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Bundesverband eMobilität: Kosten von E-Autos deutlich unter Verbrenner-Niveau

Eine Diskussion, welche immer wieder entflammt, wenn es um das Thema E-Autos geht sind die Kosten. Mit steigendem Anteil von E-Autos auf Deutschlands Straßen rückt natürlich auch dies wieder stärker in den Fokus. Wichtig ist hierbei der richtige Blick auf die Kosten. Käufer eines PKW betrachten meist nur den Einkaufspreis, in Hinblick auf E-Mobilität gilt es allerdings die komplette Kostenbelastung im sogenannten TCO (Total Cost of Ownership) zu betrachten. Macht man dies, sieht man, dass E-Autos den Vergleich bei typgleichen Modellen gewinnen und die Verbrenner-Pkw in den Unterhaltskosten deutlich unterbieten.

Der Bundesverband eMobilität e.V. (BEM) hat hierzu zu Beginn 2021 eine entsprechende Rechnung eröffnet. So sind neben dem staatlichen Umweltbonus für Elektroautos und der drohenden Abgabenlast für CO2 emittierende Fahrzeuge durch die steigende Kfz-Steuer und steigenden Spritpreisen auch die geringeren Verbrauchskosten und der niedrige Wartungsaufwand ein starkes Argument für Elektrofahrzeuge

Bei einem Kleinwagen wie dem Opel Corsa ist das Modell mit Elektro-Antrieb nach 8 Jahren Nutzungsdauer und 15.000 km Jahreslaufleistung in den Gesamtkosten um fast 7.000 Euro günstiger als der herkömmliche Benziner. Im Bereich der Mittelklassefahrzeuge ist die Differenz ebenfalls beachtlich. Beim Vergleich der leistungsähnlichen Skoda-Fahrzeuge beträgt der Kostenvorteil des eModells ENYAQ gut 12.000 Euro zum vergleichbaren Verbrenner-Modell KODIAQ. Das BEM tritt mit dieser Berechnung auch den Behauptungen entgegen, dass die Elektromobilität nur für Besserverdiener sei und eine soziale Spaltung fördere.

„Wir haben schon viele abwegige Argumente gegen die Elektromobilität gehört, die sich beim genaueren Hinsehen in Luft auflösen. Nach den Unternehmen können auch Pendler von den Kostenvorteilen profitieren. Umso wichtiger ist deshalb der Ausbau der privaten und öffentlichen Ladeinfrastruktur, von Schnell-Ladesäulen und die Verständigung auf europäisch einheitliche Technik-Standards und Bezahllösungen“ – Kurt Sigl, BEM-Präsident

Die Berechnungen beruhen auf der Annahme, dass 80% der E-Auto-Fahrer ihr Fahrzeug von Zuhause aus laden, wobei der übliche Heimstromtarif fällig wird. Für das externe Laden ist der gegenwärtige Mittelwert zwischen dem EnBW DC Tarif von 0,49 € je kWh und den knapp 0,80 Cent von IONITY als Kalkulationsgrundlage gewählt worden.

Quelle: Bundesverband eMobilität e.V. (BEM) – Pressemitteilung per Mail

Über den Autor

Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Die Zahlen bedeuten, dass man im Moment auch ohne den staatlichen Umweltbonus und Steuererlass über die Haltedauer E-Autos bereits Preisparität erzielen.

Interessant wird es für viele allerdings erst, wenn eine entsprechende Zahl ursprünglich geförderter Gebrauchtwagen auf den Markt kommt. Im Moment ist der Gebrauchtwagenmarkt bei E-Autos aufgrund der gestiegenen Förderung für Käufer und Verkäufer ziemlich schwierig, das wird dann aber vermutlich besser werden.

Das ist m.E. nur so, wenn man die Steuern auf der Energie nicht berücksichtigt.
Auf den Brennstoffen wird eine sehr grosse Steuer (mind. 2/3 des Preises) erhoben, welche grob gerechnet die Strasseninfrastruktur finanziert. Später mal wird man die Finanzierung der Strasseninfrastruktur auf irgend eine Art auch den E-Autos belasten müssen.
Ich finde das nicht falsch, aber man muss für die TCO in Zukunft daran denken.

Auch beim Strom ist ein guter Teil der Abgaben staatlich. MWSt wird ja bei beiden erhoben. Der Unterschied ist aber gar nicht so riesig. Staatsanteil beim Strom ca. 50%. Allerdings sind die CO2-Zertifikate beim Strom nicht in diesen 50% enthalten, da sie beim Kraftwerk anfallen.
Mit dem Geld werden natürlich andere Aufgaben bezahlt, aber diese Aufgaben, insb. EEG müssen ja auch bezahlt werden.

„Die Zahlen bedeuten, dass man im Moment auch ohne den staatlichen Umweltbonus und Steuererlass über die Haltedauer E-Autos bereits Preisparität erzielen.“

Dem kann ich nicht zustimmen. Die Aussage, dass die E-Autos über die Zeit der Haltedauer günstiger als Verbrenner sind, kann man nur mit den staatlichen Zuschüssen aufrecht erhalten werden. Die Zahlen sind nicht einzeln aufgeschlüsselt, man kann aber an dem roten Strich für die Kfz-Steuer sehen, dass diese nicht enthalten ist. Der Staat legt 6000,-€ drauf bei der Anschaffung, der Hersteller gibt 3000,- Nachlass. Wenn man mal den Herstellernachlass außen vor lässt, dann muss man beim Wertverlust die 6000,-€ mit hinzurechnen. Vielleicht ist es weniger, wenn nicht mehr bezuschusst wird, da der Zuschuss sich negativ zumindest auf die Preise für die jungen Gebrauchten auswirkt. Beim Opel Corsa müsste man dann das Ergebnis bei den TCO um 6720,-€ nach oben korrigieren bei 8x 90,-Kfz-Steuer und 6000,-€ Umweltbonus.
Für mich persönlich kämen noch individuelle Kosten dazu. Momentan parke ich auf der Straße und nehme die Parklücke, die ich finde. Da es in meinem Haus keine Durchfahrt zum Hof gibt und davor auch keine Mietparkplätze existieren müsste ich in der fußläufigen Umgebung etwas anmieten. Da werde ich wohl mit wenigstens 50,-€ im Monat rechnen müssen. Das wären dann 600,-€ im Jahr und 4800,-€ über 8 Jahre. Die Wallbox könnte vom Zuschuss finanziert werden, eventuell kämen noch Zählergrundkosten dazu, da ich ja nicht über meinen Wohnungszähler laden kann. Da im vergangenen Jahr nur an 103 Stunden der Strom vollständig aus regenerativen Quellen den Bedarf gedeckt hat, sehe ich auch keinen Vorteil für das Klima. Zusätzlicher Strom müsste zusätzlich aus fossilen oder noch atomaren Quellen produziert werden. Da ich keinen Klimavorteil sehe, wären auch die ganze zusätzliche Planung und die Aufenthalte für Nachladung auf langen Strecken zu teilweise hohen Preisen völlig für die Katz.
Die niedrigen Wartungskosten über die ersten acht Jahre Garantiezeit könnten sich sehr schnell durch einen Batteriewechsel danach ins Gegenteil verkehren, wenn man das Auto länger hält. Dieses Risiko bleibt. Man kann es natürlich bei rechtzeitigem Verkauf an den nächsten weitergeben. In den nächsten Jahren wird die Anzahl von Fahrzeugen, die älter als zehn Jahre sind ansteigen und es gibt belastbare Zahlen, um die Lebensdauer besser einzuschätzen.
Da die Stromproduktion auch CO2 produziert, wird der Strompreis ebenso mit den CO2-Abgaben belastet, wenn auch weniger durch den zunehmenden Anteil an Strom aus regenerativen Quellen. Dafür wird der billigere Kohlestrom durch Strom aus Erdgas verdrängt. Das hat zur Folge, dass der Strom aus diesem Grund auch teurer wird. Wir können uns also insgesamt auf höhere Kosten, wie das immer war einstellen.

Guter Beitrag!!

Im Prinzip richtig. Wer aber auf öffentliche Ladestationen angewiesen ist, wird eher drauf zahlen. In der Regel zahlt man an der Ladesäule rund 50 Cent je kWh, das sind bei den meisten BEV 10 Euro für 100 km. Dafür gibts locker 8 Liter Diesel. Und dann gibts da noch die Abzocker-Ladesäulen und Strafzahlungen für zu langes Stehen an Ladesäulen. Für jemanden, der keine eigene Lademöglichkeit hat ist es praktisch unmöglich sein Auto über Nacht zu laden.
Wenn sich das nicht ändert werden vor allem von Menschen die in Miete wohnen weiterhin bevorzugt Verbrenner gekauft. Eigenheimbesitzer mit Garage sind bei uns in der Minderheit.

Prinzipiell gebe ich Ihnen Recht. Wenn man auf öffentliche Ladestationen angewiesen ist, verringert sich die Kostenersparnis ggü. dem Verbrenner. Mit den etwa 39ct die man jedoch etwa an der AC-Ladesäule bezahlt (EWE go Ladekarte), bezahle ich für 1000km Reichweite (also ähnlich dem Verbrenner, da die angegebene Reichweite hier auch nicht wirklich erreicht wird) bei einem Kia e-Niro ca. 63€. Das ist zwar nicht viel weniger als beim Verbrenner, aber eben auch nicht mehr. Mit den Vorteilstarifen verschiedenster Energieanbieter und Automarken ist es dann ja sogar noch günstiger. Zudem gibt es nach wie vor eine große Anzahl an kostenlosen AC-Ladesäulen, die sogar nach wie vor zunimmt (Youtube-Video move electric). Natürlich muss man dort auch das Glück haben eine in der Nähe zu finden.

Also ja, es muss sich was bei öffentlichen Ladesäulen für Menschen mit Mietwohnung tun. Das diese aber eher draufzahlen sehe ich (noch) nicht. Das einzige was mich beunruhigt ist, dass die Kosten regelmäßig erhöht werden und allzu weit darf das nicht mehr gehen.

Überlegen Sie mal, woher der Staat die Unsummen, die aus den Verbrennersteuern hernehmen soll, wenn die dann wegfallen??? Ist doch wohl klar, daß der Strompreis stetig erhöht werden muß. Viele werden sich irgendwann keine Individualmobilität mehr leisten können.

„Eigenheimbesitzer mit Garage sind bei uns in der Minderheit.“

Es gibt auch Mieter, die eine Garage haben – die können zuhause laden, wenn der Vermieter mitmacht.

Einen großen Anteil am kostengünstigen Laden könnten Arbeitgeber und Ladengeschäfte wie Super- und Baumärkte übernehmen, die hier auch viele Mieter ihre E-Autos 30-60 Minuten bzw. 8 Stunden abstellen.

In der Regel zahlt man an der Ladesäule rund 50 Cent je kWh, das sind bei den meisten BEV 10 Euro für 100 km. Dafür gibts locker 8 Liter Diesel.

Ein Grund, warum Tesla in Deutschland noch lange nicht gejagt wird. 35ct/kWh kann kein anderer Hersteller an der Schnellladesäule bieten.

Wer aber auf öffentliche Ladestationen angewiesen ist, wird eher draufzahlen [sp!]. In der Regel zahlt man an der Ladesäule rund 50 Cent je kWh,

Im urbanen Großraum rundum HH zahlt man seit Jahren nicht mehr als 30 Cent (keine Grundgebühr!) an aktuell >1.200 öffentlichen Ladeanschlüssen! Für München oder Berlin kenne ich aber keine Preise …

[…] das sind bei den meisten BEV 10 Euro für 100 km.

Tja, ein Grund mehr, auf ein sparsames EV zu setzen! Wie gut, dass meines sommers weniger als 12 kWh/100 km verbraucht (incl. aller Verluste!) –> das sind dann nur 3,60 €/100 km 😛

Übrigens kann ich mit meinem eigenen Mieteranschluß in der TG und meinem zertifizierten Ökostrom auch noch bis zu 2 Cent/kWh sparen …

Ich möchte nicht zu kritisch erscheinen, was diese Studie der eMobilität angeht und ich bin auch der Meinung das man die E-Mobilität voranbringen muss zugunsten der Umwelt, aber realistischerweise kann man ein Auto auch durchaus länger fahren als 8 Jahre (was für die Umwelt eigentlich besser ist), um so die Kostenbilanz eines Autos zu verbessern. Genau da hat man aber mit einem Elektroauto der heutigen Generation ein Problem, da nach ca. 8 Jahren die Garantie der Batterien ausläuft und man wohl damit rechen muß nach 10-12 Jahren die Batterie spätestens wechseln zu müssen und dann sieht die Kostenbilanz des Elektroautos überhaupt nicht mehr gut aus verglichen mit einem Verbrenner. Vorallem wenn man als Tauschbatterie, wieder eine Batterie eingebaut bekommt die einem technologischen Stand vor 10 Jahren entspricht. Eine Lösung würde ich daran sehen bzw. meine Forderung deshalb an die Industrie und die Gesetzgebung die Heresteller von E-Autos zu verpflichten bei einem Wechsel alter Batterien diese gegen Batterien neuer Technologie auszutauschen. Das wäre dann akzeptabel.

Meine letzten beiden Autos (Verbrenner) habe ich über 17 Jahre gefahren und die Käufer dürften noch etliche Jahre hinzugefügt haben bzw. hinzufügen.

Wenn die E-Auto-Hersteller auf den Rostschutz achten und die Teile nicht nur auf 5.000 Betriebsstunden auslegen wie bei den Verbrennern, dann sind 24 Jahre und mehr kein Problem.

Dass man bei aktuellen Modellen die Batterie nach 10-12 Jahren wechseln muss, ist ja nicht ausgemacht. Bei den ersten Leafs u.ä. mag das noch hinkommen.

Gerade beim Leaf muß man auch nicht mehr die Originalbatterie kaufen. Inzwischen gibt es da Firmen, die neue Batterien als Nachbau viel billiger und genauso gut anbieten.
Das wird bestimmt auch für die anderen Volumenmodelle kommen.
In den USA gibt es die Firma Gruber, die Teslabatterien repariert. Die finden sogar einzelne defekte Zellen aus den über 5.000 heraus. Das Problem in Deutschland ist nicht die Machbarkeit, sondern aktuell die Nachfrage.

Es soll auch durchaus Verbrenner geben die nach 12 Jahren in eimer sind weil der TSI-Motor bei 200Mm das zeitliche gesegnet hat. Im Übrigen zeigt sich, dass die Akkus deutlich länger mitmachen als gedacht.

Wenn Sie 10-12 Jahre mit dem selben Auto und dessen Batterie gefahren sind, waren Sie damit zufrieden. Warum brauchen Sie dann bei einem Batteriewechsel ein Upgrade?
Bei dem Autoalter würde ich eine gebrauchte Batterie nehmen. Beim 12 Jahre alten Verbrenner kaufen Sie doch auch keinen fabrikneuen Motor nach einem Ausfall.

Mit einem gebrauchten Akku kann ich günstig den gewohnten Standard halten. Ich schätze mal 2.000€ für dass „neue“ Teil. Das Problem sind die Kosten für den Einbau, die kennt niemand, aber ich fürchte, das ist aufwendig.

Da gibt es ein paar Youtube Seiten da sieht man der Wagen wird aufgebockt, der Akku wird mit einer Hydraulik Vorrichtung abgestützt und dann log geschraubt und dann runter gelassen und man kann den neuen auf die gleiche Art und weise wieder einbauen für einige Modelle gibt es auch schon Firmen die das machen z.B.: mal nach „nissan leaf battery replacement“ googeln
Da ist eine Firma in Delft (Holland) die bietet für den Nissan Leaf den Akku Tausch an
Product / ServicePrice
30 kWh € 6 990
40 kWh € 8 790
62 kWh € 13 490
Supply your own (24/30/40 kWh) € 1 500
Supply your own (62 kWh) € 2 000

Preise verstehen sich als komplettpreise also Wechsel inkl. aller Steuern und die Akkus sind laut deren Website neue original Akkus
Die wechseln aber auch wenn man mit einem eigenen Akku dahin kommt dann ist der Arbeitslohn bei 1500€ ob es jetzt aber günstige und gute Nachbauten des Akkus gibt, dass ist eine andere Frage, aber ja selbst der kleine Akku kostet inkl. Einbau 6990€ das ist recht teuer und halt eine Frage ob dies nicht möglicherweise den Restwert übersteigt.

Firma verlangt knapp 7.000 Euro für 30 kWh minus Einbau 1.500 Euro also 5.500 für die Batterie inkl. einer entsprechenden Händlermarge.

Für heutige E-Autos dürften in 10 Jahren die Batterien deutlich günstiger sein, z.B. 1.500 Euro oder weniger, plus Einbau dürfte es dann 3.000 Euro oder weniger kosten.

Ich hoffe es, wobei ich nicht erwarte das die Kosten für den Einbau (Werkstadtkosten) sinken werden, vor allem ist die Batterie in einigen neuen Autos stärker verteilt sind (die größere Batterie kostet bei dem Leaf nicht umsonst 2000€ Einbau)
Und auch wenn die Akkus günstiger werden nicht vergessen, die wenigsten Autos kommen aktuell mit 30kWh Akkus aus, der Corsa E hat ja schon 50kWh, der ID4 77kWh
Ich erwarte nicht das man mit Steuern sobald unter 50€ pro kWh kommen wird, da wird so ein Tausch wohl mindestens 4000€ eher 5000€ kosten, bei neuen Akkus. Evtl. wird es Firmen geben die den Akku öffnen und dann nur defekte Zellen tauschen, dass könnte dann wesentlich günstiger sein, da hat man dann weil alle Zellen gemessen werden müssen evtl. günstigere Material kosten, aber dafür dann halt teure Arbeitskosten. Interessant wird es ob sich evtl. die klassischen Autoschrauber da irgendwann an die Akkus wagen werden und diese evtl. in Heimarbeit tauschen, und sich so die Werkstadtkosten sparen.

Welcher Hersteller baut den 10 Jahre eine alte Batterietechnologie ein, glaube ich nicht.

Was auch noch pro E-Auto ist, sind die günstigeren Versicherungskosten im Vergleich zum Verbrenner. Das sind ganz schnell auch nochmal 100 Euro im Jahr.

Wer kauft einen Opel Corsa 1.2 Automatik zum ListenPreis ? Das gleiche gilt für den Skoda kodiaq! Das ist kein realistischer Vergleich.

Zum Vergleich Corsa e , hab mir mal ein Corsa konfigurieret komme da mit Standard Motor 5 Gang Getriebe Klimaanlage Notruf plus Winterreifen zusätzlich auf 16400€ , der Corsa e ohne Förderung ? Erspare mir den Aufwand kann jeder selber rechnen

Für den BEV Skoda bietet mir der Händler Rabatte von 3570 BEV Rabatt + 10% Hausrabatt +6000 staatliche Zulage. Für den Kodiaq 26% Hausrabatt. Wäre interessant wie die Kaufpreise hier ermittelt wurden. Wertverlust ist ja bei beiden der größte Kostenblock. Listenpreise bei BEV sind ja durch die Förderung deutlich weniger rabattfähig als Verbrenner. Bestes Beispiel Tesla. 40 000 und 65 000 Liste sind halt harte Grenzen wegen Förderung.

Wie die Preise berechnet wurden macht mich schon etwas stutzig.
Hier gab es ja mal ein Bild
https://www.elektroauto-news.net/2021/bundesverband-emobilitaet-kosten-e-autos-deutlich-unter-verbrenner-niveau
Anschaffungskosten OpelCorsa E = 20420€ und OpelCorsa 1.2 Automatic 23700. Der Preis von dem E-Fahrzeug soll die Förderung enthalten.
Wenn ich bei Mobile schaue dann sehe ich einen „Opel Corsa -e F Selection“ für 21980€ und der Preis enthält bereits die Bafa SubventionenEinen Opel Corsa F 1.2 Turbo GS Line Sicht Park&Go Winter E gibt es für 21490€.Also ja so sehr ich E-Autos auch schätze man sollte sich hier möglichst nicht zu Angreifbar machen. Da wird aus einer 1720€ günstigeren Anschaffung also schon mal eine 490€ teurere Anschaffung.
Mit korrekten Zahlen wäre dies in der Tat mal ein interessanter Vergleich wie die genau ermittelt werden, aber so bin ich etwas skeptisch wenn schon die Anschaffungspreise offensichtlich vom Listenpreis auszugehen scheinen und dann, bei dem E-Auto der Händleranteil der Förderung abgezogen wird und der Händlerrabatt ignoriert wird, dieser ist bei E-Autos praktisch immer um die Förderung niedriger.
Auch wie sich das Laden verteilt wäre interessant, da steht zwar 80% sollen zu Hause laden, aber wie hoch ist der Anteil an Strom der außer Haus genutzt wird, ist da auch mal eine 2 wöchiger Urlaub dabei? Der dann komplett mit öffentlichen Ladesäulen genutzt wird?
Ich bezweifle nicht das am Ende das E-Auto günstiger ist, aber diesem Vergleich scheinen ein paar Zahlen zu fehlen.

Mein eCorsa First Edition Listenpreis 35000 €, mein Sohn hat die im wesentlichen gleiche Ausstattung als Verbrenner, mit Händlerrabatt etwa 12000 günstiger. Abzüglich der Förderung war mein BEV also 3000 € teurer.
10 Jahre steuerfrei, etwa 90 Euro im Jahr. 6 Liter Sprit 1,30 x 6 = 7.80€/100 x 10000km = 780 €/Jahr vs 20 kWh Strom x 0,33 Euro= 6,60€/100 x 10000km = 660 Euro / Jahr.
Also etwa 200 Euro im Jahr günstiger. Werkstattkosten könnten wir noch nicht ermitteln aber da dürfte der eCorsa günstiger sein.
Da es ein Firmenfahrzeug ist spare ich zusätzlich durch die 0,25% an geldwerten Vorteil noch ein paar Euro monatlich. Da ich nicht auf Firmenkosten strome und keinen Zwischenzähler in der Garage installiert habe kann ich pauschal 70 Euro im Monat an Stromkosten vom AG erhalten. Verbrauchen nach o.g. Rechnung nur 55 Euro im Monat.
Wer das Auto privat kaufen muss und diese Vorteile nicht hat für den dürfte es im Moment nicht günstiger sein. Kommt also immer auf die Einzelsituation an.

Noch ein Beispiel zu den Verbrauchskosten:
1. Wenn es irgendwie geht, lade ich bei Edeka: 0 Cent/kWh
2. Wenn ich unterwegs bin bei Maingau (28 Cent) oder EnBW (39 Cent).
3. Manchmal zu Hause (30 Cent)
Bei bisher gefahrenen 40000 km ein Schnitt von 80 Cent/100 km.

Hier noch eine weitere interessante Rechnung, um ein Gefühl dafür zu bekommen, was die Batteriealterung an Kosten pro 100km ausmacht. Dazu habe ich die monatlichen Mietkosten, die Renault bis vor kurzem für die 40 und 50kwh Akkus für Renault Zoe angegeben hat, umgerechnet anteilig auf 100km Fahrstrecke.
Also für 17.500 Km / Jahr (1458km / Monat): 111,13 Euro monatlich, entspricht 111/14,6 = 7,60,- Euro pro 100km nur für die Batteriealterung ohne die Kosten für den Stromverbrauch.
Wenn man mehr oder weniger Kilometer im gewählten Mietvertrag mit Renault fährt, dann berechnet Renault ca. 5ct pro km, entspricht 5 Euro pro 100 km.
D.h. man muss wohl zwischen 5 bis 7 Euro pro 100 km für die Batteriealterung rechnen.

Die Rechnung wird allerdings besser, wenn man deutlich mehr als 1500km pro Monat fährt. Für diesen Fall gibt Renault einen Preis von 120 Euro ohne Kilometerbegrenzung an. D.h. dann wohl das mit diesen 120,- Euro die kalendarische Alterung des Akkus abgedeckt ist und höhere Kilometerzahlen einen eher geringeren Einfluß auf die Alterung des Akkus haben.

Aber natürlich ist dieser Vergleich in den meisten Fällen in der Praxis so möglich. Ausser für Mieter
die (noch) nicht zu Hause laden können. Diese Rechnung kann noch positiver werden, wenn zu Hause an einer schon abbezahlten PV Anlage geladen wird. Auswärts bei Lidl und im Urlaub ebenfalls gratis im Hotel.
Das ist der künftige Hauptmarkt. Wer da mietspielen kann, wird elektrisch nichts zu befürchten haben. Da muss Tesla nach unten noch besser abrunden.

Die Akkuhaltbarkeit ist kein sehr grosses Problem, aber das Risiko trotzdem grösser als zum Austauschmotor eines Verbrenners. Auch Renault hatte mit ihrer Mietrechnung nie drauf bezahlt.
Der Grund der Aufhebung der Mietakkumöglichkei liegt beim komplizierten Vertragsmodus mit der RCI Bank. Vor allem die Importeure in vielen Ländern wollten diesen Papierkram nicht mehr, bedingt durch die zur zeitigen hohen Tageszulassungen , Km Fälschungen und unsaubere Uebergänge bei Halterwechsel. Schade.

Ein Wort zum Akkuflicken:
Erstens schon mal positv, dass hier was anläuft . Achtung ein Transport nach Flin in Frankreich kostet über 2000 Euro. Das ist Gefahrengut. Auch zum Umbau da darf kein normaler Automech. ran.
Also müssen hier Spezialisten vor Ort was aufbauen. Jetzt soll keiner mehr behaupten, es würden keine neuen Jobs entstehen durch die E Mobilität.

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