Ford Kuga im ersten Halbjahr meistverkaufter Plug-in-Hybrid in Europa

Ford Kuga Plug-in-Hybrid

Copyright Abbildung(en): Ford

Der Ford Kuga Plug-in-Hybrid (PHEV) war gemäß aktueller Daten von JATO Dynamics im ersten Halbjahr 2021 das meistverkaufte Plug-in-Hybrid-Fahrzeug in Europa. Allein in den Monaten April, Mai und Juni verkaufte Ford europaweit fast 16.000 Kuga Plug-in-Hybrid und damit gut ein Drittel mehr als der nächstplatzierte Wettbewerber im Vergleichszeitraum, so der Hersteller in einer aktuellen Mitteilung. Im Juni setzte Ford in Europa 6300 Kuga PHEV ab – das ist nicht nur ein neuer Monats-Verkaufsrekord für diese Kuga-Variante, sondern bedeutet zugleich, dass die Kunden den Plug-in-Hybrid-Antrieb stärker nachgefragt haben als alle anderen Kuga-Motorisierungsversionen zusammengenommen.

Der Kuga Plug-in-Hybrid kann rein elektrisch, und damit lokal emissionsfrei, bis zu 56 Kilometer (WLTP) zurücklegen, er eignet sich daher ideal für Fahrten beispielsweise in städtischen Umweltzonen. Laut anonymisiert erhobenen Daten von Ford haben die Nutzer eines Kuga Plug-in-Hybrid in diesem Jahr bisher 49 Prozent ihrer Kilometerleistung ausschließlich mit extern bezogenem Batteriestrom zurückgelegt – also mit Strom, der aus einer öffentlichen oder aus einer privaten Steckdose floss.

„Wir sind der festen Überzeugung, dass unsere Kunden zunehmend Hybrid-Autos kaufen werden, um von den Vorteilen des elektrischen Fahrens zu profitieren. Unsere aktuellen Daten verdeutlichen, dass der Kuga Plug-in-Hybrid oft im Elektro-Modus bewegt wird. Ford engagiert sich für eine elektrifizierte Zukunft. Die Tatsache, dass der Kuga derzeit das meistverkaufte Plug-in-Hybrid-Fahrzeug Europas ist, zeigt, dass unsere Kunden uns auf dieser Reise begleiten möchten.“ – Roelant de Waard, General Manager, Passenger Vehicles, Ford of Europe

Insgesamt steigt der Absatz von PHEV- und voll-elektrischen Pkw herstellerübergreifend in ganz Europa, da immer mehr Autofahrer feststellen, dass elektrifizierte Fahrzeuge ihre Mobilitätsbedürfnisse bequem und kostengünstig erfüllen, insbesondere durch das Laden zu Hause. PHEV-Modelle machten im zweiten Quartal dieses Jahres 8,4 Prozent aller in Europa verkauften Neuwagen aus, ein Plus von mehr als 255 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Ergebnisse der Datenanalyse von Ford im Überblick

Anonymisierte Daten, die von Ford über die FordPass-App erhoben wurden, um das PHEV-Produkterlebnis zu verstehen und zu optimieren, liefern einige interessante Einblicke:

  • Die Fahrerinnen und Fahrer des Kuga Plug-in-Hybrid nutzen häufig den batterie-elektrischen Modus. Fast die Hälfte (49 Prozent) der in diesem Jahr von europäischen Kunden zurückgelegten Kilometer wurden ausschließlich mit Batteriestrom zurückgelegt, der zuvor an einer öffentlichen oder privaten Ladestation geladen worden war.
  • Bei mehr als zwei Drittel der Fahrten mit dem Kuga Plug-in-Hybrid handelt es sich um Kurzstrecken von 50 Kilometern oder weniger, die problemlos im Elektro-Modus absolviert werden können. Von zusammengerechnet mehr als 633.000 Fahrtagen fanden mehr als 420.000 lokal emissionsfrei statt, also im Elektrobetrieb.
  • Die durchschnittliche tägliche Fahrstrecke betrug 52 Kilometer und lag damit knapp unterhalb der rein batterie-elektrischen Reichweite des Fahrzeugs von 56 Kilometern (WLTP).
  • Auf 100 Fahrtage mit einem Kuga Plug-in-Hybrid kamen 89 Ladevorgänge.
  • Viele Kunden nutzen das Laden über Nacht und günstigere Nachtstromtarife, um ihre Mobilitätskosten zu senken. Insgesamt fanden 45 Prozent aller Ladevorgänge über Nacht statt, was zeigt, dass sich die Kunden bezüglich ihrer Ladegewohnheiten beim Auto ähnlich verhalten wie beim Aufladen von Smartphones oder Tablets.
  • Bei rund 35 Prozent der Ladevorgänge war das Ladekabel über Nacht im Durchschnitt mehr als 12 Stunden eingesteckt – doppelt so lange wie eigentlich erforderlich wäre, um die Batterie des Kuga PHEV vollständig mit 230-Volt-Haushaltsstrom aufzuladen.

Das Fahren mit Strom kann erhebliche finanzielle Vorteile bringen. Bei einer angenommenen Laufleistung von 15.000 Kilometern im Jahr könnte dies zu einer jährlichen Einsparung von mehr als 800 Euro führen – zugrunde gelegt wurde dabei ein durchschnittlicher Kraftstoffpreis in Deutschland von 1,60 Euro für E95-Superbenzin (Juli 2021).

Kuga PHEV steht auf der BAFA-Liste der förderfähigen Elektrofahrzeuge

Der Kuga Plug-in-Hybrid verbindet den Reichweitenvorteil und die Flexibilität eines konventionellen Benziners mit der hohen Energie-Effizienz und der Laufkultur eines batteriebetriebenen Elektromotors. Das Plug-in-Hybrid-System des Kuga setzt sich zusammen aus einem 2,5 Liter großen Vierzylinder-Benziner, der nach dem Atkinson-Zyklus arbeitet, einem Elektromotor sowie einer Lithium-Ionen-Hochvolt-Batterie mit einer Kapazität von 14,4 Kilowattstunden (kWh). Gemeinsam entwickelt dieses Antriebssystem eine Leistung von 165 kW (225 PS), die über ein stufenloses CVT-Automatikgetriebe auf die Straße gebracht wird. Der Benziner leistet dabei 112 kW (152 PS) und der E-Antrieb 97 kW (131 PS). Der Kuga PHEV steht auf der BAFA-Liste der förderfähigen Elektrofahrzeuge und qualifiziert sich damit für den Umweltbonus.

Quelle: Ford – Pressemitteilung vom 05.08.2021

Über den Autor

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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wir haben hier an die 1800 Type2 Ladepunkte in Wien, ich sehe massenweise Ford Kuga auf der Straße, aber noch NIE einen an einer Ladesäule gesehen – hört endlich auf über den Schwachsinn „Hybrid und Plug-In-Hybrid“ zu schreiben, es gibt genug Menschen die unreflektiert lesen!

Vllt. laden die Plug-In Fahrer zuhause, schon mal drüber nachgedacht!!!

Bei einer WLTP Reichweite von 52 Kilometern glaube ich die von Ford veröffentlichten Daten schlichtweg nicht – Es ist an der Zeit diese Daten beim TÜV über die OBD Schnittstelle auslesen zu lassen – Diese Daten würde ich gerne sehen – und nicht den Verbrauch, wenn ein Plugin mit Rückenwind einen Alpenpass herunter rollt.
Wenn mein Bruder mit Ehefrau und drei (kleinen) Kindern mit seinem Plugin (WLTP 56 km) einen Ausflug macht ist nach etwas über 35 km schluß mit elektrisch – komisch – aber Realität 😉

Damit müsstest du dich doch wohlfühlen. Das ist wie bei Tesla, da stimmen Daten und Fakten auch nie.

😉

Ich weis gar nicht, warum hier vor allem Leugner ohne eigenes E- oder Hybridfahrzeug ihr Wissen Preisgeben..

Ich Fahre einen Passat GTE seit 16000 km (bekommen Nov. 2020).

MAX Reichweite elektrisch 62 km, minimal bei 25° minus 36 km.

Verbrauch Benzin mit 4 Fahrten über 600 km im Stück nach allem im Schnitt 2,9l Benzin und 11 Kwh Strom.

Im Alltag ohne Urlaub fahre ich bei tägliche nachgewiesener Ladung zuhause mit 50l Benzin ca. 1900 km weit. (100% regenerativer Strom aus Sonne, Wind und Wasser)

Im Urlaub auf der Insel fahre ich 100% immissionsfrei.

Bei jedem Fahrzeug hängt es vom Fahrer ab, wie viel mann verbraucht. Wie viele Diesel fahren unterhalb Ihres wirtschaftlichen Profils?

Bis jetzt liege ich in den Kosten Kosten für Strom und Benzin unter denen vom Diesel meines vorherigen Kodiaq TDI.

Ich bin ein Fan von der Technlogie!

Kann ich als überzeugter Prius Plug-in-Fahrer voll zustimmen. Wir fahren ihn nun schon vier Jahre (67000 km) mit durchaus auch Langstrecken neben den Kurzstrecken.
2,8 Liter auf 100 km in unserem Fahrmix.
In der Regel benzinert er nur etwa einmal im Monat so richtig, dann auf ordentlicher Langstrecke (aus Deutsch-Südwest an die Ostsee, nach Österreich, in die Slowakei, nach Norditalien u. dgl.).

Wir fahren mit dem Prius PHV Anfang September aus Rhein-Neckar-Kreis wieder an die Ostsee.
Die Fernstrecken somit natürlich primär auf Benzin. Vor Ort tägliches Fahren komplett elektrisch über die ganze Insel und jeweils abends an die Schuko-Steckdose der FeWo. Klasse.
Auf Landstraßen im Flachland entspannt gefahren kommt der Prius mit 10-12 kWh auf 100 km aus. Nach 50 bis 60 km sind wir ohnehin stets wieder an der FeWo.

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