China befreit E-Autos und Plug-in-Hybride in 2021/22 von Kaufsteuer

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Die chinesische Regierung befreit alternativ angetriebene New Energy Vehicles (NEV, dazu gehören Batterie-Elektroautos, Wasserstoffautos sowie Plug-in-Hybride) in den Jahren 2021 und 2022 von der zehnprozentigen Kaufsteuer. Mit einer gemeinsamen Erklärung des chinesischen Finanzministeriums und des Ministerium für Industrie und Informationstechnologie (MIIT) bestätigen sich Gerüchte von Anfang des Monats.

Die Steuerbefreiung gibt es allerdings nur für jene Modelle, die in einem vom MIIT und der Steuerverwaltung veröffentlichten Katalog auf Antrag des Autoherstellers aufgenommen wurden. Ähnlich geht Deutschland bei der Auszahlung des Umweltbonus vor, diesen gibt es nur für Elektroautos und Plug-in-Hybride, die in der Förderliste des BAFA aufgeführt sind. China begründet den NEV-Katalog damit, dass sich die Verbraucher so auf einen Blick über die in Frage kommenden Fahrzeuge informieren können. Die Behörden halten sich allerdings auch ausdrücklich das Recht vor, einige Fahrzeuge von der Steuerregelung auszuschließen.

China hatte bereits zuvor die zehnprozentige Kaufsteuer für eine Reihe von Elektroautos abgeschafft, darunter einige beliebte Modelle wie etwa das Tesla Model 3. Nun wurde der Geltungsbereich der für die Steuerbefreiung geltenden Fahrzeuge auf alle NEV erweitert.

Ebenfalls Anfang des Monats gab es Medienberichte, wonach Chinas Regierung auch eine Verlängerung der NEV-Subventionen planen soll. Hierzu gab es in der aktuellen Mitteilung der Ministerien aber keine offiziellen Informationen. Den Berichten zufolge sollen die staatlichen Zuschüsse, die seit Juli 2019 gut 3300 Euro für E-Autos mit mindestens 400 Kilometer Reichweite betragen, ebenfalls bis Ende 2022 verlängert werden.

Quelle: Electrive — China: NEV werden bis 2022 von der Kaufsteuer befreit // Global Times — China scraps vehicle purchase tax for all NEVs

Über den Autor

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Als e-Autofahrer bin ich natürlich überzeugter Nutzer vom e-Auto. Egal wie man zu China steht, was Mobilität mit erneuerbarer Energie anbelangt sind sie uns in jeder Hinsicht weit überlegen.
Nur ein Beispiel:
Ich möchte auf mein Dach eine PV – Anlage installieren und mein Auto – Nissan Leaf – als Speicher nutzen. Wird weltweit wahrscheinlich millionenfach gemacht.
Mein Netzbetreiber lehnt jetzt noch eine Genehmigung mit der Begründung ab, dass dieses System in Deutschland noch nicht genehmigt sei.
So braucht die Autoindustrie natürlich keine Anstrengung unternehmen, uns bremsen ja die Netzbetreiber mit mehr Alternativen Energien aus.
Übrigens:
In Planung der Bundesnetzagentur ist, den Strom aus der eigenen PV – Anlage nur noch als Netzeinspeisung zu genehmigen, für ca. 12 Cent, dann wird man vom Netzbetreiber wieder beliefert, vermutlich mit 30 Cent p kW.
Toll, was?

Abwarten und Tee trinken. Unsere Regierung kann niemandem verbieten seinen PV-Strom zu speichern und selbst zu verbrauchen. Wer sollte das auch kontrollieren? Man bräuchte einen richterlichen Beschluss um eine Durchsuchung von Privaträumen zu ermöglichen.

Schon traurig wenn sowas:

https://www.youtube.com/watch?v=f5uI-9Nrc_0&t=1732s

von der Bundesnetzagentur kommt. Von den EVUs ist das zu erwarten, aber von einer Behörde, die Wettbewerb unterstützen und nicht verhindern soll?

Täusch Dich nicht. Das Zollamt ist schnell dabei, eine Betriebsprüfung zu machen, da der Du Stomerzeuger als Unternehmer eingestuft wirst. Wenn der Staat ein Geschäft wittert, ist er schnell dabei.

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