BMW iX3: Unser Test, Eindrücke & Erfahrungen

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Es folgt ein etwas anderer Elektroauto-Test. Was durchaus daran liegen mag, dass der BMW iX3 länger als die üblichen zwei Wochen bei mir zu Gast ist. Im Rahmen des FINN Elektroauto-Abo Selbsttest, habe ich mir den Stromer für 12 Monate, als alltägliches Gefährt gesichert. Über erste Erfahrungen und Eindrücke des BMW iX3 im Alltag berichte ich in diesem Test. Zu einem späteren Zeitpunkt erfährt dieser ein Update oder wird durch einen entsprechenden weiteren Artikel ergänzt.

Ende November 2021 fand der BMW iX3 seinen Weg zu mir. Angeliefert wurde er von einem FINN-Überbringer, welcher zunächst Papiere prüfte, fotografierte und alles dokumentierte, um das E-Autoabo mit Übergabe des Fahrzeugs nun auch offiziell zu starten. Über die geringfügige Anlieferverzögerung, ohne Informationen – beziehungsweise nur auf Nachfrage – habe ich bereits im ersten Artikel der FINN-Serie geschrieben. Am ersten Abend stand natürlich keine Testfahrt mehr auf dem Programm, sollte in den nächsten Tagen, dann aber auch nicht zu kurz kommen.

Vorab sei noch erwähnt, meine Eindrücke sind vollkommen subjektiv und spiegeln demnach nur meine eigene Meinung wider. Denke aber, dass die Informationen, Eindrücke und Fotos in diesem Artikel ihren Teil dazu beitragen können, um sich ein erstes Bild vom BMW iX3 zu verschaffen.

Wie immer gilt; sollten nach dem Lesen des Test- und Fahrberichts des iX3 von BMW von deiner Seite noch Fragen offenstehen, einfach melden und ich versuche diese zu beantworten. Deine persönlichen Erfahrungen mit dem E-Auto von BMW kannst du mir gerne zukommen lassen, damit wir diese mit den anderen Lesern teilen. Über Elektroautos im Allgemeinen kannst du dich auf dieser Seite informieren.

BMW iX3: Sports Activity Vehicle (SAV) mit Stil

Der BMW iX3 feierte seine Europapremiere im September 2021, auf der IAA München. Im gleichen Monat ist dann auch die Fertigung des Stromers in Shenyang, China gestartet, von wo aus das E-Auto nicht nur in China, sondern weltweit vertrieben wird. An sich gab es das Fahrzeug, bereits seit Anfang 2021 auf dem Markt, erfuhr aber zeitgleich mit Überarbeitung des Verbrenners ebenfalls ein Update und wurde so wohl zum Stromer mit dem kürzesten Lebenszyklus, vor Modellpflege. 

Im Rahmen der Modellpflege hat das E-Auto seinen sportlichen Charakter nicht verloren, sondern noch mehr ausgeprägt. Mit dem zusätzlich erhältlichen M Sportpaket tritt er dann wahlweise noch massiver/ sportlicher auf. Das Serienfahrzeug überzeugt durch seine Neugestaltung der Front- und Heckpartie, welche damit auch den Verweis zur konzeptionellen, technologischen Nähe des BMW iX aufbringt. Des Weiteren seien neue Bedienelemente als auch eine erweiterte Serienausstattung vorzufinden, auf welche ich im Verlauf des Testberichts sicherlich eingehen werde.

Den iX3 bezeichnet BMW als Wegbereiter für eine neue Ära der Elektromobilität. Was daran liegt, dass dieser das erste Modell ist, in dem die BMW eDrive Technologie der fünften Generation zum Einsatz kommt. Beim rein elektrischen iX3 kommt der Synchron-Elektromotor ohne seltene Erden aus und hat einen Wirkungsgrad von 93 %. Aufbauend auf der BMW-CLAR-Plattform kommt das E-Auto auf der gleichen Basis wie Benziner, Diesel und Plug-in-Hybrid daher. Im Vergleich zu den anderen Antriebsarten liegt der Schwerpunkt um 7,5 cm niedriger. Was sicherlich mit dem Gewicht des im Boden verbauten 74 kWh (netto)/ 80 kWh (brutto) Lithium-Ionen-Akku in Verbindung zu bringen ist.

Dieser Akku ermöglicht dem E-SAV eine Reichweite von 460 Kilometer nach WLTP-Zyklus. Wobei hier direkt zu vermerken ist, dass diese der BMW iX3 im Alltag nicht erreichen konnte. Was zumindest zum Teil auf die niedrigen Temperaturen und das widrige Wetter zurückzuführen ist. Doch dazu in einem späteren Abschnitt mehr.

Die Höchstleistung des Elektroantriebs liegt bei 210 kW (286 PS) und einem maximalen Drehmoment von 400 Nm. Die Kraftübertragung erfolgt auf die Hinterräder, die Beschleunigung von null auf 100 km/h in 6,8 Sekunden. Die Combined Charging Unit ermöglicht Gleichstrom-Schnellladen mit einer Leistung von bis zu 150 kW. Damit soll es in 34 Minuten von Null auf 80 Prozent beim Laden des Akkus gehen.

BMW stellt iX3-Kunden zwei Ausstattungslinien zur Auswahl: Inspiring sowie die höherwertigere Ausstattung Impressive. Im Rahmen meines FINN Elektroauto-Abo Selbsttest, konnte ich meinen iX3 von BMW in der Farbe Phytonicblau sowie dem Ausstattungspaket Impressive für ein Jahr in Empfang nehmen. Dies vorab zur Einordnung, etwaiger Ausstattungselemente auf den eingebundenen Fotos. Die eigentlichen Unterschiede zwischen den Ausstattungslinien betrachten wir zu einem späteren Zeitpunkt.

Kompromiss auf vier Räder? BMWs Stromer auf Multi-Plattform.

Beim BMW iX3 kommt relativ schnell der Gedanke auf, dass es sich um eine Kompromiss-Lösung auf vier Räder handeln könnte. Oder auch Conversion Vehicle mit Kinderkrankheiten in der Szene genannt. Denn im Gegensatz zum Flaggschiff BMW iX oder zum Erstlingsstromer BMW i3 kommt der iX3 auf der gleichen Cluster Architecture (CLAR)-Plattform daher, auf der die andere Antriebsarten aufbauen. Es ist eine modulare Plattform, welche mit Hinterrad- oder Allradantrieb ausgestattet werden kann. Grundlegend ist er für einen Verbrenner-Antriebsstrang ausgelegt und verfügt optional über ein 48-Volt-Bordnetz in einer Mild-Hybrid-Konfiguration. Unterstützt aber zudem auch Plug-in-Hybrid- und batterieelektrische Antriebe.

Und dennoch gelingt es der vollelektrischen Variante des X3 – einem der beliebtesten BMW-Modelle – zu überzeugen. Was sicherlich daran liegen mag, dass der bayrische Automobilhersteller seine Learnings aus dem BMW i3 auf die aktuellen und kommenden Modelle übertragen hat. Denn trotz seiner stattlichen Maße von 4.734 mm Länge, 1.891 mm Breite sowie 1.668 mm Höhe, sowie einem Radstand von 2.864 mm, kommt der E-SAV verhältnismäßig Strom sparend daher. Zumindest insofern man sich an den Vorgaben aus dem technischen Datenblatt (18,9- 18,5 kWh/100 km) orientiert. Doch auch hierzu später mehr.

Besonders am BMW iX3 ist nicht nur die Tatsache, dass er den „Power of Choice“-Ansatz der Marke BMW bestens verkörpert, sondern, dass dieser als erstes Modell der Marke am chinesischen Fertigungsstandort Shenyang des Joint Ventures BMW Brilliance Automotive auch für den weltweiten Export produziert wird. Seit seiner Markteinführung hat der Stromer zudem ein erstes Up-/ Upgrade erfahren, welches diesen mit einer mit einem intelligenten Wärmemanagement für die Hochvoltbatterie ausstattet. Dies kommt den Ladezeiten zu Gute, da der Akku entsprechend vorkonditioniert wird. Dies funktioniert natürlich nur, wenn man die Ladestation übers Navi ansteuert und das Fahrzeug dementsprechend planen kann.

Dem E-Auto an sich ist es möglich mit bis zu 150 kW zu laden. Wobei die Energie in diesem Fall in den Lithium-Ionen-Akku mit einem Brutto-Energiegehalt von 80 kWh, wovon 74 kWh genutzt werden, fließt. Hierdurch ist es dem E-SUV möglich bis zu 460 km im WLTP-Zyklus zu fahren. In der Realität, wie bei anderen E-Autos auch, aber kaum zu erreichen. Hier bringt es der iX3 eher auf 380- 390 km. Zu berücksichtigen sind aktuell vor allem niedrige Temperaturen, hohe Heizleistung sowie die Tatsache, dass auch längere Autobahnstrecken mit am Start waren.

Bevor wir hier jedoch zu sehr ins Detail gehen, möchte ich zunächst noch den Akku ein wenig genauer betrachten. Der Hochvoltspeicher der jüngsten Generation weist eine besonders flache Bauweise auf. Er kann, tief im Unterboden angeordnet, in die flexible Fahrzeugarchitektur des Sports Activity Vehicle integriert werden. Der Schwerpunkt des BMW iX3 liegt dadurch 7,5 cm niedriger als bei den konventionell angetriebenen Varianten, mit entsprechenden Vorteilen bei der Querdynamik.

Keinen Kompromiss geht der BMW iX3 in puncto Ökobilanz ein. Setzt der Stromer doch auf einen effizienten Antrieb, den umfangreichen Einsatz von Sekundärrohstoffen in der Fertigung von Aluminium-Gussbauteilen und thermoplastischen Kunststoffen, der Verzicht auf Seltene Erden sowie die 100-prozentige Nutzung von Strom aus erneuerbaren Quellen in der Produktion und der Fertigung. Dies führt dazu, dass der BMW iX eine günstige Ökobilanz von Haus aus mit sich bringt, vor allem, wenn man ihn im direkten Vergleich zu einem von einem Dieselmotor angetriebenen BMW X3 xDrive 20d betrachtet. Die Ökobilanz fällt um mehr als 30 Prozent besser bei Verwendung von europäischem Durchschnittsstrom in der Nutzungsphase und rund 60 Prozent bei ausschließlicher Verwendung von Grünstrom aus. Eine Ansage!

Bei FINN, von denen der BMW iX3 für ein Jahr abonniert wurde, ist positiv zu erwähnen, dass diese den CO2-Ausstoß einer Verbrenner-Variante schultern würde. Denn das Start-Up schreibt sich auf die Fahne den anfallenden CO2-Ausstoß des Autos durch die Unterstützung ausgewählter Klimaprojekte kompensieren. Und die Verbrenner somit zumindest ein wenig grüner zu machen.

 

Vollelektrisch durch den Alltag mit dem BMW iX3

Der BMW iX3 macht es einem einfach, einfach. Vor allem im Winter. Oder gerade wegen der kühlen Jahreszeit bin ich auf den Stromer so gut zu sprechen. Mag daran liegen, dass ich bei dem E-Fahrzeug erstmalig die entsprechende My BMW App auf meinem Smartphone installiert habe. Und diese mir beispielsweise gestattet, direkt nach dem Aufstehen mit nur einem Klick den E-SUV vorzuheizen. Eis kratzen ist damit Vergangenheit und auch die Tatsache, dass man ins gewärmte Auto steigt, macht es einfacher sich zu überwinden aufs Home-Office zu verzichten, um ins Büro zu fahren.

Eine vermeintliche Kleinigkeit, welche aber durchaus einen Unterschied für mich im Alltag macht. Auch die Tatsache, dass ich mich mit meinem Fahrzeug unterhalte ist neu für mich. Oder wird zumindest intensiver genutzt. Statt Ziele fürs Navi über das BMW typische Drehrad einzugeben, reicht eine Ansage per Sprachbefehl. Auch die Klimaanlage lässt sich darüber steuern. Die Lenkradheizung leider nicht, da nicht verbaut in meinem Modell. Aber das mag auch weniger mit BMW Intelligent Personal Assistant, als mit meiner Modell-Auswahl zusammenhängen.

Bleiben wir noch kurz bei der My BMW App, welche mir auch hinsichtlich Ladevorgänge eine Hilfe ist. Zu einem bietet die App eine Historie über bisherige Ladevorgänge, lässt mich aber auch Ladeeinstellungen entsprechend steuern oder noch simpler ausgedrückt, nach Anstecken an die Ladestation sehen, wann das Fahrzeug voll geladen ist. Sprich, einmal aktiviert, folgt eine Push-Benachrichtigung, wenn der Stromer von Ladestation abgeholt werden kann. Zudem ermöglicht es entsprechende Auswertungen/ Einordnungen im Nachgang. So kann ich mit Blick auf die App sehen, dass ich bei den letzten Ladevorgängen, relativ ähnlich geladen habe: 01:34 h für 55 kWh, 01:24 h für 49 kWh sowie 01:43 h für 58 kWh. Sicherlich eher etwas für Zahlenfans. Aber wieso nicht nutzen, wenn es schon angeboten wird.

Nun kommen wir aber Mal weg von Apps und digitalen Services, hin zum eigentlichen Fahren des Stromers. Denn dafür ist er schließlich gedacht. Hier zeigt sich, dass der BMW iX3 durchaus mit seinem wuchtigen, massiven Auftreten aufzufallen weiß. Wer nun erwartet, dass sich dieser schwerfällig über die Straße bewegt liegt allerdings nicht richtig. Denn trotz seiner Größe kommt man mit dem vollelektrischen X3 zügig von A nach B. Durch den tiefen Schwerpunkt, Akku im Unterboden sei Dank, liegt der Stromer nah an der Straße und behält auch bei höherer Geschwindigkeit seine Stabilität.

Denn 210 kW/ 286 PS sei Dank kommt der iX3 auch durchaus flott vom Fleck, wenn es den notwendig ist. Viel schöner ist es jedoch mit diesem einfach nur zu cruisen und die Landschaft an sich vorbeiziehen zu lassen. In den ersten vier Woche hat mich das E-Auto bereits in den unterschiedlichsten Situationen begleitet und stets gut geschlagen. Egal, ob es die Fahrt ins Büro ist, Besorgungsfahrten im Ort und der näheren Umgebung, Besuch bei der Verwandtschaft in der Ferne oder einfach ein wenig durch die Gegend fahren und die Umgebung auf sich wirken lassen. Es macht einfach Spaß.

Dabei ist es meist der eigene Fuß und der Druck dessen aufs Strompedal, welcher bestimmt, ob und wie stark der Stromverbrauch des Elektro-SUV ansteigt. Im technischen Datenblatt sind 18,9- 18,5 kWh/100 km vermerkt, welche sich durchaus erreichen lassen, wenn man bewusst fährt und die bevorzugt die Sport-Modi nicht nutzt. Setzt man auf Letztere und gibt durchaus Strom auf der Autobahn, schnellt der Verbrauch, verständlicherweise, in die Höhe. Werte von um die 32 kWh/ 100 km sind dann zu erreichen. Aber das Prinzip Strom geben = Reichweiten-Reduktion gilt so auch bei allen anderen E-Fahrzeugen.

Ansonsten wartet der BMW iX3 genau mit dem Maß an Fahrgefühl auf, welches man von einem solchen Fahrzeug erwartet und auch erwarten darf. Außerhalb der Stadt lässt man den Stromer schon eher im normalen Drive-Mode, während man in der Stadt bewusst auf hohe Rekuperation durch den „B-Fahrmodus“ setzt, um mit One-Pedal-Feeling durch den urbanen Alltag zu gleiten. Wobei hier jeder für sich selbst herausfinden sollte, welche Fahrweise man bevorzugt.

Hohem Komfort, durchdachten Assistenz-Systemen sowie vielfältigen Multimedia-An- und Einbindungen – wie beispielsweise Apple CarPlay und Android Auto – sei Dank, bereitet das Fahren so oder so Freude. Eines meiner kleinen Highlights ist hierbei die Tatsache, dass ich aktuell drei Smartphones mit dem Fahrzeug gekoppelt habe (Firmen-Smartphone, sowie Privates von meiner Lebensgefährtin und mir) und dennoch gelang es dem iX3 bisweilen stets den richtigen Podcast oder Gespräch wiederzugeben. Hat bei anderen Fahrzeugen oftmals nicht mit nur einem gekoppelten Gerät funktioniert.

Reichweite, Verbrauch und Lademöglichkeiten im Blick

In den vorherigen Abschnitten bin ich nun schon auf einige Aspekte des vollelektrischen Fahrens mit dem iX3 von BMW eingegangen. Dabei konnte man sicher schon feststellen, dass der bayrische Automobilhersteller seinem Premium-Versprechen gerecht wird. Sowohl in puncto Design, Verarbeitung und Leistung. Das Thema Laden nehmen wir nun noch ein wenig genauer unter die Lupe. 

Bedingt durch den längeren Zeitraum, für den mir der BMW iX, im FINN Abo zur Verfügung steht, war in der Tat von reinen Stadtfahrten, über Überland- bis hin zu Autobahnfahrten alles mit dabei, was man mit einem Stromer erleben kann. Somit hatte ich die Möglichkeit einen ganz guten Querschnitt durch die Strecken abzubilden, welche der Stromer von BMW wohl auch unter „normalen Begebenheiten“ meistern müsste. Aktueller Zwischenstand – bei Erscheinen des Berichts – stehen um die 840 Kilometer auf dem Tacho, welche ich zurückgelegt habe. Ausreichend genug, um ein erstes Bild vom Stromer zu bekommen.

Aufbauend auf einer Plattform, welche sowohl für Verbrenner, als auch E-Autos verwendet wird, schlägt sich der BMW iX3 mit dem Problem herum, dass er eben nicht zu Ende optimiert scheint. Und dennoch bringt es der durchaus als massiv zu beschreibende Sports Activity Vehicle (SAV) auf ganz ordentliche Verbrauchswerte. Diese weichen zwar von den Angaben aus dem technischen Datenblatt 18,9- 18,5 kWh/ 100 km ab. Aber nicht so stark, dass man diese nicht als „hinnehmbar“ erachten kann.

 

Betrachtet man den Verbrauch über die rund 840 Kilometer, welche wir mit dem Stromer zurückgelegt haben, zeigt sich, dass dieser bei 22,5- 19,5 kWh pro 100 km einpendelt. Jedem Stromer gleich ist jedoch, dass der Akku irgendwann dem Ende zu geht. Dann muss geladen werden. Im Fall des iX3 von BMW geschieht dies über folgende Optionen: 

Die schnellstmögliche Lademöglichkeit bieten somit Gleichstrom-Lader mit 150 kW-Ladeleistung. Hier geht es in 32 Minuten von 10 auf 80%. Anders ausgedrückt: Pro zehn Minuten an einer Schnellladesäule lädt der iX3 Strom für gut 100 Kilometer Reichweite gemäß WLTP nach. BMW ordnet das Ganze, auf der eigenen Webseite des BMW iX3 noch ein wenig ein: So kostet eine vollständige Ladung 28,25 € bis 28,75 € (WLTP). Das heißt 100km können für nur 6,25 € zurückgelegt werden. Basierend auf den WLTP Verbrauchsangaben und einem Energiepreis von 0,33€ pro kWh.

Exterieur und Interieur im Fokus

Erste Erfahrungen, beschriebene Eindrücke und eingebundene Fotos haben dir hoffentlich einen Eindruck des iX3 von BMW vermitteln können. Nun tauchen wir gemeinsam noch ein wenig mehr ein und betrachten das Exterieur und Interieur des E-Autos vetwas genauer.

Dass der BMW iX3 alles andere als zurückhaltend daherkommt, haben dir nicht nur die eingebundenen Fotos im Test- und Erfahrungsbericht gezeigt, sondern auch die bisherigen Daten vermittelt. Und dennoch oder wahrscheinlich gerade deshalb ist es wichtig zu betonen, dass der Stromer nicht nur nach seinen Außenmaßen bemessen und eingeordnet werden sollte. 

Der BMW iX3 wird in zwei Ausstattungslinien angeboten. Bereits die Basisausstattung Inspiring umfasst eine Vielzahl von Details: Eine Metallic- Lackierung und 19 Zoll große Aerodynamik-Räder, LED-Scheinwerfer, ein Panorama-Glasdach und eine automatische Heckklappenbetätigung gehören ebenso dazu wie der Driving Assistant Professional einschließlich Geschwindigkeitsregelung mit Stop & Go-Funktion, Lenk- und Spurführungsassistent sowie Spurwechsel- und Spurverlassenswarnung, eine Park Distance Control mit Sensoren an Front und Heck, eine Reifendruck-Anzeige und eine Alarmanlage. 

Des Weiteren kommen ein Sportlenkrad, ein Ablagenpaket, das Ambiente Licht, elektrisch einstellbare Sitze mit Memory-Funktion auf der Fahrerseite und die mit Wärmepumpen-Technik betriebene Klimaautomatik einschließlich 3-Zonen-Regelung, Standheizungs- und Standklimatisierungsfunktion dazu. Fairerweise muss man sagen, dass ich hier ein wenig zwischen Interieur und Exterieur gesprungen bin. Möchte dir aber natürlich den bestmöglichen Überblick zum Angebot des Stromers aufzeigen. Noch eine Spur komfortabler wird es mit der zweiten Ausstattungslinie.

Im Ausstattungspaket Impressive wartet der E-SAV mit 20 Zoll große Leichtmetallräder im neuen aerodynamisch optimierten Design und Adaptive LED-Scheinwerfer auf. Des Weiteren setzt das Elektroauto auf eine spezielle Akustikverglasung für die Fahrer- und Beifahrer-Seitenscheiben. Vermeintliche Kleinigkeiten, welche auf der Straße und bei entsprechendem Lärm von außen jedoch den Unterschied machen können.

Interessanter für mich ist da schon eher der Komfortzugang, der es gestattet, dass der Autoschlüssel in der Hose verbleibt. Wobei ich hier anmerken muss, dass dies leider nicht immer funktioniert hat und ein ums andere Mal dann doch herausgekramt werden musste. Eine Bereicherung, vor allem auf längeren Strecken, ist aber wahrlich das BMW Head-up-Display, welches die Navigation von A nach B noch einfacher gestaltet. Einem entsprechenden Überblick sei Dank. 

Darüber hinaus sind in der höchsten Ausstattungslinie Parking Assistant Plus einschließlich Rückfahrkamera, Rückfahrassistent und Surround View an Bord vorzufinden. Vor allem mit der ebenfalls verbauten BMW Gestiksteuerung muss man erst einmal warm werden. Aber einfacher als durch eine kreisende Bewegung laut und leiser zu regeln geht es wirklich nicht. Der entsprechende Sound kommt aus dem verbauten Harman Kardon Surround Sound System. Was will man mehr?

Zum optischen Auftreten an sich muss man eigentlich nicht viele Worte verlieren. Sondern vielmehr das Fahrzeug für sich sprechen lassen. Und dennoch kann man erwähnen, dass der iX3 mit der markanten BMW Niere daherkommt. Diese ist größer als zuvor und wird in einen einteiligen Rahmen in den Fokus gestellt. Die Mesh-ähnliche Struktur lenkt die Blicke der Betrachter und bereitet vor allem im Winter, mit gefrorener Front einen schönen Anblick, wie ich persönlich finde.

Ansonsten zeichnet sich das E-Auto von BMW durch kraftvolle Proportionen, welche durch präzise geführte Linien und klar gestaltete Flächen gestützt werden. So verbindet der BMW iX3 auf den ersten Blick ein robustes Auftreten, mit sportlichen Ansätzen und einem Hauch Premium in sich. Kann sich durchaus sehen lassen. Vor allem in dem von mir bei FINN gewähltem Farbton in Phytonicblau.

Der Premium-Ansatz setzt sich konsequent im Innenraum des iX3 fort. Moderne Bedien- und Steuerelemente, Reduktion auf das Wesentliche und eine aufgeräumte Menüführung vermitteln beinahe einen Hauch von Minimalismus und Reduktion. Zumindest, wenn man direkte Vergleiche zu Marktbegleiter zieht. Ein bisschen weniger wäre natürlich immer noch möglich. Aber gerade der BMW Personal Assistant versteht es hier einen Unterschied zu machen und durch das Angebot der Sprachsteuerung auf entsprechende Taster zu verzichten.

Grundsätzlich gilt, dass BMW die Ausrichtung der Konzentration auf das Geschehen im Straßenverkehr in den Fokus stellt. Alle verbauten Systeme und Bequemlichkeiten dienen nur dazu, dass sich der Fahrer eben darauf konzentrieren kann und er sich über andere Dinge keine Gedanken machen muss. Oder zumindest nicht viele. 

BMW iX3: Preise & Förderung durch Umweltbonus

Sollten dich die bisherigen Eindrücke des Stromers von BMW überzeugt haben, dann ist es nun wohl an der Zeit einen Blick auf die Preise zu werfen. Auch ob die Förderung durch den Umweltbonus für das Elektroauto des bayrischen Herstellers eine Option ist will ich nicht unbeachtet lassen.

Seit Februar 2020 gibt es mehr Geld, wenn ein E-Auto unter einem Listenpreis von 40.000 Euro erworben wird. 6.000 Euro statt 4.000 Euro werden nun vom Kaufpreis erstattet. Bei Plug-In-Hybride in dieser Preisklasse gibt es künftig 4.500 Euro statt 3.000 Euro. Für Elektroautos mit einem Listenpreis über 40.000 Euro wird der Zuschuss für reine E-Autos künftig bei 5.000 Euro liegen, für Plug-in-Hybride bei 4.000 Euro. Des Weiteren ist mit dem jüngsten Konjunkturpaket eine Förderung reiner E-Autos in Höhe von maximal 9.000 Euro möglich; wenn der Netto-Listenpreis unter 40.000 Euro liegt. Im Fall des BMW iX3 greift eine verminderte Förderung, so dass man mit Umweltbonus und Innovationsprämie auf einen Nachlass von 7.500,00 Euro kommt.

Vorstellig war bei mir der BMW iX3 in Phytonicblau, sowie der Ausstattungslinie Impressive. Dieser beginnt somit, gemäß der zuvor aufgeführten Preisliste ab 72.400,00 Euro (brutto). Hinzu kam im Fall des E-Fahrzeugs aus dem FINN Elektroauto-Abo die Sonnenschutzverglasung ab der B-Säule (480 Euro) sowie die M Hochglanz Shadow Line mit erweiterten Umfängen (200 Euro). Dies hat dazu geführt, dass der Gesamtpreis des Stromers bei 73.080,00 Euro lag. Die Kaufprämie für Elektroautos sowie die Innovationsprämie können bei diesem Modell somit nicht voll zum Abzug gebracht werden. Daher gibt es auch „nur“ 7.500 Euro Umweltbonus und Innovationsprämie vom Staat.

Fazit zum Test des BMW iX3

Dem BMW iX3 als alltäglicher Begleiter kommt mittlerweile eine andere Rolle zu teil, als es bei anderen Testfahrzeugen diverser Hersteller der Fall war. Was sicherlich daran liegt, dass er mich eben nicht nur ein, zwei Wochen sondern ein gesamtes Jahr begleitet. Dem Elektroauto-Abo von FINN sei Dank. Daher sind die Eindrücke, welche ich in Zukunft noch sammeln darf sicherlich noch um einiges vielfältiger. Wenn du also Fragen hast, gerne stellen, versuche diese zu beantworten. Denn trotz aller Mühe lässt sich nicht immer alles in einem Test- und Erfahrungsbericht unterbringen. Auch Fragen zum E-Auto-Abo von FINN sind gerne gesehen.

Bisweilen bin ich vom iX3 überzeugt. Trotz der Tatsache, dass er nicht von Beginn an als reines E-Fahrzeug gedacht war, weiß er im Alltag dennoch zu überzeugen. Durch seinen niedrigen Schwerpunkt, seinen starken Antrieb sowie die Schnellladefähigkeit von bis zu 150 kW ist er ein guter Begleiter. Nicht nur auf Kurz- sondern auch auf Langstrecke. Durch zahlreiche Features und Assistenzsysteme möchte man teilweise gar nicht mehr aussteigen. Und die Diskussion auf Reisen ist dann nicht mehr die, wer nicht fahren muss, sondern fahren darf. Zumindest läuft es bei uns so ab.

Man muss allerdings auch deutlich erwähnen, dass dieses Fahrzeug mit all seinen Vorzügen einen entsprechenden Preis mit sich bringt. Denn sich nicht jeder leisten kann oder auch mag. Auch, wenn er aus meiner subjektiven Sicht, durchaus gerechtfertigt erscheint. Wer also ein solches Fahrzeug erst einmal ein wenig fahren möchte, um zu schauen ob es etwas für länger ist, der ist mit FINN ganz gut beraten. Denn hierdurch wird nicht nur das reinschnuppern in die E-Mobilität ganz simpel. Sondern auch das Fahren von eher höherpreisigen Fahrzeugen zu fairen Abo-Gebühren.

Selbst freue ich mich auf die kommenden Monate mit dem Stromer von BMW. Werde sicherlich noch weitere Eindrücke und Erfahrungen sammeln, um darüber zu berichten.

Disclaimer

Gemeinsam mit FINN macht sich Elektroauto-News.net auf, um im Selbstversuch deren Elektroauto-Abo für ein Jahr zu testen. Dabei betrachten wir vom ersten Kontakt mit FINN, über die Anlieferung, Fahrt und Abholung am Ende der Laufzeit sämtliche Phasen des E-Auto-Abos. Beantworten deine Fragen und gehen auf Kritik ein. Unserem Portal wird für den Test ein vergünstigtes Abo zur Verfügung gestellt, was allerdings keine Auswirkung auf unsere hier geschriebene ehrliche Meinung hat.

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eine bezahlte Werbeeinblendungen der BMW AG.
ein Kollege hat diesen fahrenden Unsinn von „the power of choice“ unter 23kwh auf 100km rührt sich da nichts, trotz mehr Reifendruck, warmer Witterung und Ei unterm Pedal

Eine Heckschleuder… OMG, Gibts Sandsäcke für den Winter dazu? Design aus den 80er und von der Software wollen wir gar nicht erst sprechen. Das ganze für 67’000 Euro? So wird das nix BMW. Bye bye BMW.

840 gefahrene Km sind nicht gerade aussagekräftig. Das Fahrzeug ist ein Vorfaceliftmodell das aktuelle Modell wirkt schon wesentlich moderner. Verbrauchswerte sind ja immer sehr abhängig von der Fahrweise, beim Verbrenner allerdings auch. Ansonsten finde ich den Bericht schon gelungen, und wie gesagt nach ein paar Monaten und dann vielleicht mehreren Tausend gefahrene Km kann man mehr sagen. Ich persönlich finde so ein Autoabo oder auch Leasing stand jetzt sehr vernünftig, weil ,glaube ich,keiner genau weiß wo die Reise hingeht.

Ich fahre den IX 3 seit 4 Monaten und kann die Inhalte des Berichts in jeder Hinsicht bestätigen. Ein gelungenes Fahrzeug, das viel Freude bereitet……

Toller, informativer und interessanter Test Bericht. Ich habe den BMW iX3 impulsive bestellt. Fahre derzeitig den BMW X4 drive, mit dem ich sehr zufrieden bin.
Da meine letzten 4 BMW’s alle ‚drive‘, also Allrad, waren (auf Grund der zum Teil widrigen Winterverhältnisse im Bergischen Land), bin ich auf Grund der Tatsache, daß der iX3 kein Allrad ist etwas beunruhigt. Haben Sie den Wagen auch mal bei Schnee gefahren? Mein Händler meinte, weil der iX3, durch den Akku und der andere Verarbeitung gleichmäßiger schwer sei, als der X3, würden es bei Schnee keine Probleme.

Laut Alex Voigt via Twitter ist der iX3 schon von einem Rückruf betroffen (bad welding)
Time will tell

Sehr ausführlicher Bericht, vielen Dank. Ich möchte nicht auf die Details eingehen aber ich vermisse (in Anbetracht der Tatsache, dass der Nutzwert der künftigen Autos immer mehr von der Softwarequalität abhängen wird) Aussagen zu geforderten Serviceinspektionen, OTA-Fähigkeiten, Ladestoppplanung, Batteriemanagement, Fähigkeiten der Handy-App, TCO, Assistenz usw.
Danke.

Mir würde da ein schickes und modernes Ambiente innen fehlen. Bei diesem Wagen hätte ist zu sehr das Gefühl, in einen vom look and feel 5 Jahre alten Wagen einzusteigen. aber klar, wer gerne BMW fährt und sich in dem Auto wohl fühlt ist doch alles gut.

Für mich, als „noch I3s-Fahrer“, ist der iX3 die Dokumentation zweier Faktoren: BMW will und kann bis heute noch keine BEVs bauen bzw. BMW hat nach dem I3 schlicht aufgehört, zu entwickeln. Wobei ich mich auch frage, wo die Generationen 2,3 und 4 des BMW-E-Antriebs waren, wenn der iX3 Gen5 darstellt.
An keiner Stelle gibt es technisch herausragende Eigenschaften; dafür aber einen sportlichen Preis trotz chinesischer Produktion. Das beste am iX3 ist noch, dass er ein BMW ohne Dealer-Optik bzw. Nierenkrankheit ist. Immerhin.
Ich glaube allerdings schon, dass sich das Ding (sowie auch i4/iX) international verkaufen wird. Spätestens die Chinesen bezahlen noch den Image-Faktor vergangener Jahre, ohne einen technischen Gegenwert zu verlangen. Aber auch das wird sich abnutzen und spätestens dann wird es dunkel in München.

Was ich noch ergänzen möchte: Der BMW-Vertrieb ist zumindest hier in der Region völlig Verbrenner-orientiert. Als ich nach einem I3-Leasing für weitere drei Jahre fragte riet man mir, anstelle so eines Kompromisses einen M3 Vorführer zum Schnäppchenpreis zu leasen. Das wäre wenigstens ein echter BMW. Aha.

Last edited 9 Monate zuvor by Gerd

Hallo, ich möchte hier meine Erfahrung mit meinem IX3, Impressive in Punkto Verbrauch/Reichweite weitergeben.
Im August geleast ist eine Reichweite von 370lm in den Sommermonaten erreicht worden, unter den Premissen– Eco Plus, kaum Klimaanlage, sehr dezente Fahrweise.
In den kalten Wochen, habe ich teilwewise nach dem Vollladen eine Reichweitenanzeige von 230km angezeigt bekommen, teilweise nur 230-250 km mit einer Vollladung gefahren.
Grundsätzlich bin ich sehr zufrieden mit dem Auto, die Reichweitenangeben sind aber (natürlich temperaturbedingt) jenseits der Angabe bei diversen Testberichten.
Wer hat änliche Erfahrungen gemacht, speziell in den Wintermonaten.

Hallo, vielen Dank für den ausführlichen Bericht zum iX3. Ich hatte Anfang 2021 die Wahl zw dem X3 Hybrid u dem iX3 zu entscheiden u bin nach vielen Abwägungen beim Hybrid geblieben obwohl ich vom Herzen gerne rein elektrisch wäre. Wir sind die Erfahrungen im täglichen Leben mit dem Aufladen? Was ist wenn Sie in die Berge z Skifahren fahren? Viele Grüße Michael Nitz

Was mich noch interessieren würde:
Ich finde im gesamten momentanen elekro-Auto Angebot von FINN keinen BMW iX3 – war das etwa eine Spezial-Offerte für EA-news ?

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