Amazon’s Zoox enthüllt autonomes Elektrofahrzeug mit massivem Batteriepack

Copyright Abbildung(en): Zoox

Amazon macht nicht nur mit seinem E-Transporter von Rivian in der Welt der E-Mobilität von sich hören. Gemeinsam mit dem Start-Up Zoox, welches man kurzerhand gekauft hat, habe man ein elektrisches und autonom fahrendes Fahrzeug entwickelt, welches vor kurzem vorgestellt wurde. Dieses verfügt über ein massives Batteriepaket und sei als Shuttle-ähnliches Fahrzeug für autonomes Ride-Hailing konzipiert.

Eigener Aussage nach sei der Zoox-Stromer in den USA entwickelt worden. Dabei handle es sich um das einzige Fahrzeug, das bidirektional fahren kann und über eine Vierradlenkung verfügt, die das Manövrieren durch kompakte Räume und Richtungswechsel ohne Rückwärtsfahren ermöglicht. Mit einer Länge von 3,63 m hat das Fahrzeug eine der kleinsten Aufstellflächen in der Automobilbranche. Das Fahrzeug verfügt über eine symmetrische Sitzkonfiguration mit vier Sitzen, die von Angesicht zu Angesicht angeordnet sind, wodurch das Lenkrad und die Sitzbank, die in herkömmlichen Fahrzeugdesigns zu finden sind, wegfallen.

Vonseiten des Start-Ups wurde bestätigt, dass das Ride-Hailing-Shuttle über ein massives 133 kWh-Batteriepack verfügt. Dies ist eines der größten, welches es derzeit bei E-Fahrzeugen gibt. Laut Zoox sei es damit möglich bis zu 16 Stunden lang ununterbrochen zu fahren. Aicha Evans, Zoox Chief Executive Officer, gab bei der Enthüllung des E-Fahrzeugs zu verstehen: „Wir sind dabei, das Fahrerlebnis zu verändern, um den Städten einen überlegenen Mobility-as-a-Service zu bieten. Und angesichts der alarmierenden Statistiken über CO2-Emissionen und Verkehrsunfälle ist es wichtiger denn je, dass wir eine nachhaltige, sichere Lösung entwickeln, die es den Fahrern ermöglicht, von A nach B zu kommen.“

Zoox

Zoox sei hierbei die richtige Wahl. Hier betont das Unternehmen seinen Fokus auf die Sicherheit, die mit dem Aufkommen von selbstfahrenden Fahrzeugen wichtig wird. Das Fahrzeugdesign verfügt über mehr als 100 Sicherheitsinnovationen, die in herkömmlichen Autos nicht zu finden sind, darunter ein neuartiges Airbagsystem für bidirektionale Fahrzeuge und Wagensitze, die die Passagiere umhüllen, was einem Fünf-Sterne-Crash-Schutz für alle vier Sitze entspricht. Die Fahrzeuge nutzen eine einzigartige Sensorarchitektur aus Kameras, Radar und LIDAR, um ein konkurrenzloses 270-Grad-Sichtfeld an allen vier Ecken des Fahrzeugs zu erhalten, das typische tote Winkel eliminiert und es dem Fahrzeug ermöglicht, Objekte neben und hinter sich konsequent zu verfolgen, einschließlich Fußgängern, Radfahrern und anderen Verkehrsteilnehmern.

„Sicherheit ist die Grundlage für alles, was wir tun. Der Bau eines Fahrzeugs von Grund auf hat uns die Möglichkeit gegeben, die Sicherheit der Fahrgäste neu zu definieren und von reaktiven zu proaktiven Maßnahmen überzugehen. Dazu gehören neue Sicherheitsmerkmale wie unser Airbag-Design, redundante Hardware im gesamten Fahrzeug, eine einzigartige Sensorarchitektur und ein maßgeschneiderter KI-Stack, der potenzielle Risiken erkennt und abmildert. “ – Jesse Levinson, Zoox Chief Technology Officer und Co-Founder

Levinson führt des Weiteren aus, dass das Fahrzeug die wichtigsten FMVSS-Crashtests bestanden hat und man weiterhin nach neuen, innovativen Wegen sucht, um unsere Fahrer und andere Verkehrsteilnehmer zu schützen. Das Unternehmen gab nicht an, wann sein Robotaxi in Betrieb gehen wird, bestätigte aber, dass es derzeit in Las Vegas, San Francisco und Foster City getestet wird.

Quelle: electrek.co – Amazon’s Zoox unveils its autonomous electric vehicle with massive battery pack

Über den Autor

Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Das scheint ein gutes Konzept zu sein. Ein Fzg, das in beide Richtungen „vorwärts“ fährt ist für eine Stadt perfekt geeignet. So ein Ding könnte den ÖPNV perfekt ergänzen.

… und vier Blaulichter hat es auch gleich bekommen (sh. Produktfoto). Hat das einen Grund?

das werden wohl 4 identische Sensorsysteme sein, die dann an jeder an jeder Ecke 270° Blickwinkel haben. Da es kein klassisches „Rückwärtsfahren“ mit vorsichtigem Tempo gibt, muss an allen 4 Ecken das Sensorsystem voll ausgebaut sein (zumindest die jeweils diagonal gegenüberstehenden müssen identisch sein, wenn man zur Fahrbahnmitte andere Daten als am Straßenrand haben will; aber für Rechts- und Linksverkehr bzw. Einbahnstraßen braucht es vier mal ein komplettes Sensorsystem.)

Könnte sein. Könnten aber auch Pins sein, wo der Dachgepäckträger montiert wird 😉

Die Blaulichter braucht er, weil er auch als Corona-Krankenwagen eingesetzt werden soll.

Wozu braucht man autonome Fahrzeuge? – damit man nicht selber fahren muss, aber das muss man in Bussen, Bahnen und Zügen ja auch nicht und es werden hierbei Arbeitsplätze geschaffen bzw. erhalten.

Also sollte es einen Ausbau beim Schienenverkehr geben und der ÖPNV sollte besser ausgebaut und kostenlos sein, dann brauchen wir insgesamt viel weniger Fahrzeuge und in den weniger Fahrzeugen dürfte viele Leute aus Spass an der Freude gerne zum Lenkrad greifen, da sie es anderswo nicht dürften.

Daniel W. wer will denn Arbeitsplätze erhalten? Ein autonomes Taxi oder ein solcher Kleinbus fährt rund um die Uhr. Personalprobleme wären damit vom Tisch.

Bei der Abkehr vom Verbrenner und von Kohlekraftwerken werden immer die wegfallenden Arbeitsplätze angeführt – bei autonomen Taxis und Bussen ist das jetzt kein Problem mehr oder?

Zu beneiden sind Taxi- und Busfahrer heutzutage wahrlich nicht mehr und eine Besserung ist nicht in Sicht, da wäre die Abschaffung und ein Grundeinkommen für diese Fahrer ein gute Lösung.

da hast du grundsätzlich Recht…
es betrifft da jedoch weit mehr Berufszweige…

Kohleindustrie z.B. : diesen Industriezweig braucht heutzutage niemand mehr, und wenn man diese schließt kann man die Hälfte der Staatlichen Subventionen nehmen und allen ein Grundeinkommen spendieren auf Lebzeit.

und wer von den Kumpels doch noch was arbeiten möchte kann sich weiterbilden und in der Brache für Erneuerbare Energien arbeiten…..

die Diskussion über ein Grundeinkommen gehört hier leider nicht her ist dennoch denke ich mit der evolutionären Weiterentwicklung der Menschheit im Bezug auf Autonome Mobilität eng verbunden

es bleibt spannend

der Nahverkehr kostet nur so viel weil Personalkosten und Profitgier eine Rolle spielen.
Wieso müssen wir in unserer heutigen Zeit überhaupt noch arbeiten. Es könnten so viele Menschen sinnvolles tun z.b Kindererziehung, Weiterbildung….

somit ist für kostenlose ÖPNV nur das autonome Fahren die Lösung

Ohne Personal wird es zwar billiger, aber nicht kostenlos, also ist auch dann viel Geld erforderlich.

Die Gewerkschaft Verdi will mit einem bundesweiten Rahmentarifvertrag die Arbeitsbedingungen verbessern. Rückendeckung kommt von Klimaschützern.

Der Sparkurs im öffentlichen Nahverkehr, der mit der Öffnung für den europäischen Wettbewerb Anfang der 2000er-Jahre eingesetzt habe, sei lange auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen worden. Laut Behle ist der Anteil der Personalkosten am betrieblichen Gesamtaufwand zwischen 2000 und 2016 von 46,5 auf 37 Prozent gesunken.

(Quelle: handelsblatt.com – Juli 2020)

Und mit aus Sicherheitsgründen im Schneckentempo durch die Städte schleichenden automomen Fahrzeuge ist dem ÖPNV auch nicht viel geholfen.

Wenn ich mir mein Notebook mit Windows und öfters hängenden Anwendungen offline wie online ansehe, dann will ich mir nicht vorstellen was so ein „Hänger“ in autonomen Fahrzeugen bedeuten würde.

Etwas verwirrend, wenn bei einem autonomen Fahrzeug ständig vom Fahrer geredet wird. Gemeint sind wohl die Mitfahrer.

toll ausgestattetes Fahrzeug ist mal die Basis. Aber wie sieht es mit der Software fürs autonome Fahren aus? Tesla hat Milliarden von Gefahrenen Kilometer und verwendet diese für ihre Softwareentwicklung. Amazon hat ja viel Power und sicher ein riesiges Heer an SW Entwicklern, aber man hört nicht viel, wie weit die damit sind.

ich schätze Amazon ähnlich wie Google ein. Sie werden dies mit einem Paukenschlag tun.
Und plötzlich werden Fahrzeugflotten unterwegs sein die Personen oder Gegenstände von A nach B transportieren. Und die Menschheit muss sich technologisch darauf vorbereiten und sich weiterbilden und weiterentwickeln.
Freuen wir uns auf das was da noch kommt

es bleibt spannend

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