Automobilindustrie: Subventioniert um sich nicht zu ändern

Automobilindustrie: Subventioniert um sich nicht zu ändern

Copyright Abbildung(en): shutterstock / Lizenzfreie Stockfoto-Nummer: 1424309804

In diesem Artikel geht es um ein fragwürdiges Geschäft, über das ich jahrelang bewusst nicht geschrieben habe, ein Geschäft, das Menschen, Familien und Freunde so lange polarisiert, bis sie es nicht mehr sind. In diesem Artikel geht es um Politik und ihre Auswirkungen auf den Wandel einer großen globalen Industrie, auf der die Welt im letzten Jahrhundert ihren Reichtum aufgebaut hat.

Jede Nation dieser Welt wird mit Recht ihr Bestes tun, um ihre Industrie zum Wohle des Landes und seiner Bevölkerung zu schützen. Politiker werden gewählt, um sicherzustellen, dass es der Industrie und den Arbeitsplätzen gut geht, um Einkommen zu stabilisieren und Risiken zu verringern. Es ist absolut nichts Falsches an diesem Schutz, aber leider kann die Politik, indem sie versucht, ihre Industrie nach besten Kräften zu unterstützen, diese, ohne es überhaupt zu bemerken, zerstören. Das ist schon mehrfach geschehen, und es besteht ein großes Risiko, dass es heute in den größten Automobilproduktionsländern wie Deutschland, Japan und den USA wieder geschieht.

Deutschland näher am Abgrund als bisher angenommen

Da ich in Deutschland lebe, nehme ich die deutsche Automobilindustrie und Politik als Beispiel, aber ähnliche Prozesse finden natürlich auch in den anderen Ländern in verschiedenen Varianten statt. Ich glaube, dass in Deutschland seit einiger Zeit eine nicht beabsichtigte Zerstörung der wichtigsten Industrie stattfindet, getrieben von dem Glauben, etwas Gutes zu tun, während man in Wirklichkeit etwas Schlechtes tut, und dieser Artikel möchte Licht auf die tödliche Kombination von Protektionismus und dessen Endergebnis, den Untergang eines Industriezweigs, werfen.

Manche mögen das, was ich beschreibe, eine Verschwörung nennen, aber ich mag diese Theorien nicht, die oft auf einer Menge wilder, unbewiesener Spekulationen beruhen, die eine klare Definition von gut und böse haben, wie in einem gut gezeichneten Comic, den wir als 10-Jährige gelesen haben. Viele teilen die Welt und ihre Akteure und Politiker in zwei konträre Pole und tun so, als ob sie eine verwirrende Welt mit vielen Grautönen in eine Ordnung von Schwarz und Weiß sortieren könnten, die in Wirklichkeit nicht existiert und nie existiert hat. Sie schaffen eine verlockende und oberflächliche Ordnung, die Entscheidungen und Handlungen augenscheinlich leichter macht, aber sie lösen nie die wirklichen Herausforderungen und Probleme dieser Welt, und deshalb sind solche Theorien eher kontraproduktiv als hilfreich. Die reale Welt in der wir leben ist eine Mischung aus Grautönen, in der Schwarz oder Weiß eher ein Konzept ist als wirklich zu existieren.

In vielen meiner Artikel habe ich die deutsche Automobilindustrie in Frage gestellt, herausgefordert und vielleicht auch angegriffen, mit manchmal harten Worten, dass Naheliegendes nicht verstanden wird, dass Manager arrogant und gierig sind und riskieren sich selbst dadurch auf eine signifikante Weise zu minimieren, aber heute werde ich erklären, warum das, was die Führungskräfte der deutschen Automobilindustrie für ihre Freunde halten, in Wahrheit eine Art von Feinden sind. Ich werde versuchen zu erläutern, warum das ganze Chaos, das wir durch einen ständigen Strom von Gewinnwarnungen und Entlassungsmitteilungen wahrnehmen, weitgehend ein Nebeneffekt der Regierungen ist, die versuchen, in Zusammenarbeit mit den Automobilherstellern etwas Gutes zu tun und dabei unbeabsichtigt etwas Schlechtes erreichen.

„Für Kinder ist nicht alles, was diese verlangen, gut für sie, ganz egal, wie sehr Kinder es auch versuchen ihre Eltern zu beeinflussen werden diese doch in Ihrem besten Interesse handeln und oftmals nein sagen. Gute Eltern wissen, dass es in vielen Fällen gegen ihre Verantwortung und Liebe und damit gegen die körperliche und geistige Gesundheit ihrer Kinder verstoßen würde, wenn sie alles tun würden, worum Ihr Kind sie bittet.“

Industrien sind wie Kinder, die jeden Tag nach den leckeren Süßigkeiten fragen und es vermeiden, die Hausaufgaben zu machen und Sport zu treiben, aber anstelle von guten Eltern verhalten sich unsere Regierungen wie Eltern, die davon ausgehen, dass ihre Kinder besser wissen, was gut für sie ist als sie selbst. Anstatt eine Industrie zu erziehen, zu pflegen und ihr beim Wachstum zu helfen, geben sie ihnen viele Süßigkeiten und wundern sich, dass die Zähne sehr bald ausgefallen sind und sie nicht mehr richtig essen können und ihre Gesundheit und ihr Wachstum gefährdet ist.

Vergleich zum Bankgewerbe liegt nahe

Wir haben dies im Bankgewerbe gesehen, wo das Mantra „too big to fail“ oder „systemisches Risiko“, ein Entwurf und ein Freibrief dafür war, dass sie alles tun konnten ohne die Verantwortung für ihr Handeln übernehmen zu müssen. Am Ende brachte es die Welt in eine schwere Finanzkrise, die nur durch die Rettung der Banken mit Hunderten von Milliarden Euro in einem international koordinierten Akt gelöst werden konnte, um einen globalen Zusammenbruch und eine Depression wie im Jahr 1929 zu vermeiden. Wenn man groß genug ist, kann einem als Bank nicht mehr viel passieren, und genau dasselbe gilt für die Automobilindustrie. Solange Sie für ein systemisches Risiko plädieren können, geht es Ihnen gut. Diese Bedrohung ist in Deutschland, wo angeblich jeder 8. Mitarbeiter, sei es direkt oder indirekt, in der Automobilbranche tätig ist, sehr effektiv.

Wenn Politiker bei Wahlen zu einem großen Teil daran gemessen werden, wie erfolgreich sie bei der Schaffung neuer Arbeitsplätze und der Erhaltung der alten Arbeitsplätze sind, ist es eine „Win-Win-Situation“ für beide, Politiker und Manager, wenn sie zusammenarbeiten. Politiker werden Wahlen gewinnen, wenn die von ihnen durchgesetzten Rahmenbedingungen wie z.B. Vorschriften und Gesetze, Arbeitsplätze für Unternehmen schaffen. Um zu kooperieren und zusammenzuarbeiten muss man sich gegenseitig verstehen.

In Deutschland wächst allerdings der Anteil der Politiker, die noch nie in der Industrie gearbeitet haben oder außerhalb des Beamtentums tätig waren, erheblich, so dass sie kaum noch verstehen können, was ein Unternehmen, die Industrie und die Wirtschaft wirklich ausmacht. Ohne dieses Verständnis werden Politiker aufgefordert, die Wirtschaft und ihre Unternehmen mit Regeln und Vorschriften zu unterstützen, was ein Grund dafür ist, dass die meisten Gesetze und Vorschriften heute nicht mehr von der Regierung, sondern von der Industrie und ihren Lobbygruppen geschrieben werden. Das ist eine erstaunliche Tatsache, da es, um der früheren Analogie zu folgen, dazu führt, dass Kinder die Regeln für sich selbst schreiben. Wir alle wissen, wohin dies führen könnte, und die Automobilindustrie hat es geschafft, den Politikern effektiv zu diktieren, was sie wollen, insbesondere wenn wir über batterieelektrische Fahrzeuge und den Verbrennungsmotor sprechen.

Dies passiert in vielen anderen Branchen in vergleichbarer Weise und die Luftfahrtindustrie ist mit dem Unternehmen Boeing und deren Softwareentwicklung die zu mehreren tragischen Abstürzen geführt hat dafür ein weiteres gutes Bespiel. Während dort Menschenleben verloren gehen sind es in der Autoindustrie Arbeitsplätze.

„Wir befinden uns in Zeiten, in denen ein gut durchdachtes Gleichgewicht zur Erhaltung der Gesundheit der Industrie und der Arbeitsplätze versagt. Solche Zeiten werden oft als Abschwung oder Rezession bezeichnet. Dieser Artikel ist keine Vorhersage, dass es zu einer Rezession kommen wird, die Rezession in der Automobilindustrie findet bereits heute statt.“

Automobilindustrie ist in einer Rezession angekommen und muss reagieren

Die Liste der Unternehmen, die im deutschen Automobilgeschäft bei Tier-1- und Tier-2-Zulieferern Insolvenzen, Entlassungen und Gewinnwarnungen ankündigen, wird immer länger und gewinnt an Tempo, während viele bereits jetzt entweder Kurzarbeit einleiten, ihre Mitarbeiter um Gehaltskürzungen bitten oder sie gleich ganz entlassen.

Wenn Politik und Industrie gut zusammenarbeiten würden, wäre die deutsche Automobilindustrie, die das Rückgrat unserer Nation ist, die stärkste der Welt mit den besten Produkten weltweit, aber jeder, der das behauptet, ist entweder voller Illusionen oder schlecht informiert. Die Realität ist, dass man, wenn man seinem Kind alles gibt, was es will, seine Fähigkeiten zum Erfolg im Leben einschränkt, und die deutsche Regierung hat genau das getan.

Die deutsche Autoindustrie hat gute Arbeit geleistet, um die Politiker dazu zu bewegen, Anreize zu geben, die Industrie für Verbrennungsmotoren am Laufen zu halten, und es ist nichts Falsches an diesem Interesse. Letztendlich wollen Sie die Arbeitsplätze und die Wirtschaft schützen, weil Sie dafür gewählt wurden, aber wenn die Gesetze, Vorschriften und der Rahmen, den die Politiker definiert haben, tatsächlich gegen das Wohl der Wirtschaft und der Arbeitsplätze ist, würden Sie erwarten, dass die Wähler und die Lobbygruppen der Industrie dagegen argumentieren würden, aber in der Realität tun sie es nicht.

Die Autoindustrie ist langsam in ihrem Innovationstempo, sie ist wie ein Kind, das nur so viel tut, wie von ihm verlangt um die genannten Wünsche erfüllt zu bekommen. Ein Jahrhundert lang hat das Arrangement gut funktioniert. Wenn der Verkauf von Verbrennungsmotoren gut läuft, ist der Innovationsdruck gering, und wenn der Druck hoch ist, steigt die Innovationsrate. Dieses System ist sinnvoll, solange der Innovationszyklus in seinem Tempo konstant bleibt, aber was wir heute sehen, ist ein dramatisch beschleunigtes Innovationstempo das alles verändert.

Bei den von Tesla kontinuierlich implementierten Verbesserungen der Batterietechnologie würde man erwarten, dass die etablierten Autohersteller ihre Innovationsanstrengungen verstärken, aber in Wirklichkeit haben sie es nicht getan und tun es auch heute noch nicht ausreichend. Wenn sie es tun würden, hätten wir von einem „Batterietag“ erfahren, so wie wir es von Tesla hören, um bei dem Termin im April stolz den nächsten Durchbruch der Technologie mit sinkenden Kosten und steigender Energiedichte zu präsentieren, aber wir haben nicht von einem solchen Tag in Deutschland gehört, oder?

Aktionäre vor Innovation

Stattdessen fließt das meiste Kapital der etablierten Autohersteller in die Absicherung der Gewinne und nicht in Forschung und Entwicklung, denn das ist es, was die Wähler der Manager, die Aktionäre, dazu bringen wird, wieder für sie in der nächsten Hauptversammlung zu stimmen. Ein Aktionär ist nur an hohen Gewinnen und Renditen in einer bestimmten Zeit interessiert und in den meisten Fällen nicht an langfristiger Nachhaltigkeit. Aus diesem Grund wird ein Manager eines Autoherstellers dazu veranlasst, dafür zu sorgen, dass die Gewinne kurzfristig weiter fließen, und das tun sie, indem sie den Politikern drohen, Arbeiter zu entlassen, es sei denn, sie erhalten Subventionen, die ihre Gewinnminderung oder ihre Verluste reduzieren wenn der Verkauf der alten Technologie nicht mehr so gut läuft wie bisher.

Durch den Erhalt von Subventionen nimmt der Druck zur Innovation ab, da die nächsten Profite sicher sind und die Dringlichkeit für die Organisation zur Veränderung sinkt. Die durch die staatliche Förderung erworbene Zeit, welche die Aktionäre kurzfristig zufrieden stellt und welche die etablierten Autohersteller mit Anreizen gekauft haben ist schnell vergangen, während die versprochene Innovation, die erforderlich ist, um die Nachfrage mit großartigen Produkten zu unterstützen und die verfügbare Lieferkapazität zu steigern noch stärker als zuvor zurückbleibt. Die Bedrohung, Menschen entlassen zu müssen, ist jetzt realer als zuvor, da das Thema durch Tesla als Innovationsvorreiter immer mehr an Bedeutung gewinnt und der Kostendruck stärker wird.

„Deshalb wird die Automobilindustrie die Politiker erneut auffordern, weitere Subventionen zu leisten. Die Industrie ist in einem Teufelskreis gefangen, indem sie mehr verlangt und weniger liefert und die Politik weil sie mehr fordert aber weniger erhält. Die Kluft zwischen den Erwartungen beider Seiten wird immer grösser.“

Ein gutes und aktuelles Beispiel hierfür sind nicht nur die zusätzlichen Subventionen, sondern auch die jüngsten Verzögerungen bei der aktuellen deutschen Elektroautoprämie, die angekündigt wurde, um als stattliche Förderung von zusätzlichen 50% von 4.000 auf 6.000 Euro für reine Elektroautos mit einem Basispreis unter 60 Tausend Euro, Ende 2019 implementiert zu werden. Zusätzlichen 2.000 € beim Kauf eines Elektroautos sind für die meisten Menschen eine Menge Geld. Die Erhöhung der Förderung ging Ende 2019 durch alle Medien wurde aber deutlich verspätet in Brüssel beantragt. Die Argumentation des deutschen Verkehrsministers, man wolle die Einbeziehung „alternativer Fahrzeuge“ prüfen klingt äußerst fragwürdig und zweifelhaft. Während Brüssel behauptete der Antrag wäre nicht eingegangen sagte das Verkehrsministerium es wäre eingereicht worden. In der Zwischenzeit wurden die Prämie im Februar 2020 mit Monaten Verspätung genehmigt. Alle Käufer die bereits in 2019 ein Elektroauto erwerben wollten hielten den Kauf aus nachvollziehbaren Gründen und zum Vorteil der deutschen Hersteller wie ich gleich näher erläutern werde, zurück.

Deutsche Automobilhersteller profitieren vom verzögerten Umweltbonus

All dies geschieht zu einem Zeitpunkt, an dem folgende Ankündigungen gemacht wurden:

Attraktive Elektroautos die nicht von deutschen Herstellern stammen wie zum Beispiel von Unternehmen wie Renault, Hyundai oder Tesla tragen ein hohes Risiko einen Nachfrageabfalls zu bekommen, wenn Subventionen wie eine Karotte vor das Gesicht gehalten, aber dann verzögert werden, während die deutschen Hersteller nicht liefern können oder wollen. Die Verzögerung der Subventionen schadet ihrer Nachfrage und ihrem Absatz deutlich stärker als deutschen Herstellern, die mehr Zeit haben möchten, um ihre Lieferkette besser zu organisieren, an den Produktionskapazitäten zu arbeiten und sich um ein ausreichendes Produkt-Angebot zu entwickeln.

Die beiden erstgenannten, Renault und Hyundai, haben nach Einreichung zahlreicher Beschwerden bei der deutschen Regierung zwischenzeitlich angekündigt, die Käufer in gleichem Umfang und darüber hinaus so zu entschädigen, als ob die Anreize umgesetzt worden wären. Tesla hat wahrscheinlich auch aus Gründen der hohen Nachfrage in Europa dagegen überhaupt keine vergleichbaren Maßnahmen angekündigt.

All dies kann natürlich reiner Zufall sein und nichts miteinander zu tun haben, aber die Verzögerungen sind ein willkommenes Geschenk für jeden deutschen Hersteller, der entweder Probleme mit dem Angebot, der Produktion oder der Nachfrage hat, weil es ihm Zeit gibt, sich anzupassen, die Gewinne zu erhalten und die Fähigkeit der Konkurrenz, Marktanteile wegzunehmen einschränkt.

„Wenn man aufmerksam zuhört dann vernimmt man nicht eine einzige Beschwerde der deutschen Automobilindustrie über die Verzögerung der Bafa Prämie, und das ist gelinde gesagt sehr verdächtig. In der Politik sollte man nicht nur auf das Gesagte, sondern auch auf das nicht Gesagte hören, wenn man besser verstehen will, was gerade geschieht. Dasselbe gilt für die Industrie.“

Zu glauben, dies sei eine Verschwörungstheorie, ist eine faire Behauptung, aber das Ergebnis ist, unabhängig davon, ob diese Behauptung richtig ist oder nicht, für die deutschen Hersteller von Vorteil. Obwohl es sicherlich nicht in allen Fällen zutrifft, war es in der Vergangenheit ein guter Rat, „dem Geld zu folgen“, wenn man verstehen will, warum das, was passiert, passiert ist.

Tesla stärkt gedankliche Präsenz von E-Autos in Deutschland

Elektroautos sind, seit der Standort der Tesla Fabrik hier in Deutschland bekannt gegeben wurde, mehr und mehr im Bewusstsein der deutschen Verbraucher präsent, und Menschen, die ein Fahrzeug suchen, werden das Unternehmen und seine Produkte heute mehr als am gestrigen Tag in Betracht ziehen, weil die Fabrik Arbeitsplätze schafft, häufiger mit positiven Artikeln in den Medien präsent ist, die Kursentwicklung der Aktie das Vertrauen der Investoren verdeutlicht und schließlich auch bald ein Produkt Made in Germany mit deutschen Mitarbeitern ist. Wenn die Menschen erst einmal ihren Lebensunterhalt bei Tesla Brandenburg oder Berlin, wie der CEO Elon Musk es lieber nennt, verdienen, ihre Steuern hier in Deutschland zahlen und verstehen, dass die meisten der in den Medien über Tesla diskutierten Arbeitsbedingungen und deren Bezahlung einfach nur falsch sind, wird sich die Stimmung weiter zum Gunsten von Tesla verschieben.

Verzögerungen von Subventionen sind ein geringes Problem also warum schreibe ich überhaupt darüber? Meine Antwort: was wie ein kleines Problem aussieht, ist in Wirklichkeit ein großes Problem. Nicht nur, weil die Nachfrage der Verbraucher nach den dringend benötigten emissionsfreien Fahrzeugen auf unseren Straßen negativ beeinflusst werden könnte, sondern weil die Folge dieser politisch motivierten Maßnahme ein reduzierter Druck auf die Industrie ist innovativer zu werden. Anstatt das Innovationstempo zu unterstützen, werden die Anreize dafür beseitigt.

Die Verzögerungen sind eine Erleichterung für die Industrie, aber nicht, weil sie dadurch mehr Energie für diese aufwenden können sondern sich stattdessen tatsächlich weniger auf Innovationen konzentrieren. Die Autohersteller werden ihre Fähigkeit, kurzfristig Gewinne zu erzielen, optimieren weil sie für kurzfristige Gewinne belohnt werden. Kurzfristige Gewinne sind etwas Schönes und es gibt nichts wirklich Negatives an ihnen, es sei denn, man bezahlt sie mit seiner eigenen Zukunft.

Da Subventionen ein kleineres Thema sind und diese nur vorübergehend verzögert wurden, möchte ich darauf hinweisen, dass die politisch motivierten Maßnahmen zur Verringerung des Innovationsdrucks auf die Automobilindustrie viele sind. Es handelt sich um ein systematisches Problem, dass sich in vielerlei Hinsicht darstellt.

Hybridfahrzeuge: Keine Lösung des Problems

Ein gutes Beispiel hierfür sind die Hybrid-Fahrzeuge, die 75% eines reinen Elektroautos ausmachen und welche die Autohersteller dazu veranlassen, Verbrenner-Motoren weiter zu entwickeln und zu produzieren, während die Batterie selbst, wie diverse Studien eindrücklich gezeigt haben, nur recht selten, wenn überhaupt verwendet werden. Das erhöhte Gewicht durch die Batterie führt zu einem höheren Verbrauch an Kraftstoff.

Mit anderen Worten, 2019 wurden hohe stattliche Subventionen in Höhe von 3.000 Euro für ein Auto gezahlt, das nicht weniger, sondern mehr klimaschädliche Schadstoffe ausstößt, weil es neben anderen Effekten einfach schwerer ist. Während die UK die Subventionen aufgrund dieser Tatsache ersatzlos gestrichen haben werden diese in Deutschland im Jahr 2020 um weitere 50% erhöht. Subventionen für Hybride sind nicht konform mit der Reduzierung von Treibhausgasen denn sie fördern diese. Das dies heute noch und entgegen aller Studien und wissenschaftlicher Nachweise bestand hat, zeigt das die Klimaziele und damit unsere Umwelt für die deutsche Bundesregierung nur sekundär eine Bedeutung hat.

Unabhängig davon ob ein Besitzer jemals im Leben des Fahrzeugs die Batterie nutzt, erhält er €4500 auf den Kaufpreis während er genauso wie bei seinem vorherigen Verbrenner die Umwelt verschmutzt und den Klimazielen der Bundesregierung entgegenwirkt. Wie blanker Hohn wirkt es wenn diese Fahrzeuge auch noch ein „E“ für Elektro auf dem Nummernschild haben jedoch die Umwelt stärker verschmutzen als ein normaler Verbrenner. Wie kann es sein das Studien von der Regierung in London als Anlass genommen werden diese Hybride in Zukunft vollständig zu verbieten, während Deutschland diese stattdessen stärker fördert?

Ausnahmeregelung bei CO2-Grenzwerten

Eine weitere Maßnahme ist die Senkung der CO2 Ziele im Jahr 2015, als die Lobby Gruppen der Autoindustrie mit den Regulierungsbehörden der EU in Brüssel die Regelungen neu verhandelten, um Ausnahmeregelungen wie den, dass 5% der am stärksten verschmutzenden Fahrzeuge von der Bußgeldliste genommen werden können, einführten. Diese ermöglicht es ihnen heute, mehr schwere und beliebte SUVs mit der höchsten Profit Marge zu verkaufen um dadurch den Schaden von Strafzahlungen der restlichen verkauften Verbrenner welche die Ziele nicht einhalten zu egalisieren. Die 5% Regelung ist, weil durch sie mehr SUVs verkauft werden als vorher, doppelt kontraproduktiv.

Man findet sie auch in nicht umgesetzten Regularien von Fahrzeugen auf deutschen Straßen die mit dem zum Teil 8-fachem z.B. Audi A8, der erlaubten Stickstoff (NOx)-Emissionen unterwegs sind, die sie aufgrund des Gesetzes haben dürften. Das Kraftfahrtbundesamt drückt seit Jahren in der Sache „beide Augen zu“ und deshalb ist es ja auch nicht verwunderlich, wenn die Hersteller keinen Drang zu Veränderungen und Verbesserung verspüren.

Die Bußgelder für das nicht Erreichen von CO2 Zielen, die 2020 eingeführt wurden, gleichzeitig gesteigerte Subventionen beim Kauf eines E-Autos im Jahr 2019 laut anzukündigen aber dann ins Jahr 2020 zu verzögern hat viele Käufer veranlasste, ihren Kauf im Jahr 2019 zurückzuhalten und dann im Jahr 2020 auszuführen. Wer profitiert Ihrer Meinung nach am meisten, wenn ein Elektroauto nicht 2019, sondern 2020 verkauft wird?

Deutsche Automobilindustrie als Profiteure der CO2-Grenzwert-Verschiebung

Die deutschen Autohersteller sind es denn jedes verkaufte Elektroauto ist im Jahr 2020 viel wertvoller für sie als 2019, da es die an die EU-Regulierungsbehörden zu zahlenden Strafen erst ab 2020 verringert. Politik und Industrie haben gut zusammengearbeitet, ungeachtet der zusätzlichen CO2 Emissionen den ihr Handeln verursacht hat und weiter verursacht. Klimaziele spielten dabei keine Rolle, sondern nur die Profite der Autoindustrie.

Ich könnte mit vielen weiteren Beispielen fort fahren die alle gemeinsam haben, dass sie den persönlichen Interessen der Politiker und Industriemanagern zugutekommen welche die Welt mit einer stärker verschmutzen Umwelt und Deutschland mit einem geringeren Innovationstempo der Automobilindustrie zurücklässt. Mehr Zeit für Innovationen zu benötigen, ist genau das, was die Manager den Politikern mitteilen, aber die letzten 10 Jahre haben bewiesen, dass Innovation langsamer geht, wenn man den Druck reduziert, und nicht schneller.

„Druck zu reduzieren ist genau das, was die Politiker überall tun, und sie fragen sich immer noch, warum die Autohersteller im Vergleich zu Tesla bei der Innovation im Rückstand sind?!“

Das Innovationstempo steigt wie eine S-Kurve, bei der sich der Vorreiter schneller von den Verfolgern entfernt als zu Beginn des Innovationszyklus. Dieser exponentielle Vorteil ist sehr schwer aufzuholen. Der Startbereich, in dem die Innovation langsamer vorankommt, muss von allen nachfolgenden Autoherstellern ob sie es wollen oder auch nicht durchlebt werden, und wegen dieses Effekts steigt der Nachteil exponentiell an, wenn man die Innovation verzögert, indem man sicherstellt, dass man mit veralteten Produkten sei es durch Subventionen oder anderen Maßnahmen kurzfristige Gewinne erzielt.

Eine andere Möglichkeit, diesen Effekt zu beschreiben, ist, dass der kurzfristige Gewinn, den Sie mit dem Verkauf eines veralteten am Ende seines Lebenszyklus befindlichen Produkts erzielen, nur ein Bruchteil des Gewinns ist, den Sie erzielen würden, wenn Sie alle Ihre Vermögenswerte und Energie in den Versuch investieren Forschung und Entwicklung der neuen Produkte zu beschleunigen. Das Problem ist, dass die Manager keinen Anreiz haben, aufzuholen, sondern einen, heute und jetzt Gewinne zu erzielen. Dies wiederholt sich seit Jahrzehnten, wird aber mit den komprimierten Innovationszyklen und steigenden S-Kurven der aktuellen Innovationen, wie wir sie vor allem in den letzten 10 Jahren erleben, deutlich verschärft und prekär.

Innovation ist nicht der eine ehrfurchtgebietende und magische Verbesserungsschritt, der alles auf einmal erreicht, und wenn man ihn geschafft hat, ist alles perfekt. Stattdessen ist sie oft aus einer verrückten Idee oder einem Zufall geboren, deren Wirkung am Anfang oft überbewertet wird, aber für eine Massenutzung in der Regel nicht funktionsfähig ist. Es folgen ihr eine Reihe von ständigen Verbesserungen, die zudem führt, was später manchmal auch als Disruption einer Industrie bezeichnet wird. Dieses Muster wiederholt sich bei allen technologischen Durchbrüchen und wir sehen dieses Muster heute sowohl bei der Batterietechnologie für Fahrzeuge als auch beim autonomen Fahren.

„Je weiter man in dieser Innovation fortgeschritten ist, desto innovativer wird man und damit steigt der Vorsprung vor den Nachfolgern.“

Ein Beispiel zum Innovationsfortschritt

Die meisten Menschen, insbesondere in den USA, werden Ihnen sagen, wenn Sie fragen, wer das Telefon erfunden hat: „Es war Alexander Graham Bell“, der berühmte Erfinder, der die ersten Worte „Mr. Watson, kommen Sie her, ich brauche Sie“ übertragen hat. Die Wahrheit ist, dass er derjenige war, der wichtige Verbesserungen an einem bestehenden Gerät vorgenommen hat und es sehr erfolgreich vermarktete, aber die wahre Erfindung wurde vermutlich eher von dem Deutschen Philipp Reiss vollzogen, der etwa 10 Jahre vor Bell die allerersten Wörter „ein Pferd frisst keinen Gurkensalat“ übertrug, aber Herr Reiss hat nie ein Patent angemeldet. Der dritte Erfinder des Telefons schließlich ist Antonio Meucci, der ebenfalls lange vor Bell ein sprechendes Gerät erfand, aber nicht das Geld hatte, um ein Patent anzumelden, sondern die Konstruktionszeichnungen stattdessen an den Western Union Telegraph schickte, wo sie angeblich verloren gingen und die Firma später „ganz zufällig“ mit Bell zusammenarbeitete, als er das Gerät verbesserte und patentierte.

„Erfindung ist ein Prozess und kein Ereignis, und am Ende des Tages hatten Reis, Meucci und Bell alle ihren ganzen wichtigen elementaren Anteil an der Entwicklung eines Produktes die etwas begann, das wir heute in der Hand halten, wie es Captain Kirk im Raumschiff Enterprise tat. Es spielt keine Rolle, wer zuerst etwas getan hat oder wer ein Patent angemeldet hat, aber das Endergebnis das spielt eine Rolle.“

Die harte Arbeit ist nicht der eine Schritt zur Veränderung, sondern die langfristige Weiterentwicklung eines Produkts, das Sie in Massenproduktion herstellen können, das technologisch ausgereift ist und das Sie auf den Markt bringen und verkaufen können. All das klingt irgendwie langweilig, aber das ist nun mal so mit einer Erfindung. Der „Heureka“ Moment mag schön sein wird aber häufig kurz danach durch „Moment mal“ enttäuscht.

Wenn man an all die „Durchbrüche“ denkt, von denen man zum Beispiel bei Feststoffbatterien gehört hat, dann ist es genau das wovon ich hier spreche. Der wirkliche Durchbruch erfolgt in der Regel erst lange nach dem ersten Durchbruch, und deshalb hört man in 99% aller Fälle nie wieder etwas von ihnen denn die meisten schaffen es gar nicht bis zur Kommerzialisierung. Sei es der 3-D Drucker, Feststoffbatterien oder ein Seil aus einem kohlenstoffbasierten Kabel das einen Lift ins All ermöglicht, sie alle brauchen viel Zeit und Geld um wirtschaftlich und technisch umsetzbar zu werden.

Ein einmalig produziertes Elektrofahrzeug mit einer Reichweite von 800 km, ist heute schon machbar, aber wenn man ein solches Fahrzeug, das man zu vernünftigen Kosten in großen Stückzahlen in Massenproduktion benötigt nicht herstellen kann, dann ist es zwar eine beindruckende Erfindung aber eine die nie den breiten Markt erreicht.

Dasselbe gilt für den Cyber-Truck von Tesla, bei dem, wenn man Elon Musk aufmerksam zuhört, die harte Nuss nicht darin besteht, den Prototyp zu entwickeln und zu zeigen, sondern die Produktionstechnologie zu erstellen, um ihn für die Massen verfügbar zu machen. Das Exo-Skelett des Fahrzeugs mag zwar wie die wahre Innovation aussehen, aber die Produktionstechnologie ist „die harte Nuss die es noch zu knacken gilt“.

Politik stoppt Fortschritt durch Subventionen

Es klingt wie ein Widerspruch, aber Politik und Gesetzgeber können Innovationen leicht stoppen, indem sie versuchen, sie zu unterstützen und das insbesondere dann, wenn sie auf die Forderungen der Industrie hören. Manager in der Industrie sind an Gewinnen und Marktanteilen interessiert, ziehen es aber vor, Innovationen zu vermeiden, bis sie dazu gezwungen werden.

Bei einer Disruption wie die, in der wir uns gerade befinden und in welcher der Wechsel von Verbrenner zum Elektrofahrzeug viel schneller geht, als alle dachten, schrumpft die Reaktionszeit zwischen dem Moment, in dem man gezwungen ist, etwas zu tun, und dem Moment, in dem man angeblich wieder Gewinn macht, mit jedem Tag Verzögerung exponentiell, und das ist ein unterschätztes Problem der deutschen Automobilindustrie.

Das Exponentielle dieser schrumpfenden Zeit ist der letzte Nagel im Sarg von Unternehmen, die glauben, dass sie einen Kampf von heute mit Waffen aus der Vergangenheit gewinnen können.

„Der Niedergang der globalen etablierten Automobilindustrie wird nicht durch die Unfähigkeit zur technologischen Innovation verursacht, sondern durch die schlecht durchdachte Kombination und Regularien von Interessen zwischen Politikern und Managern, die beide einen Anreiz haben, etwas zu tun, das im Endergebnis das Innovationstempo verringert und CO2 Emissionen erhöht.“

Der Schlüssel zum Erfolg für die deutsche Automobilindustrie liegt deshalb in der Überwindung bisheriger Anreizsysteme mit denen im aktuellen Status ein erfolgreicher Wandel zu Herstellern der weltweit besten Elektroautos nicht möglich ist. Der Unterschied zu vergangenen Krisen liegt in der nicht vorhandenen Zeit der Unternehmen sich neuen Gegebenheiten schnell genug anzupassen.

In der Natur verschwinden Arten die eine schnelle Veränderung der Umwelt erleben und sich nicht rechtzeitig anpassen können und in der Automobilindustrie ist das nicht anders.

 


Dieser Artikel ist im Februar 2020 auf der US Webseite www.cleantechnica.com erschienen und wurde in der heutigen deutschen Version mit aktuellen Zahlen, Inhalten und Informationen angepasst.

Newsletter abonnieren

Montag, Mittwoch und Freitag die neusten Informationen aus der Welt der Elektromobilität kostenfrei direkt ins eigene Postfach. Kuratiert aus einer Vielzahl von Webseiten und Blogs.

Dir gefällt dieser Beitrag? Teilen auf

Diese News könnten dich auch interessieren:

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
37 Comments
Oldest
Newest Most Voted
Inline Feedbacks
View all comments

Ihren Artikel habe ich mit Genugtuung gelesen und stimme ihm zu, insbesondere was den Antagonismus von Subvention und Innovation angeht.
Was aber ist, wenn man mit der Elektromobilität – gut gemeint, aber schlecht gemacht – ein ebenso totes Pferd sattelt. Ich gebe zu, der Elektro-
mobilität wohnt die Chance inne, einmal umweltkonform zu werden, fossilen Brennstoffen vermutlich niemals. Derzeit wird aber selbst in der Wissenschaft konträr diskutiert, ob der Übergriff der aktuellen Batterietechnologie auf die Umwelt – wenn auch weit von uns entfernt – zumindest in seinen Auswirkungen doch an den fossiler Brennstoffe heranreicht.
Ich selbst fahre einen A3 etron (hybrid) – weitestgehend elektrisch – habe aber schon den VW ID 3 reserviert. Was ich aber auch mache, die Bauchschmerzen bleiben!

In den siebziger Jahren haben bereits die Ölmultis Shell und Excon die Umweltbelastungen und Klimafolgen sehr genau in “geheimen Studien“ beschrieben und zeitlich konkretisiert.
Der Zukunftforscher J. RIFKIN hat Anfang 2000 die Bedeutung des Wasserstoffs als Alternative zu fossilen Stoffen beschrieben und auch mit Frau Dr. Merkel hierüber Gespräche geführt.
VW hat sich von 2002 -2010 mit der Brennstoffzellentechnologie für Autos befaßt unter Leitung von Herrn Prof. Dr. Unwerth.
Sollten Sie mal nachlesen!
Weder von Politikern noch der Autoindustrie ist etwas geschehen. Im Gegenteil, die Autoindustrie hat über zwei Jahrzehnte alles abgesprochen, Ermittlungsverfahren laufen!!!
Nun erklärt VW das E-Auto als Heilsbringer. Wie kann man ein solches Produkt von solch einem Hersteller – nach Gerichtsurteilen vorsätzlich und sittenwidrig“ – erwerben, ohne an die Kollateralschäden zu denken?! Die Jugend hat recht mit ihren Protesten!!!

Und was sagt uns der Artikel und einige Kommentare? Wir brauchen als erstes ein anderes Auswahlverfahren für Politiker. Für jeden qualifizierten Job braucht man entsprechende Berufserfahrung und Ausbildung. Politiker kann jeder ‚ Depp‘ werden und mittlerweile hat sich daraus eine Eigendynamik entwickelt, in der der Nachwuchs selbst herangezogen wird. Politikstudenten und andere Theoretiker, die keine Ahnung von der Wirtschaft und dem wahren Leben haben. Dazu kommen noch die selbsternannten, und achso schlauen Lehrer. Unfähig, Kinder zu erziehen, und dann ihr Wohl in der Politik suchen…und wenn’s nicht klappt, können sie ja wieder zurück in ihren Job und mit 50 in den wohlverdienten Burnout. Mein Fazit: die ganzen Politikstrukturen müssen sehr kritisch hinterfragt und drastisch verändert werden. Nur dann kann sich weltweit das große Ganze dauerhaft zum Guten wenden!

Den Lehrern sollte man nicht pauschal die Schuld geben, die müssen ausbaden, was falsche Bildungspolitik anrichtet, wie z.B. Abschaffung der Kopfnoten, Funktionsträger in Schulaufsicht und Schulleitungen, die den Lehrer ausbremsen und ihm
Knüppel zwischen die Beine schmeißen, sobald dieser Ordnungsmaßnahmen beantragt (diese seien ja „nicht pädagogisch“), Erlasse, die Hausaufgaben begrenzen oder gar den mündlichen Fächern Hausaufgaben und schriftliche Prüfungen untersagen. Der Fisch stinkt immer vom Kopf her.
Lehrer in der Politik: In der Regel entweder solche, die im Schuldienst dank Parteibuch Karriere gemacht haben (Funktionsträger, nicht die Tuttischweine ohne Beförderung, die den pädagogischen Hauptjob machen), oder solche, die nach kurzer Dienstzeit in die Politik abgehauen sind (z.B. Siechma Gabriel nach einem Jahr, der geht bestimmt nicht zurück in den Schuldienst, allein schon weil die Lehrerbesoldung für einen Berufspolitiker ein derber finanzieller Abstieg wäre).
Und die häufigste Berufsgruppe im Bundestag sind Juristen, meist Anwälte, und die dienen eben nicht der Justitia mit der Waage, also dem objektiven Recht, sondern sind im Konfliktfall Partei.

Politiker und Lehrerbashing geht immer.

Als ehemaliger Lehrer bin ich sogar weitestgehend gegen Noten, erst Recht gegen Kopfnoten, wie die meisten meiner ehemaligen Kollegen an einer mehrfach prämierten Reformschule. Aber egal es war ja jeder mal Schüler und weiß daher was in Schulen los ist und back to the fifthys geht immer^^

Generell sind eben viele Politiker eigentlich Beamte, ist eben komfortabel wenn der Beamtenstatus einfach ruht…..Lehrer (und Juristen) können meist ganz gut reden vielleicht besser als Finanzbeamte oder andere Beamte. Könnte wichtig sein als Politiker.

Die Steuerung ist von Grund auf falsch. Wenn man den Verbrauch von fossilen Energieträgern senken will, dann muss man den Preis dieser Produkte erhöhen, und nicht Subventionen für irgendwelche Fahrzeugtypen geben. Letzteres führt nur zu Umgehungen und Schlaumeiereien. Wenn Benzin und Diesel 4-5 Euro pro Liter kosten, dann werden die Verbraucher automatisch richtig kaufen und sich richtig verhalten. Dann werden auch diejenigen die Plug-in-Hybride kaufen, die nachher vorwiegend rein elektrisch fahren werden.
Wenn man will, kann man so ein System auch insgesamt steuerneutral ausgestalten, indem man eine andere Steuer an einem erwünschten Ort entsprechend reduziert; beispielsweise die Abgaben auf dem Strompreis.

Die Idee, die Einnahmen durch die CO2 Abgabe als Kopfpauschale wieder zurückzuzahlen, war eine super Idee. Deshalb wurde das von der CDU natürlich auch vehement abgelehnt. Das hätte ärmere Bürger einfach zu fair behandelt. Hohe Kraftstoffkosten gehen nun mal zu Lasten von armen Menschen. Die können sich nämlich keine neuen, verbrauchsarmen Autos leisten.

Billiger Strom würde nur in diesem Bereich für Verschwendung sorgen. Aber nur durch Stromeinsparungen können wir E-Autos, Umbau der Häuser auf Wärmepumpen und zukünftig auch Hauskühlung (wegen den Hitzesommern) mit Ökostrom schaffen.

@Markus Müller :

„Die Steuerung ist von Grund auf falsch“ kann ich als Libertarian nur beipflichten.

Bei 4-5 Euro pro Liter Diesel/Benzin, für mich kein Problem da ich eh nur mit ÖV und BEV unterwegs bin, ist etwas unrealistisch aber nehmen wir einmal an es wäre so, dann würden bei uns in der Schweiz sehr viele Leute auf die ÖV umsteigen, was klimatechnisch und fitnesstechnisch sehr viel besser ist, als die Schlaumeierei mit all den Hybriden.

Sie sind scheinbar der Einzige der weiss was „richtig“ ist und der bestimmen kann wie man sich „richtige verhalten“ muss um in die Gesellschaft zu passen, wie sie Ihren Vorstellungen entsprechen soll. Eine beängstigende Vorstellung, falls Sie an wichtigen Schalthebeln in Politik oder Wirtschaft sein sollten. Da kann ich nur sagen „tirany over the mind of men.“

Ihre Aussage, dass „… diejenigen die Plug-in-Hybride kaufen, die nachher vorwiegend rein elektrisch fahren werden …“ ist eine reine Annahme, die Sie durch nichts belegen können. Meine praktische Erfahrung im Unternehmen wo ich arbeite und unter Freunden und Kollegen, sagt fast zu 100% gegenteiliges aus. Aber falls Sie in einigen Jahren doch recht behalten sollten, dann geht es dem Klima schon etwas besser, was ich natürlich sehr begrüsse.

Ich stimme dem Autor zu.
Subventionen sind meiner Meinung nach nicht das geeignete Mittel etwas zu verändern. Die Politik muss durch Anpassung der Rahmenbedingungen, also durch Veränderungen der Gesetze und Vorschriften, Anreize schaffen das eine eher zu tun als das andere.

Der Artikel hat mit der Realität leider wenig zu tun!
Die deutsche Automobilindustriehat war hochproftiabel weil Sie anerkannte Spitzenprodukte herstellt.
Gerade der Diesel ist ein Beispiel für Inmovation und hat bezogen auf CO2 eine wirklich zukunftsweisende Bedeutung.
Bei BEV liegt das realisierbare Einparpotential bei ca.17%.
Elektromobilität ist nicht CO2 neutral und wird es auch im absehbarer Zeit nicht.
Die EU-Gesetzgebung schreibt 38% Reduktion bis 2030 vor. Allein dieser Unterschied zeigt dass es so nicht funktioniert. Wir haben keine Politik die eine protektionische Haltung zur Industrie hat. Im Gegentei l durch derartige destruktive Vorgaben hat man innerhalb weniger Jahre unsere wichtigste Industrie
an den Abgrund geführt.
Verursacht durch Demagogen in NGOs, naturwissenschaftlich ungebildete Politiker und einseitige,unkritische Medien.
Und wofür das alles?
Deutschland 2% CO2 Global
davon ca. 13% für Pkw Verkehr
davon 17% durch Emob eingespart
=0,04% CO2 EINSPARUNG GLOBAL
Man könnte auch Speiseeeis verbieten, das wird auch CO2 sparen.

1) Ja, Deutschland hat 2% des CO2 Ausstosses der Welt, obwohl hier nur 1% der Weltbevölkerung leben!

2) Viele CO2 intensive Prozesse deutscher Produkte wurden nach Asien ausgelagert. Wer ist für dieses CO2 verantwortlich? Das Land, dass das CO2 emittiert oder das Land, das die produzierten Vorprodukte bestellt hat und den Verkaufsgewinn einfährt?

3) Deutschland hat im Laufe seiner Industrialisierung und des Aufstiegs zu einem der reichsten Länder der Welt derartig viel CO2 in die Atmosphäre gebracht, viele Drittländer können das bis 2050 gar nicht mehr schaffen.

4) Warum betrachten Sie die E-Mobilität auf dem aktuellen Stand? Geplant ist bis zu 100%, bei einem deutlich höheren Ökostromanteil als heute. Dann ergibt das auch für Sie imponierendere Zahlen.

Aber Ziele werden nur erreicht, wenn auch irgendwann Prozesse gestartet werden. Und das dann auch zu unterstützen, anstatt die Ergebnisse bereits bei Erreichen von 1-5% des Ziels als lächerlich abzustempeln.
Es gibt einfach zuviel rückwärtsgewandte, die noch nicht mal verstanden haben, das es um einen Zeitraum von 30 Jahren bis 2050 geht und deshalb nicht alles nächsten Monat fertig sein kann.

Innovationen sind das richtig.
Bei den Antrieben haben wir aber durch die weltfremden Vorgaben der EU bei gleichzeitiger unehrlicher CO2 Betrachtung eine Festlegung auf eine bestimmte Technologie geschaffen.
Die Welt hat sich immer dadurch weiterentwickelt das eine Neuerung dem alten überlegen war.

Der winzige erreichbare Globalanteil muss auf den zu leistenden gewaltigen Aufwand bezogen werden.
Mit viel Geld praktisch nichts bewirken!

Warum nicht z.B mehr CNG, höherer Dieselanteil, Synth.Kraftstoffe,
etwas BEV…..
Und gleichzeitig ein richtig dickes Forschungsprogramm für
Niedertempetaturwärme, Brennstoffzelle stationär und mobil etc

Leider Fehlanzeige, dafür arbeiten wir widerliche Anti-Auto- und Anti-Diesel-Kampagnen von NGOs ab.
=Milliardenschaden beim Bürger
Und nun Milliardensubventionen für BEV

Der Diesel war und ist auch noch heute „besonders gut“ bei Schadstoffen, denn durch das legale Motorschutz-Temperaturfenster wird die Abgasreinigung bei den allermeisten Herstellern schon bei +15 °C abgeschaltet. Nur ein Hersteller lässt seine Abgasreinigung bis zu niedrigen +12°C arbeiten, PLUS-Grade nicht MINUS-Grade versteht sich. Und diese Temperaturen erreichen wir oftmals nicht einmal morgens in einem Hochsommer-August.

Je schneller dass diese Luftverpester verschwinden, desto besser für alle.

Abgasreinigung funktioniert in Autos in der Realität eben nicht, denn sonst hätten es unsere Hersteller sicher schon gebacken bekommen. Nicht gestern (Diesel-Abgasbetrug), nicht heute, und eben auch nicht morgen. Deshalb müssen sie schnellstmöglichst verschwinden damit man auch ohne HEPA und Aktivkohlefilter (mein Auto lässt glücklicherweise keinerlei Dieselabgase in den Innenraum) auf Gehwegen laufen oder mit dem Fahrrad fahren kann.

Beim Lesen dieses Artikels fiel mir der Begriff Zombiekonzern ein: Ein Konzern, der ohne Finanzierung von außen (Subventionen, Kredite) nicht mehr lebensfähig ist, ein Untoter. Solche Zombiefirmen gibt es in der Landwirtschaft seit Bestehen der EU, damals noch EWG, deren Haushalt größtenteils ein Haushalt zur Unterstützung der Agrarindustrie war, deren Überschüsse aufgekauft und vernichtet wurden. Wären alle Landwirtschaftsbetriebe Aktiengesellschaften, wir hätten schon den Big Crunch, einen neuen schwarzen Freitag wie 1930.
Man könnte auch den Begriff der Dracula- oder Vampirwirtschaft dafür schaffen. Vampire brauchen frisches Blut von außen, sonst verhungern sie.

Weiter kann man vor diesem Hintergrund solcheVerträge wie z.B. TTIP einordnen. Vorgesehen war, dass private Schiedsgerichte, deren Personal von Konzernanwälten und Verbandsjuristen gestellt wird, Staaten verklagen und zu Schadensausgleichszahlungen verurteilen dürfen, wenn deren Gesetzgebung als Verursacher für den Ausfall erhoffter Gewinne behauptet werden. Eine Aushebelung staatlicher Gesetzgebung, ein juristischer Putsch gegen demokratisch gewählte Parlamente als gesetzgebende Organe (Spanien macht es in einem anderen Thema (Inhaftierung gewählter Abgeordneter durch eine politische Justiz) zur Zeit vor und führt das EU-Parlament am Nasenring über die Bühne), ein Angriff auf die demokratische Verfassung, somit Hochverrat. Regierende und Abgeordnete, die das nicht sehen, sind eine absolute Fehlbesetzung.

Ferner tut sich mir eine Entsprechung zum Mittelalterlichen Feudalstaat auf, man kann die Zombiekonzerne gut mit Lehnsherren vergleichen, nach deren Willen sich die beherrschte Region zu richten hatte, und die Politik mit den von den Herrschaften gewählten Kurfürsten (Kur = Kür = Wahl, gekürt = gewählt) Und die Interessenverbände nehmen den Platz der Kirche ein. Willkommen im neuen Mittelalter. Unterschied? Dien Globalisierung hat die Herrschaft von einer regionalen Größe in die Weltherrschaft über die Nationalstaaten gesetzt. Ich denke, strukturelle Vergleiche wie dieser sind keine Verschörungstheorie, sondern zeigen das Funktionieren dieser Systeme auf, sind daher so legitim wie der ebenfalls schlüssige Vergleich mit dem Kind, das sich seine Regeln selber schreiben darf. (Der Kinderpsychologe Michael Winterhoff sieht darin die entscheidende Ursache,so der Buchtitel, „Warum unsere Kinder Tyrannen werden“.

Ein bisschen Verschörungstheorie darf aber mal sein: Die Proteste und Klagen gegen Tesla in Grünheide kommen der Verbrennerindustrie bestimmt gelegen. Für ein finanzielle Unterstützung der Landschaftsschutzvereine durch jene gibt es bislang keinen Beweis, aber denkbar wäre es schon irgendwie… bei dem vehementen Einsatz für einen ökologisch toten Nutzholzacker, der ohnehin zur Ernte anstand.

Möglicher Einwand, der jetzt kommen könnte: Aber wir wählen doch die Abgeordneten! Vordergründig ja, aber auch nur die, welche von den Parteien aufgestellt (gekürt, um bei dem Begriff zu bleiben) werden. Jemand, der einer wirtschaftsfreundlichen Politik widerspricht, hat in keiner Partei (außer vielleicht der Linken, die bekommt ohnehin keine Parteispenden aus der Wirtschaft) eine Chance, sich dem Wähler zu stellen.

Herr Winterhoff ist klassischer Untergangsprophet und ziemlich allein in der Fachwelt mit seiner Sicht. Aber wen interessiert, so kriegt man pseudowissenschaftliche Bücher mit Küchenpsychologie verkauft

Wie schön einfach, wenn man als Gegenansicht auch nur Schublade zu bieten hat. Dann am besten auch gleich alle Unternehmer, die mit der mangelnden Ausbildungsfähigkeit ihrer Azubis unzufrieden sind, mit hineinstopfen, und das Weltbild ist wieder in Ordnung.

Weltklasse Artikel! Den Nagel auf den Kopf getroffen! Man muß nicht sonderlich Ingelligent sein um die zu erkennen. Leider gibt es immer noch Mensche die das nicht erkennen…..oder wollen.
Aber hier gibt es kein verstecken oder verleugnen mehr. Danke an Elon! Danke für Tesla!

1+

Korrekt

Die deutsche Autoindustrie hofft nach wie vor, dass der Klimaschutz eine Modeerscheinung ist, die vorübergeht. Wenn andere Bedrohungen auf der Bühne erscheinen (was laufend passiert) und Arbeitsplätze zunehmend wackeln (auch infolge Innovationslosigkeit), dann wird die Politik den Klimawandel wieder als vernachlässigbares Übel sehen, denkt man nicht ganz unberechtigt. Derweil tut man, was man Jahrzehnte getan hat: Man propagiert, dass man die mittelfristigen Ziele ja auch mit alter Technik erreichen kann, während der CO2-Ausstoß munter weiter steigt. Wenn man bedenkt, dass Diesel- und Benzinautos ja bis gut 15 Jahre im Betrieb sind, wird klar, dass man das Versäumte dann nicht mehr aufholen kann.

Pferde als Verkehrsmittel verschwanden auch nicht von heute auf morgen, aber langfristig unaufhaltsam. Nahezu alle relevanten Erfindungen stammen aus Deutschland – vermarktet konnten sie nur in den USA werden. Einzig das Auto, als teures Produkt, konnte durch inländische Eigennutzungsstrafe (Mehrwersteuer) und Importstrafe (Einfuhrumsatzsteuer) dennoch zum Erxoprtschlager aufsteigen. Doch das werden die USA nicht mehr lange dulden – mit, oder Trump ! Der Trick mit den Hybridfahrzeugen wird uns wesentlich teurer kommen als die Dieselschummelei. Die großen OEM’s sind bereits tod – sichtbare Verwesung dauert noch ein paar Jahre.

@Kasch :
Gehe mit Ihnen fast überall einig. Kommt ein wenig darauf an, was man als eine relevante Erfindung bezeichnet.

PS: Der erste Schock kommt bereits im April – die Vorstellung der neuen Tesla-Zelle ist absolut vergleichbar mit Vorstellung des ersten Iphone – die noch junge Handyentwicklung wurde binnen Stunden weltweit eingestampft. Tesla hat bereits alle Schlüsselpatente, dennoch denke ich dass die Lizenzgebüren für den Rest der Welt human ausfallen werden. Reichweite, Kosten, Lebensdauer, Umweltverträglichkeit von Batteriezellen sind in naher Zukunft somit kein Thema mehr ! Ob wir hierzulande eine Stromversorgung hinbekommen ist ein ganz anderes Thema, aber da helfen uns hoffentlich wieder unsere Nachbarn (wie bei der Ölversorgung – unsere kleine Aral hätte Autofahren in Deutschland nicht ermöglicht)

Ich danke all meinen Lesern für die interessanten Kommentare und freue mich über die angeregte Diskussion.

Auch in der englischsprachiger Version auf CleanTechnica hat der Artikel eine Menge positiver Resonanz erzeugt

Hallo erst mal, ich habe nur einiges von diesem sehr interessanten Beitrag gelesen, das reichte mir.
Grundsätzlich möchte ich für unsere Zukunft sagen, ich persönlich werde nie mehr ein Kraftfahrzeug kaufen, das einen Auspuff benötigt. Darin steckt alles. Denn ich mag diesen Lärm und diesen Gestank nicht mehr ertragen, auch die Katalysatoren erzeugen einen sehr unangenehmen Gestank.
Also ich werde in meinem Leben nie mehr einen Verbrenner erwerben. Und es werden immer mehr Menschen folgen. Eines Tages werden die Flugzeuge auch keinen Lärm mehr verursachen, ob ich dies noch erleben kann? Nun gibt es bereits ein Flugzeug, welches sich ein Jahr ununterbrochen in der Luft bewegen kann, ohne Kraftstoff zu tanken. Nämlich ein Solarflugzeug, das z.Zt. allerdings unbemannt einen Testflug unternimmt (Lärmfrei). Ein guter Anfang.
Ach ja, die Herstellung eines Verbrenners ist heute doch nur eine ABM – Maßnahme und Verschwendung von Ressourcen und Energie.
Jeder Übergang benötigt seine Zeit, wenn wir nur an die Zeit um 1885 zurückdenken. Da wurde der Verbrenner erfunden und keiner wollte ihn. Nun steht die Graphenbatterie vor der Tür, evtl. noch bessere Erfindungen, um den Elektromotor anzutreiben. Keiner will sein Smartphon mit einem Verbrenner betreiben, das sollte ein passender Witz sein. Die Zukunft wird auf jeden Fall elektrisch sein. Dieser Beitrag ist natürlich nicht für Testosteronbolzen, die einen Lärmenden Wagen fahren müssen, um auf sich aufmerksam zu machen.
Mit elektrischen Grüßen
ein Zero S Fahrer

Heute ist Thema Nr.1 Umweltschutz. Da muss ich A. Voigt in vielem widersprechen wenn er meint Fortschritt sei nur durch ultraschnelle Entwicklung machbar. Man sollte sich auf das Wesentliche beschränken . Weniger ist oft mehr. Hat er auch schon von Retro gehört? Bessere Batterietechnik OK. Aber was sollen die selbststeuernden Autos der Umwelt bringen.—–?

Mit steigendem Anteil autonom fahrender Fahrzeuge, wird die Gesamtzahl an Fahrzeugen zurückgehen, da autonome Fahrzeuge Car-Sharing auf ein ganz neues Level bringen. Es wird dann auch weniger Staus geben wegen der zunehmenden Vernetzung der Fahrzeuge und der darausfolgenden car to car Kommunikation.
Das alles wird bei insgesamt weniger Fahrzeugen zu mehr Komfort für alle führen.

Und betr. hybrid sind sie technisch auch nicht bestens im bild. offensichtlich liegen ihre stärken im aktienbereich. jeder hybrid besitzt eine batterie und kann folglich immer rekuperieren, oders anders gesagt 20% Kraftstoff sparen. Auch dann wenn sie meinen „ die batterie nicht brauchen„
(vermutlich ist da gemeint wenn der phev nicht aufgeladen ist) ganz blöd sind solche Käufer nicht, die haben schon gekauft vor den Subventionen und tun es auch weiterhin, schon bevor es tesla gab. siehe marktzahlen. nicht jeder hat das fahrprofil für einen ev. dagegen ändert auch tesla nichts, die diesen markt nicht beliefern können.

@strauss :

Tesla ist vor 10 Jahren mit dem Ziel angetreten, „kill-off ICE“. Bob Lutz hat den Volt lanciert, um Tesla zu erledigen. Ist massiv daneben gegangen. Welchen Grund soll Tesla haben, ihre Erfolgslinie zu verlassen ? Ich kenne keinen Tesla Fahrer ( 1300 Mitlieder im Swiss Tesla Owners Club ) die noch einmal einen Tesla kaufen würden, falls Tesla auch Zwitter produzieren würden.

Bis jetzt hat sich Tesla nicht unterkriegen lassen. Niemand weiss was die Zukunkt genau bringt. Die anderen Hersteller haben Geld ohne Ende und Tesla ist erfolgreich auch ganz OHNE eigene Werbung, das besorgen die Tesla Fahrer. Die Welt besteht aus vielen Ländern, nicht nur aus Deutschland und deshalb dürfen wir Hoffnung haben.

Woher kommt Ihre Zahl 20% ? Wo ist Ihre Statistik, wieviele Plug-In Hybrid Besitzer ihre Autos laden und auch aktiv „regenerated breaking“ ( rekuperieren verstehen 99% der Welt nicht ) betreiben ?
Ich habe zumindest eine Angabe aus meiner Firma, und die strebt gegen „0“. Ich arbeite > 110% als Software Entwickler und habe die Zeit leider nicht um von Firma zu Firma zu gehen und Umfragen zu machen.

markus, das ist eine Ansicht aus der telsla brille. 20% sparen sparen alle hev s. solche hat s mehr als teslas. bei den phev s kommen noch die reinen e Reichweiten dazu. dies ergab bis dato verbräuche im schnitt von ca knapp 3 liter/100km. die habe ich selber während 8 jahren erreicht. mb wird jetzt den neuen auf 1,5 liter herunter kriegen. mach du besser Umfragen weshalb Taxifahrer, ausser um den flughafen herum, oder Vertreter keine tesla fahren.

@strauss :

Die Taxifahrer Gewerkschaften und Taxi Besitzer verbieten den Fahrern mit Tesla’s zu fahren, nicht mal um den Flughafen Zürich Kloten, keine Tesla Brille !
Es musste sich dort ein Tesla Limoservice etablieren, den ich zufälligerweise kenne. Taxi Fahrer akzeptieren diese Firma nicht.

Meine Firma hat 2 Volvo Hybride ( 50km Reichweite, 100’000 CHF ) für 2 Monate zum Probefahren.
Die Fahrzeuge werden bei uns in der Garage geladen. Nicht einer, der die Plug-In’s ausgeliehen hat ( Beruf oder Wochenende ) hat das Ladekabel mitgenommen.

1. Beispiel, mein Chef ( Verbrennerfahrer, kein Vertreter ) : Habe ihn nach dem Wochenede gefragt, wie weit er rein elektrische gekommen sei. Antwort : Das Teil hat eine gute Beschleunigung und elektrisch, sicher nicht. Pedal down und ab gehts.

2. Beispiel, Vertreter ( Verbrennerfahrer ) : Selbe Frage, Antwort : Hab doch keine Zeit für solches Zeug, Zeit ist Geld. 2. Frage, hat er rekuperiert ? Antwort, was ist das ?

3. Beispiel, Verteter ( Verbrennerfahrer ) : Dienstweg oft von Zürich nach Darmstadt ( ca. 260km ein Weg ). Selbe Frage, Antwort : Muss durchblochen.
Meine Frage an Ihn : Wie wäre es mit einem Tesla Model 3 ( Reichweite 500km, 58’000 CHF, Hälfte von Volvo ). Antwort : wo laden ? weiss nicht, kann nicht und überhaupt ich will nicht !

Er ist normalerweise 4h in Darmstadt vor Ort an Meetings. Mein Vorschlag, er soll doch schauen, dass die Tochtergesellschaft eine 11kW Wallbox ( ca. 1’200 CHF inkl. Installation ) installiert. Dann muss er nicht einmal dazwischen an einem SuC laden. Antwort : nicht einmal wenn ich das für ihn machen würde.

Diese expliziten Fälle stehen stellvertetend für die meisten, die sich nicht in diesem Forum tummeln und schon von zu Hause aus sensibilisiert sind mit dem Thema Klima und „regenerated breaking“, laden etc.

Ich könnte die Liste beliebig weiterführen, und keine Tesla Brille.

Weshalb wollen Verbrennerfahrer und Verteter keine Elektroautos fahren ? Weil Zeit=Geld vor dem Klima kommt. Da können die Plug-In’s noch so viel an Schräubchen drehen und wieder ein müh verbessern, das wird keinen interessieren.

Eine Firma hat 100’000 CHF, um ihren MA ein Auto ( max. 50km ), Benzin gratis, Strom nicht gratis zu schenken und so kann ich von Firma zu Firma gehen. Überall dasselbe Bild. Das ist die Realität und keine Tesla Brille .

Markus, bei den Vertreter PlugIns wird das wie von Dir beschrieben überwiegend der Fall sein. Ich hab auch schon persönlich gehört, das man den PlugIn nur wegen des Steuervorteils kauft. Traurig aber wahr.
Aber die Privatleute die diese PlugIns danach kaufen werden diese überwiegend elektrisch bewegen. Somit verzögert sich die Wirkung nur.
Klar wäre BEV bei vielen möglich aber die Abneigung ist teilweise einfach zu groß. Ein Bekannter kauft jetzt einen X1 Diesel. Auf meine Frage ob er über PlugIn nachgedacht hat, kam „Das rechnet sich nicht“. Nach meinem Hinweis auf die erhöhte staatliche Förderung und reduzierte Privatversteuerung, kam „wer will schon mit 125 PS rumfahren“.
Da merkt man wie groß die Abneigung ist. Es geht zwar ums Geld aber auch darum, dass man nichts verändern möchte bzw. sich nict mit was neuem beschäftigen will. Diese Menschen – eigene Erfahrung – verteufeln alles neue zuerst Automatik, dann Tempomat, dann DSG, dann Spurhalteassistent dann adaptiver Tempomat und akteull PlugIn, BEV und autonomes Fahren. Irgendwann kaufen Sie aber ein Auto was die Sachen drin hat (ab gewisser Ausstattung ist es halt dabei) dann wird es ausprobiert und auf einmal ist es das beste und tollste was es gibt. Hoffen wir, dass es sich mit PlugIn und BEV ähnlich verhält.

Andreas, ich bin mit Dir einig.

Angenommen es gäbe keine BEV’s dann würde ich einen REX wie den i3 fahren. Ein Kollege von mir hat so einen.
Für die Ferien bis 600km/Tag geht der ganz gut, weil er auch CCS bis 50kW laden kann und AC 11kW und nur einen 8L Tank aufweisst.
Falls es diesen auch nicht geben würde, dann würde ich den Zug oder den Flieger für die Ferien nehmen. Täglich reichen die ca. 250km-300km sicher gut.

Falls es diese Möglichkeit auch nicht geben würde, dann hätte ich einen Plug-In, möglichst klein und mit einer möglichst grossen Reichweite und ich würde einen Teufel tun nur einmal Benzin zu tanken, oder dann auch nur 1-2 Liter für den absoluten Notnagel, wenn ich zu weit von einer Schuko Dose weg wäre.

Solange sich alle so verhalten, absolut nichts gegen BHEV mit einer Aussnahme, dass da halt immer noch ein Relikt=ICE vorhanden ist. Aber sonst kein Problem. Wenn jeder mit einem PHEV so fahren würde, dann ist der PHEV als Übergang sehr gut.

Ich hoffe VW baut diese E-Autos, die Tesla nicht oder noch nicht gebaut hat. Kleiner und erschwinglicher aber dennoch Autos, wo ich ein Gefühl von Zukunft habe, nicht wieder mit 200 Hebeln etc.

Na also, doch PHEV! Sagt ich s doch. Auch nach so langer Brühe, Autofirmen keine Angst, es braucht weiterhin das Auto. Der OEV ist in Europa auch schon weit elektifiziert. Ein„ weg vom Auto„ hat trotzdem nicht stattgefunden, dies ändert sich auch mit dem E Auto nicht, und hat mit Selbststeuererung und anderem Umstieg auf elektronische Ausführung gar nichts zu tun. Produktion ist einfach preisgünstiger als es rein mechanisch zu machen. Ein beträchtlicher Anteil der Bevölkerung lebt heute weltweit noch nicht im Stadtbereich. Vor allem wenn noch Gepäck mit soll und der Zielort auch nicht im Bereich der öffentlichen liegt, kommt auch beim kleinen Mann nur ein Auto in Frage.( Fahrgemeinschaften mit GPS selbstgesteuert hintereinander her) Die Antriebsart wird sich auch künftig nicht gross ändern, zumindest wenn man in der Entwickung 10 Jahre zurück schaut. Das Modell S kostet immer noch fast gleich viel und die Batterien sind nur wenig leichter,kleiner und zwar etwas besser geworden.

Hm als Naturwissenschaftlernen kann ich Ihnen leider nicht zustimmen, aber wahrscheinlich hab ich nicht die „richtige“ Naturwissenschaft gelernt.

Als Chemiker krieg ich bei synthetischen Kraftstoffen lachkrämpfe….viel Spaß beim Energieverschwenden.

CNG wird steuerlich massiv gefördert. Bin selbst 5 Jahre rund 30000 km im Jahr auf Erdgas gefahren, vor 9 Jahren. Warum es sich nicht durchgesetzt hat? – Tankstellen? Nicht so vollgastauglich? – ich kenn tatsächlich Ing die behaupten ihr Diesel würde bei 160 weniger verbrauchen als bei 120 weswegen Sie unbedingt 160 fahren müssen. Natürlich hat deren Diesel auch einen Wirkungsgrad von 45% und 3000 bar im Zylinder…..

Natürlich fahr ich mitlerweile BEV.

37
0
Would love your thoughts, please comment.x
()
x

Deine Anmeldung zum Newsletter:
Ein letzter Schritt fehlt noch.

Vielen Dank für deine Anmeldung zum Newsletter von Elektroauto-News. Du erhältst in Kürze eine E-Mail, in der sich ein Link zur Freischaltung deiner E-Mail-Adresse befindet. Erst durch die Bestätigung des Links dürfen wir deine E-Mail-Adresse zum Versand unseres Newsletter freischalten (Double-Opt-In).