VW ID. SPACE VIZZION: 590 km Reichweite und bis zu 250 kW Leistung (Fotos/Fakten)

VW ID. SPACE VIZZION Showcar Front

Copyright Abbildung(en): Volkswagen AG

Die ID. Familie von Volkswagen wächst und wächst und wächst. Wie bereits Anfang November angekündigt sollte der VW ID. SPACE VIZZION am Vorabend der Los Angeles Auto Show seine Weltpremiere feiern. Gesagt getan. Mit dem ID. SPACE VIZZION stellt das Wolfsburger Unternehmen das mittlerweile siebte Mitglied der ID.-Familie vor, welches auf ID.ID. CROZZID. BUZZID. VIZZIONID. BUGGY und ID. ROOMZZ folgt. Nachfolgend liefern wir Daten, Fakten und Fotos zum MEB-Stromer.

Der ID. SPACE VIZZION gibt einen konkreten Ausblick auf die Serienversion, die Ende 2021 vorgestellt und in verschiedenen Versionen in Nordamerika, Europa und China auf den Markt kommen wird.

VW ID. SPACE VIZZION: Neue Denkansätze für Form und Design

Rein optisch lässt sich festhalten, dass das Design und die Form des Showcars von VW für neue Denkansätze steht. Besonders prägnant und dadurch auffällig ist die Frontpartie mit neuartigen Durchströmungsöffnungen, die einen cW-Wert von 0,24 ermöglichen – vergleichbar zum ebenfalls heute Nacht vorgestellten Audi e-tron Sportback. VW selbst gibt zu verstehen, dass der ID. SPACE VIZZION die aerodynamischen Eigenschaften eines Gran Turismo mit den großzügigen Raumverhältnissen eines SUV verbindet und dadurch nicht weniger als ein völlig neues Fahrzeugsegment definiert.

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Klaus Bischoff, Leiter Volkswagen Design, gibt hierzu zu verstehen: „Der neue ID. SPACE VIZZION bringt beispiellose Vielseitigkeit, kompromisslose Qualität und GERMAN DESIGN in eine neue Ära der Mobilität.“ Wie eingangs erwähnt basiert die Studie auf dem Modularen E-Antriebs-Baukasten (MEB) von Volkswagen. Die 82-kWh-Brutto-Batterie-Kapazität ermöglicht Distanzen von bis zu 590 Kilometern (WLTP). Dank einer Systemleistung (4MOTION) von bis zu 250 kW beschleunigt der ID. SPACE VIZZION in 5,4 Sekunden auf 100 km/h.

Aerodynamik im Mittelpunkt des Exterieur-Designs

Elektrofahrzeuge brauchen keinen Kühler und keinen großen Raum für den Motor. Ein Vorteil, welchen sich die Designer und Konstrukteure des ID. SPACE VIZZION zu nutze machen. Der gewonnene Freiraum wird unter anderem dazu genutzt, die Aerodynamik zu perfektionieren und damit die Reichweite zu erhöhen. In die markant gestaltete Frontpartie wurden Durchströmungsöffnungen integriert. Der Fahrtwind strömt dabei einerseits durch eine Querspange zwischen den Scheinwerfern über die extrem tief angeordnete Motorhaube gezielt nach hinten.

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Des Weiteren wird in den Außenbereichen der vordere Stoßfänger durchströmt. Volkswagen hat dort ebenfalls darauf geachtet, dass die Luft gezielt nach hinten geleitet wird. Die Durchströmungsöffnungen des Stoßfängers und der Motorhaube des ID. SPACE VIZZION wurden als funktionale Konstruktionsmerkmale konzipiert und prägen gleichzeitig als unverkennbare Besonderheiten des Designs das Exterieur der Studie.

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Konsequente Nachhaltigkeit im Interieur

Der MEB-Stromer nutzt die Vorteile der vollelektrischen Plattform voll aus. Sprich, dank des kompakt bauenden Elektroantriebs und der im Unterboden integrierten Batterie erinnert das Showcar eher an ein Ober- als an ein Mittelklassefahrzeug. VW hat ebenfalls darauf geachtet im Interieur nur nachhaltige Materialien zu verwenden. Diese wurden konsequent aus nachhaltigen Rohstoffen hergestellt, wie zum Beispiel dem neuen „AppleSkin™“, ein Kunstleder mit einem Anteil von Reststoffen aus der Apfelsaftproduktion. Zudem kommt im Interieur des ID. SPACE VIZZON kein Chrom mehr zum Einsatz. Er wird durch einen Lack in Chromoptik ersetzt.

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Der VW ID. SPACE VIZZION setzt auf ein komplett digitalisiertes Cockpit. Dieses definiert sich dadurch, dass alle für das Fahren relevanten Informationen primär in einem AR-Head-up-Display (AR: Augmented Reality) dargestellt werden. Statt des klassischen Cockpits gibt es nur noch ein Mini-Display mit fahrrelevanten Basisinformationen. Alle Info-, Entertainment-, Komfort- und Online-Funktionen sowie die Fahrzeugeinstellungen werden darüber hinaus in einem optisch freischwebenden 15,6-Zoll-Touchscreen gebündelt. Weitere wichtige Informationen nimmt der Fahrer automatisch und intuitiv über das „ID. Light“ auf – eine interaktive Lichtleiste zwischen den A-Säulen.

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Quelle: Volkswagen AG – Pressemitteilung vom 20. November 2019

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8 Antworten

  1. Es ist sehr interessant, dass VW mit diesem Fahrzeug ein komplett neues Fahrzeugsegment begründen will. Früher nannte man dieses Segment schlicht Familienkombis.

    1. Ja. Wobei früher Familie „3 Kinder“ hiess, und heute „1 Kind + Selbstverwirklichungsuntensilien“.
      Nüchterner: Wenn ich zurückdenke, wie sich alle nach einem OttoNormal-Verbraucher-eAuto sehnten, aber VW etc. nur 2-Plätzer-eSportster präsentierten… schön, wenn jetzt endlich(!) auch Autos für den Alltag kommen. Aber ich verstehe, dass seitens Öllobby das gerne unterbunden wurde.

      1. Ich weiß ja nicht welche Familien du kennst, aber in meinem Umfeld besteht Familie immer noch aus 2-4 Kindern. Umfeld bedeutet Akademiker mit 1-2 Vollzeitstellen und Haus, also durchaus potentielle Käufer dieses IDs. Da der ID3 ja bereits bis 50.000 kostet, dürfte dieser Space Vizzion konfiguriert an 70.000 kommen fürchte ich.

  2. Wenn ich diese Namensgebung mit ZZ XX usw schon sehe kommt mir die Galle hoch. Was haben die in der PR Abteilung bitte geraucht? Phantasie für originelle Namen jedenfalls Fehlanzeige!
    Zum Design, ja kann man machen. Einzig die nicht haptischen buttons im Lenkrad wären für mich ein no go, mit dem Bildschirm kann man gut leben aber am Lenkrad will man nich noch mehr Ablenkung um irgendwas zu bedienen. Und was soll diese „Durchreiche“ in der Mittelkonsole? da wird niemals jemand was reinlegen, wider der Gefahr sich die Gegenstände bei dem Bums, den das Fahrzeug haben wird selbstständig machen und womöglich in den Fußbereich des Fahrers fliegen könnte… das haben schon Hersteller vorher genau so schlecht gemacht. Ingenieure mit Sinn fürs praktikable scheint es in der Firma nicht zu geben…

  3. ..wer mal im Tesla 3 gesessen hat, fühlt sich in diesem VW fast zuhause. Gut kopiert. Ich glaube noch nicht daran, dass VW dem Herausforderer Tesla das Wasser reichen kann. Und ich, als finanziell sorgenfreier Mensch, werde mir diesen Kombi ( Passat-Nachfolger) als Familienvater wohl kaum leisten können. Er wird garantiert teurer als ein Modell 3 ( mit 2 Kofferräumen) und somit wieder ein Firmenflottenfahrzeug. Schön, dass sich was bewegt, geht doch. Erinnert mich alles an die alten Zeiten mit dem Start der FCKW-freien Kühlschränke. Greenpeace musste eine Produktion auflegen, damit die Industrie folgte. Hier ist es halt Tesla gewesen.

    1. Greenpeace und der geniale Ossikühlschrank – da hat es die Lobby aus AEG, Liebherr, Siemens und Co am Ende LEIDER auch wieder geschafft den kommenden Brachenprimus zu zertsören, dank Einflussnahme bei der „Treuhand“ …. die treue Hand der Etablierten.
      Aber den TESLA S und/oder 3 als Kombi ohne PanzerSUV Charakter wäre auch eine Überlegung für mich!

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