Klimaschutz: Rechnet die Politik beim E-Auto falsch?

Klimaschutz: Rechnet die Politik beim E-Auto falsch?

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Wie groß ist der Beitrag von E-Autos für den Klimaschutz? Möglicherweise liegt er weit niedriger als seit Jahren versprochen. Die Politik habe sich grundlegend verrechnet, sagen 170 Wissenschaftler aus aller Welt in einem offenen Brief an die EU-Kommission, aus dem die „Zeit“ unter Berufung auf „Stuttgarter Nachrichten“ und „Stuttgarter Zeitung“ zitiert.

Die Zahlen suggerieren ein Einsparpotenzial, das wir nicht haben„, sagt Professor Thomas Koch vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) der Deutschen Presse-Agentur. Der Strom-Mix sei schlicht falsch berechnet worden. „Die Frage ist nicht: Elektroauto oder Verbrenner. Die Frage ist: fossil oder nicht„, so Koch. Der Zeitpunkt der Kritik ist gut gewählt. Die EU ist gerade dabei, ihre CO2-Vorgaben für neu zugelassene Autos in Europa noch einmal zu verschärfen.

Mit 453.000 verkauften Elektro- und Plug-in-Fahrzeugen im ersten Quartal ist Europa China mit 489.000 E-Autos dicht auf den Fersen. Und nach Ländern ist Deutschland heute sogar schon zweitgrößter E-Auto-Markt der Welt, mit fast 250.000 neu zugelassenen Elektroautos bis Ende Mai. VW gehört inzwischen zu den Treibern der Entwicklung. Bis 2030 will Volkswagen nur noch ein Drittel seiner Autos mit Benzin- oder Dieselmotor verkaufen. Mercedes-Benz und BMW peilen einen Anteil von etwa 50 Prozent an.

Einen festen Termin für das Ende des Verbrenners wollen die Konzerne allerdings nicht festlegen. Zu unterschiedlich seien die Märkte und die Wünsche der Kunden, zu unterschiedlich auch die politischen Vorgaben und die Ladeinfrastruktur. Weil es aber um Klimaschutz gehe, sei die Herkunft des Stroms ganz entscheidend.

Mit Strom aus Kohle oder Öl sehe er keinen großen Sinn in der Umstellung auf E-Antriebe, sagte kürzlich VW-Chef Herbert Diess. Mit dem Satz „Ein moderner Diesel ist klimafreundlicher als ein Elektrofahrzeug, das mit Kohlestrom geladen wird„, zitiert die „Passauer Neue Presse“ BMW-Chef Oliver Zipse. Die EU-Kommission geht bei ihren Vorgaben davon aus, dass der Strom mit dem Ausbau von Wind- und Solaranlagen sauberer werden wird. „Nein„, sagen hingegen Koch und seine Kollegen. Der Bedarf werde weiter steigen – und dann stimme die ganze Rechnung nicht mehr.

Die Bundesregierung wolle bis 2030 nicht nur 10 Millionen Elektroautos auf der Straße haben, sondern auch Industrie und Heizung rasch umstellen, so Koch. Der Strombedarf in Deutschland werde daher bis 2030 von 56 auf 57 Gigawatt zulegen. In 6000 von den 8760 Stunden im Jahr werde es neben Ökostrom auch mehr Strom aus fossilen Kraftwerken brauchen. Das habe die Politik in ihren Debatten und Rechnungen aber übersehen – auf jeden Fall nicht mitgerechnet. In der Folge könnten die realen CO2-Emmission viel höher sein als von der Politik veranschlagt – in der Summe sogar doppelt so hoch.

Die Wissenschaftler seien sich alle einig, dass das Klima geschützt und der CO2-Ausstoß gesenkt werden müsse, betonte Koch. „Dafür brauchen wir auch das E-Auto.“ Aber die Vorgaben favorisierten das E-Auto auch da, wo es dem Klima gar nichts nütze. Wenn heutige Verbrenner statt Benzin und Diesel CO2-neutrale e-Fuels tanken würden, ließen sich dagegen 25 Prozent CO2 einsparen.

Quelle: zeit.de / dpa

Über den Autor

Wolfgang Plank ist freier Journalist und hat ein Faible für Autos, Politik und Motorsport. Tauscht deshalb den Platz am Schreibtisch gerne mal mit dem Schalensitz im Rallyeauto.

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Die sollen nicht so einen blödsinn schreiben denn der Sprit ist ja auch nicht vom Himmel gefallen und warum schreiben andere Wissenschaftler das Gegenteil . Ich glaube die sind von den ölmultis gekauft worden ( es gilt die Unschuldsvermutung) anders kann ich mir das nicht erklären und wo bitte rechnen sie die co2 Bilanz bei Verbrenner ? Ich kann sie nicht mehr lesen

Prof. Koch ist Leiter des Instituts für Kolbenmaschinen am KIT. Heißt er fürchtet in erster Linie mal um seine Fördergelder. Als Wissenschaftler kann ich sagen, dass Wissenschaftler sicherlich nicht frei von eigenen Interessen sind.

+1

Als Wissenschaftler kann ich sagen, dass Wissenschaftler sicherlich nicht frei von eigenen Interessen sind.

Wer frei von Sünde ist, der werfe den ersten Euro! 😉

Ich halte diese Erwartung einer vollständigen Unabhängigkeit generell für problematisch. Gibt es denn überhaupt diesen Typus?

Kolbenproduktion? Wird da nicht Kobalt verwendet? Dieses oft zitierte „Kinderarbeit/Kongo/Kobalt“-Totschlag Argument gegen E-mobilität wird ad absurdum geführt, wenn Leute wie T. Koch diesen kalten Kaffee immer wieder aufrühren. Schämen würde ich mich, wenn ich so was publiziere!

170 Wissenschaftler aus aller Welt

Geteilt durch die Zahl der Länder ergibt ungefähr 1 Wissenschaftler pro Land, also „Pillepalle“.

Und der Rest das üblich Blabla – weil es noch zu wenig Ökostrom gibt…

>>> Frage: Wessen Lobby verhindert das denn massiv?

ist das E-Auto ein angeblicher „CO2-Umweltsünder“, aber die mehrfache Strommenge …

>>> Ökostrom kann es ja nicht sein, denn den gibt es ja für die E-Auto zu wenig

… für E-Fuels zu verschwenden ist anscheindend ok.

Was für eine Heuchelei – die H2- und E-Fuel-Lobby will wohl Trumps „alternative Fakten noch überbieten und der Bevölkerung eine Bären aufbinden – alle E-Auto sollen angeblich fast immer mit dreckigem Kohlestrom fahren, während E-Fuels nur aus sauberem Ökostrom hergestellt werden.

Das Ziel ist klar – massive Importe von E-Fuels für die „sauberen Westen“ der E-Fuels-Lobby.

In Afrika und Südamerika riesige Solarformen und E-Fuels-Produktionsanlagen – die „paar Eingeborene“ müssen eben woanders hin, schliesslich muss die Welt für den Klimaschutz „neu entdeckt und erobert werden“ – Kolumbus und die Helden des Kolonialismus lassen grüßen.

Alles wie gehabt? – es ginge auch anders, alle E-Autos eine Nummern kleiner, mit kleinerer Batterie und Strom von Solarzellenkarosserien dazu Ökostrom von PV- sowie Windkraftanlagen im eigenen Land durch vermehrten Ausbau – leere Hausdächer und Flachdächer von Industriegebäuden gibt es genug.

Die H2-und E-Fuel-Lobbyisten geben nicht so schnell auf und werden immer versuchen den Leuten „Sand in die Augen zu streuen“ mit Wissenschaftlern der Kategorie „Wes Brot ich ess´, des Lied ich sing“.

Hören sie auf mit den e-Fuels die sind noch giftiger wie Sprit. Alles was synthetisch hergestellt wird ist scheisse und das ist erwiesen

Interessant, Ihre qualifizierte Meinung und Ausdrucksweise, dazu noch grammatikalisch fehlerhaft. Passt wohl alles zusammen.
Nebenbei sind efuels biologisch abbaubar und nicht wassergefährdend.

Aber recht hat er trotzdem. Hoffentlich Arroganzversichert!

Da muss man sich nur mal die Vita des Prof. Koch durchlesen, um zu wissen wo der Hase langläuft.
Er ist ja bekannt für krude Thesen.
https://www.ifkm.kit.edu/207_67.php

Porträt Thomas Koch

Die Vision lautet, dass der Verbrennungsmotor unter allen Betriebszuständen die typische Stadtluft von Immissionen reinigt.

(Quelle: siehe Link von Marco Z)

Es sollen also Treibstoffe im Motor verbrannt werden, damit die Stadtluft sauberer wird – auf solche Ideen kommt kein normaler Mensch, das können sich auch nur „Wissenschaftler“ ausdenken.

Nachtrag:

Stadtluft reinigen – nach der flächendeckenden Einführung von batterie-elektrischen Fahrzeugen bleiben eigentlich nur noch Feinstäube aus Bremsen- und Reifenabrieb im Stassenverkehr übrig.

Den Feinstaub könnte man ja mit einer kleinen Absaugvorrichtung vorne am E-Auto einfangen, die zusätzlichen 0,1 – 0,2 kWh kann jede Batterie spielend vertragen und wir bräuchten keinen Verbrennungmotor, der bei E-Fuels, auch mit Katalysator, noch viele schädliche Stoffe ausstößt.

Dummerweise emittierten vergleichbare E-Autos allein wegen ihres Mehrgewichts (hinzu kommt die Feinstaubemission aus der rasanten Anfahrbeschleunigung) mehr Feinstaub aus Reifen- und Asphaltabrieb als Verbrenner und allein dieser Feinstaubanteil beträgt im Straßenverkehr >80%.

Dummschwätzer sterben nicht aus. Unterstellen einfach was.

Typischer Bezahl-Kommentarschreiber. Null Argumente.
Dabei ist die Faktenlage klar: E-Autos mit vergleichbarer Reichweite bauen erheblich schwerer, emittieren folglich mehr Feinstaub aus Reifen- und Asphaltabrieb und die nicht-verbrennermotorische Feinstaubemission beträgt im Straßenverkehr >80%. In Stuttgart sind es sogar 84%.

Das „Elend“ mal kurz zusammengefasst:

In ihrem offenen Brief rechnen die vorgeblichen Wissenschaftler unter „Führung“ von »Kolben-Koch« vor, dass der Strom für künftig mehr Elektroautos überwiegend aus Kohlekraftwerken kommt, während die viel-viel höheren benötigten Strommengen für e-Fuels aber stattdessen wie durch Zauberhand ganz einfach aus Erneuerbaren Energien gewonnen wirdgeht’s noch?

Last edited 1 Monat zuvor by Wolfbrecht Gösebert

Jup, als der Name Koch auftauchte, dachte ich: so falsch hat die Regierung dann wohl doch nicht gerechnet.

Nicht nur der Name Koch. Das KIT arbeitet seit Jahrzehnten mit der Autoindustrie im Bereich Verbrennungsdiagnostik zusammen. Das ist quasi neben der Uni Duisburg DER Standort. Ist auch ok, aber dann soll man sich auf sein Fach konzentrieren.

Wie oben ja geschrieben entlarvt ein Satz den Ganzen Blödsinn:

Wenn heutige Verbrenner statt Benzin und Diesel CO2-neutrale e-Fuels tanken würden, ließen sich dagegen 25 Prozent CO2 einsparen.

E-Fuels brauchen mindestens das 5fache an grünem Strom. Und da wir den nicht für E-Autos haben, haben wir den erst recht nicht für E-Fuels. Davon ab, werden die synthetischen Kraftstoffe woanders wirklich gebraucht: In Flugzeugen und Schiffen! Aber nicht in PKWs.

Dummerweise fällt in der efuel-Produktion nicht nur Kerosin-Fraktur an (ca. 20%), sondern auch Benzin, Diesel, Wachse usw.
Überlegen Sie mal, was das bedeutet.

Lustig, Ihr Unterschlagungs-Versuch, dass der fehlende Grünstrom für die E-Mobilität aus deutschen Landen kommen muss, während efuels aus ganz anderen wind- und solarreichen Regionen importiert werden können und sollen…

Sie wissen das alles selbst und es macht Ihre Falschdarstellungen noch durchsichtiger.

Wahrscheinlich haben auch diese „Wissenschaftler“ bei Ihren Uni-Abschüssen irgendwo abgeschrieben, um an Ihr Diplom oder ihren sonstigen Titel zu kommen.
Da war doch mal was, mit den 100 „Lungenfachärzten“ – die älteren erinnern sich noch.
In den USA gab es kürzlich gar einen Präsidenten, der war wohl auch an einer Eliteuniversität – hat er dort auch etwas gelernt?
Uni schützt vor Dummheit offensichtlich nicht
Titel übrigens auch nicht 😉

Na Torsten, Schulabschluss auch über Rubbellos gemacht? Oder wie soll man Deinen Hass auf Andersdenkende mit einem höheren Ausbildungsabschluss sonst verstehen?

Erst kapieren dann kommentieren
schreib du erst mal meinen Namen richtig 😉

@Wranky, gratuliere zu den 14 Dislikes, Merkmal fürs Wundenlecken bei Nicht-Denkern und solcher ohne Argumente: In diesem Stromerforum die Mehrheit.

CNG kennen leider immernoch sehr wenige und es wird auch nicht beworben.
JEDER auto fahrende Mensch in Deutschland und Europa kann heute schon Kilmaneutral mobil sein!
BioCNG ist Mehtan, also CH4 und wird bei einem Druck von bis zu 200Bar gespeichert.
Die Gasflaschen im Unterboden sind 100% sicher wenn man sich um die Kontrolle und Wartung kümmert, wie man das ja z.B. auch den Bremsen tut.
BioCNG gibt es schon an über 50% der CNG-Tankstellen in Deutschland!
Für 3 bis 5 € pro 100km und in 3min. auftanken, Zahlen in Bar oder mit EC, funktioniert alles ganz normal und entspannt mit CNG!
Klimaneutral mit BioCNG funktioniert schon seit 20 Jahren und sollte nun endlich mehr Beworben werden. Dieser EInfache und Kostengünstige Antrieb hätte es absolut verdient.
Klar CNG ist nicht so sexy wie E aber der vorteil ist halt: es funktioniert!

Die Abgase richen übrigends kein bisschen und sind auch generell sehr sauber.

Grüße aus der Südpfalz
Andreas

sie wissen aber schon dass wir unsere Elektroautos für 0 Euro vom Dach laden.
zusätzlich sind wir stromautark, betreiben damit unsere Wärmepumpe, im Sommer die Klimaanlage für 3 Räume, Warmwasser wird PV geführt erzeugt und was überbleibt läuft in den Speicher oder zu efriends.

rechnen sie mir mal vor wie sie, angesichts steigender Ölpreise ihren Diesel wirtschaftlich betreiben und welchen Wirkungsgrad ihre Ölheizung / Gasheizung hat!

Ihr zweiter Satz ist das Problem in ihrem Beitrag. Sie können das, eine Hand voll andere können das, aber eben nicht JEDER. Dafür reicht die Erzeugerkapazität nicht aus. Weiterhin wäre es sinnvoller dieses Biomethan im Winter in einem Mikro-BHKW in seinem Haus zum Heizen UND zum Strom erzeugen zu nutzen, statt die Abwärme im Sommer im Auto sinnlos in die Umwelt entweichen zu lassen.

Wollen wir die Energiewende schaffen, müssen wir effizient handeln. Es wird schwierig genug.

Farnsworth

Auch das kann nicht jeder, denn dazu braucht es einen Gasanschluss, ein Eigenheim mit zusätzlich investiertem BHKW usw.

Ferner liefert Ihr Biomethan-Micro-BHKW im Sommer ebenfalls nutzlose Abwärme. Da fährt der preiswerte BioCNG-Verbrenner günstiger, zumal seine Wirkungsradkette kürzer ist. Noch ungünstiger sieht es für E-Mobilität aus, die mit verstromtem Biogas betrieben wird: Weit mehr THG-Emission als beim BioCNG-Verbrenner.

„… Die [BioCNG-]Abgase riechen übrigends kein bisschen und sind auch generell sehr sauber.“

Du könntest uns nach 30 Minuten in geschlossener Garage mit laufendem BioCNG-Motor weder diesen Unsinn noch irgendwelche anderen Beiträge mehr schreiben ––> also bitte: Erspar‘ uns das!

Last edited 1 Monat zuvor by Wolfbrecht Gösebert

Stellen Sie sich vor, sie würden ihr BEV in der Garage zusammen mit dem Kohlekraftwerk vor der Stadt betreiben. Dann haben Sie die heutige Technlogie. Unterschied, das Kabel ist kürzer. Bis 2038 dürfen Sie sich aber auf diese Lage einstellen und hinterher tanken wir schlauen Deutschen Strom von AKWs aus den Nachbarländern.

So ist es.
Und Herr Gösebert darf gerne einmal versuchen, eine Weile in seiner Garage samt Lachgas- und Methan emittierenden Fäkalien und/oder Komposthaufen zu verbringen, die anderenfalls zu BioCNG verarbeitet werden. Denn auch Natur kann tödlich sein.
Er wird glücklich sein, aus seinem eigenen Gestank befreit zu werden.

Also zunächst mal hat Andreas generell recht mit dem BioCNG. Die Well-to-Wheel Emission, wie es so schön heißt, ist im Endeffekt sehr ähnlich der Emission bei Wasserstoff oder E-Autos. Ich selber habe vor rund 6-7 Jahren Messtechnik für CNG Motoren entwickelt in Kooperation mit einem Autohersteller, aber nicht für selbigen. CNG hat auf Grund seiner Zusammensetzung (größten Teils Methan) den Vorteil bei der Verbrennung im Vergleich zu Diesel/Benzin weniger CO2 und mehr Wasser freizusetzen. Dazu bildet es keinen Feinstaub/ Ruß, da dieser bei der Verbrennung von Flüssigkeitströpfchen entsteht und CNG ein Gas ist. Also Abgas ist sauber! Nachteil sind die sehr bescheidenden Kaltstart Eigenschaften weshalb CNG Fahrzeuge in der Regel noch einen Benzin-Tank haben. Nichtsdestotrotz galt CNG damals aus Baustein zum erreichen heutiger CO2-Grenzwerte. So war das damals noch.

Das Problem ist: CNG ist nie wirklich beworben. Es gab Serien-Fahrzeuge zum Beispiel aus dem VW-Konzern mit sog. TGI Motoren. Auch diese sind mittlerweile aus dem Programm genommen wurden. Die haben sich einfach nicht verkauft und mittlerweile hat die Autoindustrie schlicht komplett auf E-Antrieb umgeschwänkt.
Also CNG ist nie aus der Nische rausgekommen und ist mittlerweile endgültig in der Versenkung verschwunden. Das kommt auch definitiv nicht mehr wieder.

Ein Arbeitskollege hatte mal ein CNG Fahrzeug und war anfangs auch begeistert. Als er dann mal zur Tankstelle fuhr und ein Drittel weniger in den Tank passte wurde er stutzig. Da der Wagen 3 Tanks hatte war klar was passiert war. Ein Magnetventil war defekt. Er musste dann ziemlich weit zu einer Werkstatt fahren, die qualifiziert war diesen Defekt zu beheben. Günstig war der Spaß auch nicht. Kurz danach hat er den Exoten verkauft.

CNG mag sauberer verbrennen. Aber ich gebe zu bedenken, dass Methan ein heftigeres Klimagas ist als CO2. Leckagen oder Verluste beim betanken vermiesen die Umweltbilanz wieder etwas. Und wie gesagt: man kann Deutschland nicht komplett mit Biomethan versorgen. Lieber Teller als Tank.

Farnsworth

Vollkommen richtig. Zumal allein das Reststrohangebot in DE laut DBFZ Leipzig für bis zu 10 Mio BioCNG-Pkw ausreicht. Das gesamte BioCNG-Potential (einschließlich PtG) wird sogar auf 300 TWh geschätzt – ausreichend für >40 Mio BioCNG-Pkw.

Leider versteht z.B. Frau Baerbock unter Verbrenner nur Fossiles und wird wie viele andere erst aufwachen, wenn die Stromwende für alle verstromten Sektoren auf Import-Atomstrom angewiesen sein wird. Denn Grünstrom-Standort DE wird niemals den Bedarf decken können. Allein die Chemieindustrie wird Mitte der 2030er mehr Grünstrom benötigen als DE derzeit insgesamt an Strommix produziert: Die Energiewende wird viel zu stromlastig angegangen.

Was mich eher erstaunt ist die angeblich Nutzungsdauer eines ID3 Akkus in dieser Studie. Sie ist mit 15 Jahren und 220.000 km veranschlagt. In 10 Jahren verliert ein sonst Nagelneuer Li-Po Akku alleine durch kalendarische Zellalterung (ohne Ladevorgänge) ~20% seiner Kapazität. 

https://www.researchgate.net/publication/303890624_Modeling_of_Lithium-Ion_Battery_Degradation_for_Cell_Life_Assessment

Die Hersteller wissen das genau, nicht umsonst sind die Garantie-Bedingungen in der Regel 7-8 Jahre bei unter 70% SoH. Alles darüber wird als normale Alterung betrachtet. Zusammen mit Ladezyklen, wird in 15 Jahren keiner der heutigen Akkus noch bei über 60% SoH sein, falls überhaupt.
Die Reichweiten sind ohnehin schon nicht berauschend. Eigentlich müsste in den Modellen mit einem Akkutausch bei erreichen von 80% SoH nach 10 Jahren kalkuliert werden.

Der ID3 hat bei 120kmh einen Verbrauch von ~20kwh/100km. Das Modell mit 45kwh Akku kommt damit zwischen Ladestopps auf der Langstrecke (10-80%) 158km weit. Hat der Akku nach 8 Jahren oder 160.000km noch 70% SoH, was kein Garantiefall ist, kommt man noch 110km zwischen Ladestopps. Ab da geht es für den Akku dann nur noch bergab, die Kosten für einen Tausch kommen einem kapitalen Totalschaden gleich… Viel Spaß mit den in 10 Jahren unverkäuflichen BEVs.

Last edited 1 Monat zuvor by Dagobert

… und dir viel Spaß mit dem in 10 Jahren unverkäuflichen Verbrenner, wenn der Sprit dann 3-5Euro/Liter kostet.

Meinen Ersatzakku bekomme ich dann überall für 1000-4000 Euro je nach gewünschter Reichweite.

Ihren Ersatzakku bekommen Sie vlt. in wenigen Jahren gar nicht mehr. Warum nicht? Ganz einfach, weil dessen Markt nicht mehr existiert und das Ding nicht mehr gebaut wird. Der Verbrenner lüuft nach 50 Jahren bei guter Pflege immer noch fast wie am ersten Tag. Ich kenne solche Fahrzeuge, die sind heute Abermillionen wert oder unbezahlbar, weil sie kein normaler Mensch verkauft. In einem Automuseum steht ein BEV herum. Der Akku ist zerbröselt. Die Chemie hat sich in atomare Bestandteile zersetzt. Der Museumdirektor ist persönlich nach Akfrika gefahren um einen Ersatzakku auf dem Akku-Schrottmarkt zu suchen. Vergeblich! Er schickt die Karre hinterher. Fragen Sie bitte nach, was z.B. ein Ersatzakku für die ersten neueren E-Mobile kostet? Da Sie Spezilist sind, bitte nennen Sie hier die jetzigen Preise. Kein 5 KM von mir weg, sammlt ein E-Mobilfan diverse E-Mobile. Die stehen und stehen herum. Er wartet wahrscheinlich noch 10 Jahre, bis er 1.000-Euro-Akkus bekommt.

Teslas fahren mit einem Akku ca. 600 000 Kilometer. Und mit dem zweiten (ja, den gibt es) fahren sie nochmals 600 000 Kilometer. Das ist der Normalfall. Bei klimaschädigenden Verbrennermotoren kommen solche Laufzeiten eher selten vor.

Kann ich so nur bestätigen. Ein Deutscher Tesla Kollege von mir wird im kommenden Jahr die 1Mio Meilen auf dem Tacho haben.

Kein normaler Autonutzer fährt 600.000 mit einem Auto. Ein Auto besteht ja nicht nur aus einem Motor, sondern aus zahlreichen Komponenten die ALLE mehr oder minder altern und verschleißen. Ferner kommt der jeweilige Stand der Technik hinzu. Fahrzeuge werden in aller Regel kontinuierlich verbessert. So wie Sie schreiben ist das auch bei allen Antriebsarten. Die von Ihnen angeführte Klimaschädigung durch Verbrennungsmotoren stimmt auch nicht so wie immer wieder gehauptet wird. Kaufen Sie ein BEV oder unzählige E-Bauteile in China, so dürfen Sie der Wahrheit willen ganz ruhig deren Transporte DAZU ZÄHLEN. Komisch, die kommen via DIESEL. Haben Sie das nicht gewusst? Jede dieser Karren wird in vielen Bereichen exakt so gebaut wie normale Autos. Sie brauchen Stahl, Leichtmetalle, Kunststoffe, Kabel, Lager, Fette, Öle , Lacke, Gummi, und weiß der Teufel noch was… Meinen Sie im Ernst, das ganze Sammelsurium wird erdöllos von Hand gestrickt? Die Rohstoffe müssen oft NEU erschlossen werden. Für Millionen von E-Dschunken und deren Akkus. völlig neu oder in ganz anderen Dimensionen. Hören Sie doch auf damit, Leute wie Kleinkinder naiv zu halten. OHNE Verbrenner haben Sie KEIN E-MOBIL. GAR KEINES! Ohne Verbrenner haben Sie auch keinen Strom. Auch die saubersten Windräder, Solarplatten, müssen zuerst gebait werden, die Kabel verbuddelt, das Kupfer gewonnen und verabeitet werden. Offenbar graben Sie gerne von Hand. Tausende von Ladepunkten vergraben und bauen Heinzelmännchen völlig umweltneutral und die 600.000KM-TESLA fahren aus Sparsamheitsgründen natürlich mit 50 KW. Sie sehen worin wirklich gespart wird. AN DER WAHRHEIT! Wie nennt man einen Hund, der sich dauernd selbst in den Schwanz beißt? Weitere Frage, was würden Sie tun, wenn plötzlich ein Testament auftaucht, Ihr unbekannter Onkel hat Ihnen sein Dieselmotorenfabrik vermacht? Ein Fabrik, die große Gewinne abwirft? Fragen Sie einem Vegatarierer, der ein Wurstfabrik geerbt hat. Guten Appetit!

„… Hören Sie doch auf damit, Leute wie Kleinkinder naiv zu halten …“.

Sie werden hier niemandem den Mund verbieten auch mir nicht. So wie Sie sich hier zum Affen machen, das ist nur oberpeinlich. Das hat ja nicht mal Unterhaltungswert.

Bei uns in der Schweiz gibt es eine ganz bestimmte Partei, welche sich derselben „Argument“ bedient, wie Sie es tun. Deren Rezept: Hetze, Einschüchterung und Angstmacherei. Wie artikulieren sie sich: Schreien, Stampfen, mit der Faust auf den Stammtisch hauend. Ihre Plakate: Messerstecher, Stiefeltreter. Deren Sprüche, einfach, holprig und Schwarz – Weiss. Deren Feinbild: Aussländer.

Wenn Sie sich in einer Art Derangement Syndrom befinden kann ich Ihnen auch nicht weiterhelfen. Es gibt aber Spezialisten, sicher auch in Deutschland. Nur eines vorweg, ist recht schwierig davon weg zu kommen. Die meisten schaffen es trotz grössten Anstrengungen nie.

Last edited 29 Tage zuvor by Markus Doessegger

Es ist einfach unglaublich. Sie tun so, als ob wir das alles ignorieren würden uns uns das nicht bewusst wäre. Als ob das E-Auto, das einzige Stück im großen Puzzle wäre und wir jetzt verwundert die Augen reiben würden und sagen würden: „Wie konnten wir das nur übersehen?“ Die Kritikpunkte sind nur gar keine. Sie treffen auf den Verbrenner nämlich genauso zu. Nur: der verbessert nichts und manifestiert den Status quo. Firmen entwickeln E-LKWs, E-Bagger, H2-Schiffe usw. Der Umbruch ist im vollen Gange und sie verschließen die Augen davor. Nein, es sind noch keine E-LKWs im großen Massstab unterwegs, auch keine E-Bagger oder H2 Schiffe. Aber die Entwicklung ist absehbar. Und jeder mit Verstand weiß auch, dass das nicht von heute auf Morgen umsetzbar ist. Umso wichtiger ist es ja auch mit dem Wandel anzufangen. Wenn man gerade pro Monat 26.000 E-Autos zulässt, dann sind das gerade mal 0,5 Promille des Bestands. Bis der ersetzt ist, wird das ein Weilchen dauern. Und auch die anderen Entwicklungen dauern ihre Zeit. Ist das ein Grund der gegen E-Autos spricht? Nein. Wir haben keine Zeit. Die hätten wir vor 25 Jahren gehabt, wenn Daimler die Eier in der Hose gehabt hätte mit der A-Klasse Electric mit Zebrabatterie eine neue Ära einzuleiten. Stattdessen mussten wir darauf warten, dass ein Durchgeknallter mit seinem Startup den etablierten Herstellern zeigt, wie man E-Autos als sexy verkauft.

Farnsworth

Ohne Benzin fährt der Verbrenner genauso weit. Das können sie dann morgen zumindest in kleinen Gebinden noch in der Apotheke kaufen.

Letztes Jahr im März lag die Zulassungsquote von BEV bei 4,8%. Diesen März bei 10,3%. Im Mai sogar bei 11,6%. Was ist das, wenn kein exponentielles Wachstum des Marktes?

Farnsworth

Nach dieser Theorie dürfte unser 9 Jahre alter Twizy keine 60 km weit kommen.. Kommt aber trotzdem noch 80km weit, wie vor 3 Jahren auch, als wir ihn gekauft haben.

Du weißt schon, dass das Worst-Case Betrachtungen sind, damit man abschätzen kann was schlimmstenfalls an Garantiefälllen auf eine Firma zukommt. So ein Modell ist nie genau und lieber zu schlecht gerechnet als zu gut. Wäre ja blöd, wenn man verspricht nach 8 Jahren hätten die Akkus noch 70% und dann kommen 80% zurück, weil man doch ein bisschen zu optimistisch gerechnet hat.

In der Industrie gibt es immer Lebensdauerbetrachtungen. Zum Beispiel auch für die Lebensdauer von Flashspeichern (was Tesla offensichtlich im ersten Model S vergessen hat). Dabei wird immer nur der Worst Case betrachtet, der jedoch so gut wie nie eintritt.

Tesla Fahrer berichten von 10% Degradation nach 160.000 Meilen. So lange habe ich ein Auto noch nie gefahren. Da gibt es eine große Erfahrungsdatenbank. Und keine Theoriewerte.

Und: Fahre einfach langsamer auf der Langstrecke, dann kommst Du auch weiter. So einfach ist das. Und man startet immer mit 100% Akku. Also ist auch die Distanz zum ersten Ladestop größer. Jemand der wirklich häufig lange Strecken fährt wird eh zu einem anderen Auto greifen oder einen ID.3 mit größerem Akku kaufen.

Farnsworth

FUD, längst in der Praxis widerlegt.

Jemand der nicht fähig ist zu rechnen, verdient die Bezeichnung Wissenschaftler nicht.

Der Einwand mit dem Mehrbedarf an Strom ist ja noch berechtigt. Aber da sollte man eher die Politik anprangern, warum sie den EE Ausbau so behindert.

Wer dann aber erzählt, das E-Fuels umweltfreundlicher wären, verrät auch doch eindeutig als Lobbyist. Denn in Physik hat man eindeutig nicht aufgepasst. Wir werden sicherlich auf Energieimporte angewiesen sein, aber die dann ineffizient in Autos zu verschwenden kann nicht die Lösung sein.

Farnsworth

Nachtrag: dieser Brief hat einen gravierenden Logikfehler. Ja, wenn wir klimaneutral werden wollen, werden wir mehr Strom benötigen. Wird dadurch der Anteil von Kohlestrom größer? Nein. Wenn wir neue Erzeugerleistung installieren, dann ausschließlich regenerative. Das heißt, selbst wenn die erzeugte Menge an Kohlestrom gleich bleiben würde, würde der Anteil immer kleiner. So weit ich weiß wurde ein Kohleausstieg beschlossen. Es sind keine neuen Kraftwerke geplant. Spätestens 2038 ist Schluss mit dem Quatsch.

Farnsworth

“was ich nicht hören will“ muß falsch sein – so kommt es mir hier manchmal vor. Fast alle, die die Elektroauto-News lesen, haben eine sehr positive Einstellung zu dieser Technologie. Es ist also nicht nötig mit Gift und Galle auf Meinungen einzuschlagen, die etwas abweichend sind. Zum jetzigen technologischen Stand und der Entwicklung von Stromerzeugung, Stromleitung und Stromverlust sind die Überlegungen im Artikel nachvollziehbar. Aber bei der rasanten Entwicklung wird sich noch vieles Ändern und über „Kaffeesatz“ lesen stehen wir doch. Mängel sind am Besten abzustellen wenn man sie erkennt. Schönes Wochenende

„… Es ist also nicht nötig mit Gift und Galle auf Meinungen einzuschlagen, die etwas abweichend sind.“

Den Unterschied zwischen »Falschbehauptungen« (Desinformations-Absicht!) und „tolerierbaren, etwas abweichenden Meinungen“ kennst Du aber schon?

Jemand darf gerne der Meinung sein, dass H2-Autos oder E-Fuels die bessere Lösung sei. Aber das war es dann auch schon: eine Meinung. Wissenschaftlich haltbar ist das aber lange noch nicht. Klar in Polen mag ein E-Auto bei dem Strommix deutlich schlechter sein. Aber das Ziel heißt Klimaneutralität. Und mit hat noch kein Gegner der E-Mobilität aufgezeigt wie das bis wann und zu welchem Preis das umsetzbar ist. Die Politik will mit ihren laschen Vorgaben irgendwie bis 2045 Klimaneutralität erreichen. Die renommierten Wissenschaftler meinen, dass wir eigentlich bis 2035 Klimaneutral sein müssten.

Mit der E-Mobilität kann das zumindest jeder, der ein eigenes Haus hat selbst realisieren. Und das sind ja schonmal deutlich mehr Leute, als wenn man auf eine handvoll Kraftwerksbetreiber angewiesen ist. Und da ist auch noch viel Potential zu holen. Auf den meisten Dächern liegt noch keine PV.

Wenn ich auf E-Fuels und H2 setze, dann kommen immer wieder Energieimporte aus Afrika ins Spiel. Wer baut die (mit der ausreichenden Kapazität)? Bis wann? Wie bekommen wir das Wasser in die Wüste (9Liter pro kg Wasserstoff)? Sind andere Länder überhaupt Willens uns Fläche für unseren Energiedurst zur Verfügung zu stellen? Was kostet der Liter e-Fuel dann an der Tankstelle? Dass man den Liter laut Hochglanzprospekt der Branche für 1 Euro herstellen kann, heißt ja nicht, dass man den dann für den Preis kaufen kann. Transport, Vertrieb, Steuern. Das alles treibt den Preis in die Höhe. Nachher kostet der Liter an der Tankstelle 2,5€-3€. Und die Enttäuschung wird groß sein.

Bei E-Mobilität habe ich meine Kosten selbst im Griff. Mehr als eine Steckdose am jedem Stellplatz ist eigentlich nicht nötig. Eine Wallbox die Luxuslösung. PV werde ich mir auch bald installieren lassen. Ziel: möglichst überdimensioniert. Das zur Energiewende beitragen, was man als einzelner tun kann statt immer nur: „Geht nicht!“ zu rufen.

Farnsworth

Dass man den Liter laut Hochglanzprospekt der Branche für 1 Euro herstellen kann, heißt ja nicht, dass man den dann für den Preis kaufen kann

Sehr relevanter Satz. Ich habe gerade mal Google befragt. Der eigentliche Produktpreis liegt bei einem Liter Super aktuell bei ca. 45ct pro Liter an den der Ölkonzern noch irgendwie Gewinn macht. Kaufen kann man ihn an der Tanke dann für 1,47€ im Schnitt (Stand heute), wenn man Glück hat.

“was ich nicht hören will“ muß falsch sein

Nein, viel schlimmer. Was ich da höre ist nachweislich falsch. Jeder der des Recherchieren und Rechnens fähig ist kann das für sich selbst nachvollziehen. Und deswegen gehen hier so viele steil. Ich würde mal behaupten, dass ein großer Teil der E-Auto-Nerds hier einen technischen Hintergrund hat (Ingenieur, Physiker, Mathematiker oder ähnliches).

Farnsworth

Zur Thematik allgemein scheint der Wunsch der „Vater“ vieler Gedanken zu sein. Jeder Lobbyist rechnet seine „Erfolge“ zu hin, wie sie für ihn gerade nützlich erscheinen. Was sagen Sie dazu? https://youtu.be/_jBnhq8qnc4 . Schaut man aus dem Fenster sieht man Verbrenner, so weit das Auge reicht und ohne Dieselmotoren steht die gesamte Weltwirtschaft. Was haben die „E-Fans“ dahingehend getan und erreicht, um das zu ändern? NICHTS! GAR NICHTS! BEVs fahren wird daran nichts ändern und eine Energiewende findet auch nicht statt. Wäre es nicht wirksamer, man würde den Stromverbrauch halbieren. Man hört immer von Wirkungsgraden bei E-Mobilen, aber die Energie stmmt wohl aus Fantasien. Wer zahlt in der EU weniger für Strom, als die Deutschen? Ist die ganze Materie nur ein Riesenschwindel der nicht hinterfragt wird?

Last edited 1 Monat zuvor by Helmuth Meixner

Habe mir jetzt das Video zwar spontan nicht angesehen, aber trotzdem mal einen Kommentar dazu. Ich bin der Überzeugung, dass E-Autos sich durchsetzen werden, aber versuche immer alles neutral zu betrachten.

Also zunächst mal entlarvt ein Satz den ganzen Mist des Briefes.

Wenn heutige Verbrenner statt Benzin und Diesel CO2-neutrale e-Fuels tanken würden, ließen sich dagegen 25 Prozent CO2 einsparen.

E-Fuels brauchen nachweislich ein vielfaches des Stromes den ein E-Auto zu Fortbewegung braucht. Ich glaube da liegt so ein Faktor 5 dazwischen. Der Verbrennungsmotor wird nicht mehr effizienter, da ist das Ende der Fahnenstange erreicht. Bei der Herstellung von E-Fuel muss erst Wasserstoff machen durch Elektrolyse und dann brauche ich nochmal Strom um mit dem Wasserstoff und CO2 aus der Luft (0,05%!!!) Methan/ Methanol oder was auch immer herzustellen. Den synthetischen Sprit kann ich dann im Mittel mit 18% Wirkungsgrad im Motor verfeuern. Alternativ kann ich den Strom nehmen und direkt in einen Akku laden. Was den höheren Wirkungsgrad hat sollte klar sein.
Also wenn wir, wie die Autoren behaupten, schon nicht genug grünen Strom für E-Autos haben, haben wir den erst recht nicht genug für einen Prozess wo wir ein vielfaches an Strom brauchen. Es gibt ja dann immer die Leute sie sagen wir könnten die E-Fuels mit Solarstrom in der Wüste machen. Da gibt es aber vermutlich so ein paar Probleme:

  1. In der Wüste gibt es einen Rohstoff nicht, nämlich das Wasser für die Elektrolyse
  2. Dann haben wir in Nordafrika vielleicht auch das Problem, dass die Sahara zu so politisch extrem stabilen Staaten wie Syrien oder Ägypten gehört. Da passiert ja nie was schlimmes ;-).
  3. Wollen wir uns wieder in Abhängigkeit von anderen Ländern begeben, so wie jetzt von den ganzen Ölproduzenten?

Dann ist ja das Thema Energie angesprochen. Klar brauchen wir mehr Strom, wenn wir den Verkehr umstellen auf Elektro. Ganz klar. Zum einen ist der Stromverbrauch über die letzten 10/12 Jahre aber gesunken. Energie ist aber nicht nur Strom. Energie ist auch die Wärme zum heizen oder aber eben auch der Sprit beim Autofahren. Insgesamt wird der Energieverbrauch im Verkehr sinken, weil die Fahrzeuge mit weniger Energie auskommen, das ist mal Fakt. Es sei den die Zahl der Fahrzeuge steigt, aber das würde sie so oder so.
Auch keiner kann Behaupten dass E-Autos alleine was bewirken. Man muss halt parallel auch für die Energiewende sorgen. Und das ist das, was man dann doch irgendwann den Auto-Herstellern wirklich nicht mehr aufbrummen kann. Da sind Politik und Energiekonzerne in der Pflicht. Und gerade die Politik um den noch Verantworltichen Herrn Altmeier sieht da ganz schlecht aus. Klar ist das auch alles nicht umsonst. Aber die Frage ist: was kosten die Folgen des Klimawandels wenn wir das nicht auf die Kette kriegen?

Ein Punkt noch: nur weil die Zahl der Fahrzeuge steigt, heißt es nicht zwangsläufig, dass der Mobilitätsbedarf steigt. Sagen wir jemand besitzt 2 Fahrzeuge, dann kann er ja trotzdem nur gleichzeitig mit einem Fahrzeug fahren. Also verteilt sich nur der Bedarf auf mehrere Fahrzeuge. Zweitwagen in der Familie erhöhen die gefahrenen km auch nur minimal. Immer dann, wenn man getrennt unterwegs ist.

Farnsworth

Offenbar haben Sie das Video gar nicht gesehen und die darin enthaltenen Fakten deshalb auch nicht. Kurz und bündig. Dieser gesamte E-Mobilhype ist ein Schuss in den Ofen und zwar in vieler Hinsicht. Ich würde Ihnen dringend empfehlen, sich mit den einzelen Punkten GENAU zu befassen. Vlt. macht ’s dann KLICK!

Aber Sie wissen schon, dass Ihr Prof. Hans Werner Sinn in praktisch allen Belangen von namhaften Professoren kritisiert und als getriebener der Oel wie Autoindustrie ist und ev sogar dafür bezahlt wird. Vorträge voller Unwahrheiten und Lügen.

Das weiß erfasst er nicht – und falls doch: Ignoranz funktioniert immer – zumindest kurzfristig 😉

PS: Als das Thema Quellenkritik im Politikunterricht hätte dran sein sollen hat der ein oder andere offensichtlich gerade geschwänzt 🙂

Ich kann ihrer Argumentation nicht folgen. Weil wir Stand heute unsere Weltwirtschaft fatalistischerweise auf Verbrennungsmotoren aufgebaut haben, muss das für immer so bleiben?

Die Energiewende findet nicht statt, obwohl wir mittlerweile 50% des Strombedarfs aus erneuerbaren Energien erzeugen? Jeder mit eigenem Dach über dem Kopf kann sich problemlos so eine PV Anlage kaufen und sich an der Energiewende Bezirken beteiligen. Und das machen auch immer mehr Leute.

Und der Strom ist teurer? Na und? Nachhaltigkeit kostet halt was. Vergleicht man den Strompreis von Portugal mit unserem und vergleicht man das Medianeinkommen beider Staaten, bezahlt der Portugiese im Verhältnis zu unserem Medianeinkommen quasi 50ct/kWh. Jammern auf hohem Niveau. Das können wir Deutschen gut.

Farnsworth

Keine Mensch muss Binsenweisheiten verbreiten. Auch Sie nicht. Man müsste schon als Eingeborener in einem versteckten Eck im Amazonasdschungel leben, um nicht bemerken zu können, dass es Verbrennungsmotoren gibt. Auch dort sieht man Flugzeuge am Himmel. Haben Sie noch nicht bemerkt, mit was sich die Wirtschaft dieser Erde dreht? IMMER noch mit Dieseln. Als Träumer kann man diese Antriebtechnik leugnen, aber haben Sie bis dato eine einzige brauchbare Alternative erschaffen, um diese Technologie ersetzen zu können? Fatalistischerweise? Ein bemerkenswerter Begriff für das was bis vor wenigen Jahren schlicht und einfach ÜBLICH war. Auch für Sie. Auch für Sie immer noch, denn im Gegensatz zu den genennten Eingeborenen am Amazonas leben Sie durch Erdölverbrennung. Es sei denn Sie kaufen Ihre Lebensmittel bei ALDI, LIDL, Penny und Co. Und lassen Ihre E-Mobile aus Holz schnitzen. Aha der Strom ist teuer, Nah und? Haben Sie eine Oma, die Ihren STROM und Ihr BEV für Sie bezahlt? Damit ich nicht jammern muss, auf höchsten Niveau, ich sende meine Stromrechnungen auch an Ihre Oma und bitte Sie auch für mich zu bezahlen. Jeder der ein eigen Dach überm Kopf hat, der kann auch ein Brett vorm Hirn haben. Z.B. um nicht zu sehen, dass die Mehrheit aller Leute KEIN eigenes Dach haben. Global gesehen schon 2x nicht. Sie können vlt. Ihr Dach zum Retten dieses Erde verwenden. Damit helfen Sie aber der Erde nicht. Wie viele Windräder bräuchte man denn in Deutschland, umden Strom für Sie erzeugen zu können, den Sie brauchen, wenn Sie nicht zuhause sind? Wie viele Solaranlagen?, Wie viele Stromspeicher zu Verwendung des Strom, der nicht unmittelabr verbraucht werden kann? Haben Sie den inhalt des Video kapiert den ein Prof. SINN, alsLobbist der Erdölbohrer sinnfrei, aber wahrheitsgemäß verbreitet? Nöh? Dann mal viel Vergnügen mit Ihrer Wahrheit. Es soll einen Planten geben, der nennt sich Fantasien. Um dorthin zu kommen brauchen Sie Erdöl. Nenhmen Sie die ausreichede Menge mit. Oma zahlt die Rechnung!

Wo habe ich geleugnet, dass es Verbrennungsmotoren gibt? Natürlich gibt es Alternativen. Gütertransport zu Lande: ist viel Energieeffizienter mit der Bahn. Leider wurde das Schienennetz nicht dem Wirtschaftswachstum angepasst. Und weil Öl viel zu billig ist produzieren wir fast alles nur noch im Ausland und karren den ganzen Kram quer durch Europa. Nachhaltig ist das nicht. Schiffe hatten früher Windantrieb. Klar es ist billiger Schweröl zu verbrennen und zuverlässiger für den Antrieb. Aber warum nicht den nachhaltigen Antrieb unserer Vorfahren weiterentwickeln und hybridisieren? Zuverlässig UND sparsam.

Warum fatalistischerweise? Weil die Technologie, auf der unsere Weltwirtschaft und unser Wohlstand aufbaut uns gerade die Lebensgrundlage entzieht! Vielleicht haben sie nicht bemerkt, dass die Abstände zwischen Rekordsommern immer kürzer werden. Und wir können von Glück reden, dass dieser Sommer etwas milder und regnerischer ausfällt. Die letzten beiden Sommer waren nämlich Dürresommer. Der kleine Teich bei uns im Wald hat locker 1m an Wasserstand verloren und sich dieses Jahr auch nicht groß erholt hat. Ich gehe davon aus, dass da in 3 Jahren nur noch eine Wiese ist. Das betrifft auch landwirtschaftliche Flächen. Klar uns fällt das nicht auf, weil wir ein reiches Land sind. Dann werden Lebensmittel halt ärmeren Ländern weggekauft. Das bekommst der Kunde in Lidl, Aldi und Penny gar nicht mit.

Und wenn einem die Argumente ausgehen wird man persönlich oder wie? Was hat meine Oma damit zu tun? Als Arbeitkund habe ich mein Studium selbst finanzieren und mein Haus aus eigener Kraft abbezahlen müssen.

Beruflich war ich schon in ärmeren Ländern und da bekommt man mal mit in welchem Luxus selbst ärmere Familien hier leben. Wer über Höhe Spritpreise jammert hat ja sogar ein Auto, was über 4 Mrd Menschen überhaupt nicht haben. Das sind Luxusprobleme! Es mag auch hierzulande viele Leute geben, die arm sind. Aber wir haben Sozialsysteme, die das auffangen. Jeder der will kann ein dass über dem Kopf haben und was zu essen bekommen. Und für Gesundheitsschutz ist auch gesorgt. Das ist nicht selbstverständlich. In anderen Ländern gibt es die Sorge, ob es am nächsten Tag was zu essen gibt. Und die Lage in genau diesen Ländern verschlimmern wir mit dem fossilen Energiekonsum jeden Tag. Einige kapieren einfach nicht in weiches Schlaraffenland sie hier geboren wurden und das andere Leute sie um ihre „Problemchen“ beneiden würden.

Manchmal muss man das Elend sehen um geerdet zu werden. Und dann faseln da ein paar Leute was von „Wohlstandsverlust“.

Ich habe mir das Video nicht angeschaut. Ich orientiere mich nicht an Leuten die nur erzählen, wie die Welt gerade ist und was alles nicht geht, sondern Leute, die an einem Weg in eine bessere Welt arbeiten. „Es ist nicht Deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist, es wäre nur Deine Schuld wenn sie so bleibt“(Die Ärzte). Chancen sehen und anpacken, statt Kopf in den Sand stecken.

Offensichtlich haben Sie auch das Konzept Stromnetz nicht verstanden. Wenn man eine PV Anlage installiert, dann speißt die Strom, den man nicht benutzt ins Stromnetz ein. Das heißt, wenn ich gerade nicht zu Hause bin und ich woanders lade, dann verbrauche ich den Strom zu Hause ja nicht, also landet der Strom im Netz. Er wird dann von jemand anderem verbraucht. Und ich verbrauche den Strom von wem anders der gerade nicht zu Hause ist. In Summe ist es halt wichtig, dass der Strom eingespeist wird.

Die Rechnung zahlt nicht Oma, die ist schon tot, sondern unsere Kinder. Und deswegen gehen sie zu Recht auf die Straße.

Farnsworth

1+, Danke vielmals für diese sehr gute, umfassende Antwort.

Verschwörungstheorie 1.0
erst recherchieren – dann kommentieren

Wer schreit, hat meistens unrecht. Mal in Oslo zur Rushhour spazieren gegangen? Da ist jedes 2-3. Auto elektrisch. Warum ist das hier nicht so? Weil zu viele ahnungslose „geht nicht, geht nicht“ schreien. Das Lithium, die Netze, der Stau und andere ausgedachte Probleme.

Ich habe mir das Video jetzt tatsächlich mal angeguckt und ausführlich kommentiert.
Hans Werner Sinn ist Ökonom. Das heißt, er betrachtet alles immer nur aus der wirtschaftlichen Sicht. Er ist kein Klimawissenschaftler und auch kein Energiewissenschaftler.

6:20 hier zweifelt er die Arbeit der renommierten Klimawissenschaftler an. Das Klimabudget wäre für ihn nicht nachvollziehbar. Er stellt also das in der Wissenschaft als Konsens geltende Klimamodell in Frage. Das ist ja schon eine tolle Grundlage für die Diskussion. 
12:20 hier zweifelt er die offiziellen Zahlen der Bundesbehörden an und rechnet noch einen Industriestrom in unbekannter Höhe hinzu.
14:00 hier berücksichtigt er das Einsparpotential nicht. Wenn ein Auto 6l Diesel braucht, dann sind das ca. 60kWh ein E-Auto, braucht nur 20kWh. Also wird der zu ersetzende Anteil der Energie des Verkehrssektors um Faktor 3 kleiner. Man muss nicht alles ersetzen. Ebenso im Wäremesektor. 10.000kWh Heizenergie durch Erdgas werden zu 2.500kWh Strom durch die Erdwärmepumpe, vielleicht auch nur um Faktor 3. Ist vielleicht einfacher zu betrachten. Sagen wir also dass aus 725 TWh Mineralöl im Verkehrssektor 241 TWh elektrisch werden können. Die 390 TWh aus den Haushalten, die mit Gasen und Öl hauptsächlich wohl in Wärme umgewandelt werden, könnten elektrisch also auch auf ca. 130 TWh schrumpfen. Wenn man diese Überlegung weglässt, klingt es aber deutlich dramatischer. Weiterhin wirft er mit rechtspopulistischen Begriffen der Dunkelflaute und Zappelstrom um sich um erneuerbare Energien zu diskreditieren.
20:25 Er benutzt Daten von 2014, wo der EE Anteil gerade mal 4,1% betrug. Mit zwei Klicks auf Agora-Energiewende hätte man mit aktuellen Daten rechnen können, statt seine Daten von 2014 hochzurechnen. Aber anscheinend, kommt da nicht das richtige Ergebnis raus. Ja, zugegeben es gibt aktuell Zeiten, mit wenig Strom. Aber es gibt nie Zeiten in denen kein Ökostrom vorhanden ist.
21:25 Er behauptet, dass man die Konventionellen Kraftwerke in vollem Umfang beibehalten müsste um die Dunkelflauten abzudecken. Dunkelflauten, die es so nie gegeben hat. Es ist immer Sonnen oder Windstrom im Netz gewesen. 2 Wochen keine Sonne UND keinen Wind gibt es nicht. Und wenn doch, kann man ja ebenfalls dezentral Mikro-BHKWs installieren, die dann ausnahmsweise doch fossile Energien benutzen oder Biomethan. Kohlekraftwerke können zu Lavasteinspeichern umgebaut werden. 
22:14 Die Zahl 11 TWh notwendige Speicherkapazität fällt einfach so vom Himmel. Alleine 43 Mio E-Autos hätten mit 50kWh Akku 2TWh Speicherkapazität. Es wird behauptet, dass es technisch unmöglich ist. Sektorenkopplung wird ausgeblendet. Auch die Tatsache, dass im Winter mehr Wind weht, als im Sommer. 
33:00 Er erwähnt, dass wir sogar einen negativen Strompreis hatten. Was ist daran schlecht? Wenn ich dafür Geld bekommen könnte, dass ich Energie speichere, dann ist das doch genau was wir brauchen. Das macht Speicher zu einem lukrativem Geschäftsmodell. Strom kaufen, wenn ich dafür sogar noch Geld bekomme und ihn verkaufen, wenn er gebraucht wird.
33:37 Batteriespeicher werden einfach als unmachbar abgetan. Hat man als Zuhörer einfach zu akzeptieren. Dabei ist es für die Kurzzeitspeicherung das Mittel der Wahl und wird das Stromnetz auch stabilisieren. Als Langzeitspeichert müssen andere Speicher ran (H2, Lavastein,…) 
36:00 Er spricht tatsächlich die Probleme von H2 und E-Fuels korrekt an. Unterschlägt aber, dass bei einem H2-Speicher im Haus aber die Abwärme genutzt werden könnte, z.B. zum Warmwasser erwärmen und im Winter zum Heizen (Sektorenkopplung) das wird aber gar nicht betrachtet.
37:33 E-Autos sind erzwungen. Haha, der beste Witz der eher mäßig witzigen Show. Ich weiß noch, wie der Verkäufer mir die Pistole auf die Brust setzen musste, damit ich mir dieses blöde E-Auto kaufe. Und was habe ich davon? Das beste Auto überhaupt. Mag sein, dass die schlafenden Konzerne endlich mal in die Richtung getreten werden mussten, sonst hätte sie Elon und die Chinesen und Koreaner irgendwann wirklich obsolet gemacht. Aber uns Kunden zwingt ja niemand zum Kauf. Trotzdem wird der Anteil an den Neuzulassungen immer größer. Wahrscheinlich, weil die auch alle mit Pistolen gezwungen werden. Zum Glück hat nur jeder zehnte Verkäufer eine, sonst wäre der Anteil schon bei 100% 😀
38:43 Welches Auto fährt heute schon mit 2,2l Diesel Equivalent? Fast jedes E-Auto?
40:28 Er behauptet 70% der Akkus kämen aus China und wären mit dreckigem Kohlestrom gefertigt (China hat auch schon 20% EE) Bei den Darstellungen geht er auch vom jetzigen Strommix aus. Dass bis 2030 der Strommix deutlich sauberer ist und das auch für heute hergestellte Fahrzeuge gilt, wird unterschlagen.
41:20 2018 Einbruch der Verkaufszahlen deutscher Hersteller. Nur Schuld der härteren Vorgaben aus der EU. Hmm, weswegen wurden die nochmal verschärft? Da war doch was? Wer hat da nochmal mit den Abgaswerten rumgetrickst und sich das selbst eingebrockt? Ich komme gerade nicht drauf.
46:11 „119.000km Das ist die Schätzung der Lebensdauer einer Batterie“ Ja, eine Schätzung, hat mit der Realität aber nichts zu tun.
Oder 150.000km von ihm selbst unterstellt. Es gibt einen Teslafahrer, der nach 480.000km eine Kapazität von 86% meldet. Ist ja quasi unbrauchbar. Jemand hat aus den Daten extrahiert, dass die Teslabatterien nach 800.000km bei 80% sind. Gut, dass nach Herrn Sinn ein Auto nur 180.000km genutzt wird.  
47:48 Er berücksichtigt in den Diagrammen nicht, dass sich der Energiemix im Laufe der Jahre verbessert. Eine deutlich abflachende Kurve beim Co2-Ausstoß wäre also realistischer. Und auch die Tatsache, dass EE ja abgeregelt wird und man E-Fahrzeuge aus dem Überschuss laden könnte, der sonst abgeregelt werden müsste. Vorher noch kritisiert. Egal, was interessiert mich mein Geschwätz von vor ein paar Minuten.
49:47 Falschbehauptung über die CO2 Rucksack-Studie. Die letzte Aussage betrifft ja nur das was in Zukunft möglich ist. Sagt aber nichts über die revidierten Werte der Autoren der Schwedenstudie aus. Eine Studie aus Eindhoven aus 2020 kommt zu dem Schluß, dass ein Tesla Model 3 nach 30.000km einen Besseren CO2 Ausstoß hat, als ein C220d.
50:30 Ja, da ist endlich mal eine Aussage, der ich zustimmen kann. Bestimmung der Marktregularien über den CO2 Preis. 180 Euro je Tonne, auch für Importprodukte und fertig ist die Laube. Einen Verbrenner würde ich dann trotzdem nicht mehr kaufen.
52:07: Jetzt kommt es, weil andere sich daneben benehmen, soll ich es auch tun? Die eifern uns doch nur nach, was wir ihnen Jahrelang vorgelebt haben. Da isser wieder der Bummerang
52:35 Der Papierkorb ist unsere Atmosphäre.
53:14 Alter Kinderreim „Ching Chang Chong, Chinesen sind nicht dumm“ Die stellen ihren Markt doch auch gerade um. Und wenn China morgen sagt: „Du verkaufst hier keinen Verbrenner mehr!“ Dann kannst Du noch so laut heulen, dann verkaufst Du da nichts mehr.
53:31 Die Ölscheichs können immer noch genug an die Chemieindustrie verkaufen. Aus Öl kann man nämlich ganz wunderbare Sachen machen, statt es sinnlos zu verbrennen.
55:20 Bei einem Co2 Zoll würde das dazu führen, dass deren Waren bei uns unverkäuflich würden, wenn die das nicht Co2 arm produzieren würden. 
58:15 Das würde aber auch bedeuten, dass die Länder die Möglichkeiten haben müssten dieses Öl in der Menge zu verbrauchen, wie wir es gerade tun. Nur, weil das Öl auf dem Weltmarkt billiger ist, sagen die Leute ja nicht: „Cool, ich fahre jetzt Schlangenlinien irgendwohin!“ oder „Cool, ich fahre jetzt einfach so 1.000km mehr im Monat“. Sie müssten also neue Autos mit Verbrennungsmotoren auf den Markt werfen. Aber genau das wollen viele Länder ja gar nicht tun. Auch China und Indien haben Bestrebungen hin zu Elektromobilität. Vielleicht wäre es also doch besser für die Umwelt alte Verbrenner zu verschrotten und anderen Ländern gar nicht erst die Chance zu geben einen neuen alten Ölverbraucher zu importieren. Oder auf BEV umrüsten.
59:00 Dass in China ungefähr so viele BEV wie in Europa neu zugelassen werden wird hier auch mit keinem Wort erwähnt. 
59:35 Doppelzüngigkeit: Das nicht verbrauchte Öl in Europa würde woanders verbraucht, während die neuen E-Autos ja alle zusätzlich Strom brauchen der zu „großen Teilen“ (eigentlich kleinen Teilen) immer noch aus fossiler Energie kommt. Das heißt im Umkehrschluß, dass wenn wir keine E-Autos bauen würden, sondern einfach weiter Verbrenner, dass die neuen Verbrenner alle kein zusätzliches Öl verbrauchen würden? Das ist doch kein Argument. Jeder Verbrenner braucht Öl. Wenn wir mehr Verbrenner bauen, wird mehr Öl gebraucht. Denn ich sammele ja meine Autos nicht alle in einem schönen Setzkasten, sondern verkaufe mein Auto an jemanden weiter, der es noch ein paar Jahre fährt, der verkauft es wieder weiter und irgendwann landet es in Afrika, wo es dann immer noch lange rumfährt. Und jeder neue Verbrenner braucht ca. 50-60kWh aus Öl. Jedes neue E-Auto braucht aber nur 15-20kWh Strom aus egal welcher Quelle. Und diese Quelle kann grün sein.
59:48 Nein, was logisch folgt ist: Jedes neue Auto egal welchen Antriebs erhöht den CO2 Ausstoß. Das E-Auto erhöht den Ausstoß nur weniger. Einzig logische Schlußfolgerung für die Reduktion des CO2-Ausstoßes: Autos, die momentan nach Afrika verschifft werden, sollten gegen eine Zahlung einer Prämie von 500€ dem Recycling zugeführt werden. Damit ist gewährleistet, dass der dieser Ölverbraucher dem Weltmarkt entzogen wird.
1:03:00 Oder die Ölscheichs investieren ihre Gewinne selbst in grüne Technologien. 
1:03:30 Das Buch ist von 2008 und die Fördermengen wurden nicht drastisch gesteigert, obwohl inzwischen alles noch viel grüner geworden ist. Und die Situation für die Ölbranche offensichtlich ja noch bedrohlicher. Denn im Vergleich zu 2008 kann man heute eine erhebliche Anzahl an E-Autos auch wirklich bestellen. Und der verkaufte Anteil an E-Autos verdoppelt sich aktuell jährlich.
1:05:33 Er spricht immer von einer Vernichtung der deutschen Automobilindustrie. Das ist völliger Nonsens. Wir bauen immer mehr E-Autos, weil die Nachfrage da ist. Weil immer mehr Modelle immer mehr den Bedürfnissen der Kunden entsprechen. Weil die Leute (bis auf ein paar Ewiggestrige) eine neue Technologie wollen. Weil unsere Automobilindustrie Angst hat von einem Startup, dass verspottet wurde, weil es ein paar Notebookakkus in ein Auto getüddelt hat und doch keine ernsthafte Bedrohung wäre. Als Tesla die Gigafactory 1 gebaut hat, dachte ich mir: So langsam solltet Ihr die ernst nehmen. Wie wollt Ihr sonst aufholen, wenn es keinen größeren Batterieproduzenten als Tesla gibt? Die Sicht des Hans Werner Sinns ist völlig verdreht. Nicht die Politik hat unsere Automobilindustrie dazu bewegt E-Autos zu bauen. Nein, zum Ersten die Angst von Tesla lächerlich gemacht zu werden und zum Zweiten die durch Dieselgate selbst verschuldete Vertrauenskrise. Würde VW weiterhin nur Diesel verkaufen würden die Verkaufszahlen noch schlechter aussehen. Der globale Automarkt ist(wahrscheinlich größtenteils Corona-bedingt) um 14% geschrumpft, während trotz Krise der globale BEV Markt um 43% zugelegt hat. In Europa durch die Förderung sogar um 137%.
1:06:21 Welchen Einfluss habe ich denn als Autokäufer, wenn nicht die Wahl eines BEV, welches ich zu Hause an meiner PV aufladen kann? Keine. Also: Was soll ich machen? Weiter Verbrenner fahren, weil egal was ich tue, es hat ja keinen Sinn? Nein, ich tue das was ich tun kann. Ich fahre endlich BEV (mit einem deutlich besseren Fahrverhalten) und mir ist der Sprit und der Ölpreis egal. Ich bin nicht mehr drin in diesem Kreislauf. Mein mobiler Supermarkt liefert übrigens auch mit kleinen E-LKWs aus. Amazon hat auch eine riesige Flotte E-Sprinter im Ruhrpott installiert. Die Post den E-Scooter. 
1:09:42 Ja, richtig. Der der das Öl verbraucht, dem wird das zugerechnet. Das ist die gängige Praxis. Da ist mal wieder eine Doppelzüngigkeit im Spiel. Wenn unsere ehrenwerte Industrie das Öl verbraucht ist es total unfair, dass das CO2 nicht den Endkunden angerechnet wird. Gleichzeitig wird sich über das böse China aufgeregt, was ja so dreckig ist. Aber für wen produzieren die denn den ganzen Kram am Ende? Was denn jetzt: Hü oder Hott? Wie schlecht würde unsere Klimabilanz aussehen, wenn die CO2 Emissionen auf die Endverbaucher umgelegt würden? An sich ist das sogar die sinnvollste Idee weltweit. Der, der mit viel CO2 produziert wird teuer und der der CO2 vermeidet wird günstig.
1:10:42 Na das ist ja eine steile These. Wegen der grünen wurde jetzt besonders viel Braunkohle abgebaut. Und wer ist daran Schuld? Die Grünen oder die Verursacher von dem Umweltschaden? Und recherchiert man kurz dann sieht man dass die Fördermenge von 1970 mit 369Mt bis zum Jahr 2018 mit 169,3Mt kontinuierlich abgenommen hat. Aber solche Fakten würden ja nicht in den Vortrag passen und gegen die These des grünen Paradoxons und deswegen lässt man solche Grafiken dann auch mal lieber weg.
1:11:27 Ja klar, Atomkraft. Rein in die Strahlende Zukunft. Laut eines Welt Artikels vom letzten Jahr reichen die statischen Reserven noch für 20 Jahre. Danach sind die Vorräte aufgebraucht. Die dynamischen Reserven würden beim aktuellen Verbrauch noch 200 Jahre reichen. Kernkraft liefert gerade 3% des weltweiten Primärenergiebedarfs. Nehmen wir mal an, durch die elektrifizierung der anderen Sektoren senken wir den gesamten Energiebedarf auf 50% dann würde mit 100% Kernkraft der Vorrat an Uran noch 16 Jahre reichen. Klingt voll nachhaltig.Schnell noch ein paar Science Fiction Kraftwerke in die Präsentation, die heute noch gar nicht funktionieren(Thorium, Dual Liquid, Fusion), klingt aber toll. Auch wenn sie bisher nur auf dem Papier existieren. Vielleicht sind wir ja irgendwann mal in ferner Zukunft in der Lage die zu bauen. Die Lagerkosten des Abfalls, die Unfallkosten, die ganze Landstriche verwüsten können, kann alles die Allgemeinheit tragen. Aber bloß nicht Mr. Burns
1:12:17 Sequestrierung von CO2. Wo kommt die Energie dafür her. Aus den Science Fiction Kraftwerken wohl nicht. Die gibt es ja nicht. Also aus Kohlekraft? Klingt irgendwie sinnlos. Aus dem beanstandeten Zappelstrom?
1:14:00 Emissionshandel ist der einzig sinnvolle Beitrag aus dieser Präsentation. Reicht aber als einzige Maßnahme nicht.
1:16:10 Ich kann nur mit gutem Beispiel voran gehen. Was anderes bleibt mir ja gar nicht übrig, wenn ich keinen Einfluss auf sie habe. Ich kehre das Beispiel um und sage: „Wenn der da klaut, wäre ich ja blöd, wenn ich nicht klaue!“ Ja, so kommen wir voran … Heute stehen wir vor dem Abgrund, morgen sind wir einen Schritt weiter. 
Indien hat einen wesentlich niedrigeren CO2 Abdruck pro Kopf als wir. Die Inder sind recht pfiffig und werden auch massiv ihre Lage nutzen und in Solarfarmen inverstieren. Auch China wird die Notwendigkeit des Handelns erkennen und gegebenenfalls massiv nachsteuern. Bleibt nur noch Nordamerika mit ihrem gigantischen Co2 Footprint. Unter Biden habe ich Hoffnung, dass was passiert. Das war unter Trump anders.

Das Resümee dieser Zeitverschwendung ist: Alles sinnlos, weil andere Länder nicht mitziehen werden (Behauptung ohne Beweis) Die einzige präsentierte Lösung ist Kernkraft..Folge: Weiter wie bisher in unseren Untergang? Klingt nicht nach meiner präferierten Lösung. Naja, wer absichtlich falsch rechnet und unbequeme Daten weglässt, damit das gewünschte Ergebnis besser aussieht, was soll man von so einem erwarten? 

Farnsworth

Zum Videobeitrag von H.W. Sinn:
Ein Volkswirt, der nicht rechnen kann (oder nicht will?)!
Abgesehen vom trotzig/infantilen Kleinreden & Runtermachen erneuerbarer Energien macht er mit der Behauptung, dass der Ersatz von fossilen Energieträgern (=100% Primärenergie) auf erneuerbare „Stromwirtschaft“ mit einem 1:1-Verhältnis an Primärenergie erfolgen müsste, einen schweren Laienfehler (ab da hab ich abgeschaltet, falls er sich danach korrigiert, bitte ich um Entschuldigung).

Er lässt die grottenschlechten Wirkungsgrade z.B. für fossile Mobilität (<20 %) völlig außer Acht und vergisst auch auf die positive Bilanzauswirkung von Wärmepumpen (COP/JAZ).

Klasse Zitat: Mit dem Satz „Ein moderner Diesel ist klimafreundlicher als ein Elektrofahrzeug, das mit Kohlestrom geladen wird„, zitiert die „Passauer Neue Presse“ BMW-Chef Oliver Zipse. 
Ich wußte gar nicht, dass BMW-Zispe keine Regelungen für (geförderte) Ladeinfrastruktur kennt. Dort ist die Verwendung von Ökostrom vorgeschrieben. Also ein Auto mit Kohlestrom zu laden ist in etwa so real, wie mit dem umweltfreundlichen fliegenden Teppich seine Dienstreisen anzutreten. Die brauchen nicht mal Akku´s mit all ihren Problemen.
Bilder und Video´s von Fliegenden Teppichen gibt massig, Belege für „Hier laden sie mit deutschem Kohlestrom“ kenne ich nicht.
Mal ganz abgesehen von dem Unsinn, e-fuels gäbe es aus „überflüssigem Ökostrom“ – ja nee, is klar. Sorry – macht doch wieder Sinn, dann müßte man die E-Autos verbieten, die den „Ökostrom“ nicht laden können und dann hätte man „überflüssigen“ Strom. Oder doch nicht ?

Selbst wenn es so wäre, warum sollte ich einen Verbrennungsmotor kaufen?

Der verpestet lokal die Luft, macht Lärm und auch sonst von den Emissionen absolut nichts besser.

Grundsätzlich sollte sich aber natürlich jeder Autofahrer im klaren darüber sein, dass er auch mit einem eAuto Teil des Problems ist, und nicht Teil der Lösung

Die Zukunft liegt in Ressourcen schonenden Verkehrsmitteln, also Fahrrad, ÖPNV und nur wo nötig das individuelle Auto, möglichst im carsharing

Absolut, der Platzverbrauch bleibt, der Lärm ist ab 50 km/h auch der gleiche und die Herstellung eines 2 Tonnen schweren Geräts geht auch nicht ohne Zerstörung vonstatten. Einen Heiligenschein hat also kein Autofahrer, selbst wenn das Ding mit Vakuumenergie oder Einhörnern angetrieben wird 😉

Nicht falsch verstehen. Ich will das E-Auto nicht glorifizieren, nur zum Nachdenken anregen 😉

Wenn ich mit 4 Leuten 100km weit fahren möchte, dann benötigt mein E-Up 10kWh/100km bei 100km/h. Würde ich mit dem Fahrrad fahren wollen, würde ich dafür bei 20km/h 5 Stunden benötigen. Fahrradfahren mit 20km/h benötigt ca. 480kcal/h. Bei 5 Stunden also 2400kcal… pro Person. Insgesamt also 9.600kcal. Das entspricht 11,157kWh.

Die PV-Fläche, die für die Energie, die ein E-Up bei durchschnittlich 14.000km im Jahr bei einem Jahresdurchschnittsverbrauch von 14kWh/100km benötigt ist ca. 9qm. Wie groß die Anbaufläche für die Zusatzkalorien für 14.000km im Jahr sind, darf jeder selbst berechnen. Nur so viel ein Veganer benötigt 732m² Anbaufläche für seinen „normalen“ Jahresenergiebedarf ohne die 14.000km. Ein Carnivor 2.353m².

Schon klar, dass ein E-Auto mehr Ressourcen benötigt als ein Fahrrad. Nur das Thema Platzverbrauch für die Energiegewinnung ist gar nicht so eindeutig. Das liegt an der schlechten Effizienz der Energiegewinnung der Pflanzen und der schlechten Effizienz des Körpers.

Nichts für ungut. Fahrradfahren ist einfach natürlicher.

Farnsworth

eFuels? Ich habe einen Vortrag einer Firma, die eFuels herstellt, beim ADAC auf adac.de gesehen. Der Vortragende sprach davon, dass man zuversichtlich sei, den Output steigern zu können. Ich habe das mal nachgerechnet: Was er glaubte, erreichen zu können, hätte 700.000 solcher riesigen Fabriken in Deutschland benötigt, wenn man alles Öl durch eFuels ersetzen wollte. Also etwa pro 110 Einwohner eine solche Fabrik. Allein die CO2-Emissionen für den Beton zum Bau der Fabriken und der Landschaftsverbrauch… eFuels machen vor allem dann Sinn, wenn man sich das Konzept 1 Minute durchdenkt. Ab 2 Minuten Denkzeit kommt man vermutlich zum Ergebnis, dass es nicht so sinnvoll ist. Wo eFuels tatsächlich Sinn machen könnten: als Lagermittel für Überschussstrom. Wasserstoff ist zwar billiger, aber ich weiß nicht, ob es bei langen Lieferwegen z. B. aus Afrika nicht zu viel Verlust und Risiken gibt.

Last edited 1 Monat zuvor by Jan

Es ist schon interessant zu sehen, wie viele von den letzten Meldungen sich über H2, E-Fuels und andere alternative Kraftstoffe beschäftigen. Generell habe ich nichts gegen Technologieoffenheit, aber Offenheit bedeutet auch, dass man erkennt, dass manche Anwendungen einfach keinen Sinn in den jeweiligen Bereichen machen. So z.B. beim PKW-Verkehr die E-Fuels und das H2 anpreisen. Ich bin auch fest davon überzeugt, dass man im LKW- und Bus-Bereich nur noch auf die Batterie setzen sollte, höchstens im Ausnahmefall brauch man H2, aber bestimmt kein E-Fuel.
Ein anderer Artikel beschäftigte sich mit der Bahn und alternative Antriebe. Warum? Weil es keine Oberleitung mal geben könnte? Dann soll man welche bauen oder wo liegt das Problem? Und ansonsten hier auch wieder eine Batterie.

Überschussstrom soll natürlich irgendwie gespeichert werden, aber eher für Anwendungen:

  • Abfangen von Lastspitzen im Stromnetz
  • Stationäre Anwendungen, z.B. Industrie
  • Umwandlungen zu Kraftstoffen für Schifffahrt und Flugverkehr, da ich hier noch keine wirklichen Alternativen sehe

Rein aus der Physik heraus, dass man mehr Energie für H2 und E-Fuels benötigt, macht die letzte Aussage ziemlich unglaubwürdig. Und da sehe ich hier den Kern des Gedankens: Lobbyismus. Vor allem, da die Autoren der Studie den Verbrennungsmotoren und deren Industrie nahe stehen. Ich bekomme hier das Gefühl (aufgrund der vielen Artikel hierzu in letzter Zeit), dass manche ihre Felle wegschwimmen sehen. Und gerade bei der Energiewende zu regenerativen Quellen mit Windkraft und Solar mit der Kombi des nachhaltigen Lebens (steigende E-Mobilität, steigender Verzehr von rein pflanzlichen Produkten, Sanierung von Wohnungen und Häusern etc.) wird die Versorgung immer dezentraler ausfallen. Das erschwert natürlich dann die Lobbyarbeit bei mehreren und neuen Akteuren.

Es gibt eine Alternative für Flugzeuge und Schiffe. Mehr lokale Fertigung, weniger Fliegen. Könnte man beides auf ein Viertel eindampfen, braucht man auch weniger von den E-Fuels. Schiffe könnten auch Windkraft zur Unterstützung nehmen (Computergesteuerte Segel oder Skysail)

Farnsworth

Schön, wenn manche Leute heute noch meinen, dass die globale Produktion von WAREN, zu denen natürlich auch oder besonders die Strom- , Transport – darunter auch die Autoindustrie so abhängig ist, wie ein Säugling von der Muttermilch von eigenen MEINUNGEN oder Mutmaßungen abhängig ist. Man schwurbelt und schwurbelt, rechnet und rechnet und herua kommt in so manchen Fällen nichts oder das blanke Gegenteil. Hier geht es um Agrarprodukte und die so genannte Landwirtschaft und Agarindustrie knickt weg, sobald die DIESELSCHIFFE nicht plangemäß fahren. Kein Wort von einem Ausstieg aus der VERBRENNERTECHNOLOGIE. In Gegenteil. Dieser Ausstieg ist das AUS für E-MOBILITY. Das absolute Gros vieler Komponeten stammt aus Asien und steht nur ein einziger Hafen, so steht bei uns die Produktion. In diesem Beispiel genügen Viren und deren Varianten, um ganze Länder, ja Kontinenten ins Schleudern zu bringen, denn wer nichts hat, der kann auch seine Wirtschaft und Märkte nicht bedienen. Nun rechnen Sie weiter und weiter. Ihr Problem dabei ist, dass Ihr Wirt anders rechnet, als Sie. Es muss ja nicht gleiche ein Pandemie sein. In China, aber auch in anderen Staaten rechnet die Politik völlig anders. Sie lenkt das globale Marktgeschehen nämlich anders. Sie gehen in eine Wirtschaft und bestellen ein Wiener Schnitzel und IOhr wirt sagt, wie haben kein Kalbfleisch. Sie bestellen ein US-BEV und Japan oder Korea hat kein passenenden Microchips. 1 Chargoschiff steckt fest und dann stehen bei uns oder wo anders Fabriken. Ja dieser Lobbyismus, der speilt schon bei uns eine Rolle, aber welche Rolle spielt er auf globalen Märkten? Mit diesen E-Kisten wollen WIR das Weltklima retten und was passiert wo anders? Der Kohlenstoff der hier nicht verbrannt wird, brennt eben wo anders. Und wir, wir Intelligenzbestien haben unsere Schlüsselbrnachen zerstört. Märchenhaft! Altbekannt“ HANS IM GLÜCK! Für ein angeblich nachhaltiges Leben in einem angeblichen Schlaraffenland. Elektrisch natürlich! Mit zugekauftem ATOMSTROM! TOLL!

Wer behauptet, dass die E-Mobilität das Klima alleine rettet? Es ist aber Teil vom ganz großen Kuchen. Und was die E-Mobiltät ausmacht, ist, dass sie dezentral betrieben werden kann (z.B. aus dem Strom von Windparks vor Ort, von den Dächern und großen Flächen durch PV). Und das schafft nun mal die Verbrennertechnologie nicht. Hier sind wir immer abhängig von anderen Staaten.
Und dezentral heißt auch für mich, dass ich regional lebe, d.h. ich kaufe meine Essen, Klamotten etc. hier vor Ort. Und ich bin nicht so naiv, dass ich nicht weiß, dass viele Produkte aus Einzelkomponenten bestehen, die dann doch aus dem Ausland kommen. So etwas wird man kaum verhindern können, da die Rohstoffe weltweit verteilt sind. Wenn aber nur die Herstellung hier vor Ort erfolgt, ist wenigstens dieser Weg gespart wurden.
Und ich würde mir sowieso kein Wiener Schnitzel bestellen, passt nicht so mit einer hauptsächlich veganen (minimal vegetarischen) Lebensweise. Denn der Fleischkonsum ist in Sachen Klima der Killer schlecht hin.

Vor allem bedient sich ihre Argumentation der Organisation der Elektromobilität. Argumente, die gegen die Technik an sich sind, finde ich bei Ihnen nirgends. Die E-Mobilität ist erst in den letzten 10 Jahren groß geworden und hier gibt es noch sehr viel Entwicklungspotential nach oben.

Und dieses Argument mit den Atomstrom:
Erneuerbare Energien stiegen von 2019 auf 2020 von 45,7 auf 49,1%. Konventionelle Stromerzeugung sank um 12,2%. Wir exportierten 18,6TWh mehr als wir importierten. Die Netzlast sank von 2019 bei 490,5TWh auf 474,9TWh.
Bundesnetzagentur – Aktuelle Strommarktdaten
D.h., wir haben mit steigenden Erneuerbaren Energien mehr expotiert als importiert und dabei noch unseren Stromverbrauch bei steigender Anzahl von E-Fahrzeugen reduziert. Zusätzlich müssen Windräder und PV-Anlagen gedrosselt werden (z.B. bei PV 70%-Regelung) um das Netz nicht zu überlasten.
Natürlich war es ein besonderes Jahr mit Corona, aber die Zahlen zeigen schon seit Jahren hauptsächlich in eine Richtung.
Und was den Import angeht, der stammt höchstwahrscheinlich aus Atomstrom aus Frankreich (größter Importeur). Aber das Problem lässt sich auch wieder lösen: DEZENTRAL. Ausbau von Wind- und PV-Anlagen, Speicherung des Überschussstroms und energieeffizientere Lösungen vor Ort. Zusätzlich werden die Importe mehr in Richtung Norwegen verlagert. Stichwort: NordLink. Und dort wird es sicherlich keinen Atomstrom geben.

Hoffnungslos. Sie sehen die Zerstörung von Schlüsselbranchen, ich ihre Rettung. In ein paar Jahren sind Verbrenner weltweit unverkäuflich. Ist total sinnvoll daran festhalten und mit wehenden Fahnen unterzugehen. Dann fahren hier halt nur noch Teslas, Hyundais, BYDs und Geelys durch die Gegend. Ach ne, die kann sich ja keiner mehr leisten, weil wir den Anschluss verpasst haben und die große Schlüsselbranche immer noch ihre Schummeldiesel verkaufen will, die keiner mehr haben will.

Die Welt ist im Wandel IMMER! Das alles so bleibt, wie es ist, ist eine Illusion.

Übrigens: das was sie ansprechen ist genau DIE Herausforderung. Also heulen Sie nicht rum, sondern packen sie mit an!

Farnsworth

Last edited 29 Tage zuvor by Farnsworth

Auf was setzen Sie wenn Ihre E-Komponenten in China sind, Sie diese aber hier bräuchten?

https://www.t-online.de/finanzen/news/unternehmen-verbraucher/id_90303964/schiffsstau-in-china-auf-diese-produkte-muessen-deutsche-monate-warten.html

Fahren Sie dann mit E-Mobilität die es nicht gibt?

Wo und wie speichern Sie Wahnvorstellungen für:

(Zitat:) > “ Überschussstrom soll natürlich irgendwie gespeichert werden, aber eher für Anwendungen:

  • Abfangen von Lastspitzen im Stromnetz
  • Stationäre Anwendungen, z.B. Industrie
  • Umwandlungen zu Kraftstoffen für Schifffahrt und Flugverkehr, da ich hier noch keine wirklichen Alternativen sehe “ < (Zitat Ende)

Frage dazu:
WO ist dieses IRGENDWIE. Kennen Sie „Experten“ die das wissen? Natürlich findet man immer Ausreden, welche zum Beispiel das hier in Abrede stellen: https://youtu.be/_jBnhq8qnc4 . Egal, aber WO ist heute die Realität, die Sie irgendwie, irgendwann haben müssten? Auf den Weltmeeren steht der Fernhandel und haben Sie das denn gewusst? Sie bräuchten Stromspeicher für diesen Zappelstrom, aber wo sind diese denn? Ist die Hauptleistung so genannter Blah-Blah, also ein diffuse Mischung aus Haben wir nicht, haben wir noch nicht, haben wir immer noch nicht, Bekommen wir gar nicht. Aber reden kann man ja mal darüber…. Blah-Blah-Blah…… Was sagen Sie eigentlich zu dieser Tabelle unter 16:16 angesichts des Gesagten? Woher soll denn all dieser Wunderstrom kommen der das E-Mobil-Wunder möglich macht? ……..

Zitat: „….Hochgradig peinlich “

es bleibt spannend

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