GM, LG und Li-Cycle optimieren Rohstoffkreislauf von Lithium-Ionen-Akkus

Ultium-Batterie-Recycling-Elektroauto-Akku

Copyright Abbildung(en): General Motors

Ultium Cells LLC, ein Joint Venture zwischen dem US-Autokonzern General Motors und dem koreanischen Batteriehersteller LG Energy Solution, geht eine Zusammenarbeit mit dem Recyclingunternehmen Li-Cycle ein, um bis zu 100 Prozent des Materialschrotts aus der Herstellung von Batteriezellen zu recyceln. Das neue Recyclingverfahren werde es Ultium Cells ermöglichen, Batteriematerialien wie Kobalt, Nickel, Lithium, Graphit, Kupfer, Mangan und Aluminium effizienter zu recyceln, wie General Motors mitteilt. 95 Prozent dieser Materialien können bei der Herstellung neuer Batterien oder für angrenzende Industrien verwendet werden.

Unsere gemeinsamen Anstrengungen mit Ultium Cells werden dazu beitragen, Abfälle aus der Batterieherstellung umzuleiten und eine beträchtliche Menge wertvoller Materialien zurück in die Batterielieferkette zu bringen“, sagt Ajay Kochhar, Präsident, CEO und Mitgründer von Li-Cycle. Die neue Partnerschaft sei ein entscheidender Schritt nach vorn bei der Weiterentwicklung des Ressourcenkreislaufs von Lithium-Ionen-Batterien und eine nachhaltigere Alternative zur Gewinnung von Rohstoffen im Bergbau.

Der hydrometallurgische Prozess, durch den diese Batteriematerialien recycelt werden, stoße 30 Prozent weniger Treibhausgase als herkömmliche Prozesse aus und trage dazu bei, die Umweltauswirkungen zu minimieren. „Die Null-Abfall-Initiative von GM zielt darauf ab, bis 2025 weltweit mehr als 90 Prozent der Produktionsabfälle von Deponien und Verbrennungen abzuleiten“, sagt Ken Morris, Vice President of Electric and Autonomous Vehicles bei General Motors. „Wir werden wir eng mit Ultium Cells und Li-Cycle zusammenarbeiten, um der Industrie zu helfen, Materialien noch besser zu nutzen.

Seit 2013 hat General Motors einer eigenen Aussage zufolge 100 Prozent der von Kunden erhaltenen Akkupakete recycelt oder wiederverwendet, einschließlich aller Packs, die im Rahmen des Garantieservices ersetzt wurden. Ultium-Batterien, die neueste Batterietechnologie von GM, werden modular aufgebaut sein, damit sie sich einfach wiederverwenden oder recyceln lassen.

Wir sind bestrebt, mit weniger Abfall und weniger Energie mehr zu verdienen“, sagt Thomas Gallagher, COO von Ultium Cells LLC. „Die neue Zusammenarbeit ist ein entscheidender Schritt zur Verbesserung der Nachhaltigkeit unserer Komponenten und Herstellungsprozesse.“ Ultium Cells LLC und Li-Cycle wollen noch in diesem Jahr mit dem neuen Verfahren zum Schrottrecycling beginnen.

Ultium Cells ist das Joint Venture zwischen General Motors und LG Energy zur Massenproduktion von Ultium-Batteriezellen. GM und LG Energy Solution investieren 2,3 Milliarden Dollar (gut 1,9 Milliarden Euro) in das Joint Venture, um die Produktion in den USA und damit lokale Arbeitsplätze, Bildung, Karriereausbildung und Infrastruktur zu unterstützen. Der Standort von Ultium Cells in Lordstown, Ohio, entspreche der Größe von 30 Fußballfeldern und soll eine jährliche Produktionskapazität von mehr als 30 Gigawattstunden aufweisen, mit Raum für künftige Erweiterungen.

Quelle: General Motors – Pressemitteilung vom 11.05.2021

Über den Autor

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Ja , das ist eine Ansage wo Freude aufkommt. Dass die beim Ampera schon etwas gelernt und diesbezüglich umgesetzt haben, ist augenscheinlich. Aber das spielt sich in den USA ab.
Auf gehts in der Richtung , gilt an alle ihr Europäer und alle die hier produzieren, nicht nur Renault und VW……

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