so einfach, da Traktionskontrolle und Bremseingriffe die Räder am Durchdrehen hindern, wenn man zu beherzt aufs Strompedal tritt. Bei der Höchstgeschwindigkeit wurde ab 160 km/h die Grenze gezogen. Aus unserer Erfahrung für den Alltag und Zweck des kompakten Elektro-SUV auch mehr als ausreichend.

Reichweite, Verbrauch und Lademöglichkeiten im Blick

Bis zu 426 Kilometer Reichweite (WLTP-Zyklus kombiniert) soll der Mercedes-Benz EQA 250 zurücklegen können. Dies galt es zu beweisen. Bevor wir uns allerdings der alltäglichen Reichweite beziehungsweise Verbrauch widmen zunächst ein paar Fakten zu unserem Testwagen, übersichtlich zusammengefasst.

Von reinen Stadtfahrten, über Überland- bis hin zu Autobahnfahrten war alles mit dabei. Somit hatte ich die Möglichkeit einen ganz guten Querschnitt durch die Strecken abzubilden, welche der Stromer von Mercedes-Benz wohl auch unter „normalen Begebenheiten“ meistern müsste. Am Ende standen um die 770 Kilometer auf dem Tacho, welche ich zurückgelegt habe. Ausreichend genug, um ein erstes Bild vom Stromer zu bekommen.

Aufbauend auf einer Plattform, welche sowohl für Verbrenner, als auch E-Autos verwendet wird, schlägt sich der EQA mit dem eingangs erwähnten Problem des Gewichtes von rund 2 Tonnen herum. Dies kombiniert mit einer vergleichsweisen großen Stirnfläche und entsprechend großen Rädern führt dazu, dass die Verbrauchswerte aus dem technischen Datenblatt des EQA zumindest im Test von Elektroauto-News.net nicht erreicht werden konnten.

Betrachtet man den Verbrauch über die rund 590 Kilometer, welche wir mit dem Stromer zurückgelegt haben, zeigt sich, dass dieser bei 24 kWh einpendelt. Berücksichtigt man nun allerdings, dass gut ein Drittel der Strecke auf der Autobahn – bei einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 120 km/h – zurückgelegt wurde, dann zeigt sich, dass der Verbrauch im Alltag geringer ausfallen kann. Dies ist auch in der Tat der Fall gewesen. Mit Blick auf die Verbrauchswerte im urbanen Alltag lag der EQA eher bei 22,4- 20,1 kWh. Immer noch höher als die Werksangaben, aber nicht mehr allzuweit davon entfernt.

Über die verschiedenen Optionen zum Laden des E-SUV wurden im Test- und Erfahrungsbericht bereits ein paar Worte verloren. Dennoch findest du diese nachfolgend, nochmals kompakt dargestellt. 

Exterieur und Interieur des Mercedes-Benz EQA 250

Erste Erfahrungen, beschriebene Eindrücke und eingebundene Fotos haben dir hoffentlich einen Eindruck des EQA 250 vermitteln können. Nun tauchen wir gemeinsam noch ein wenig mehr ein und betrachten das Exterieur und Interieur des E-Autos von Mercedes-Benz etwas genauer.

Exterieur: Kompakt-SUV mit besonderem Auftreten

Eingangs wurden schon einige Worte zum Erscheinungsbild des Einstiegstromers vom Stuttgarter Automobilhersteller verloren. Dabei hat sich gezeigt, dass die reine E-Variante nicht mit stark unterschiedlichem Auftreten, gegenüber der Verbrenner-Version, daherkommt. So haben die Designer dem EQA zwar ein paar optische Akzente spendiert. Aber dennoch ist die Nähe zu den Verbrenner-Modellen unverkennbar.

Der Stromer selbst bringt es auf Maße von: 1.624 mm Höhe, 2.020 mm Breite – mit ausgeklapptem Spiegel sowie eine Länge von 4.463 mm. Der Radstand wird mit 2.729 mm angegeben. Wenden ist innerhalb eines Wendekreis von 11,4 Meter möglich. 

Dirk hatte in seinem Bericht bereits ausgeführt: „Das Öffnen der Fronthaube sorgt für einen Schreckmoment. Während man sonst bei E-Autos auf Kunststoffabdeckungen und Staufächer blickt, bekommt man beim EQA den gesamten Umfang an Frontmotor, Wechsel- und Gleichrichtern, Kühl- und Hochvoltkabeln zu sehen.“ Dem kann man nur zustimmen und zeigt zeitgleich auf, wie man mit ein wenig mehr Liebe zum Detail einen Unterschied machen könnte. Doch zurück zum offensichtlichen Exterieur-Design.

Dieses gestaltet sich je nach Designpaket: Progressive, Electric Art oder AMG Line unterschiedlich. Ab Werk fährt der EQA mit der Ausstattungslinie Progressive vom Band. Diese zeichnet sich unter anderem durch eine Front- und Heckschürze mit Chromeinleger aus. Bordkanten- und Fensterlinienzierstäben und eine integrierte Dachreling in poliertem Aluminium sowie schwarz lackierten, glanzgedrehten 45,7 cm (18″) Leichtmetallrädern. Bei der Ausstattungslinie Electric Art wird der Fokus auf E-Mobilität im Exterieur durch die Einstiegsleisten mit beleuchtetem „EQA“-Schriftzug in Blau verdeutlicht. Weitere Unterschiede zeigen sich hierbei vor allem Interieur, dazu später mehr.

Ganz klar transportiert keine andere Ausstattungslinie die sportiven Gene des EQA besser als die AMG Line. Dem Exterieur wird eine dynamische Note verliehen, gleichzeitigt setzt die Marke ein klares Statement für die Verbindung von einzigartigem Design mit ebenso einzigartiger Technik. Dies zeigt sich durch das AMG spezifische Twin-Blade-Design der Kühlerverkleidung, sowie die Heckschürze in Diffusoroptik mit Zierteil in Chrom. Als auch die Seitenverkleidung in Schwarz genarbt mit verchromten Einleger.

Interieur: Taster, Schalter, MBUX und Akzente in rosé

Rosé gilt als die Farbe der Wahl, wenn Mercedes-Benz betonen will, dass es sich beim gewählten Fahrzeug um ein vollelektrisches Modell handelt. In der Ausstattungslinie Progressive mag dies noch nicht ganz so stark auffallen. Hier präsentiert sich der EQA mit Komfortsitzen in Ledernachbildung ARTICO und Stoff Fléron inklusive Sitzkomfort-Paket und dem Multifunktions-Sportlenkrad in Leder. Akzente werden gesetzt durch edle, moderne Gestaltungselemente wie Lüftungsdüsen in Silberchrom und einem Innenhimmel mit schwarzem Stoff. Mehr Farbe bringt dann schon die Ausstattungslinie Electric Art ins Spiel. Übrigens die Variante, in welcher der Mercedes-Benz EQA 250 bei uns vorgefahren ist.

Dabei gilt laut Mercedes-Benz „Wahre Größe erkennt man an den kleinen Details.“ Die Stuttgarter beziehen sich hier auf die exklusiven Fahrzeugschlüsseln: einer in Schwarz mit Zierrahmen in Chrom und einer in Schwarz mit Zierrahmen in Roségold. Im Innenraum werden dann die typischen EQ-Farbakzente in modernem Roségold gesetzt. Auffällig ist zudem das hinterleuchtete Zierelement im Bereich der Beifahrerseite, welches sich beispielsweise mit Anheben oder Senken der Temperatur verändert. Eben ein kleines, aber feines Detail.

Bei der AMG Line hat Mercedes-Benz daraufgesetzt, dass sich das sportliche Fahrgefühl des Exterieur im Innenraum fortsetzt. Dies zeigt sich offensichtlich an den seitenhaltstarken Sportsitze in Ledernachbildung ARTICO und Mikrofaser DINAMICA. Ergänzt um das unten abgeflachte Multifunktions-Sportlenkrad in Leder Nappa. „In Kombination mit den Lüftungsdüsen in Silberchrom und den hinterleuchteten Zierelementen werden die modernen EQ Designelemente mit dem sportlichen Look der AMG Line verbunden“, wie die Stuttgarter Marke ausführt.

Nicht ganz passend, aber passender als beim Exterieur lässt sich der Verweis auf die Assistenzsysteme unterbringen, welche sich unter anderem in Form von Abstandstempomat und Spurhalter präsentieren. Diese zeigen sich im Head-up-Display (HUD) durch entsprechende grüne Symbole neben Tempo, der erlaubten Geschwindigkeit sowie den Navigationsangaben. Nicht besonderes positiv ist mir im Fahrbetrieb die die automatische Anpassung der Geschwindigkeit aufgefallen, wenn ein neues Tempolimit erkannt wird. Zwar beschleunigt oder verzögert der EQA nicht mit aller Macht, aber dennoch würde ich dies gerne selbst steuern.

Mit aktivierter Navigation zeigt sich ein nettes Feature, welches das Finden des richtigen Wegs um einiges vereinfacht. Sogenannte Augmented-Reality-Elemente blenden sich auf der Straße ein, wenn es darum geht die richtige Abzweigung zu nehmen. Wohlgemerkt im mittleren Display, nicht im HUD. Dies kann man sich so vorstellen, dass die Front-Kamera den Blick nach vorn anzeigt und über diesem Bild blaue Abbiegepfeile als auch der Straßenname angezeigt werden.

Mercedes-Benz EQA 250: Preise & Förderung durch Umweltbonus

Sollten dich die bisherigen Eindrücke des Stromers von Mercedes-Benz überzeugt haben, dann ist es nun wohl an der Zeit einen Blick auf die Preise zu werfen. Auch ob die Förderung durch den Umweltbonus für das Elektroauto der Stuttgarter eine Option ist will ich nicht unbeachtet lassen.

Seit Februar 2020 gibt es mehr Geld, wenn ein E-Auto unter einem Listenpreis von 40.000 Euro erworben wird. 6.000 Euro statt 4.000 Euro werden nun vom Kaufpreis erstattet. Bei Plug-In-Hybride in dieser Preisklasse gibt es künftig 4.500 Euro statt 3.000 Euro. Für Elektroautos mit einem Listenpreis über 40.000 Euro wird der Zuschuss für reine E-Autos künftig bei 5.000 Euro liegen, für Plug-in-Hybride bei 4.000 Euro. Bisher werden Elektroautos nur bis zu einem Netto-Listenpreis von 60.000 Euro gefördert. Diese Deckelung wird künftig bei 65.000 Euro stattfinden. Des Weiteren ist mit dem jüngsten Konjunkturpaket eine Förderung reiner E-Autos in Höhe von maximal 9.000 Euro möglich; wenn der Netto-Listenpreis unter 40.000 Euro liegt.

Vorstellig war bei mir der Mercedes-Benz EQA 250, welcher gemäß der zuvor aufgeführten Preisliste ab 47.540,50 Euro beginnt. Hinzu kam im Fall des Elektroauto-News.net Testwagens einige Upgrades und Zubehör, welche ich nachfolgend aufgeführt habe. Dies hat dazu geführt, dass der Gesamtpreis des Stromers bei 63.034,00 Euro lag. Die Kaufprämie für Elektroautos sowie die Innovationsprämie können bei diesem Modell voll zum Abzug gebracht werden. Preise verstehen sich ohne MwSt. diese kommt noch mit dazu:

Fazit zum Test des Mercedes-Benz EQA 250

Hohe Reichweiten, spritziges Fahrverhalten und geringen Verbrauch sucht man zwar beim EQA 250 vergebens. Bekommt aber im Gesamtpaket dennoch ein überzeugendes E-Auto für den Alltag. Vor allem, wenn man bedenkt, dass dies auf einer Plattform aufbaut, welche eben auch für Verbrenner erdacht wurde.

Für alltägliche Fahrten und wöchentliche Strecken um die 300 bis 350 Kilometer ist der EQA allemal geeignet. Wenn man die Möglichkeit zum Laden daheim hat, natürlich auch noch für längere Strecken. Oder wenn man öfters öffentliche Ladesäulen ansteuern mag. Positiv aufgefallen ist mir, neben dem MBUX-System, die hochwertige Verarbeitung als auch der hohe Fahrkomfort des Einsteiger-Stromers von Mercedes-Benz.

Wobei „Einsteiger-Stromer“ durchaus ins Verhältnis gesetzt gehört. Bieten Marktbegleiter ihre Alternativen mit vergleichbarem Platz- und Leistungsangebot durchaus günstiger an. Hier entscheidet dann schlussendlich der Geschmack und die eigene Vorliebe. Aus meiner Sicht macht man mit dem EQA den nächsten Schritt in die richtige Richtung, nachdem dies mit dem EQC augenscheinlich nicht ganz so geglückt ist. Wobei, davon muss ich mich auch erst noch selbst überzeugen.

Disclaimer

Der Mercedes-Benz EQA 250 wurde mir für diesen Testbericht kostenfrei, für den Zeitraum von zwei Wochen, von Mercedes-Benz zur Verfügung gestellt. Dies hat jedoch keinen Einfluss auf meine hier geschriebene ehrliche Meinung.

Über den Autor

Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Guter Bericht mit Mängeln. Denn das Augmented Reality ist schon seit Monaten nicht mehr lieferbar. Was schade ist. Sollte das im Testwagen verbaut gewesen sein, wäre das von Seiten von MB nicht nachvollziehbar. Sie sollten besser ihre Lieferprobleme und die Stimmung der Kundschaft diesbezüglich kennen.

Die andauernde Kritik am fehlenden Frunk ist nicht repräsentativ für die Kundschaft. Ich kenne niemanden in der E Auto Welt, der darauf Welt legt. Sofern der Kofferraum groß genug ist, benötigt man keinen schlecht zugänglichen, eiskalten und oft nicht ordentlich luftdicht schließenden Pseudokofferraum vorne. Das scheint so ein Testerfetisch zu sein, wie Spalte und Fugen oder nicht vollständig lackierte Innenteile der Motohaube.

Wenn ich das so mit meiner ZOE vergleiche, gibt es da , zumindest für mich, keinen riesigen Unterschied. Lässt sich gute 300 km über die Straßen bewegen und fährt 160 max/h. Gut die Zoe kommt nur auf 147km/h, aber auf den Unterschied kann ich für gute 15.000 Euro weniger auch verzichten. Sonst eben das grundsätzliche Problem eines für Verbrenner und Strom geplanten Basis. Ist halt immer nur zu 50% optimal. Leider.

Welches Designerteam hat dieses Auto verbrochen. Sowoh innen und aussen ist das eine Mischung aus 70er Rundungen und auf dem Flohmarkt gekauften Instrumentenanzeigen. Von hinten klar ein Chinese. Auch die Leuchten… sowas gehört verboten. Von Mercedes erwarte ich einfach mehr. Viel mehr.

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