China-Handelsminister: Unsere Autobauer haben Subventionen nicht nötig

China-Handelsminister: Unsere Autobauer haben Subventionen nicht nötig
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Daniel Krenzer
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  —  Lesedauer 2 min

Derzeit untersucht die Europäische Union mit Blick auf mögliche Strafzölle, ob die chinesischen Hersteller von Autos – und dabei vorwiegend von Elektroautos – durch staatliche Subventionen unfaire Wettbewerbsvorteile haben. Der chinesische Handelsminister Wang Wentao wies diesen Verdacht nun bei einer Veranstaltung in Paris zurück, an der unter anderem auch Vertreter der chinesischen Großunternehmen Geely, BYD und CATL teilgenommen haben sollen. Wie N-TV berichtet, sagte der Regierungsvertreter der Volksrepublik, dass die Automobilhersteller des Landes nicht auf Subventionen angewiesen seien.

„Chinas Elektrofahrzeugunternehmen setzen auf kontinuierliche technologische Innovation, ein perfektes Produktions- und Lieferkettensystem und den vollen Wettbewerb auf dem Markt, um sich schnell zu entwickeln, und verlassen sich nicht auf Subventionen, um Wettbewerbsvorteile zu erlangen“, sagte Wang dem Bericht zufolge. Auch die von der EU und den USA geäußerte Vermutung, dass China gezielt Überschüsse produziere, um die Preise auf dem Markt für Elektroautos unter Druck zu setzen, wies der Handelsminister von sich.

Mögliche Strafzölle werden kritisch beäugt

Die von der EU ins Spiel gebrachten Strafzölle werden auch von einigen europäischen Autobauern sehr skeptisch betrachtet. Gemeinhin geht man in der Branche davon aus, dass die Chinesen in diesem Fall ebenfalls ähnliche Zölle innerhalb eines Handelskrieges erheben dürften. China ist für die meisten Hersteller in Europa aber inzwischen ein ebenfalls sehr wichtige, für manche sogar der wichtigste Markt weltweit.

Unter anderem der chinesische Hersteller BYD wählt inzwischen – vermutlich auch mit Blick auf drohende Strafzölle – den Weg, künftig in Europa direkt eigene Fahrzeuge zu produzieren. So entsteht derzeit ein erstes Werk in Ungarn, nachdem das Ford-Werk in Saarlouis eine Absage des chinesischen Automobilbauers erhalten hatte. Zwar ist der Anteil der in Europa verkauften chinesischen Autos noch eher gering, bei den Elektroautos ist er aber deutlich überdurchschnittlich hoch. Da die EU ab 2035 die Neuzulassung von Verbrennerfahrzeugen unterbinden will, ist dies aber der für die Zukunft wohl entscheidende Markt. Auf diesem wollen sich die chinesischen Hersteller offensichtlich frühzeitig eine hohe Präsenz sichern. Einige Hersteller aus China sind dabei zum Teil in staatlicher Hand – und erhalten somit direkt von der Volksrepublik Geld.

Quelle: n.tv – „Peking verteidigt chinesische Elektroautobauer“

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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