Daimler Truck und BP bauen Wasserstoffinfrastruktur in Großbritannien auf

Mercedes-Wasserstoff-Lkw-BP-Grossbritannien

Copyright Abbildung(en): Daimler Truck

Der Lkw-Hersteller Daimler Truck und das Mineralöl- und Tankstellenunternehmen BP wollen gemeinsam die Entwicklung und Skalierung einer Wasserstoffinfrastruktur in Großbritannien vorantreiben, um damit die Dekarbonisierung des britischen Güterverkehrsnetzes zu unterstützen. Dafür haben die Unternehmen eine Vereinbarung unterzeichnet. Sie beabsichtigen, sowohl die Entwicklung einer Wasserstoffinfrastruktur als auch die Einführung von wasserstoffbetriebenen Brennstoffzellen-Lkw in Großbritannien voranzutreiben, wie Daimler Truck mitteilt. Das unterzeichnete Memorandum of Understanding (MoU) sieht unter anderem vor, dass BP prüfen will, bis zum Jahr 2030 bis zu 25 Tankstellen für Wasserstoff in Großbritannien aufzubauen und zu betreiben. Ab 2025 beabsichtigt die Daimler Truck AG wasserstoff-basierte Brennstoffzellen-Lkw an erste Kunden in dem Land auszuliefern.

Wir verfolgen konsequent unsere Vision eines CO2-neutralen Transports. Besonders für den CO2-neutralen Langstreckentransport mit schweren Lkw wird der wasserstoffbetriebene Brennstoffzellenantrieb in Zukunft unverzichtbar sein“, sagt Karin Rådström, verantwortlich für die Marke Mercedes-Benz Lkw und Mitglied des Vorstands der Daimler Truck AG. Emma Delaney, Executive Vice President für Kunden und Produkte bei BP, fügt hinzu, dass Wasserstoff für die Dekarbonisierung bestimmter Sektoren „entscheidend“ sei – „und für den Langstreckentransport mit schweren Lkw manchmal der einzige Weg“. Gemeinsam wollen die beiden Unternehmen auf der Insel nun Pionierarbeit leisten bei der Etablierung von Wasserstoff als zukünftiger Treibstoff für die britische Transportbranche: von der Wasserstoff-Produktion bis hin zum Aufbau von Tankstellen.

Die Daimler Truck AG verfolgt eine nachhaltige Unternehmensstrategie und hat die Ambition, bis zum Jahr 2039 in Europa, Japan und Nordamerika nur noch Neufahrzeuge anzubieten, die im Fahrbetrieb („tank-to-wheel“) CO2-neutral sind. Dabei konzentriert sich der Lkw-Hersteller auf die wirklich lokal CO2-neutralen Technologien Batterie und wasserstoffbasierte Brennstoffzelle. Aktuell testet Daimler Truck einen weiterentwickelten Prototyp des Mercedes-Benz GenH2 Truck auf öffentlichen Straßen in Deutschland – ab 2027 will der Lkw-Hersteller die ersten Serienfahrzeuge an Kunden übergeben.

Daimler Truck bevorzugt dabei den Einsatz von flüssigem Wasserstoff, da der Energieträger in diesem Aggregatzustand im Gegensatz zu gasförmigem Wasserstoff eine deutlich höhere Energiedichte im Bezug zum Volumen aufweist. Dadurch kommt ein mit Flüssigwasserstoff betankter Brennstoffzellen-Lkw mit wesentlich kleineren und aufgrund des geringeren Drucks auch erheblich leichteren Tanks aus. Dies lässt einen größeren Laderaum und ein höheres Zuladungsgewicht der Lkw zu. Gleichzeitig kann mehr Wasserstoff getankt werden, was die Reichweite deutlich vergrößert. Somit eigne sich der Serien-GenH2 Truck wie entsprechende konventionelle Diesel-Lkw für schwer planbare, mehrtägige Fernverkehrstransporte, bei denen der tägliche Energiedurchsatz hoch ist.

Im Bereich Elektrifizierung verfügt BP weltweit bereits über 11.000 Ladepunkte für Elektroautos und will sein Ladenetz bis 2030 auf 70.000 ausbauen. Mit dem nun unterzeichneten MoU bekennt sich BP zum ersten Mal zum Einsatz von Wasserstoff in der Transportbranche. Das Unternehmen beabsichtigt, Wasserstofftankstellen in ganz Europa zu etablieren und verfolge bereits Pläne für den Aufbau von Wasserstofftankstellen in Deutschland.

Bei der Produktion und Lieferung von Wasserstoff will BP in Zukunft eine führende Rolle einnehmen. In Teesside, Großbritannien, beabsichtigt das Unternehmen den Bau einer Produktionsanlage für CO2-armen Wasserstoff. Diese Anlage könnte aus Erdgas mit Kohlenstoffabscheidung und -speicherung etwa 1 GW blauen Wasserstoff produzieren. Gleichzeitig untersucht BP in der Region auch das Potenzial für grünen Wasserstoff, so auch eine mögliche Unterstützung um Teesside als erstem Wasserstoff-Transportknoten Großbritanniens zu etablieren. Diese Aktivitäten unterstützen das Ziel der britischen Regierung, bis 2030 eine Wasserstoffproduktion von 5 GW aufzubauen.

Quelle: Daimler – Pressemitteilung vom 27.10.2021

Über den Autor

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Das wird sicher super günstig wenn man aus zwischenzeitlich 25 ct pro kWh (Börsenstrompreis heute) netto 1/2 kWh Wasserstoff herstellt. Klasse. Bin mal gespannt wie sich das trägt wenn noch Steuern, Abgaben, Gewinne und Kosten für die Erbauung der Infrastruktur drauf kommen. Realistisch dürfte die kWh Wasserstoff dann so ca. 1-2 Euro kosten, wenn der Strompreis bis dahin nicht noch weiter ansteigt. Hier entsteht ein Milliardengrab.

Man wird weltweit mit Strom <= 4 $cts grünen Wasserstoff produzieren.
Die wissen, wie und wo, Sie offenbar nicht.
Aktuell werden mehrere Elektrolyseure im 3stelligen MW oder gar GW-Bereich gebaut. GW ist etwa die Leistung eines Kernkraftwerks.

Schauen wir, wie weit die H2 Förderer in 5 und 10 Jahren sind. Ich sehe da die bei dieser geringen Systemeffizienz wenig Chancen, und eine „trojanische“ Lösung für blauen, sprich fossilen Wasserstoff darf es auf keinem Fall geben…

Wie aus einer „Elefanten“-Überschrift »… bauen eine H2-Infrastruktur auf …«
noch weniger als ein „Mäuschen“-Schritt wird: »… lt. einem Memorandum of Understanding (MoU) will BP prüfen, ob sie zum Jahr 2030 bis zu 25 Tankstellen für Wasserstoff in Großbritannien aufbauen und betreiben wollen …«

Ergebnis: offen!

Last edited 1 Monat zuvor by Wolfbrecht Gösebert

Die Entwicklungen der realen Welt lassen sich auch aus dieser kleinen Blase nicht mehr raushalten.
Es gibt in den Benelux-Ländern und in den USA schon je mehrere hundert km H2-Pipelines und es werden in den nächsten paar Jahren ein paar tausend km weitere gebaut, bzw. von Erdgas auf H2 umgebaut.
All das geschieht, ohne dass auf den Glauben oder die Offenbarungen der Battery-only-Community Rücksicht genommen wird.

„Die Entwicklungen der realen Welt …“

Du hast den Satz: „»… lt. einem Memorandum of Understanding (MoU) will BP prüfen, ob sie zum Jahr 2030 bis zu 25 Tankstellen für Wasserstoff in Großbritannien aufbauen und betreiben wollen …«
immer noch nicht verstanden!?

Du weißt nicht, dass ein MoU noch unverbindlicher als ein LoI (Letter of Intend) ist!?

Es geht mir auch nicht um dieses eine MoU und ich weiss auch nicht, warum aus den Dutzenden von H2-Meldungen genau diese hier publiziert wird. Ich sehe jeden Tag etwa zwei Dutzend dieser und ähnlicher Art.
Es geht darum, dass da mit H2 etwas abgeht und viele Leser Mühe haben, das zu akzeptieren, weil sie sich nicht von dem lösen können, was ihr Guru einmal verzapft hat. Das wirkt dann irgendwie traurig und je mehr Woche für Woche klarer wird, dass die ganze Welt auf Wasserstoffwirtschaft umstellt und dass Wasserstoff auch in die Mobilität Einzug hält, desto trauriger wirken dann solche Verweigerungen und Rückzugsgefechte, wie Du sie führst.

Blauer Wasserstoff – also auf Erdgasbasis und hoffen, dass das abgeschiedene CO2 unter der Erde bleibt. Bravo.
Sie können ja schonmal LKW Fahrer suchen, die den Wasserstoff dann an die Tankstellen verteilen 😛

Du musst schon genau lesen. „Diese Anlage könnte aus Erdgas mit Kohlenstoffabscheidung und -speicherung etwa 1 GW blauen Wasserstoff produzieren.“ Es geht nicht um CO2-Abscheidung und CO2-Speicherung, sondern darum elementaren Kohlenstoff abzuscheiden. Stichwort: Kværner-Verfahren.

Last edited 1 Monat zuvor by Hannes Bader

Man kann keine Fahrer verteilen. Die werden dringend gebraucht um Dieselkraftstoffe zu verteilen, weil es dazu immer noch keine ausreichenden Alternativen wie H2 gibt, ja geben kann. Immer noch werden Verbrennungskraftwerke RUND um die Uhr gebraucht, damit man überhaupt BEVs betreiben kann. Ich frage mich schon lange, warum man diese Dauerverschwender nicht nach Gebrauch abstellt. Oder wenn es schon keine Akkus zu laden gabit Elektrolyseure zur H2-Speicherung nutzt. Deren Dreck wird nämlich oft völlig sinnlos in die Luft gepustet Haben Sie eine Idee, wie mam diese sinnlose Energieverschwendung, sinnvoll nutzen könnte? Ich weiß, was es nicht geben dürfte, das wird eben nicht erwähnt.

Wirkungsgrad und Effizienz miserabel. Und jetzt muss erst noch ein Verteilnetz aufgebaut werden. Da schreien schon die Spatzen vom Dach „hört auf“. Strom gibt’s in jeder Steckdose. Also kümmert euch um nachhaltige Stromproduktion und Speicher und nicht um ein Wasserstoff – Netzwerk.

Das Stromnetz zur Versorgung aller Verbraucher im komplett dekarbonisierten Deutschland gibt es noch lange nicht; bestenfalls die Hälfte.
Es gibt noch nicht einmal das Stromnetz für die geplanten Ladestationen für BEV, insbesondere wenn man noch BEV-LKW mit einrechnet. Auch das kostet noch Milliarden. Obwohl die Mobilität der kleinere Teil des Problems ist.
Hausaufgabe: Wieviel Energie bringt man durch ein modernstes Gleichstrom-Höchstspannungs-Kabel und wieviel Energie bringt man durch eine Gas-Pipeline (mit Gas oder H2).

Bei der Energiewende sollte man von der Großkonzern-Denke Abschied nehmen und mehr dezentral denken, damit man nur noch den Überschußstrom bzw. den Strommangel über die großen Überlandleitungen ausgleichen muss, dann braucht man auch viel weniger zusätzliche Leitungen.

In der dezentralen Stromversorgung dürfen dann gerne auch H2-Erzeugung, -Speicherung und Rückverstromung vorkommen, um Ökostromüberschuß zur späteren Verwendung aufzubewahren.

Für die Häuser der Zukunft sehe ich neben PV- und Solarthermie-Anlagen auf dem Dach die (Erd-)Wärmepumpe als zentrale Heizung- und Klima-Anlage. Ausserdem dürfte auch ein riesiger mehrstöckiger Warmwasserspeicher im Kern des Hauses (Abwärme des Speichers bleibt im Haus) zum Standard gehören, im Winter wird Wärme entnommen und im Sommer wird er mit Wärme geladen.

Bei den Fahrzeugen wird es in den menschen- und fahrradfreundlichen Städte knapp mit dem Platz, so dass hier neben (Lasten-) Fahrrädern eher kleine E-Stadtautos und 4-Rad-Pedelecs den Personen- und Transport übernehmen. Kurzstrecken bedienen batterie-elektrische Lkws.

Die Langstrecken werden zunehmend vom elektrifizierten Schienenverkehr bedient, auch um den Feinstaub durch die Reifen zu reduzieren. Nebenbei spart man auch noch bei den Straßenbaukosten, also Geld für den Schienenausbau gäbe es genug, es müsste nur anders verteit werden.

Wasserstoff-Lkws – für mich nur eine kleine und teuere Nische befeuert von der Wasserstoff-Lobby.

1,2: Deutsche Idylle und Sehnsucht.
3a: Wärmepumpe und PV ist klar (hat hier das ganze Quartier),
3b: ‚mehrstöckige Warmwasserspeicher‘ dauert etwa 2 Generationen
4: Schön wär’s – Freiwillige vortreten
5: Wir (CH) haben das die letzten 20 Jahre versucht, D und I machen nicht mit.
6: Und all die vorstehenden Ausführungen nur, damit man den Glauben an den Guru und seine H2-Verdammnis nicht aufgeben muss.

News (vor 2 Monaten) zum Thema H2-Lkw.

Markteintritt für 2022 geplant

Hyundai liefert H2-Lkw nach Deutschland

Bereits im nächsten Jahr sollen die ersten 30 Wasserstoff-Brennstoffzellen-Lkw von Hyundai in Deutschland auf die Straße kommen. Energieversorger bereiten sich darauf vor.

Preis von 4,40 Euro pro Kilo Wasserstoff angestrebt

(Quelle: eurotransport.de – 02.09.2021)

Ich bin mal gespannt, ob es jetzt Kaufpreise für die Hyundai H2-Lkws gibt oder ob nur verleast wird. Auch die Frage dürfte interessant sein wie man die 4,40 Euro erreichen will.

Die 4,40 Euro pro kg H2 geteilt durch 55 kWh sind 0,08 Euro pro kWh für den Strom und das als Endkundenpreis – die asiatischen H2-Billiglöhner, die diese Anlagen in der Wüste bauen müssen, die werden sich „freuen“ – Sklaven gibt es dort laut Beckenbauer ja keine.

Lieber Daniel, man muss gar nicht so weit fahren um an günstigen Strom unter demokratischen Verhältnissen zu kommen.

https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Sachgebiete/ElektrizitaetundGas/Unternehmen_Institutionen/Ausschreibungen/start.html;jsessionid=3DB8B70A1291FC9974EF4D4E01AB2D8B

https://www.photovoltaik4all.de/aktuelle-eeg-verguetungssaetze-fuer-photovoltaikanlagen-2017

Es gibt also beim Erzeuger in Deutschland schon Strom für um die 5ct.netto / kWh, wenn man ihn direkt dort abnimmt, wo er erzeugt wird. Wenn also die H2-Elektrolyse schneller günstig in Gang kommt, beschleunigt das den Ausbau der Erneuerbaren. Wenn wir auf den Netzausbau warten, geht alles viel langsamer. Und Strom steht für alle frisch, dass heißt ohne Zwischenspeicherung nur begrenzte Zeit zur Verfügung. Noch ist es sehr deutlich unter 5% der Zeit der Fall bei steigender Nichtnutzung von Erzeugungsspitzen.
Selbst bei massivem, sinnvollen Ausbau glaube ich auch nicht, dass es viel über 60% der Zeit so ist, dass der Strom frisch verbraucht werden kann. Dabei wird dann nebenbei ein immenser Überschuss erzeugt, der erst durch H2-Elektrolyse einen Wert bekommt.
Ich würde die Strompreisentwicklung mal mit der Tomatenproduktion und passierten Tomaten vergleichen. Man bekommt Tomaten als Endverbraucher in der Saison für knapp über 1,-€/kg, wenn man günstig einkauft. Im Winter geht der Preis auf über 3,-€ ebenfalls günstig eingekauft. Man bekommt das ganze Jahr über 500g passierte Tomaten für 0,49€ im Handel (letztes Jahr noch 0,39€). Man könnte also selbst bei bestem Einkauf im Handel nie den Preis für die passierten Tomaten schlagen. So ähnlich wird das mit Wasserstoff und Strom. Direkte Abnahme, kein Stromtransport, keine EEG-Umlage, keine Stromsteuer. Wenn dann der Wasserstoff auf den Markt kommt, kann sogar der Staat noch Mehrwertsteuer und ein Äquivalent für die Mineralölsteuer aufschlagen und könnte an seiner Staatsfinanzierung festhalten.

Hier mal ein Link zu smard.de für die Stromerzeugung, bei dem die konventionellen abgeschaltet sind.

https://www.smard.de/page/home/marktdaten/78?marketDataAttributes=%7B„resolution“:“quarterhour“,“region“:“DE“,“from“:1624471901231,“to“:1624680692794,“moduleIds“:%5B1000102,1000103,1000104,1000108,1000109,1000110,1000111,1000112,1000113,1000121,1000101,1000100,5000410,1001226,1001228,1001225,1004066,1004067,1004068%5D,“selectedCategory“:null,“activeChart“:true,“style“:“color“%7D

Man kann unten über den Schieber zu einem anderen Zeitraum gehen oder oben im Datumsfeld den gewünschten Zeitraum anzeigen lassen und die Zeiträume suchen, wann heute schon alles gedeckt werden kann und wann fast nichts da ist. Ohne Speicherung geht es nicht. Lithium-Akkus reichen dazu mengenmäßig nicht und sind außerdem zu teuer, wenn man mal den gesamten Energiebedarf betrachtet und nicht nur auf die Mobilität schaut.
H2- und reines Akku-Auto werden nebeneinander existieren.

Tja,
diese Nicht-Nutzung scheinen nur wenige Leute bemerkt zu haben. Die merkt man vlt. nur dann wenn man nahe an der Generatoren leben muss. Wenn die Kraftwerk schon rund um die Uhr laufem wäre es wenigsten angebracht, man würde den anfallenden Stromüberschuss „elektrolysieren“. Das würde wenigsten den Wirkungsgrad merklich verbessern. VOR den Steckdosen, aber dieser Abschnitt wird ja fast immer vergessen oder unter den Teppich gekehrt. Natürlich werden e-mobilch mit fahrbaren zwergenspeicherchen und WASSERSTOFF in RIESENSPEICHER gemeinsam existieren. Sicher ist nur, das wird aber noch viele Jahre dauern. Bis dato geht ohne Erdöl und Kohle leider noch gar nix. Fast der gesamte Transportanteil auf dem Planeten benötigt Erdöl. Merkwürdig wie man diesen Anteil ignorieren kann? Dabei kann ich nur an Absicht denken. Allein schon für den LKW-* wäre das der Tod der Firma. Die Chargoschifffahrt hat man fast gänzlich nach Asien „verkauft“ oder verkaufen müssen. In der Schweiz war es schon früher etwas zu eng geworden.
Solche „Dimensionen“ ohne Erdöl zu bewegen, das braucht man schon H2-Treibstoff und keine Akkumaschinchen. > https://youtu.be/gw3F5QHY1Hw

Ich weiss nicht, woher Sie die fantastische Energiedichte von 55kWh/kg H2 haben? In allen Quellen die ich finden kann, wird von Werten um 33kWh/kg H2 berichtet !!

Die 55 kWh pro kg Wasserstoff sind die erforderliche (Öko-)Strommenge (Werte von 58, 55 oder 45 – 50 kWh Strom für 1 kg H2 im Internet gefunden), die für die Elektrolyse-Anlage gebraucht wird. In der Wüste dürfte die Abwärme ungenutzt bleiben.

Hier noch die Antwort auf die Hausaufgabe:
Eine 48-Zoll-H2-Pipeline transportiert mit ca. 17 GW gleich viel Energie wie über 10 DC-Hochspannungsleitungen (1.4 GW), wie sie z.B. im Meer nach Norwegen verlegt werden. Das heisst, mit einer H2-Pipeline kann man die Energie von über 10 sehr grossen Kernkraftwerken transportieren.
Das wird z.B. dazu führen, dass wir in Nordafrika mit der doppelten Effektivität (und weniger Agrarland-Verbrauch) erzeugten Photovoltaik-Strom am billigsten als H2 über die drei bestehenden Erdgas-Pipelines nach Europa transportieren werden (ca. €0.1 – 0.2/kg/1’000km). Dieses H2 wird uns in Mitteleuropa die längeren Stromlücken füllen müssen.

Interessant wäre ein Testgebiet, das die Energiewende von unten einmal konsequent durchzieht, damit man sehen kann wieviel da wirklich geht, wenn die Politik keine Bremsklötze in den Weg stellt.

Oder hat da jemand Angst, dass es auch ohne die großen Energiekonzerne klappen könnte?

Kleine Zahlenspielereien:

2020 – Primärenergie in Deutschland 11,8 Exaloule

davon 76,1 % aus Mineralöl, Erdgas, Braun- und Steinkohle

(Quelle: de.statista.com)

11,8 Exajoule, davon 76,1 % sind 8,9798 Exajoule, davon 50% Wirkungsgrad sind 4,4899 Exajuole.
11,8 Exajoule – 4,4899 Exajoule = 7,3101 Exajoule.

7,310 1 Exajoule [EJ] =  2 030,583 333 333 3 Terawattstunde [TWh]

(Quelle: einheiten-umrechnen.de)

(1 TWh = 1.000 GWh = 1.000.000 MWh = 1.000.000.000 kWh)

Gerundet 2 030,583 TWh wären 2.030.583.000 MWh.
Rechnet man mit 7.000 MWh pro Windrad wären ca. 290.000 Windräder erforderlich.
PV 7,5 m² pro 1 MWh (1.000 kWh) wären bei wären 2.030.583.000 MWh 15.229.372.000 m²
15.229.372.000 m² gerundet 15.229 km² Wurzel gezogen ca. 123.4 x 123,4 km Fläche.
Aufgeteilt je 50% PV / Wind sind es 145.000 Windräder und ca. 7.650 km² bzw. 87 x 87 km Fläche.
Fläche Deutschland 357.386 km² geteilt durch 145.000 Windräder wäre 1 Windrad pro 2,46 km².
Deutschland 294 Landkreise plus 106 kreisfreie Städte (Quelle: Wiipedia).

Ergebnis – grob geschätzt:

Die Primärenergie in Deutschland 2020 (Strom, Mineralöl, Erdgas, Braun- und Steinkohle, Kernkraft usw.) mal ganz auf Strom umgestellt (Wärmepumpe und E-Fahrzeuge), aufgeteilt in PV-Anlagen und Windräder, den Stromüberschuß in H2 verwandelt und wieder rückverstromt, dafür wären ca. 145.000 Windräder (493 pro Landkreis in D) und 87 x 87 km (5,1 x 5,1 km pro LK) PV-Fläche erforderlich.

1/10 der erforderlichen PV-Fläche ließe sich grob geschätzt auf den Dächern von Wohngebäuden unterbringen, der Rest auf anderen Gebäuden, überdachten Parkplätzen und Freiflächen.

Bei Windrädern wird es enger, es gäbe eine Art „Holland-Windmühlen-Feeling“ in Deutschland.

Für Viele jetzt vielleicht noch undenkbar – aber das kleinere Übel im Angesicht der kommenden Klimakatstrophen mit Hochwasser, Erdrutschen, Tornados, Düren und Hitzesommern.

Algerien ist knapp 7 mal so gross wie Deutschland, das ja auch nicht gerade klein ist. Das gleiche PV-Modul gibt in Algerien etwa 2 mal so viel Energie wie in D.

Wie hoch ist denn dieser Wirkungsgrad von Kraftwerken die sinnlos laufen müssen? Deren Wirkungsgrad wird dazu benötigt, um den Planten zu zerstören, OHNE dass man ein BEV fährt. Man könnte mit dieser Energie wenigtens H2 erzeugen oder nicht? Sie wollen also Stromerzeuger, die sinnlos laufen. Rund um die Uhr und sprechen gar nicht wie deren Wirkung aus die Erde ist. Ich würde zuerst einaml deren Wirkungsgrad verbessern, um sie abzustellen, wenn deren Wirkung negativ ist.

Nach einer Großoffensive hört sich das aber nicht an…

Es werden hier halt nur ein paar Splitter publiziert – man kann nicht alles abdecken.
Wenn Sie so richtige H2 Grossoffensiven sehen wollen, googeln Sie
für grüne Produktion mal mit ‚NEOM green hydrogen‘ oder ‚Tiwi Island hydrogen‘
und für eine Gross-Anwendung ‚Harumi Flag hydrogen‘.
Das sind gewaltige Vorhaben im GWatt-Bereich.

Es ist im Mai dieses Jahres eine neue Erfindung beim EPA angemeldet worden. Dieses einfache Verfahren wird effizentere und kostengünstigere H2- Erzeugung ermöglichen als Dampfreformer- und insbesonders Elektrolyseverfahren. Man sehe- die Entwicklung bleibt nicht stehen!

Und in China bleibt zum Thema H2 auch nichts stehen:
https://www.hydrogenfuelnews.com/hydrogen-fuel-cell-hybrid-2/8549283/?mc_cid=34940cbb13&mc_eid=ed82e1f70e

Zum Thema, was die ganze Welt betriff liest man das hier:
https://www.t-online.de/nachhaltigkeit/id_91075910/klimarettung-ohne-china-ist-die-welt-verloren.html
Daran sieht man schon, das mit kleinen Massnahmen und schon gar nicht mit poltischen Scharmützeln noch etwas zu retten wäre. Und ohne Wasserstoff auch nicht.

Last edited 29 Tage zuvor by Helmuth Meixner

Zu China – die mächtige Partei hat das eigene Land für den Wirtschaftsaufschwung und den Machterhalt vergiften und ausplündern lassen. Jetzt ist sie auf der Suche nach Kolonien, um von dort gesunde Nahrungsmittel für die Besserverdiener und Resourcen für die Wirtschaft zu beziehen.

Wer hat China und die Partei so mächtig gemacht? – das waren die großen Konzerne, die China als verlängerte billige Werkbank genutzt haben und viel Technologiewissen dorthin geliefert haben.

Die westlichen demokratischen Länder sind erpressbar geworden, wenn das mit Hilfe des Westens mächtig gewordenen China das Zündholz ans Pulverfaß „Weltklima“ legt und mehr Gebiete, mehr Resourcen und weniger Demokratie als Gegenleistung für den Klimaschutz fordert.

Sowas nennt man dann wohl ein Eigentor (des Westens).

Zumindest hat die Partei in China erkannt, dass sie die eigene Bevölkerung nicht weiter gegiften kann, wenn sie und ihre Parteimitglieder weitere Jahrzehnte an der Macht bleiben wollen. Das ist unsere Chance, denn wenn Chinas Partei überleben will, dann muss sie einen lebenswerten Planeten erhalten.

Haben Sie dafür auch eine vorzeigbare Quelle ?

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