VW Händler verlieren mit jedem ID.4-Verkauf bares Geld gegenüber Verbrenner

Copyright Abbildung(en): shutterstock / Lizenzfreie Stockfoto-Nummer: 1177526287

Es ist ein Teil meiner täglichen Arbeit, die deutsche Automobilindustrie zu analysieren und zu versuchen zwischen Wahrheit und Lüge zu unterscheiden. Wie auch im privaten Leben gibt es immer verschiedene Grautöne aber wenn man die Farben sorgfältig trennt, bleibt letztendlich nur Schwarz und Weiß übrig.

Im Laufe der Jahre habe ich festgestellt, dass es eine große Lücke gibt zwischen dem, was Manager der Automobilindustrie in der Öffentlichkeit bestätigen und dem, was sie intern sagen und tun. Das ist vielleicht nicht überraschend sollte es aber sein. Den Unterschied zwischen diesen beiden herauszufinden, ist in der Regel eine Arbeit, die es erfordert, ‚zwischen den Zeilen lesen’ zu lernen und ‚jeden Stein umzudrehen’. Wenn das gelingt eröffnet sich eine neue Perspektive. Als hypersensibler Mensch und einem den Experten einen Asperger nennen, habe ich glücklicherweise einige wertvolle Fähigkeiten, die mir dabei helfen, Körner der Wahrheit zu finden, wo andere hilflos sind.

Heute brauche ich meine ‚geheimen Superkräfte‘ aber nicht einzusetzen, denn ich habe ein vertrauliches Volkswagen-Dokument erhalten (Einen besonderen Dank an Antoine), dass nur für den internen Gebrauch bestimmt ist. Es gibt uns lehrreiche Einblicke, wie das Volkswagen-Management die Händler für jeden verkauften ID.4 kompensiert. Das vertraulich eingestufte Dokument, das auf meinem Schreibtisch liegt, wurde an französische Händler geschickt und ermöglicht es mir, Fehlinformationen zu beweisen, die einige von Ihnen vielleicht sogar als Lügen von Volkswagen bezeichnen würden. Es ermöglicht mir weiterhin festzustellen, dass die Behauptungen, die Greenpeace kürzlich über VW aufgestellt hat, richtig sind.

Alexander Voigt

Greenpeace hat eine Volkswagen Studie veröffentlicht, die zu folgenden Ergebnissen kommt:

Greenpeace behauptet, mit Händlern gesprochen zu haben, die eine ID.3-Verkaufsmarge von 6% mitteilten was etwa 8% niedriger ist als die durchschnittliche Marge von 14% für den Verkauf eines Verbrenners. Wenn diese Information korrekt ist, sollte es nicht überraschen, dass von den 25 befragten Händlern der Studie in Deutschland 17 den Kauf eines Verbrenners empfohlen haben aber nur ein Händler den ID.3. Das Verhältnis von 25:1 steht in krassem Gegensatz zu dem, was VW offiziell behauptet, nämlich den Verkauf von Elektroautos zu forcieren und den Übergang zum nachhaltigen Transport zu beschleunigen.

Das neu für die ID eingeführte VW-Händler-Agenturmodell sieht eine feste Provision oder Basismarge für den Händler vor. Im Vergleich zu Verbrenner-Fahrzeugen müssen Händler die Fahrzeuge nicht mehr im Voraus kaufen und finanzieren, was die Kosten reduziert. Dies macht den Händler zu einem Agenten für VW und eliminiert die Finanzierungskosten, aber auch die Flexibilität, da die Preise eines ID.3 oder ID.4 fixiert sind und die Händler keine Rabatte geben können, um den Verkauf dadurch zu fördern. Hinzu kommt, dass Elektroautos einen deutlich geringeren Wartungs- und Servicebedarf haben, was den Verkauf eines ID für einen Händler ebenfalls weniger attraktiv macht. Zusätzlich zur Provision erhalten die Händler einen Bonus, wenn sie eine bestimmte Anzahl von Fahrzeugen verkaufen. Dieser Bonus entfällt bei Elektroautos ersatzlos.

Konfrontiert mit den Ergebnissen der Greenpeace-Studie, in der 56 unbezahlte Greenpeace-Mitarbeiter mit 50 von 865 Händlern, die den ID.3 in Deutschland verkaufen, sprachen, lehnte VW zunächst eine Stellungnahme ab, gab aber kurz darauf gegenüber 24auto.de folgendes Statement ab:

"Der ID.3-Verkauf wird in diesem Programm sogar überproportional gefördert. In diesem Zusammenhang bitten wir um Verständnis, dass wir aus Wettbewerbsgründen keine internen Zahlen zur Frage der Händlermargen nennen können."

Volkswagen AG

Das mir vorliegende vertrauliche Volkswagen-Dokument belegt eine Basismarge von nur 4,5% und 0% Bonus für den ID.4 und macht ihn dadurch für jeden Händler, im Vergleich zu einem Verbrenner oder Hybrid im Verkauf unattraktiv. Im Bereich Service und Instandhaltung ist er es sowieso schon.

Verglichen mit der durchschnittlichen Basismarge eines Verbrenners von 14% bedeutet jeder verkaufte ID.4 einen Einkommensverlust von mindestens 9,5% für den Händler. Berücksichtigt man den Schwellenwertbonus, den ein Verbrenner erhalten kann, beträgt die Differenz schnell mehr als 10%. Rechnet man die zukünftigen Wartungs- und Servicekosten für einen verkauften Verbrenner hinzu, erhöht sich der Einkommensverlust weiter. Die nicht notwendigen Finanzierungskosten in einer Zeit der Negativzinsen bieten stattdessen keinen nennenswerten Vorteil.

Ein Einkommensverlust von 10% für ein Fahrzeug ist eine Menge Geld für einen Händler, der einen ID.4 verkauft hat, aber stattdessen auch einen Verbrenner oder Hybrid hätte verkaufen können. Auch wenn sich die Zahlen je nach Land leicht unterscheiden mögen, bleiben die Gesamtaussage und das Ergebnis dasselbe.

Wenn wir das Volkswagen Dokument mit den Behauptungen und Ergebnissen der Greenpeace-Studie vergleichen, können wir die Schlussfolgerung ziehen, dass die Aussagen von Volkswagen schlichtweg falsch sind und manche mögen sie sogar als Lüge bezeichnen.

Die Aussage von Volkswagen, der „ID.3-Verkauf wird in diesem Programm sogar überproportional gefördert“, ist für den ID.4 definitiv nicht zutreffend und die Annahme liegt nahe, dass sie auch für den ID.3 falsch ist. Beide Modelle unterscheiden sich nicht wesentlich und werden sich deshalb auch nicht wesentlich in der Händlermarge unterscheiden. Für den ID.4 in Frankreich beträgt die Händlermarge definitiv 4,5% ohne Bonus und die von Greenpeace veröffentlichten 6% Marge ohne Bonus für den ID.3 erscheinen in diesem Zusammenhang sehr realistisch.

Die schlechte Nachricht ist noch nicht einmal, dass die Händler einen Malus bekommen, wenn sie einen ID anstelle eines Verbrenners verkaufen, die schlechte Nachricht ist, dass VW sich nicht geändert hat und die Öffentlichkeit weiter belügt. Volkswagen verkauft nicht jeden Elektrowagen den sie verkaufen könnten, sondern versucht offensichtlich den optimalen Fahrzeugmix zu finden, um den höchstmöglichen Gewinn zu erzielen. Trotz Strafzahlungen von mehreren hundert Millionen Euro in 2020 aufgrund nicht erreichter CO2 Flottenwerte stehen diesen Kosten die höheren Gewinnen beim Verkauf von Verbrennern gegenüber. Der Klimawandel und CO2-Ausstoß ist dabei für das Management nicht von Bedeutung.

Volkswagen hat in der Vergangenheit auf kriminelle Art und Weise mit ausgeklügelten Täuschungsmanövern die Öffentlichkeit über die wahren Emissionen ihrer Fahrzeuge belogen und seine Kunden dabei um Milliarden betrogen. Der Nebeneffekt war und ist eine Beschleunigung des Klimawandels. Der finanzielle und rufschädigende Schaden war dabei groß, aber mit dem Antritt des neuen Vorstandsvorsitzenden Herbert Diess erklärte man, das Unternehmen habe sich nun geändert.

In den letzten 5 Jahren wiederholte Volkswagen durch seine Marketing- , Public Relations-Abteilung und auch durch das Management immer wieder, dass das Unternehmen den Wandel zum nachhaltigem Klimaschutz betreibt und beschleunigt.

"Die Wahrheit ist, dass Volkswagens Priorität Nr. 1 der nachhaltige Gewinn ist. Wenn es wirklich darum ginge, den Übergang zu nachhaltigem Transport zu beschleunigen, würde Volkswagen die Händler kompensieren, so viele ID.3 und ID.4 wie möglich zu verkaufen, aber sie motivieren die Händler stattdessen Verbrenner und Hybride zu priorisieren."

Alexander Voigt

Wir müssen erkennen, dass Volkswagen seine Kunden und die Öffentlichkeit wie in der Vergangenheit belügt und den Profit in das Zentrum seiner Handlung stellt. Profit zu machen ist nicht negatives aber dann sollte Volkswagen aufhören zu behaupten sie haben ein Interesse am Klimaschutz.

Dieser Artikel ist im Dezember 2020 auf der US Webseite www.cleantechnica.com erschienen und wurde in der heutigen deutschen Version mit aktuellen Zahlen, Inhalten und Informationen angepasst.

Newsletter abonnieren

Montag, Mittwoch und Freitag die neusten Informationen aus der Welt der Elektromobilität kostenfrei direkt ins eigene Postfach. Kuratiert aus einer Vielzahl von Webseiten und Blogs.

Dir gefällt dieser Beitrag? Teilen auf

Diese News könnten dich auch interessieren:

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
65 Comments
Oldest
Newest Most Voted
Inline Feedbacks
View all comments

Natürlich ist jedes börsennotiertes Unternehmen gegenüber seinen Aktionären zu möglichst großen Gewinnen verpflichtet – da beißt keine Maus einen Faden ab.
Das Problem der meisten Manager ist es, daß sie daher leider oft nur dem schnellen Gewinn nacheifern.
Ich habe das Gefühl bei Herrn Diess ist das eigentlich anders, aber er kommt leider nicht gegen die verkrusteten Strukturen im restlichen VW Management an – sehr schade eigentlich.
Ein weiterer Punkt für gebremsten Verkauf scheint mir auch die Versorgung mit genügend Batterien zu sein.
Da hatten ja auch Porsche und Audi hinreichend Probleme während des laufenden Jahres.
Tesla hätte den Semi (LKW) sicherlich auch schon gerne auf der Straße, aber auch hier ging die Auslieferung großer Mengen Model 3 und Y vor.
Das erklärte Ziel von Elon Musk ist es aber nicht maximalen Gewinn zu generieren, sondern maximales Wachstum von Tesla.
Sein Hauptziel bleibt die maximal schnelle Abkehr vom Verbrennungsmotor

– und das gelingt mit PKW schneller als mit LKW (auch wenn die Marge beim Semi sicher höher ist als bei Model 3 & Y)
Geld ist bei Elon sicher nicht der Antieb (2.Platz in der Forbes-Liste reicht ihm Wahrscheinlich auch – vorerst !!!)
Die CEOs der restlichen Automobilindustrie müssen aber ihre Schäfchen noch ins Trockene bringen – so auch der Rest des Managements bei VW.

Schon wieder so jemand, der von fehlenden Akkus schwadroniert.
Deine Motivsuche in allen Ehren aber es gibt keinerlei Beleg für deine Vermutungen.

Auch Musk fiebert dem maximalen Gewinn nach – er macht es aber über den Aktienkurs und nimmt da die dummen Risiko-Kapitalgeber aus.

du schreibst zu Recht
„Natürlich ist jedes börsennotiertes Unternehmen gegenüber seinen Aktionären zu möglichst großen Gewinnen verpflichtet – da beißt keine Maus einen Faden ab.“
Tesla ist eben auch börsennotiert und die Aktionäre wollen Kohle sehen .. mehr Kohle .. das kriegen sie im Moment über Börsenwert und Ablasshandel.

Beleg: Zitat VW Betriebsrats Chef Bernd Osterloh: Mittelfristiger Engpass könnten die nötigen Batteriezell-Kapazitäten werden Quelle:/jap/DP/stk
Ich schwadroniere also nicht sondern gebe die Aussagen von VW Mitarbeitern weiter, die wahrscheinlich über Ihrer Gehaltsklasse liegen Herr Maier
PS Lesen sie doch zur Abwechslung mal etwas bildendes z.B.den Spiegel Bestseller im Bereich Sachbuch:
Autor: Ashly Vance
Titel: Tesla, PayPal, Space X
“Wie Elon Musk die Welt vetändert“

PS: Denken hilft – manchmal auch erst denken, dann – wie sagten Sie noch gleich?
Ah – SCHWADRONIEREN

Ich kann da egon Meier nur zustimmen
wer ein KÖNNTE zur Tatsachenbehauptung aufbläst hat ein Problem mit Sprachverständnis

Der schwadroniert eben weil es ein Wortschwall aus dem Bauch heraus ohne jeden Beleg ist.

Elon Murks geht es genauso ums Geld wie allen Anderen auch. Nur weil er sich selbst als den Messias aufspielt und seine Fanboys ihm das abkaufen, heißt das noch lange nicht, dass das auch stimmt.

Musk verkauft ein gutes Produkt und kann im Gegensatz zu Anderen liefern.

Da muss man nicht schwadronieren sondern lediglich sein Gedächtnis bzw. Onkel Google aktivieren. Die etron Produktion Stand im Frühjahr bzw. Anfang 2020 trotz voller Auftragsbücher mehrmals still wegen fehlender Akku-Zellen. Wurde auch hier mehrmals von berichtet.

Wenn es kurzfristig mal Anlaufprobleme (bei Audi) in der Zulieferkette gab hat das nix mit Zellmangel zu tun. Vor allem sagt ein kurzfristiges Problem irgendwann und irgendwo nix aus über die generelle Lage.

Ansonsten bitte ich mal um Nachweise (bitte keine Mutmaßungen irgendwelcher Journalisten und Foristen)

Wenn es Zellmangel gäbe würde VW bestimmt nicht den großen Akku ausliefern ..

Kleiner Nachtrag: Das Zitat von Osterloh: Der Mann ist Betriebsrat, Petrolhead und hat nix Ahnung von Betriebswirtschaft und Technik ..
Und da steht nix von tatsächlicher Knappheit. Das ist die gleiche Mutmaßung wie du hier fabrizierst.

Thema verfehlt, setzen. 6.

Der Artikel ist gut recherchiert und der Punkt mit der Diskrepanz zwischen Imagedarstellung und Bonussystem bei VW ist aus meiner Sicht korrekt.

Aber: Wenn Sie bei VW einen Verbrenner kaufen (und nicht völlig auf den Kopf gefallen sind), kriegen Sie einen Großteil der Händlermarge als Rabatt. Beim ID kriegen Sie (fast) keinen. So bleibt der monetäre Anreiz beim Händler fast gleich – egal ob Verbrenner oder E. Nur der Kunde zahlt beim E-Auto fast den Listenpreis.

Der Text ist das typische VW-Hater-Zeug, dass man hier immer wieder liest.
Bei Verbrennern müssen die Händler riesige Rabatte geben. Da bleibt vielfach nix von den ominösen 14%. Beim ID.3 und ID.4 haben sie die Marge sicher und völlig ohne Kapitalrisiko.

Kein VW-Händler musste Agenturpartner werden. Viele wurden es auch nicht.
Was kriegen die Händler bei Toyota für eine Lexus UX 300e? Eine Auslieferungspauschale. Marge NULL .. niente. Und das bei einem 50.000-euro-fahrzeug mit technischen Daten an der Nullinie aber einem DT-Kühlergrill. Bestellungen nur bei Toyota direkt.

Wo bleibt der Aufschrei über die böööösen Toyota-Machenschaften?
Was bleibt einem Renault-Händler nach den ganzen Rabatten für den ZOE (der im Leasing fast verschenkt wird)? Wo holt ein Opel-Händler die Rabatte für den e-corsa her? Man schaue mal bei carwow nach den verzweifelten Vertick-Versuchen. Welche Margen bleibt denen?

Nein nein, VW ist eine böse von Nazis gegründete Marke die schlimmer ist als der Jäger der Bambis Mutter erschossen hat

Das ist ja auch so, dass VW während des dritten Reichs Zwangsarbeiter (April ’45 etwa 7.700 in Wolfsburg) aus besetzten Gebieten und KZ Häftlinge (April ’45 etwa 800 befreit) eingesetzt hat. Warum machst Du das lächerlich?

Da ist ja jetzt sehr viel quatsch dabei.
Zunächst mal die saudumme clickbait überschrift die verluste für einen händler suggeriert wenn es in wahrheit lediglich um eine niedrigere Marge ggü alternativen Modellen geht.
Dazu kommt dass zwar erwähnt, ansonsten jedoch ausser acht gelassen wird, dass ein Händler ID modelle nicht finanzieren muss, jedes modell also praktisch „kostenlose marge“ ist.
Letztlich am dümmsten ist jedoch, dass „weniger marge und subvention beim händler mit „kein interesse von seiten volkswagen an elektromobilität“ gleichgesetzt wird. Wir wissen doch gar nicht, wie die Kosten auf seiten VW für ein ID modell sind. Es ist also gut möglich (wenn nicht gar wahrscheinlich), dass VW ggü einem Verbrenner (genau um Elektromobilität zu unterstützen) bereits mächtig Marge für einen niedrigeren Basispreis opfert und deshalb entsprechend weniger Spielraum für subventionen und händlermarge hat.

Ich vermute sogar, das die Marge auf den Verkauf eines id bei VW bei Null oder negativ ist. Der Gewinn kommt durch die gesparte EU CO2 Strafe. Deshalb möchte VW auch nicht mehr Autos, als für die gesamte Strafe unbedingt notwendig, verkaufen.

Was im Artikel gar nicht angesprochen wird ist allerdings, dass die Händler für die grosse Marge auf verkaufte Verbrenner auch die Garantie übernehmen. Das ist beim id.3 und 4 nicht so.

Hi Alexander,

dieser Artikel ist einfach nicht korrekt. Die zitierten Elemente aus dem internen Dokument mögen stimmen, deine Schlussfolgerungen und Argumentation als Basis des gesamten Artikels sind jedoch falsch. Diese lassen eher auf ein unzureichendes Wissen und Verständnis über die in der Automobilindustrie üblichen Vertriebssysteme schließen. Dies führt zu dieser irreführenden und schlichtweg falschen Berichterstattung. Ich selber bin im Automobil Vertrieb einer großen dt. Handelsgruppe tätig.

Punkt 1:
Öffentlich zugänglichen Informationen zufolge setzt VW bislang nur in Deutschland ein Agentursystem für die ID Fahrzeuge ein. In Frankreich scheint man nach wie vor den traditionellen Vertrieb zu pflegen im eigengeschäft des Handels. Steht ja sogar so in dem Dokument das du hier zeigst, denn es wird weiter von Marge und Bonus gesprochen und nicht von einer Provision wie im Handelsvertreter Geschäft rechtlich korrekt. In Frankreich scheint es nur eine Adaption des traditionellen Modells zu geben.

Punkt 2:
Das Argument das VW keine e Fahrzeuge verkaufen muss ist so dumm, dass es gar keiner Kommentierung bedarf. Einfach Mal drüber nachdenken wem damit geholfen wäre. (Tipp: niemandem)

Punkt 3:
Die Sentiment der deutschen Händler zum neuen Modell von VW ist überwiegend positiv. Es schien wohl ein paar Kinderkrankheiten zu geben, aber das ist bei solch einem Wandel auch nicht verwunderlich. Hr. Weddings v. Knapp hat sich selbst in mehreren Interviews positiv zu diesem System geäußert. (Z.B. https://www.electrive.net/2020/02/19/id-familie-vw-und-haendler-einigen-sich-auf-erweitertes-agenturmodell/ )
Zu behaupten das Händler hier benachteiligt werden ist einfach falsch. Ja, dass Geschäft verändert sich für uns, aber wirtschaftlich werden wir realistisch nicht schlechter gestellt, sondern haben noch mehr Sicherheit. Die ganze Branche ändert sich radikal, dass schließt sich uns Händler ein.

Soweit so gut. Ich glaube das reicht erstmal und ich würde mir wünschen, wenn sie in Zukunft vermeiden würden solch einen Stuss zu verbreiten.

Danke

Na besser bares Geld als unbares Geld.

Um mehr Marge zu erreichen, müssten die Autos eine höhere UVP haben. Ob sie sich damit besser verkaufen würden? Ich glaube nicht.

Und zack ist die VW Aktie aus meinem Depot geflogen

Genau das will der Autor ja. Er ist Tesla-Investor.
Ich mache genau das Gegenteil: VW-Aktien und Tesla-Puts. Hypes können lange dauern, aber nicht ewig.

Voigt ein Tesla-Aktionär……..soviel zum Thema neutrale Berichterstattung. Prädikat nicht lesenswert.

Lesenswert kann auch der einseitigste Artikel sein, solang es Fakten und Beweise dahinter gibt.
Kategorisch alles abzulehnen, das nicht in die eigene Weltanschauung passt, generiert nur eine gefährliche Blase.
Genau das was sie hier dem gegenüber vorwerfen trifft also zu 100% auf sie selbst zu.

Und jetzt? Nichts Überraschendes, nichts was unlogisch wäre. Eher tendenziöse Berichterstattung, denn selbst wenn alles stimmt, ist doch offensichtlich, dass VW Vollgas bei Elektro gibt. Alte Modellreihe laufen aus, Werke werden umgerüstet… das dauert halt ein bisschen. Und in der Zwischenzeit müssen sie natürlich noch Geld verdienen mit den Verbrennern, alleine schon, weil es bisher weder die Produktionskapazitäten, noch die hinreichend breite Kauferschicht gibt. Für mich zu wenig für die reißerische Aussage, die lügen mal wieder. Obwohl ich selbst nie einen VW kaufen würde aufgrund der Lügen der Vergangenheit.

Die Händler bekommen bei einem Verbrenner 14% Marge, teilweise sogar mehr, richtig. Wenn die Händler/der Verkäufer davon mindestens 10-13% als Nachlass weiter gibt bzw. weiter geben muss weil er sonst nicht konkurrenzfähig ist, dann verdient er mit dem Agenturgeschäft, wo keiner Nachlass gibt doch deutlich mehr. Zudem ist das Thema Liquidität für viele Autohändler ein großes Problem, da extrem viel Kapital im Fahrzeugbestand gebunden ist.
Thema Service: in den nächsten Jahrzehnten werden noch ausreichend Verbrenner repariert und gewartet werden mussen, dass die Umstellung für die Werkstätten langsam genug von statten geht, dass diese sich darauf einstellen können. Eine Umstellung geht nie ohne Verluste in bestimmten Bereichen.
Vielleicht sollte sich der Autor lieber nicht zwei Absätz selbst loben sondern das große Ganze richtig recherchieren. Und was in Frankreich im Handel passiert muss nicht zwingend 1:1 in Deutschland passieren…

Die Frage ist doch wer bekommt die 10% Marge? Steck VW sich diese ein hat der Autor recht. Geht sie an den Kunden in Sinne von sonst wäre der ID teurer hat VW recht

Der Artikel übersieht völlig den wahren Kern des Problems—die unselige Flottenverbrauchs-Regel. Die interessante Frage ist, wie kam diese seltsame Regel zustande, die die Autohersteller dazu nötigt, einen politisch festgelegten Flottenverbrauch zu erzielen?

Wenn man so wenig CO2 wie möglich erreichen wollte, dann wäre eine einfache CO2-Steuer ein wirksames Mittel statt einer Strafzahlung ab einem bestimmten Grenzwert.

Volkswagen folgt genau der politischen Vorgabe und erfüllt diese so gut wie möglich. Schuld am vorhersehbaren Ergebnis sind die Politiker oder vielleicht die Lobbyisten, die sie dazu gebracht haben, de facto einen bestimmten Flottenverbrauch zur Zielvorgabe zu machen.

Der Vergleich ist leider so nicht korrekt! Wir haben in Deutschland keinen Importeur wie in Frankreich. Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen, da es sich um ein unterschiedliches Vertriebsmodell handelt. In Deutschland werden bei den Verbrennern Nachlässe gewährt, sogar von Kunden erwartet. Gehen Sie bitte auf einschlägige Portale und schauen, wohin die Rabatte hier gehen. Die ID Familie wird über das Agenturgeschäft direkt von VW an den Kunden verkauft und der Händler bekommt eine feste Marge. Jetzt müsste man schauen wieviel Prozent beim Verbrenner effektiv übrig bleiben. In Deutschland hat sich der Händlerverband mit das Agentur-System gewünscht. Zu Frankreich, welches Bonussystem der Importeur mit seinen Händlern beschlossen hat und in wie weit dies berücksichtigt hat liegt nicht in meiner Kenntnis. Ich weiß nur das es bei Opel und PSA eine riesige Diskussion war, da die e Fahrzeuge zur Erfüllung des Bonus notwendig sind. Wenn man der Überzeugung ist die Fahrzeuge auch verkaufen zu können, dann muss man die nicht an den Bonus koppeln. Weil der Bonus von vielen Marktteilnehmern einfach mit einkalkuliert wird und somit eher eine zusätzliche Marge ist. Die Frage ist ob hierbei der Händler mehr verdient oder der Marktpreis gesenkt wird. Ich glaube auch nicht, das VW gerne Strafzahlungen an die EU leistet. So wie es in der Bevölkerung Vorbehalte gegenüber der eMobilität gibt, so gibt es diese natürlich auch bei einem großen gewachsenen Vertriebsnetz wie bei VW. Hier sollten wir noch etwas Zeit geben, so schnell wird der Wechsel in den Köpfen nicht gehen, selbst wenn gute Argumente vorhanden sind. Da kann man einen Teslaverkaufsberater nicht mit einem von VW vergleichen, für mich ist das offensichtlich. Ich finde es immer schlecht von einem unmündigen Kunden auszugehen, aber das ist ein anderes Thema. Es geht aber schon alles in die richtige Richtung und die Zukunft wird elektrisch. Ich wünsche einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Die PR Maschinerie von VW ist das einzige, was dort rundläuft. Beobachtet man das Gebahren von VW, so wird auch ohne Geheimdokumente klar, dass man so lange wie möglich auf den Verbrenner setzt. Ein Klimabewusstsein ist in der Chefetage offensichtlich inexistent. Mit so einer Denkweise wird Innovation abgewürgt. Die PR Maschinerie gleicht dies mit Worthülsen aus.

….wenn jemand 30 Jahre in der Branche ist und solch eine Analyse abgibt…da gibt es einen richtigen Kommentar: „Tesla Aktionär“(!)
Nur zur Info: Die 6 % Marge ist (deutlich) höher, als die erwirtschaftete bei den Verbrennern ! Hier bleiben dem Handel, trotz aller zusätzlichen Fördermaßnahmen keine 2 % übrig. Der Wettbewerb im Handel ist so groß, dass alle Boni und Margen an den Kunden weitergegeben werden. Siehe Einzelkunden Leasing Beispiele „ohne“ Anzahlung: Golf 8 GTE = 149,00 € (für MA ab 49,00 €; Arteon R-Line = 179,00 €; Polo Highline = 59,00 €, oder Up = 39,00 € (!!!)
Angebote für Gewerbekunden lagen noch deutlich darunter!
Die Verkäufer bekommen für einen Vertragsabschluss teilweise nur eine Fixprovision von nur 50, 80 oder 100 € (!)
Vorteil Händler, die Fahrzeuge kommen auch zum Regelservice in die Werkstatt. Die ID.4 Familie nur alle 2 Jahre ohne KM-Begrenzung, d.h. ein deutlicher Umsatzverlust im Service, der mit anderen, neuen Geschäftsfeldern kompensiert werden muss….(soweit denkt der Handel z.T. noch gar nicht)
Es zählt nur noch der Preis im Wettbewerb, denn es geht nur noch um Einheiten. Und da liegt die Schwierigkeit beim Verkauf der ID. Familie, denn im Agenturgeschäft gibt’s eine feste Marge, bzw. einen (fast) festen Preis / Leasingrate und es kommt wieder auf die Beratungsleistung des Verkäufer`in an und das können die meisten nicht mehr (siehe Ergebnis der Studie)!
Und was die Nachhaltigkeit angeht, sollte sich der Verfasser mal wirklich mit Volkswagen beschäftigen, statt irgendwelche Phrasen zu dräschen….ein ID. wird bilanziell CO2-neutral produziert, bzw an den Kunden ausgeliefert(!) Es gibt viele Nachhaltigkeitsinitiativen in denen sich Volkswagen engagiert. Das hier alles aufzuzählen sprengt den Rahmen! Nur soviel: Volkswagen ist der erste Hersteller weltweit, der sich zu den vom Pariser Abkommen aufgestellten Klimazielen positioniert hat…Darüber sollte mal berichtet werden und nicht nur draufhauen!
P.S. Ich bin „kein“ Mitarbeiter von Volkswagen, sondern beschäftige mich mit e-Mobilität seit einigen Jahren….

Hier fehlen offenbar mathematische Grundkenntnisse, oder es wurde schlampig gearbeitet. Wenn man eine Marge/Provision von 4,5% bekommt statt 14% dann sind das nicht „9,5% weniger“, sondern rund 68% weniger.
„9,5 Prozentpunkte weniger“ wäre auch noch korrekt gewesen.

Mit solchen handwerklichen Fehlern hinterlässt der Artikel den Eindruck einer Meinung und verliert seine Glaubwürdigkeit.

In letzter Zeit nehmen solche Artikel, die kein sachlicher Journalismus sind, sondern tendenziell eher Stimmungsmache in eine bestimmte Richtung, zu. Macht so weiter und ihr trifftet in den Bereich der Verschwörungstheoretiker ab.

Schade.

Bares Geld nehmen Autohäuser schon länger nicht mehr. Bei Abholung meines gebrauchen Golf hatte der Händler das Fahrzeug zum vereinbarten Abholtermin nicht vorbereitet, weil „kein Geld eingegangen ist“. Die bunten Scheine starrte er entsetzt an „das kann ich doch nicht einfach so annehmen!“. Fazit: bares Geld können sie nicht verlieren, weil sie es nicht akzeptieren würden.

Solange VW in Europa fertigen will und 40.000 Euro Grundpreise für maximale Förderung anstrebt, ist die Finanzierung des klassischen Schmarozervetriebs schlicht nicht mehr drinn. Neben Tesla sind es die kommenden chinisischen Hersteller, die sich unnützer Posten entledigen. Dazu zählt auch Fz-Bewerbung. Auf einen Mittelklassewagen sind heute ca. 5000,- Euro Werbekosten umzulegen – bei Absatzzahlen der ID-Familie unter 500.000 Stück p.a. reicht auch diese Summe nicht.
Die Zeiten der großen Verkaufspaläste mit Bastelstubennebenraum neigen sich somit dem Ende zu. Der unnütze Verkäufer, der „Büromeister“, der seit Jahrzehnten keinen Schraubenschlüssel mehr in Händen hielt, der Werkstattmeister, der unqualifizierte osteuropäische Arbeitskräfte mit aktuellen Fahrzeugen völlig überfordert (selbst aber inzwischen auch dafür zu doof wäre), bis hin zu den möglichst adretten Damen hinter der Theke, die Fz-Schlüssel erst dann aushändigen dürfen, wenn die hohe Rechnung für mangelhafte, oder oft überhaupt nicht stattgefundene Reparatur, beglichen wurde. Machbar, weil das dem Leasingkunden völlig wurscht ist, dem reicht meist der Stempel im Scheckheft. Dem technisch versierten Kunden, der das Fz gekauft hat, umweltbewußt dieses möglichst lange fahren will, steigt matürlich die Galle hoch. Auch Diese, einer vieler wirtschaftlich perversen Auswüchse unserer Wohlstandsgesellschaft wird verschwinden – Gott sei Dank !

Die Werbekosten pro Fahrzeug betragen zwischen 20 und 300 Euro, mehr nur, wenn es eine Luxusmarke oder Kleinserie ist. Von 5000 Euro kann keine Rede sein.

Viel eher sollte man sich bei Volkswagen mal fragen, warum die neuen Autos fast ausschließlich mit Schickimicki Hochglanzfotos beworben werden. Wer kann sich damit identifizieren? Niemand! Und ganz sicher nicht die mögliche Käufergruppe.

Da hat dann doch Elon Musk recht wenn er das Marketing gleich komplett wegstreicht.

Hallo Leute,
da mit E-Autos generell nur wenig Geld am Anfang gemacht werden kann(aufgrund Entwicklungskosten und der bereits bestehenden Konkurrenz) stellt für mich sich eher die Frage was der Händler aktuell überhaupt beim Verkauf verdient, ist es nur der Bonus oder gibt es hier auch eine direkte Beteiligung am Verkaufspreis?
So wie ich das hier verstehe wäre es nur das was vom Bonus bleibt?!
Und wenn es einen direkte Einnahme am Verkaufspreis gibt wie sieht diese aus , vergleich Verbrenner und E-Auto.
Wenn dann benötigt man ein Gesamtbild…

Hi Alex,
Gratulation – sehr guter Artikel. Fragt sich nur, wie man VW davon abbbringen könnte ….
Vielleicht ja auch durch die mediale Weiterverbreitung Deiner Artikel …. 🙂
Genaugenommen betreibt VW eigentlich Selbstmord, so holen sie auch Tesla nicht ein,
denn dieses ewige Nichtfestlegen auf die komplette Ausrichtung E-Mobilität wird zukünftig weiter dringend benötigte Marktanteile in der E-Mobilität kosten.
Weiter so mit Deinen Berichten!
Viele Grüße
Michael

Danke es freut mich das er gefällt. VW befindet sich seit langem in einer sehr schwierigen Lage und das Management räumt das auch inzwischen ein. Ich habe vor Jahren schon darauf hingewiesen und Artikel geschrieben wie ein besseres Transformationsmodell aussehen kann. VW Manager haben meine Einschätzung in Gesprächen und Mails bestätigt wollen aber nicht an die Öffentlichkeit treten.

Mein Interview mit Peter Mertens Ex Vorstand Audi/VW ist in diesem Zusammenhang für viele Vielleicht interessant („Es wird blutig“)

Nicht alles was VW in den letzten Jahren gemacht hat ist schlecht aber leider sind die Voraussetzungen des Unternehmens denkbar negativ. Das von VW als positiv bewertete Distributions bzw Händlernetz ist im Bereich der Transformation hinderlich denn für Händler ist der Verkauf eines Elektroautos ein negatives Geschäft da bei diesen ja kaum Service oder Instandhaltung anfällt. Zum Vergleich, mein Elektroauto war noch nie in der Werkstatt und viele andere bestätigen das sogar noch nach Jahren. Händler werden in Zukunft nur nich zu einem kleinen Teil gebraucht und die Industrie wird deutlich schrumpfen.

Mein nächster Artikel beinhaltet weitere Originaldokumente von VW die vertraulich sind und interessante Einblicke liefern wie diese den Elektrowettbewerb des ID.4 sehen.

Ich fahre seit 3 Monaten elektrisch. Das Problem ist nicht das Auto. Sondern die marode, nicht funktionierende, sauteure Ladeinfrastruktur.100km schnell laden kosten da schnell mal 16€ oder mehr. Vom langsamen Laden unterwegs rede gar ich nicht. Mein Ziele sind nicht Shoppingmalls sonder die Natur. Beim Arbeitgeber kann ich laden, ich müsste dann halt umparken in einem überfüllten Parkdeck zu Mittag herum, oder 8 Euro fürs 9h anstecken zahlen. Detto Einkaufszentren. Zoo. Aquarium. Etc etc…

Überlege wieder zurückzuwechseln. Das Nacht so alles keinen Sinn…

Aktuelle Studien zeigen das weniger als 1% der Personen die ein Elektroauto gekauft haben zum Verbrenner zurückkehren und ich prognostiziere ‚das auch nicht für lange‘.

Die Ladeinfrastruktur ist ein Problem der Autohersteller die immer noch auf den Staat zeigen und nach Ladeinfrastruktur fragen. Der Staat wird immer nur Rahmenbedingungen schaffen und nicht mehr. Tesla zeigt wie es geht und das wird zwar von der deutschen Autoindustrie (erst verlacht) inzwischen anerkannt aber etwas vergleichbares anzubieten passiert leider nicht.

Währen die oft genannten Ionity Schnelllader zum einen teuer sind aber auch nur an Autobahnen zu finden sind ist ein Tesla Supercharger auch flächendeckend im ländlichen Raum (wenig Auslastung wird akzeptiert) als auch neuerdings (Berlin, München) im Stadtgebiet zu finden.

Einer von vielen strategischen Fehlern der deutschen Automobilindustrie aber das schlimmste ist ich erkenne nicht das aus Fehlern gelernt wird.

1% kann ich mir gut vorstellen: die Karre war sauteuer und man wird sie nicht mehr ohne grobe Verluste los… kann es daran liegen? In meinem Fall jedefalls liegt es genau daran.

Last edited 21 Tage zuvor by Gerd

Ich weiß warum ich seit 30 Jahren keinen VW gekauft habe und weiterhin keinen kaufen werde . Wer einmal lügt ( Abgasskandal ) dem glaubt man nicht und sie belügen weiter und lügen weiter und lügen weiter . Es lebe TESLA die lügen nicht . Also kauft TESLA.

Tesla lügt vllt nicht, aber Elon Murks lügt sich die Welt auch zurecht wie er die grad braucht

Integrität und Aufrichtigkeit wird von der deutschen Automobilindustrie unterschätzt. Sehr viele Käufer haben den Herstellern deshalb langfristig den Rücken zugekehrt. Die Compliance Kampagne innerhalb von VW hat offensichtlich nicht zu dem versprochenen Kulturwandel geführt.

Folgende 3 Punkte stören mich an diesem Artikel:

1. „Verkaufsmarge von 6% mitteilten was etwa 8% niedriger ist“
Wenn die Verkaufsmarge 8% niedriger ist, dann liegt die Verkaufsmarge normalerweise bei ~6,5%. Es müsste hier 8 ProzentPUNKTE niedriger heißen.
2. „dass von den 25 befragten Händlern der Studie in Deutschland 17 den Kauf eines Verbrenners empfohlen haben aber nur ein Händler den ID.3. Das Verhältnis von 25:1“
Ist das Verhältnis dann nicht 24:1 oder 1/25? 25:1 würde ja heißen es waren 26 Händler beteiligt.
3. „Verglichen mit der durchschnittlichen Basismarge eines Verbrenners von 14% bedeutet jeder verkaufte ID.4 einen Einkommensverlust von mindestens 9,5% für den Händler“
Ist das wirklich so eine einfache Rechnung? Wie viel kostet denn ein ID4? 50k €? Wenn man den mit 6% Marge verkauft, statt einen 20k € Golf mit 14% Marge, kommt am Ende quasi der selbe Betrag raus.

Das waren auch schon alle Klugscheißer Kommentare von mir. Guten Rutsch ins neue Jahr.

Greenpeace und Alexander im Combi sind einfach too much!

Kleiner Denkfehler:
Von der vermeintlichen Verbrennermarge muss sich der Händler runterhandeln lassen (durch Kunde oder Vermittlungsportale), bei den MEB-Modellen ist die Marge unverhandelbar und fix.
Wo bleibt am Ende des Tages nun wohl mehr?

Mal wieder ordentliches VW Bashing. Leider bewegen wir uns zu oft zwischen VW Bashing und Tesla Lobeshymnen. Sorry, nicht wirklich lesenswert. Der Agenturmodell wurde von allen VW Händlern angenommen und ich habe nirgendwo was von Beschwerden gelesen. Wie in anderen Kommentaren auch beschrieben: wo sind die für Verbrenner üblichen Rabatte berücksichtigt? Auf unseren eGolf haben wir zusätzlich zu verschiedenen VW Prämien ohne groß zu verhandeln direkt 2000€ Händlerrabatt bekommen. Das sind alleine mal 5% runter. Bei den ID Modellen gibt es das nicht auf Grund des Agenturmodells. Onlinepreis ist fest.
Was auch in der Sicherheit durch das Agenturmodell nicht berücksichtigt ist: Zinsen sind nicht alles. Was ist mit dem Restwertrisiko beim Leasing? Wir haben erst 2019 gesehen, dass selbst große VW Händler Pleite gegangen sind, weil viele Diesel aus dem Leasing zurück kamen, die aber nicht mehr zum zuvor kalkulierten Restwert verkauft werden konnten wegen des enormen Wertverfalls bei Dieseln. Bei Elektroautos haben wir nun den Faktor des technischen Fortschritts. Wer weiß schon welchen Sprung die Autos in den nächsten 3-4 Jahren machen. Auf jeden Fall werden wir technisch viel weiter sein wie heute. Heißt die Leasing-Rückläufer sind eventuell so veraltet dass sie deutlich weniger Wert sind, wie kalkuliert. Hinzu kommen die Elektroautprämien die heute schon ein Problem für den Gebrauchtwagenmarkt sind. Mit dem Agenturmodell hat VW das Problem. Nicht der Händler.

Was im Artikel leider unterschlagen wird, ist der Händlerrabatt den es beim Autokauf normalerweise gibt. In der Vergangenheit war es nicht unüblich 10% (teils auch mehr) Rabatt zu bekommen. Wenn man diesen Nachlass von den 14% Händler-Marge abzieht, landet man in der Größenordnung von den im Artikel erwähnten 4,5% Marge für einen ID4.

Ehrlich gestanden verstehe ich den Artikel nicht … Das E-Mobilität für Service, Handel und Hersteller weniger attraktiv sind als Verbrenner (Hauptanteil der Kosten fließt in die Batterie entsprechend weniger Wertschöpfung/Marge bleibt beim Hersteller, weniger Wartung = weniger Arbeit für die Händler/Servicebetriebe) ist weithin bekannt. Wer dazu ein internes Papier benötigt muss ansonsten schon arg neben den Fachleuten fliegen. Dass das Agenturmodell erstmal weniger Marge lässt war soweit auch bekannt, ebenso dass viele Verkäufer der E-Mobilität mit Berührungsängsten begegnen (ist tendenziell bei allen klassischen Herstellern so). Wo also liegt der Aufreger? Das VW weniger Marge hat und mit deutlich weniger Restwert rechnen muss? Bekannt. Die meisten Kunden und einige Fachmedien finden die Preise für Elektromobile jetzt schon zu hoch … Mit was soll hier also großzügig bonifiziert werden? Welches Stück vom Kuchen will der Autor denn verteilen?(Aktuell geht es den Herstellern wohl eher darum überhaupt eine Marktrelevanz zu erhalten/erlangen.)

Wenn man den Autor konsequent interpretiert, dann wünscht er wohl, Volkswagen möge – um den Wandel schnellstmöglich zu herbeizuführen – die Fahrzeuge zum Selbstkostenpreis veräußern oder gleich verschenken … die Alternative zum jetzigen Modell wäre vermutlich gewesen analog zu Tesla nur über eigene Retailbetriebe zu verkaufen. Dann wären die Händler ganz außen vor gewesen. So wie dieser Artikel formuliert ist, werden Äpfel mit Birnen verglichen. Letztlich ist ja nicht Volkswagen an dem disruptiven Markt schuld, sondern muss in diesem agieren. Das hierbei andere Modelle und Prozesse gefragt sind war aufgrund der bestehenden Herausforderungen weitestgehend klar.

War es nicht irgendwie auch so dass Tesla aktuell auch nicht so richtig viel mit seinen Autos verdient? Irgendwo habe ich doch gelesen, dass der Großteil der aktuellen Gewinne aus verkauften CO2 Zertifikaten stammt. Ich glaube das hat Elon Musk sogar selber gesagt

VW betrügt und belügt also weiter die Öffentlichkeit und seine Kunden?
Wow, das sind schon ziemliche scharfe Behauptungen und Anschuldigungen, die gut belegt sein sollten.
Man stützt sich auf die VW-Aussage, dass die ID-Modelle überproportional gefördert werden.
Wo ist der Nachweis, dass das nicht stimmt?
Eine überproportionale Förderung liegt doch vor, wenn der Händler 4-6% Marge erhält, obwohl die Erlös- und Kostensituation des Fahrzeugs das eigentlich nicht hergeben.
Entscheidend für die Aussage ist nämlich die Hersteller-Marge und nicht die Händler-Marge.
Die wird bei VW – im Übrigen wie bei jedem anderen Herstellern auch – deutlich unter dem Niveau der Verbrenner liegen. Gemessen daran ist vermutlich auch die Händler-Marge überproportional.
Aus meiner Sicht also absolut nachvollziehbar, dass Hersteller und Händler nicht mehr E-Fahrzeuge verkaufen, als sie von Gesetzesseite müssen.
Schon diese Zahl des erzwungenen Angebots liegt deutlich über der natürlichen Nachfrage.
Das erkennt man u.a. an Leasingangeboten, wie z.B. ein Opel e-Corsa für 49 Euro/Monat.
Daraus abzuleiten, dem Unternehmen sei Nachhaltigkeit oder Umweltschutz nicht wichtig, ist eine Unterstellung.
Dabei haben die VW Modelle sowohl vor dem Betrug als auch danach in der realen Nutzung häufig (teilweise deutlich) weniger emittiert, als vergleichbare Wettbewerbsmodelle.
(Man hat allerdings ungeschickter die gesetzlichen Grauzonen ausgenutzt)
Würde man die Investitionen der Hersteller in grüne Technologien, wie z.B. der Hybrid- und Elektromobilität, Stromerzeugung, Produktion und Lieferketten vergleichen, stellte man fest, dass VW hier durchaus mehr macht als nötig bzw. in der Branche üblich.

Ich würde mir wirklich wünschen, dass die vermeintlichen Experten und Journalisten ihre Ideologie relativieren und zu einer sachlicheren und fundierteren Debatte zum Thema Automobilsektor zurückkehren würden.

VG
Ben

Natürlich wird der Verkauf gefördert.

Wenn ein Auto um 14% teurer gemacht wird durch einen Mann in der Mitte, dann muss der Verbraucher 114 Euro statt 100 Euro zahlen. Wird der Wagen nur um 4,5% verteuert dann muss der Verbraucher nur 104,5 Euro zahlen.

Die neuen E-Autos sind eh viel weniger Service und Wartungsintensiv – daher werden sie vom traditionellen Handel eh nicht geliebt – man müsste also statt 14% Marge wohl 30% Marge geben damit es sich über die Nutzungsdauer für die Händler lohnt. Dann würde aber ein Verbraucher 130 Euro statt 104,5 Euro zahlen.

VW möchte die Preise für den Käufer nicht für den Händler attraktiv gestalten. E-Autos sind prädestiniert für den Online Direktvertrieb durch den Hersteller oder für eine Vermarktung als Mobility Flat, bei der der Herstellér auch Wartung und sobald es dann auch autonom geht auch MaaS anbietet.

Richtig und Konsequent ist es daher in dieser Richtung zu gehen – nicht der Erhalt und Ausbau eines antiquiertes Händlernetzes wird in die Zukunft führen sondern ein direkterer Kontakt zwischen Mobilitätsnutzer und Mobilitätsanbieter

So zu rechnen, als ob die Händler bei Verbrennern nie Rabatte geben würden (nur dann würde die kolportierte Margen-Differenz stimmen), ist sachlich einfach falsch.
Wenn man seriös vergleichen wollte (was anscheinend gar nicht gewollt ist), müsste man die bei Verbrennern real erreichte Marge (also abzüglich der gewährten Rabatte) mit der ID-Marge vergleichen.
Ich habe Anfang des Monats über einen Internet-Vermittler einen PHEV aus dem VW-Konzern (Neuwagen, kein Reimport) bei einem regulären Händler mit 21% Rabatt gekauft.

Halllo Elektroauto News

Habe Ihren Artikel gelesen und dabei gleich zwei dicke
Fehler entdeckt.
1.) Welcher Kunde kauft ein Auto ohne Rabatt,also bitte
den dann von der Marge abziehen.
2.) Viele Kunden geben ein gebrauchtwagen in Zahlung,
der kostet jeden Tag dem Händler Geld bis er verkauft ist,
Verlust trägt der Händler.
Also Ihre Meinung 10% bleibt beim Verbrenner für den
HÄNDLER IST FALSCH. Weil jeder Autoverkauf einzel
betrachtet, erst nach allen Umständen, am Schluss ein
Ergebnis gibt.(Keine 10%)

Mfg. Günter Mantke

Man sieht dass sie keine Ahnung haben. Egal ob 6 oder 14 Prozent Marge. Bei Autohaendlern in Germany bleiben im Schnitt 1,5 Prozent übrig. Und ich fahre lieber eine. Sparsamen Diesel mit SCR Kat als solch einen haesslichen ID4. Aber ihr Grünen macht sowieso bald die ganze Industrie in Deutschland platt und gefährdet damit den Wohlstand, der es solchen Leuten erst ermoeglicht hat, verwöhnt aufzuwachsen und zu studieren. Ihr merkt es erst wenn der letzte Autobauer schliesst und ihr eure Mobilität in China kaufen müsst

Vielleicht wird der Händler vor Ort in Zukunft auch ganz abgeschafft und es gibt nur noch Showrooms sowie Service-Stationen, in denen kleinere Arbeiten durchgeführt werden. Daneben einige größere Werkstätten, die das Auto abholen und einen Leihwagen da lassen

Du hast es nicht verstanden. Wir müssen unsere Industrie schließen, wenn wir den Anschluss verpassen. Wenn Tesla, Renault und die Chinesen E-Autos anbieten, aber die deutschen Hersteller nicht, dann ist ganz schnell Schluß mit „Made in Germany“. Mit Dieseln kann man die Klimaziele nicht erreichen. Und wenn mir einer erzählt den Klimawandel gibt es nicht, der rennt mir Tomaten auf den Augen durch die Gegend. Ich sehe zu, wie der kleine See bei uns im Wald jedes Jahr mehr austrocknet. Neulich bin ich an einer Talsperre vorbeigefahren und war erschrocken wie niedrig der Wasserstand ist. Es wird was von Wohlstand und Bildung erzählt, aber nicht verstanden, dass eine intakte Umwelt die Grundlage für genau das ist. Die Umwelt ist das „Betriebssystem“ für unsere Existenz. Wenn wir hier bald Dauerdürre haben, dann gibt es keine Nahrung mehr, ohne Nahrung keinen Wohlstand.

Es gibt also im Mobilitätssektor nur 2 Optionen:
-Verzicht auf Mobilität oder
-Umweltfreundlichere Mobilität

Dieses Jahr hat gezeigt, dass auch die Option 1 eine ist. Es gab dieses Jahr viel Homeoffice und dramatisch weniger Dienstreisen. Und es funktioniert trotzdem.

Farnsworth

Hab jetzt alles gelesen, ärgere mich über die Lobbyisten- Platzierungen, werde VW aber sowieso kein Wort mehr glauben! Dieser Konzern pfeift auf die Umwelt den Staat und auf seine Kunden, denke ich. Und Tesla werde ich auch nicht unterstützen. Die fahren einen gefährlichen Separatismus wie so viele amerikanische Unternehmen. Bloß keine gemeinsamen Normen!
Ich freue mich, dass es noch soviele neue und andere Player auf dem e- Markt gibt! Es wird nur Zeit für ein niedrigeres Preisniveau…

So ein Quatsch. Von den 14% Marge, die nur 13 sind, muss der Händler seinen Nachlass bestreiten. Am Ende bleiben mit Glück 3% über. Dagegen sind die 4,5 bis 6 % Händlerprovision ein Segen.

Hört sich ja unglaublich objektiv an der Artikel.. Was der Artikel aber verschweigt ist das die sog. Marge beim ID eine Provision für den Verkauf des ID für den Händler ist.

Bei einem Verbrenner muss der Händler das Auto von VW kaufen (Risiko/Zinsen/Lagerhaltung) und verkauft diesen dann aus seinem besitzt mit Rabatt weiter, was die Marge übrigens stark schmälert.

Beim ID ist dies nicht so da der Wagen lediglich vermittelt. Der Händler macht den Preis nicht und hat somit kein Risiko und keinen „Margenverlust“.

Selbst Vorführwagen etc. werden von VW gestellt. Zusätzlich werden wohl die meisten ID mit gestützten Konditionen verleast worauf der Artikel gar keinen Bezug nimmt. Das ganze ist also, analog zum Greenpeace Bericht, schlecht und/oder sehr oberflächlich.. wie man am Schreibstil erkennen kann aber wohl auch nicht zufällig genau das.

Da bleibt einem nur noch mit den Füßen abzustimmen und zu einer anderen Marke zu wechseln. Für mich war klar, dass mein erstes BEV kein VW mehr wird. Mein letzter Diesel aus dem Volkswagen Konglomerat hatte aus diesen Gründen kein AD Blue.

Alternative ist VW erhöht die Preise von ID3 und ID4 um 10%, um den Händlern eine bessere Marge geben zu können.

Dann kaufen die Leute bestimmt keine Elektroautos von VW.

Der Meier hat viel Ahnung von Betriebswirtschaft und Technik? Offenbar will er sich jetzt noch als Autovertreter betätigen. Hoffentlich weiss er schon für welches Fabrikat, und erzählt nie was über Wirkungsgrad und Ladeverluste. Sonst werden ihn künftige Interessenten massregeln, und beim Wettbewerb kaufen.

Ich bin gegenüber dem neuen Agenturverkauf sehr skeptisch.
Dies mag für Tesla in der Anfangszeit gepasst haben. Da verkauften die nur an Gutbetuchte, welche kaum ein gebrauchtes Auto eintauschen mussten.
Heute kommen aber bereits Elektrische zurück, von Kunden die einen mit grösserem Akku wollen. Dieses Rabattgeplänkel hier….
Das interessiert doch keinen Kunden, Für die zählt lediglich der Aufpreis zum Alten.Wer in der Rückverfolgungskette wieviel verdient oder verliert, lässt einem kalt.
Wo wollen die Agenturen die Gebrauchten abstellen?
Sicher können Bürolisten von der Agentur aus diese Autos ohne grosses Fachwissen auch über Homeoffice ins Netz stellen. Von da an erfolgt aber fachtechnische Knochenarbeit, bis diese noch Unverkauften bei einem neuen Eigentümer landen können. Also überlassen wir denen solche Arbeiten, die es am besten können . Und das sind die Automobilfachwerkstätten.

65
0
Would love your thoughts, please comment.x
()
x

Deine Anmeldung zum Newsletter:
Ein letzter Schritt fehlt noch.

Vielen Dank für deine Anmeldung zum Newsletter von Elektroauto-News. Du erhältst in Kürze eine E-Mail, in der sich ein Link zur Freischaltung deiner E-Mail-Adresse befindet. Erst durch die Bestätigung des Links dürfen wir deine E-Mail-Adresse zum Versand unseres Newsletter freischalten (Double-Opt-In).