In acht Minuten auf 85 Prozent: Chinesen wollen Graphen-Akku bis Jahresende in Serie bringen

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Seit Jahren berichten wir ungefähr im Monatsrhythmus über Forschungen zu neuen und besseren Akku-Technologien, die gegenüber der aktuellen Lithium-Ionen-Batterien Vorteile wie schnelleres Laden, höhere Kapazitäten, mehr Sicherheit sowie eine höhere Lebensdauer versprechen. Tatsächlich für einen Serieneinsatz in einem Elektroauto verfügbar war allerdings noch keine davon. Wenn es Fortschritte gab, dann lediglich im Labormaßstab.

Das könnte sich bald ändern. Denn einem Medienbericht zufolge will das chinesische Unternehmen Guangzhou Automobile New Energy bis Ende dieses Jahres eine Graphenbatterie für die Massenproduktion verfügbar machen. Mit dieser neuen Technologie soll es möglich sein, einen Elektroauto-Akku innerhalb von nur acht Minuten auf 85 Prozent seiner Kapazität zu laden.

Bereits im Jahr 2014 begann die Guangzhou Automobile Group mit der Forschung und Entwicklung der Graphen-Technologie. Graphenmaterialien haben von anderen Materialen unerreichte Eigenschaften, sie sind sehr leicht, sehr fest und supraleitend. Laut Guangzhou Automotive New Energy hat die „Super-Schnellladebatterie“ die Prüfung auf Batteriezellen-, Modul- und Batteriepack-Ebene abgeschlossen. In einem Erprobungsfahrzeug habe sich der neue Akku in einem Hochleistungstest bewiesen. In Punkto Batterielebensdauer und Sicherheit will Guangzhou Automobile New Energy die notwendigen Standards für einen Einsatz in der Serie erreicht haben.

Konkrete Daten wie etwa die Kapazität, Leistungsdichte oder Haltbarkeit der Graphen-Batterie bleibt der Hersteller noch schuldig, ebenso wie eine offizielle Stellungnahme, welche die bislang einzige Quelle dieser News bestätigt. Und auch den Einsatz in der Serie glauben wir erst dann, wenn tatsächlich ein E-Auto mit Graphen-Batterie auf der Straße ist – schließlich gab es in den vergangenen Jahren einfach zu viele Ankündigungen, aus denen dann doch nichts geworden ist. Vielleicht schafft Guangzhou Automobile New Energy aber tatsächlich den Sprung vom Labormaßstab in den E-Auto-Alltag. Der Sprung wäre gar nicht mal so klein.

Quelle: cnTechPost — Chinese EV maker says its graphene technology can charge batteries up to 85% in 8 minutes

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Ne E-Autos retten nicht die Welt. Wasserstoff oder andere Technik wird kommen müssen. Wo wollt ihr laden wenn Kraftwerke weg fallen. Bei 2M E Kisten sitzt man im Dunkeln. Lach mich Tod. Und als Laternenparker? 200m Kabeltrommel.

Deshalb den Wasserstoff direkt verbrennen. Einfach die bekannten Verbrennungsmotoren dafür optimieren. Damit kann man auf das extrem komplexe, schwere und aus meiner Sicht aufgrund Herstellung und Entsorgungsaufwand umweltverschmutzende Brennstoffzellen Batterie Systeme verzichten. Würde man eine ehrliche Gesamtenergiebilanz aufzeigen, könnte der Wirkungsgrad eines Verbrennungsmotors gegenüber den oben genannten Sytem wettbewerbsfähig sein. Günstiger in der Anschaffung für den Verbraucher ist er allemal!
…. glaubt eigentlich überhaupt noch jemand an die Brennstoffzelle? Seid 20 Jahren Brennstoffzellenentwicklung , …keine nennenswerte Anzahl an Fahrzeugen auf der Straße.
Wir Nutzer benötigen etwas eine umweltfreundliche, beherschbare und bezahlbare Technologie. Deshalb glaube ich an einen Wasserstoffbetriebenen Verbrennungsmotor kommt Wasserdampf als Abgas heraus….
Motto: Keep it simple

Hallo. Bitte nicht meinen Nachnamen anzeigen, sondern nur Jürgen B.

Den Kommentar von mir von eben aber gerne 1:1 übernehmen.

Danke.

Schönes Wochenende wünsche ich Ihnen.

Grüße, Jürgen Blumenkamp

Es gibt doch schon Graphen Akkus von Real Graphen, Privatanwender können sich da schon Akkus kaufen und von denen kommt auch die Technik von den Huawei Smartphones die sich mit 65 Watt aufladen lassen und demnächst mit 100 Watt die Graphen Revolution hat also schon vor ein Jahr stattgefunden in Tesla Autos sollen sie auch schon dieses Jahr eingebaut werden.

Graphen Akkus gibt es schon seit Jahren, ansonsten gibt es nur noch Wasserstoff…, Bin einfach zu früh geboren

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