Neuseeländische Energieunternehmen bringen landesweites Wasserstoff-Tankstellennetz an den Start

Neuseeländische Energieunternehmen bringen landesweites Wasserstoff-Tankstellennetz an den Start

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Wo Wasserstoff aus CO2- und Kostensicht Zukunftschancen hat, haben wir in einem unserer letzten Artikel betrachtet. Die neuseeländischen Energieunternehmen Waitomo Group und Hiringa Energy zeigen sich sicher, dass man in Neuseeland eine große Zukunftschance dafür sieht. So beabsichtigen die beiden Unternehmen eine Partnerschaft zur Entwicklung von Neuseelands erstem landesweitem Wasserstoff-Tankstellennetz einzugehen.

Die in Taranaki ansässige Hiringa Energy ist das erste Unternehmen in Neuseeland, das sich der Versorgung mit grünem Wasserstoff (hergestellt durch Elektrolyse) verschrieben hat und Lösungen für die Industrie, den öffentlichen Sektor und Verkehrsbetriebe anbietet. Die in Waikato ansässige Waitomo Group ist Neuseelands am schnellsten wachsender unabhängiger Kraftstoffhändler. Gemeinsam werden die beiden an den detaillierten technischen Anforderungen und der Genehmigung für ein Netzwerk von Wasserstoff-Betankungsstandorten arbeiten. Die ersten Standorte wurden ausgewählt, und es ist geplant, weitere 20 Stationen auf der Nord- und Südinsel zu errichten.

Neuseelands Wasserstoff-Tankstellen-Infrastruktur // Hiringa & Waitmo

Waitomo-Geschäftsführer Jimmy Ormsby sagt, dass sein Familienunternehmen in dritter Generation sein Geschäftsmodell in den letzten 70 Jahren weiterentwickelt hat, um den einzigartigen Energiebedarf Neuseelands zu decken. Nun wolle man emissionsarme Lösungen ins eigene Portfolio aufnehmen. Hiringa Energy CEO und Mitbegründer, Andrew Clennett, gibt zudem zu verstehen, dass „Schwertransporte nur vier Prozent unserer Fahrzeuge ausmachen, aber sie sind für über 25 Prozent unserer gesamten Fahrzeugemissionen verantwortlich. „ Daher sei Wasserstoff aus seiner Sicht die Schlüsseltechnologie, die es diesen Flotten ermöglicht, auf der Straße zu bleiben. „Eine saubere Energielösung für den Massenmarkt, die einen echten Einfluss auf die Reduzierung unserer Verkehrsemissionen haben kann“, so Clennett weiter.

Mit der Entwicklung und Genehmigung der ersten Wasserstoff-Betankungsstandorte wird noch in diesem Jahr begonnen. Die beiden Unternehmen werden zusammenarbeiten, um weitere Standorte für die Entwicklung des Netzes im Jahr 2020 zu identifizieren und zu bestimmen. Diese Meldung und der Glaube an die Brennstoffzelle spiegelt die Bewegung im Bereich der Mobilität wieder. Erst vor kurzem haben wir darüber berichtet, dass Bosch an die Brennstoffzelle glaubt und Hyzon Motors eine Wasserstoff-Revolution starten will.

Quelle: GreenCarCongress – Hiringa and Waitomo to partner to develop New Zealand’s first hydrogen refueling stations network

Über den Autor

Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Wie im Artikel beschrieben bei Schwerlastfahrzeugen, Trucks, Baumaschinen oder Zügen macht das bestimmt auch Sinn. Ich habe nur den Eindruck, dass allgemein in der Presse die „Wasserstoffkarte“ andauern ausgespielt wird um „Verbrenner Fans“ hoffnungsvoll zu stimmen. So in der Art „macht euch keine Gedanken, fahrt weiter wie bisher, glaubt an eure Lieblingshersteller, bald gibt´s das Wasserstoff SUV von BMW / Audi / Mercedes und alles wird gut bis 2050“. Ich halte diese Art von Meinungsmache für kriminell an der Umwelt, denn jeder der weiter kräftig den Tiger aus dem Tank lässt verursacht weitere irreparabele Umweltschäden.

Was ist dann die Alternative? Akkus? Gerade lief ein Bericht über die Ladeinfrastruktur in Berlin. Bei 10.000 zugelassenen E-Autos stehen 1000 Ladestationen zur Verfügung.
Wasserstoff ist die einzig sinnvolle Lösung. Ob es das Heizen im Haus oder fahren mit dem Auto.
Gern würde ich meinen Diesel weiter fahren, aber gibt es eine Alternative die mich nicht wesentlich einschränkt… Warum nicht?

Und der Wasserstoff kommt woher? Wasserstoff aus Windkraft ist Science Fiction. Dänemark startet den ersten Großversuch mit einer zu diesem Zweck aufgeschütteten Insel, die von Propellern umringt sein wird. Großversuch deswegen, weil es wirtschaftlich einfach wenig Sinn macht. Naja, die Hoffnung stirbt zuletzt.

Wie viele Verbrenner gibt es in Berlin und wie viele Tankstellen dazu im Verhältnis? Würden Sie sich mit der Materie einmal befassen, vor allem was z.B. notwendiges Ladeverhalten bei E-Autos angeht, dann würden Sie nicht dieses Argument bringen, was im Kontext Blödsinn ist.

Scheinbar kann man sich nicht genug damit befassen!
Wieviel Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor werden in 1 Stunde an einer Zapfsäule betankt, vieviel E-Mobile an einer Ladestation in der gleichen Zeit?
Dazu kommt, daß die Infrastruktur unserer Energienetze die Belastung durch eine den Verbrennern aquivalente Zahl Batteriebetriebener Fahrzeuge so ohne weiteres nicht standhält.
Von der Umweltbelastung durch Herstellung und Entsorgung/Recycling der Akkus hat auch noch niemand gesprochen, oder?!

Kein Elektroautofahrer wird freiwillig nur 5 Minuten länger an einer öffentlichen Ladestation laden als unbedingt notwenig ( Grund: Zeit und Kosten ). Ich praktiziere seit 9 Jahren das folgende Scenario: öffentliches Laden = 0.05%, (private,office,rest.,hotel) Laden=99.95%. Ganz simple, laden immer dann, wenn das Auto nicht fährt. Ein Ladevorganz ist genau 10s. 5s einstecken, 5s ausziehen, basta. Einfacher geht es nicht.

Die meisten Fahrzeuge sind Standzeuge – sie stehen die ganze Nacht, dann fahren sie weniger als 50 km zur Arbeit, dann sehen sie dort ca. 9 Stunden, dann zurück. Wer sein Fahrzeug so nutzt, wie die überwiegende Zahl der Bevölkerung, kommt mit einem Akku von 3 – 500 km ja nie auch nur ansatzweise zum „fremdladen“. Es werden genügend Möglichkeiten zur Ladung vorhanden sein, in Betrieben, Einkaufszentren, Tiefgaragen, Parkplätzen. Natürlich gibt es viele Leute die lieber einen Umweltverseucher fahren. Ist doch egal, die Zukunft halten die nicht auf.

Wer sich einmal mit dem Aufwand beschäftigt hat den Wasserstoff in der flächendeckenden Versorgung von Kleinnutzern (5 kg Transfer pro Minitank in einem PKW) mit sich bringt … der merkt schnell, dass nach derzeitigem Verfahren damit ein Golf nicht sinnvoll betrieben werden kann.

Wasserstoff wird kommen: zunächst bei Schiffen, Zügen, LKW, Stahlkochen. Damit wird die Infrastruktur bereitet für PKW. Natürlich werden für kurze Strecken akkuautos reichen: aber das letzte Thanksgiving am Supercharger hat gezeigt was in den Sommerferien droht, wenn Millionen E_Autos tanken wollen : Never!

@Heiner Arndt :
Die Infrastruktur für BEV’s ist jetzt schon da, sie muss nur ausgebaut und richtig genutzt werden. Jedes Hause hat Drehstrom und ist ein potenzieller Ladepunkt 🙂

Die Zeit, wo Sie in jedes Restaurant, jedes Hotel, jeden Campingplatz, jedes Einkaufszentrum, jedes Sportstadion usw. usf. einfach hinfahren können und ganz selbstverständlich Ihr Elektroauto laden können wir nicht mehr alzu weit weg sein. Ist so wie mit WIFI 🙂

Ganz einfach hinfahren, einstecken und die Zeit geniessen, und danach ausstecken und mit dem Elektroauto lautlos abfahren. Ganz einfach, ohne Stress. Ich praktiziere das schon 9 Jahre und ich bin wahrlich relaxter geworden 🙂

Die jetzige Generation von Elektroautofahrer arbeitet stetig daran, dass diese Infrastruktur ganz von Alleine aufgebaut wird. Ich bin schon seit 9 Jahren Teil davon 🙂

Und noch etwas : Supercharger lassen sich weder an Thanksgiving noch an irgend einem anderen Tag zum tanken nutzbar machen. Heute und schon gar nicht in der Zukunft 🙂

Ihr Urgroßvater war vor 100 Jahren mit seinem Einspänner unterwegs als er seinen Nachbarn traf. Der hatte sich eins von diesen neumodischen Benzinfahrzeugen gekauft obwohl doch die Pferd-Kutsche-Infrastruktur perfekt ausgebaut war!
Urgroßvater sagte zum Nachbarn: da bist du jetzt schön bescheiden dran, das ist doch eine Fehlentwicklung!
ICH bekomme für mein Pferd an jeder Ecke Wasser und es gibt genüg Futterstellen – DU musst an diesen Glaszylinder fahren und diese Plürre mühsam mit der Hand in dein Vehikel pumpen. Stell dir mal vor, alle haben so eine Benzinkutsche und fahren alle gleichzeitig an diesen einen Glasbehälter zum pumpen! Das ist doch eine totale Katastrophe und Fehlentwicklung!
Zufrieden fuhr er mit seiner Kutsche in den Sonnenuntergang, während die Nachfrage das Angebot regelte.
Je mehr Nachfrage nach Benzin – desto mehr Tanksäulen wurden gebaut.
Je weniger Nachfrage nach Heu & Wasser – desto weniger Mietställe und Tränken gab es.
Ein paar Jahre später ist das Pferd als Transportmittel nicht mehr zu versorgen gewesen.
Uropa fuhr inzwischen eine selbstfahrende Kutsche und hat es schon immer gewusst.

1+ Ralf 🙂

1A auf den Punkt gebracht 🙂

Klar ist auch, dass das Einsatzgebiet für Wasserstoff bei Schiffen, Flugzeugen, bei LkW Fernverkehr und auch an manchen anderen Orten eine wichtige Rolle spielen wird, in Harmonie mit den BEV’s für PkW. Das Alles ist aber nur dann sinnvoll, wenn der Strom nachhaltig erzeugt wird.

Öl war in der Vergangenheit ein viel zu billiges Gut, weshalb wir es seit 150 Jahren so verschwenderisch genutzt haben.
Mit den nachhaltigen Energiequellen soll uns dasselbe nicht nochmals wiederfahren.
Energie und im Speziellen Strom muss zu einem Gut werden, das mit Bedacht und nicht so verschwenderisch wie das Öl genutzt werden soll.
Dann und nur dann werden wir auch gezwungen werden energieeffiziente Produkte herstellen zu müssen.

Richtig Markus, Wasserstoff per se ist schon eine Lösung aber eher für den Langstreckentransport. Solange wir noch fossile Rohstoffe zur Stromerzeugung verwenden sollten wir so effizient wie möglich mit der Nutzung desselben umgeben und da kommt derzeit der Wasserstoff nur mit 1/3 an BEV ran.

…für alle Wasserstoff Gläubigen: habt ihr mal die H2.LIVE App geladen? Fragt ihr Euch warum da die Tankstellen ca 45 min nach dem letzten Tankvorgang anzeigen? Könnte das vielleicht daran liegen, dass die teilweise 30 min bis zum Aufbau der 700 bar brauchen? Und jetzt vergleichen wir das mal mit der Steckdose, die es an jeder Ecke gibt… Ihr setzt beim H2 und PKW auf ein totes Pferd! Ich sehe die Zukunft sogar im induktiven Laden für die Langstrecken auf den Autobahnen und kleineren Batterien für den täglichen Weg.

Leseempfehlung für Wasserstoff-interessierte Neuseelandfans:
https://archive.org/details/Wasserstoffe

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