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Aiways U5: Eigene Erfahrungen, Eindrücke & Gespräch mit Aiways-Expertin

AIWAYS gilt als Anbieter von individuellen Mobilitätslösungen mit Sitz in Shanghai. Und dennoch schafft es das Unternehmen bereits 2020, drei Jahre nach der offiziellen Gründung, seinen ersten Stromer nach Europa zu bringen. Mit dem rein elektrischen Aiways U5 ist das Unternehmen Mitte August des vergangenen Jahres in Deutschland in den Vorverkauf gestartet. Die Auslieferungen sind teilweise bereits gestartet; sollen aber vor allem 2021 Fahrt aufnehmen.

Selbst konnte ich ein paar Tage Platz im Stromer von Aiways nehmen und berichte in dieser Podcast-Folge über meine Erfahrungen, Eindrücke und Fakten rund um den U5. Hierzu habe ich mir Anika Wild, Head of PR Europe bei Aiways, geschnappt, um mir noch mehr über die aufstrebende Marke, das veränderte Modelljahr 2021 des Stromers und künftige Entwicklung erzählen zu lassen. Der Aiways U5 wird für einen ausführlichen Testbericht zurückkehren. Dann hoffentlich auch mit Sonnenschein und ohne Regen und Schnee, um entsprechende Fotos des E-SUV aufbereiten zu können. Daher nachfolgend nur ein kurzer Einblick, eure Fragen in den Kommentaren beantworte ich aber natürlich gerne.

Aiways U5 ein markanter Blickfang im Alltag

Bevor wir uns den inneren Werten des Elektroautos von Aiways widmen, beziehungsweise auf die technischen Daten des Stromers im Detail eingehen, möchte ich ein paar Worte zu dessen Design verlieren. Da dieses alles andere als gewöhnlich ist. Schlagworte wie markant, eingängig und auffällig passen da ganz gut. So ist mir direkt beim ersten Treffen mit dem E-Auto aufgefallen, dass dieser real noch eine Spur größer daherkommt, als es die Fotos vermitteln. Kurz zu den Fakten des Auberginefarbenen U5, mit cremeweißer Innenausstattung. Dieser bringt es auf eine Länge von 4.680 mm, eine Breite von 1.865 mm sowie eine Höhe von 1.700mm. Der Radstand wird vom Hersteller mit 2.800 mm angegeben. Hinsichtlich seines Kofferraumvolumens wartet der Stromer mit 432 Liter sowie einem maximalen Ladevolumen von 1.555 Liter auf.

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Das Exterieur des Stromers wird von Aiways selbst als “harmonisch, dynamisch und selbstbewusst beschrieben”, kann man so definitiv unterschreiben. Es fällt durchaus auf, dass der U5 mit typischer SUV-Linienführung daherkommt. Wobei gerade diese Linien starke Akzente setzen und dementsprechend ausgeprägt sind, ebenfalls versteht sich der Hersteller auf Rundungen und gefühlt ineinander übergehende Flächen. Die Front selbst kommt geschlossen daher und setzt auf ein scharf, konturiertes Design. Was seinerseits zu einem Luftwiderstandswert von 0,29 führt.

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Auffällig sind neben der Front des Fahrzeugs die kurzen Überhänge an der Front und am Heck. Bedingt hierdurch blickt der Stromer auf einen entsprechend langen Radstand, der im Innenraum zu viel Platz für Fahrer und Mitfahrer führt. Bevor wir uns diesem widmen sei noch erwähnt, dass der U5 auf der MAS-Plattform (More Adaptable Structure) aufbaut, welche die Ausrüstung verschiedener Antriebsstränge mit unterschiedlichen Batteriekapazitäten und Allradantrieb ermöglicht. Doch dazu später mehr. 

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Weniger ist mehr im Inneren des Aiways U5

Wie im vorherigen Abschnitt bereits erwähnt trägt der Aufbau des E-Autos dazu bei, dass sich hinter dem kompakten, mittelgroßen Äußeren ein geräumiger Innenraum verbirgt. Auf den ersten Blick wirkt dieser äußerst clean, minimalistisch und somit auf das Wesentliche reduziert. Aiways setzt beim Design auf organische Formen, angenehme Materialien sowie warme Farben, welche ein Wohlgefühl vermitteln sollen.

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Durch die starke Reduktion auf das Wesentliche und den Verzicht auf übermäßig viel Knöpfe, Schalter, usw… fallen vor allem die Anzeigen im Fahrzeug auf. Wie auf den Fotos zu sehen wartet das große Armaturenbrett mit einem klaren, waagerechten Design und modernen Digitalanzeigen auf. Mittig platziert ist der 12,3-Zoll-Bildschirm vorzufinden, welche an ein Tablet erinnert. Dieser kann sowohl von Fahrer- und Beifahrerseite aus bedient werden. Über den Bildschirm lassen sich verschiedene Fahrzeugfunktionen einstellen, als auch den Zugang zum Infotainmentsystem finden. Ebenso kann man über diesen beispielsweise das Rekuperationsverhalten des Aiways U5 in drei Stufen einstellen – entsprechende Taster hierfür fehlen am Lenkrad.

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Zur Bedienung/ Ansprechverhalten des Bildschirms sei gesagt, dass dies doch gefühlt eher träge startet, nachdem man das Fahrzeug gestartet hat. Es dauert einige Zeit bis das System hochfährt. Gestartet wird der Stromer übrigens nur durch den Tritt auf die Bremse. Ein Startknopf muss nicht gedrückt werden. Smartphone (Android/ iOS) können mit dem Aiways U5 ohne Probleme verbunden werden; sinnvoll da dieser unter anderem die Navigation über das Smartphone ermöglicht. Zudem wird das eigene Angebot an Software somit ermöglicht. Denn ebenso wie das Interieur stellt sich Aiways hier noch schmal auf. Auswertungsmöglichkeiten über Energieverbrauch, zurückgewonnene Rekuperations-Energie, usw… sucht man vergeblich. Auch bei Bluetooth-Wiedergabe, welche von Verkehrsmeldungen unterbrochen wird, muss man immer wieder händisch die Wiedergabe starten. Bei einer kurzen Fahrt kein Problem, bei längeren Fahrten durchaus nervig.

Standard- und Premium-Modell verfügen über die gleiche Motor- und Batterieleistung, sowie über das gleiche, großzügige Raumangebot. Unterschiede finden sich beispielsweise in der Innenausstattung, dem Panorama-Sonnendach oder dem Fußsensor zum Öffnen des Kofferraums.

Die Sitze des Aiways U5 sind äußerst bequem, kommen aber ohne Sitzkühlung/ -heizung daher. Auch auf die Lenkradheizung hat man verzichtet. Kleinigkeiten, welche man nicht zwingend braucht, aber aus meiner Sicht zum “Premiumfaktor” eines Fahrzeugs beitragen. Unterschieden wird bei Aiways eben zwischen dem Standard- und Premium-Modell, wobei es hier nur “kleine” Anpassungen gibt. Zudem wurde ein Technic-Modell in Aussicht gestellt, aber noch nicht näher vonseiten des Herstellers kommuniziert und ist Stand 01/2021 nicht im Online-Konfigurator vorzufinden.

Leistungsstarker Elektro-SUV mit überzeugender Reichweite

Aiways setzt mit dem U5, eigener Aussage nach, neue Maßstäbe in Bezug auf Effizienz, Reichweite und Leistung bei seinem E-SUV. Bleiben wir direkt beim Thema Reichweite, hier bringt es der Stromer, nach WLTP-Zyklus auf eine Reichweite von über 384 km (MJ 2020). Welche so im Alltag natürlich nur unter idealen Bedingungen erreicht werden kann. Davon kann ich ein Lied singen, da ich den Stromer selbst von und zurück nach München überführt habe. Immerhin eine Strecke von rund 360 km (ein Weg). Mit rund 356 km Restreichweite bei 93% Akku-Stand wäre es rein theoretisch auch möglich gewesen in einem Zug den Weg zurückzulegen. In der Realität eben nicht.

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Denn trotz gut gefülltem 63 kWh-Akku war Nachladen notwendig; zwei Mal. Gestartet mit der erwähnten 356 km Restreichweite, bei 93 % Akku-Kapazität bin ich nach gut 160 km Fahrt mit um die 86 km Restreichweite, bei 22 % an der ersten Ladestation angekommen. Zuzuschreiben ist dieser Verbrauch sicherlich dem Wetter, als auch der Reisegeschwindigkeit, da ich den Großteil meiner Strecke auf der Autobahn unterwegs war. Dort im Schnitt mit Geschwindigkeiten zwischen 110- 130 km/h. Trägt natürlich seinen Teil dazu bei, dass die Reichweite spürbar mit jedem Kilometer abnimmt. Und dennoch soll der U5 mit seinem neuartigen Batteriekonzept mit Sandwichbauweise möglich sein, eine reale Reichweite von nahezu 300 km bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt zu erreichen.

An der ersten Ladestation (DC-Lader 50 kW) habe ich dann auch maximal eine halbe Stunde Energie geladen, um ein weiteres Stück zurückzulegen. War nicht gerade der schönste Fleck Erde, um den eigenen Stromer mit Energie zu versorgen. Daher hieß es nur Akku ein wenig aufladen, um weitere Kilometer zurückzulegen, um dann an einem HPC-Lader die rein theoretische maximal Ladegeschwindigkeit von 90 kW des Stromers zu nutzen. Angefahren mit 15% Restkapazität war der Akku nach gut 40 Minuten bei über 80% angelangt. Was sich somit mit den Angaben von Aiways deckt: “Die Batterie des U5 kann an einer Gleichstromladestation in nur 27 Minuten von 30 % auf 80 % ihrer Kapazität aufgeladen werden.” Die durchschnittliche Ladegeschwindigkeit soll sich bei um die 70 kW einpendeln; Spitze bei den erwähnten 90 kW.

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“Mit einer Wechselstromladestation (6,6 kW, Typ 2) kann das Fahrzeug in weniger als 8 Stunden über Nacht von 20 % auf 100 % seiner Kapazität aufgeladen werden”, so die Aussage von Aiways. Selbst konnte ich hierzu keine Erfahrung sammeln, da der Stromer bei mir noch einmal unter der Woche am DC-Lader vollgeladen wurde, bevor er wieder zurück nach München überführt wurde. Zum Verbrauch kann aufgrund fehlender Anzeigen keine Aussage getroffen werden; lässt sich aber festhalten, dass Aiways diesen mit 16,6 kWh/100 km angibt.

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Kommen wir zum Antrieb des E-SUV, welcher aus dem Lithium-Ionen-Akku gespeist wird. Hier setzt das Unternehmen auf einen Elektromotor der eine Spitzenleistung von 140 kW und 315 Nm Drehmoment bei maximal 16.000 U/min entwickelt. Eigener Aussage nach liegt die Höchstdrehzahl etwa 25 % über den durchschnittlichen Werten aktueller Elektrofahrzeuge. Dies ermöglicht einen kleineren und leichteren Motor mit einer im Vergleich zu ähnlichen Fahrzeugen in diesem Segment 10 % höheren Leistungsdichte (181 Wh/kg).

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Zudem sei das E-Drive-System mit das kompakteste System, welches derzeit bei einem E-Autohersteller zum Einsatz kommt. Dies ermöglicht es Aiways auch auf lange Sicht das System in Fahrzeugen der Segmente A, B und C unterzubringen. Das Elektroantriebssystem des U5 wird bei Frontantrieb im vorderen Bereich des Fahrzeugs montiert, es gibt aber auch die Möglichkeit, den E-Drive für Heckantrieb oder Allradantrieb zu konfigurieren. Eventuell wartet hier in Zukunft noch eine weitere Version des U5 auf uns!?

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Die Fahrmodi, drei an der Zahl: Eco, Normal und Sport, können über einen Taster am Lenkrad ausgewählt werden und regeln die Ansprache des E-Autos entsprechend. Bei Eco eher gemäßigt, bei Sport spritzig und mit mehr Vortrieb. Im Rahmen meines einwöchigen Tests war ich gut 90% der Zeit im Eco-Modus unterwegs und muss sagen, dass ich mich nicht sonderlich eingeschränkt gefühlt habe.

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Aiways U5: Welcher darf es sein? Das kostet er!

Beim für einen Autohersteller eher ungewöhnlichen Partner, dem Elektrofachmarkt Euronics, startete zum 14. August 2020 der Vorverkauf des chinesischen Elektro-SUV Aiways U5 in Deutschland. Das 150 kW (204 PS) starke und mit einem 63-kWh großen Batteriepaket ausgestatteten Elektroauto ist in zwei Ausstattungsvarianten erhältlich: Standard für 38.990 Euro und Premium für 41.990 Euro. Käufer beider Varianten profitieren von den 9.480 Euro Kaufpreiszuschuss des Bundes. Die eingangs erwähnte Technic-Variante des U5 wurde bisher nicht eingepreist, beziehungsweise näher detailliert.

Wir freuen uns sehr, den U5 auf den europäischen Markt zu bringen. Obwohl die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen steigt, gibt es in Europa gegenwärtig noch immer lediglich eine sehr kleine Auswahl an emissionslosen Mittelklasse-SUVs. Angesichts der Änderungen in der Gesetzgebung und der verbesserten öffentlichen Wahrnehmung ist jetzt der ideale Zeitpunkt, um AIWAYS nach Europa zu bringen und den U5 dort zu etablieren.

Alexander Klose, stellvertretender Vorstandsvorsitzender für das Auslandsgeschäft bei AIWAYS

Ein kleines Fazit nach rund 801 km mit dem Aiways U5

Okay, erwischt. Waren natürlich nicht genau 801 km. So genau habe ich auch gar nicht auf den Tacho-Stand geachtet. Da die meisten Kilometer eh über die Transferfahrten (Autobahn) von und zurück nach München aufgelaufen sind. Und dennoch lässt sich ein kleines Fazit zum E-SUV ziehen. Überzeugt hat mich sein Design, sowohl Exterieur, als auch Interieur sowie die generelle Verarbeitung des Stromers. Auch Reichweite und Antrieb sind mehr als alltagstauglich. Unter guten Wetterbedingungen und “normaler” Fahrweise dürften auch realistisch gut um die 350 km mit einer Akku-Ladung zu erreichen sein.

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Ein wenig schade, gerade im Winter, ist die Tatsache, dass das E-Auto auf Sitz- und Lenkradheizung verzichtet. Lässt sich im Nachgang nicht so einfach nachrüsten. Nachjustieren kann man aber sicherlich ohne großen Aufwand in puncto Software – Startgeschwindigkeit der Anzeigen sowie Menüführung, -umfang und Gestaltung. Punkte, die mit ein wenig mehr Blick nach links und rechts schadet hierbei sicherlich nicht. Dann kann Aiways in einem der nächsten Software-Updates sicher noch mehr punkten. Ein kleines, aber feines Detail wäre beispielsweise die Möglichkeit die beiden “seitlichen Fahrerdisplays”, welche um die Fahreranzeige angeordnet sind, mit selbst ausgewählten Inhalten zu bespielen: Musik, Energieverbrauch, Navi,…

Alles in allem aber ein Elektro-SUV welcher sich sehen lassen kann. Spätestens, wenn wir diesen im Modelljahr 2021 genauer unter die Lupe nehmen können, werde ich auf weitere Details und Entwicklungen am E-SUV eingehen. Zuvor gibt uns nun allerdings Anika Wild, Head of PR Europe bei Aiways, einen tieferen Einblick auf Aiways und deren U5. Viel Spaß mit der Podcast-Folge.

Gerne kannst du mir auch Fragen zur E-Mobilität per Mail zukommen lassen, welche dich im Alltag beschäftigen. Die Antwort darauf könnte auch für andere Hörer des Podcasts von Interesse sein. Wie immer gilt: Über Kritik, Kommentare und Co. freue ich mich natürlich. Also gerne melden, auch für die bereits erwähnten Themenvorschläge. Und über eine positive Bewertung, beim Podcast-Anbieter deiner Wahl, freue ich mich natürlich auch sehr! Danke.

Disclaimer

Der Aiways U5 wurde mir für diesen Testbericht kostenfrei, für den Zeitraum von einer Woche, von Aiways zur Verfügung gestellt. Dies hat jedoch keinen Einfluss auf meine hier geschriebene ehrliche Meinung.

Über den Autor

Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Nimmt man Deine Zahlen beim ersten Tankstopp (160 km, von 93% auf 22% mit 63 kWh Akku), dann kommt man auf 28 kWh/100km Verbrauch. Ganz schön happig. Aber bei der Frontfläche wohl nicht anders zu erwarten. Der cw Wert ist eben nicht alles, es kommt auch cwA an.

Design könnte auch mit der Kettensäge aus einem großen Holzstamm geschnitten worden sein.

Das kantige Design erinnert an Ostblockautos früherer Zeiten – ob Aiways U5 bei uns auch ein “Flop” wird?

Haters gonna hate

Ein cw-Wert von 0,29 ist nicht überragend.

Aber auch nicht schlecht…

Die Premiumausstattung verfügt laut Angaben auf der Homepage des Herstellers über eine Vordersitzheizung.

Sehr ernüchternd. Sitzheizung haben zwar viele Autos aus Asien nicht, da die Versionen für Europa aber eh speziell gebaut werden (CCS) darf man so etwas eigentlich nicht vergessen. Zumal, wenn man das Wort Vollausstattung in seiner Werbung gebraucht. Aber auch Verbrauch und Reichweite sind bei dem großen Wagen mit kleinem Akku überschaubar, was nicht überrascht. Es ist halt ein Auto von der Größe des ID.4 oder Enyaq, die bieten allerdings 77 kWh und kosten dann kaum mehr. Zumal sie hier ein Servicenetz haben und von Image und Wiederverkaufswert deutlich besser da stehen. Der Aiways ist also nichts, aber China kann es besser. Da kommt noch was…

Der U5 2021 hat Sitzheizung!

Die Version des U5 mit Vollausstattung hat Sitzheizung, und über das „Image“ von VW wollen wir mal lieber nicht sprechen.

Das Image von VW muss hervorragend sein. Immerhin liegt der VW-Konzern in Europa weit vor Tesla und anderen bei den BEV-Zulassungen. Zudem ist es weiterhin der weltweit größte und erfolgreichste Automobilkonzern.
Schau dir mal bezüglich die Zahlen in Deutschland, den Niederlanden und Norwegen an.

Was in deinem Schädel passiert ist dein ganz persönliches Problem. Das kannst du gerne als solches äußern aber lass einfach solche Verallgemeinerungen.
Einen u5 mit Vollausstattung gibt es nicht. Wo ist Matrix-LED und Center-airbag und AR-HUD und co2-WP?
Es gibt ein simples Auto mit Basisausstattung für relativ viel Geld, fragwürdigem Servicenetz und gleichmäßig mittelmäßigen technischen Daten. Er ist groß. Das ist alles.

Nachtrag: bezüglich BEV

in deinem Schädel passiert ist dein ganz persönliches Problem” uh triggered?

Aufgrund deiner wenig qualifizierten und beleidigenden Bemerkungen würde ich dir hier raten dich in deinen VW zu setzen und darin dieses Forum zu verlassen

Laut diverser YouTube Videos hat ein id3 im Winter übrigens auch keinen tollen Verbrauch

Ich habe das Gefühl ‘HUD’ ist das neuen ‘Spaltmaße’.

ID4 und Enyaq kosten kaum mehr? Ich glaube da sollten Sie nochmal in den Konfigurator bei VW oder Skoda schauen! Ich sehe hier nur iD4 Modelle mit ähnlicher Ausstattung, die 7000 EUR mehr kosten! Bei Skoda kann man den Enyaq 60 konfigurieren. Dann hat man deutlich schlechtere Fahrleistungen und einen kleineren Akku und zahlt trotzdem >2000 EUR mehr.
Kurzum: Der Aiways bleibt ein Schnäppchen!
Schwächen wären:

  • kein eigenes Navi
  • Service- und Händlernetz
  • Ladeleistung (ist aber bei anderen Herstellern in diesem Segment ähnlich schlecht, siehe Kona oder Niro)

Enyak und iD4 sind sicherlich alternaive Fahrzeuge zum U5, aber die kosten mit vergleichbarer Ausstattung und Software ca. 10.000,00 Euro mehr. Man glaubt dort vermutlich noch immer, man könne sich seinen Namen und sein Händler- und Servicenetz üppig bezahlen lassen. So ist der Chinese Aiways U5 nicht nur vom Preis wahrlich mehr als nur eine exotische Alternative!

Es gibt für den U5 im Übrigen Sitzheizung für die beiden vorderen Sitze!

Eine Anzeige des Energie-Verbrauchs, vom Start und Gesamt, hat das Fahrzeug im kleinen Display links integriert. Verbräuche um 25kwh bei den Witterungsbedingungen, finde ich persönlich o.k.

Auch das 2020er Model hat die Verbrauchsanzeige, linke Walze auf dem Lenkrad drücken und man kann zwischen verschiedenen Modi wählen. Ich habe das MJ 20 Probe gefahren.

Wenn man mal das SchönSchwatzen streicht ist das an BEV-speziellen Eigenschaften nicht viel zu holen.
Ladeleistung unterirdisch, Aussehen wie eine Boxer-Qualzüchtung, Ausstattung lückenhaft, Software weitgehend nicht vorhanden.
Er ist groß und ist irgendwie ganz gemütlich eingerichtet aber das hat nichts mit BEV zu tun.

Es ist – auf Grund der Ladeleistung – ein Stadtwagen für zu hohen Preis. Eben ein Urban Assault Vehicle. Wenn das die Chinesen sind .. dann bleibe ich lieber bei zoe, e-corsa oder ID.3

Liebe Leute – so schlecht, wie Ihr hier alle tut ist die Ladeleistung nun wirklich nicht VW ist auch nur bei 125KWh – das bezeichne ich aber im Gegensatz zu den 250 KWh bei Tesla auch nicht als „unterirdisch“ – man braucht halt ein paar Minuten mehr Zeit – mein BMWi3 läd mit 50kwh – und das ging in den letzten beiden Jahren auch.
Solange er an der heimischen Wallbox über Nacht voll wird ist doch alles I.O.
Und als deutsche sollten wir den Mund in Bezug auf funktionierende Software auch nicht so voll nehmen Herr „ich auch mal“
Ein jeder kehr vor seiner Tür……………

Welche Tür meinst du? – Wor reden hier vom airways u5.
Wenn man an dc 40 Minuten für 220 km Reichweite (unter idealen Verbrauchsbedingungen) benötigt ist völlig inakzeptabel. Neben der nominellen Ladeleistung von 90 kw ist dann wohl noch die Ladekurve jenseits von Gut und Böse. Also reines Stadtauto. Dafür spricht auch deine Mär von ‘über Nacht voll ist alles ok’

Ganz nebenher zum Thema vw/tesla und 125/250 kw. Auch du solltest inzwischen gelernt haben, dass die Ladekurve der entscheidende Faktor ist und nicht irgendwelche Peak-Leistungen für 30 Sekunden unter idealen Bedingungen.

Und auch Du wirst noch lernen müssen, was es bedeutet, wenn man in einen kleinen Akku eine hohe Ladeleistung reinpresst – wir reden dann nach 5 Jahren e-tron HPC Charger noch einmal über den Fachbegriff Degradation;-)

Aus dem Artikel:

[Das kompakte E-Drive-System] ermöglicht es Aiways auch auf lange Sicht das System in Fahrzeugen der Segmente A, B und C unterzubringen.

Die Nennung des A- und B-Segments macht neugierig im Hinblick auf deutlich kleinere Modelle und entsprechend geringen Anschaffungswiderstand …

Last edited 1 Monat zuvor by Wolfbrecht Gösebert

Ich fahre jetzt seit 3 Monaten den U5 und bin Überzeugt von dem Auto. Der U5 besitzt eine Sitzheizung und die funktioniert auch hier ist der Bericht falsch.

Ich habe den Wagen mal zur Probe gefahren.
Er ist groß und zu teuer und nach vorliegenden Daten hat er sehr schlechte Ladedaten und braucht zuviel.
Meine Frau hat gesagt: “Wenn du diese hässliche-aggressive Kiste ins Haus holst ziehe ich aus!”
Ich kann sie verstehen.
Den Rest ihrer Äußerung verschweige ich hier lieber.
Für mein Empfinden hat der Käufer solch eines Wagens keinerlei Sinn für Ästhetik oder muss irgendwas kompensieren.

Wenn ich dann noch sehe, dass man sich eine Auspuff-Klempner-Kette als Service holen will ist für mich der Rest jedweden Verständnisses verloren.

LOL, wozu sind Sie denn überhaupt Probe gefahren, denn alle Kritikpunkte die sie nennen sind in vorhinein schon klar! Oder hat ihn ihre Frau einfach nicht erlaubt sich den Wagen zu kaufen? Versuchen sie zu kompensieren, dass sie einfach die Hose nicht anhaben?

Also ich als Käufer habe keinen Sinn für Ästhetik und muss was kompensieren. Stark was Leute für einen Blödsinn schreiben.
Zum Fahrzeug, Abmessungen wie Audi Q5, Volvo XC40 Mercedes GLB, also zu groß ?
Preis nach Abzug der Förderung 32T, zu teuer ?
Sehr schlechte Laderaten, sehr lange um 80kW, Ladedauer 30 Minuten, das ist schlecht?
Bei den jetzigen Temperaturen und nur Kurzstrecke 25 kWh, ist zu viel?
Service bei ATU nach 100.000km, stimmt die müssen erst noch lernen aber das müssen alle anderen auch.
Ich bin immer wieder erstaunt über die sachlichen Kommentare von Anderen.

Ich habe ihn jetzt seit zwei Woche und bin immer noch begeistert. Im Übrigen habe ich die letzten 20 Jahre VW gefahren.
Dieser hier ist aus der Hand eines Audi Ing. und im inneren findet man sehr viele Ding die man auch im VW, Audi und auch Mercedes findet.
Ja, es gibt sicherlich schönere Autos. Aber hässlich ist er nicht. Mir und auch meiner Frau gefällt er.

Ich finde er ist in vielen Dingen einfach vernünftig gehalten.
Auch die Ladeleistung ist für mich sehr brauchbar.
Zuhause möchte ich PV Überschussstrom laden. dazu muß die Ladung schon früh anfangen.
Er beginnt bei 1,2KW.
Extern würde ich mich auch nicht mit 11KW AC an eine Säule stellen. Das dauert viel zu lange.
Aber es gibt immer mehr Schnelllader. Und ab 50KW DC geht das ganz gut.

Als U5-Fahrerin mit knapp 7000 km auf dem Tacho möchte ich auch mal was “einordnen”. 🙂
1) Das System des Modells 2021 fährt so schnell hoch, dass man nach dem Anschnallen alles zur Verfügung hat.
2) Auswertungsmöglichkeiten zum Verbrauch gibt es auf dem linken Displayfenster. Dazu hättest du die silberne Wippe auf der linken Seite des Lenkrads nutzen können.
3)Unterschiede zwischen dem Standard und dem Premium gibt es reichlich: die induktive Ladeschale, das Klimapanel, die Sitzheizungen für Fahrer und Beifahrer, die Lederausstattung, den automatischen Parkassistenten, das elektrisch bedienbare Panoramadach mit dem Sonnenrollo und den Fußsensor am Kofferraum. (für 3000 Euro!)
4) Die Leistung liegt nicht bei 140 kW wie im Text, sondern bei 150 wie im Podcast.
5) Es fahren derzeit nicht nur 3 Fahrzeuge auf deutschen Straßen, sondern mehr als 150, wie man der Zulassungsstatistik des Bundes aus 2020 leicht hätte entnehmen können. Die sollte man kennen, wenn man so einen vielversprechenden Homepagenamen hat.
6) Und das ist jetzt subjektiv: sowohl Verbrauch als auch Ladegeschwindigkeit sind für den “Ottonormalverbraucher” absolut ausreichend.
Viele Grüße und im Namen der U5-Fahrer würde ich mich freuen, wenn du wenigstens den Text dahingehend überarbeiten würdest.

Ich schließe mich Antje da vollständig an!
Ich kann nicht nachvollziehen, wieso man als Journalist einen Bericht über eine Probefahrt mit einem 2020 er Modell schreibt, während bereits über 150 2021 er Modelle auf Deutschlands Straßen fahren. Das sind keine News sondern kalter Kaffee und Wasser auf die Mühlen der ahnungslosen Nörgler.

Vielen Dank für ausführlichen Bericht. Eins vorweg, ich nehme es den Verfasser des Berichts nicht übel, es ist eine kurze Zeit die er zum Testen hatte. Um so mehr freut mich wenn sich hier Fahrer/inen des U5 zum Wort melden und etwas mehr aus Erfahrung berichten können. Das Design finde ich gar nicht schlecht. Die Leute sind eingefahren auf das typische Verbrennerautogesicht. Viele lehnen die EV-s schon wegen fehlendem bzw geschlossenem Grill komplett ab. Es darf nicht verändert werden. Deswegen ist der Golf auch jahrelang so erfolgreich. Mir persönlich zu langweilig, aber ein gutes Auto…. keine Frage! Schade dass in allen Kommentaren (nicht nur hier) immer mehr Beleidigungen vorkommen, Sachlichkeit geht anders. Vor allem eins nervt…. was einem Designtechnisch nicht gefällt wird sofort militant als Feind gesehen, schade! Mir ist auch weiterhin klar, dass man aber das ganze durchaus auch als Angriff auf Arbeitsplätze in DE ansehen muss, nur, das hatten wir schon bei Japanischen Autos. Behaupten tut sich letztendlich die Qualität. Da sind wir durchaus willig zu bezahlen. Andererseits produzieren immer mehr deutsche Premiumhersteller selbst in Fernost, mit Teilen für heimischen markt! Natürlich zum Premiumpreis! Gar nicht so einfach das richtige zu kaufen!
Gruß und bitte gerne noch mehr Erfahrungswerte.

Dann empfehle ich für den nächsten Beitrag eine umfangreiche Recherche z. B. im U5 Forum oder in einer der zahlreichen Gruppen auf diversen Plattformen. Da teilen alle gern ihre Erfahrungen, die den Aiways U5 bereits bestellt oder gekauft haben.

Richtig doof von Aiways die Journalisten nicht im aktuellsten Wagen fahren zu lassen. Unbegreiflich eigentlich. Da hat jemand PR echt nicht verstanden. Alte Kiste verkaufen und den neusten Wagen für test und YouTuber zur Verfügung stellen. So sollte es klappen.
Wir wollen an der #eNC2021 eNordkapp-Challenge.org sich eine bunte Vielfalt mit aktuellen Fahrzeugen zeigen und damit das Publikum begeistern dafür…

ich persönlich finden den jetzt auch ganz gut und hätte ihn mir fast gekauft.
Da kommt aber nur die Premiumvariante in Frage bei einem Neuwagen
Unabhängig davon kann man natürlich darüber diskutieren ob man einen SUV zwingend benötigt.

Preis-Leistungsverhältnis angemessen nach Förderung.
Fahre lieber noch meinen IONIQ noch ein paar Jahre bis der Tesla M3 preislich interessant wird oder was vergleichbar Gutes auf den markt kommt.

Als kleinen Anhaltspunkt darf zum Vergleichen gerne €/ realistische Reichweite in KM (sollte zwischen 90 – 130/ km € liegen) nehmen oder € / kWh Batteriekapazität (sollte irgendwo bei 400-700€/ kWh liegen)

das macht den Grobvergleich möglich

es bleibt spannend

Hey , der getestete u5 ist bestimmt noch
BJ 2020 , mein Premium u5 hat
Sitzheizung in beiden Vordersitzen
und wenn man die Bedienungsanleitung komplett studiert hat auch Display mit diversen Verbrauchswerten
Das Teil ist also besser wie vermutet , mit dem nächsten Update kommen sicher noch weitere Features hinzu

dies zur info

Mit freundlichen Grüßen
virenfreies Schaffen

Danke für den interessanten Bericht Sebastian. Als eines der ersten chinesischen Fahrzeuge die nach Europa kommen scheint es trotz einigen Anfangsproblemen gut für Aiways zu laufen. Das Interesse ist zumindest recht gross! das zeigen die Aktivitäten in Foren und anderen Social Media Groups.

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