„Hylix-B“: Wasserstoff-Lkw als rollendes Labor

Copyright Abbildung(en): Symbolfoto | yvasa / Shutterstock.com

Im Herbst soll der „Hylix-B“ erstmals über die Straßen im Großraum Stuttgart rollen – ein schwerer Lastwagen mit Wasserstoff-Antrieb über eine Brennstoffzelle. Der Prototyp des vollelektrischen Lkw mit 26 Tonnen Gesamtgewicht befindet sich derzeit im Aufbau. „Wir wollen mit diesem Projekt zeigen: Es gibt Komponenten am Markt, aus denen man einen Brennstoffzellen-Lkw bauen kann„, sagt Mit-Initiator Sebastian Wider. „Die Technologie ist vorhanden, sicher und einsatzbereit.

Das Wasserstoff-Tanksystem des Prototyps kommt von Wystrach: Der Systemlieferant verfüge über die Erfahrung mit Wasserstoff-Anwendungen und über die Fertigungstiefe, heißt es in einer Mitteilung. „In enger, partnerschaftlicher Abstimmung haben wir ein passgenaues Tanksystem entworfen und auch knifflige Aspekte wie die Verbindung von Tank und Fahrzeug optimal gelöst„, sagt Wider. Verbaut wurde ein System aus fünf Behältern à 350 Liter. Bei einem Druck von 350 bar bedeutet das eine Kapazität von rund 40 Kilogramm Wasserstoff. „Unser System arbeitet mit neun bar Versorgungsdruck und verfügt über verschiedene Sicherheitselemente und Sensoren„, sagt Robert Stockmann, projektverantwortlicher Konstrukteur bei Wystrach.

Erfahrungsaustausch und Kooperation auf Augenhöhe kennzeichnen das Hylix-B-Projekt. Das gleichsam rollende Labor ist ausgelegt auf eine enge Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Komponenten-Entwicklern und dem Kernteam. Die Leitung liegt beim Team der Hochschule Esslingen um Professor Ralf Wörner. Das Projekt soll Erkenntnisse liefern zu den Themen Praxistauglichkeit, Wirtschaftlichkeit und gesellschaftlicher Akzeptanz. „Hylix-B“ wird gefördert vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg.

Unser Prototyp wird eine Reichweite von rund 400 Kilometern haben und kostengünstiger unterwegs sein als bestehende Zero-Emission-Alternativen„, so Wider. „Durch die intensive Zusammenarbeit kennen wir die Komponenten und Ihr Optimierungspotenzial genau – und natürlich werden wir das für die weitere Entwicklung nutzen.

Quelle: Wystrach – Pressemitteilung vom 10. März 2021

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na das ist doch mal kostengünstig 40kg Wasserstoff für 400km sind also 10 Kg Wasserstoff auf 100 km bei einem in Deutschland subventionerten preis von 9,50 pro kg kostet das beim Lkw also mal günstige 95 Euro auf 100km (ironie off)

Echt süß. Die fangen mit Forschung an, obwohl derartige Fahrzeuge bereits serienmäßig von Hyundai hergestellt werden.

Erstmal kurz die Infos gesammelt.

Verbaut wurde ein System aus fünf Behältern à 350 Liter. Bei einem Druck von 350 bar bedeutet das eine Kapazität von rund 40 Kilogramm Wasserstoff.

Unser Prototyp wird eine Reichweite von rund 400 Kilometern haben …

Da wird bei reinen E-Lkws der Platzbedarf der Batterien bemängelt und was braucht der H2-Lkw?

5 x 350 Liter = 1.750 Liter Inhalt, d.h. mit Tankhüllen gut 2 m³ rund bzw. ca. 2,6 m³ eckiger Platzbedarf.

Lithium-Ionen-Batterien. Sie sind in der Lage, etwa 200 kWh/m3 zu speichern.

(Quelle: verivox.de)

Ein reiner E-Lkw braucht für 400 km Reichweite eine Batterie von etwa 550 kWh.
550 kWh wären demnach 2,75 m³ an Batterievolumen – kaum mehr als die H2-Tanks.

40 kg Wasserstoff x 55 kWh Strom pro kg H2 = 2.200 kWh geteilt durch 4 = 550 kWh pro 100 km.

550 kWh pro 100 km beim H2-Lkw sind etwa das 4-fache an Strom wie ein reiner E-Lkw braucht.

Bleibt noch das Batteriegewicht – 550 kWh x 7,36 (Faktor: Audi e-tron 95-kWh-Batterie) = 4.048 kg.

Das Mehrgewicht der Batterie kann durch ein spezielles E-Lkw-Fahrgestell in Richtung Null gesenkt werden, so wie es mit dem Semi Truck von Tesla kommen soll.

H2-Lkws sind kaum mehr als ein Experiment, das in etwa 5 Jahren in Europa wieder beendet sein dürfte.

ich bin jetzt fertig mit dem Lesen aller Kommentare…
ist Daniel W jetzt für Wasserstoff oder dagegen ?
Ich steig da nimmer durch….

Bin der Meinung dass es aktuell wenig Sinn macht mit H2 Einsatz im LKW/ PKW- Nahverkehr.

Dennoch sollte die Forschung weitergehen. Denn auch BEV wurden weiterentwickelt und haben heutzutage einen Wettbewerbsvorteil erreicht.

es bleibt spannend

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