Toyota glaubt wirklich, dass Wasserstoffzellenautos die Zukunft sind!

Toyota glaubt wirklich, dass Wasserstoffzellenautos die Zukunft sind!

Copyright Abbildung(en): Toyota

Dass Toyota derzeit für E-Autos keine Nachfrage sieht, wurde mehr als ausführlich auf unserem Portal diskutiert. Im Gespräch mit autoweek.com gab Toyota Chefingenieur Yoshikazu Tanaka ein paar Details über die Brennstoffzellen-Philosophie von Toyota preis und verrät, warum Toyota glaubt, dass Wasserstoffzellenautos die Zukunft sind. Das Thema Nachhaltigkeit spielt hierbei eine entscheidende Rolle.

Gewinnung des Wasserstoff spielt entscheidende Rolle in der Zukunft

Eine entscheidende Rolle spiele hierbei das Toyota Mirai Concept, welches einen Ausblick auf die zweite Generation der Brennstoffzellen-Limousine Mirai gibt. Diese soll noch in 2020 auf die Straße kommen. Laut Tanaka befindet sich derzeit die „Well-to-Wheel“-Analyse in einer Veränderungsphase, welche wohl ihren Teil dazu beitragen wird, dass Wasserstoff in den kommenden Jahren günstiger und nachhaltiger wird. Kurz zur Erläuterung, die Analyse-Methode betrachtet die gesamte Wirkungskette für die Fortbewegung von der Gewinnung und Bereitstellung der Antriebsenergie bis zur Umwandlung in kinetische Energie.

Tanaka erläutert gegenüber autoweek.com, dass die bisher kostengünstigste Methode – zur Herstellung von Wasserstoff – die Verwendung von Erdgas zur Rückgewinnung des Wasserstoffs ist. Der Schlüssel für die Zukunft liegt jedoch darin, wie man Wasserstoff mit dem geringsten CO2-Ausstoß erzeugt, dass sei der wirklich wichtigste Faktor. So muss künftig darauf abgezielt werden Sonnenenergie und Windenergie zu nutzen, um Wasserstoff durch Elektrolyse herzustellen. In Japan findet diese Art von Forschung und Entwicklung auf Regierungsebene statt.

Eine der weltweit größten elektrolytischen wasserproduzierenden Wasserstoffanlagen befindet sich derzeit in Fukushima, Japan. Das Fukushima Hydrogen Energy Research Field wird im Frühjahr eröffnet, mit einer 10.000 kW Wasserstoffproduktionsanlage, die mit Hilfe von Sonnenkollektoren mehrere hundert Tonnen Wasserstoff pro Jahr durch Elektrolyse erzeugt. Unter Verwendung von nachhaltiger, grüner Energie wird die Well-to-Wheel -Analyse deutlich besser ausfallen, als es bisher der Fall war.

Wasserstoff bietet Möglichkeit zum Speichern regenerativer Energie

Nicht vergessen darf man hierbei, dass Wasserstoff nicht nur im PKW eingesetzt werden kann. Vielmehr handelt es sich um einen Energieträger, welcher auch für andere Zwecke zum Einsatz kommen kann. Der große Vorteil ist allerdings der, dass in ihm grüne Energie – Wind-, Wasser- und Sonnenenergie – gespeichert werden kann, wenn der Strom erzeugt wird. Somit steht die grüne Energie für das eigene Brennstoffzellenfahrzeug immer dann zur Verfügung, wenn man es gerade benötigt. Der Toyota Chefingenieur gibt allerdings auch zu verstehen, dass die beste Lösung die wäre, wenn regenerative Energie direkt von der Quelle zum Laden der E-Fahrzeuge verwendet wird.

Neben der Speicherung der regenerativen Energie spricht laut Tanaka aber auch die Tatsache für den Einsatz von Wasserstoff, dass die Ladezeiten der Fahrzeuge entsprechend kurz seien und die Dichte des Energiespeichers sehr hoch ist. Sprich, ein großer LKW, Transporter oder auch Schiff kann relativ schnell viel Energie nachtanken. Toyotas Chefingenieur bestätigt damit allerdings auch die Aussage anderer Experten Wasserstoff vor allem in Nutzfahrzeugen zu verwenden, weniger im PKW.

Toyota weiterhin Pionier der Brennstoffzellentechnologie

Noch kurz zur Einordnung des eingangs erwähnten Mira in der zweiten Generation. Toyota als Pionier der Brennstoffzellentechnologie hat von der ersten Fahrzeuggeneration des Mirai – über den gesamt Produktionszeitraum betrachtet – insgesamt mehr als 10.000 Einheiten gefertigt und weltweit verkauft. Der Mirai, noch ein Nischenfahrzeug mit weltweit gut 3.000 Fahrzeugen pro Jahr, soll dann „in nicht allzu langer Zeit“ deutlich öfter auf die Straße kommen. Mit Inbetriebnahme der neuen Fertigungsstätte im nächsten Jahr lässt sich eine deutliche Produktionssteigerung erzielen: Jährlich können dann 30.000 Fahrzeuge des neuen Toyota Mirai produziert werden. Bis 2025 will Toyota in allen Modellreihen elektrifizierte Antriebsoptionen anbieten, schon in den 2020er Jahren sollen zudem weltweit mindestens zehn Modelle mit reinem batterieelektrischem Antrieb verfügbar sein.

Quelle: autoweek.com – Toyota really believes hydrogen fuel cells are the future: Here’s why

Über den Autor

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Wasserstoff mag ja eine theoretische Möglichkeit der Energiespeicherung bieten. (z.b. stationäre Speicherstationen)
Aber der Energieaufwand ist 3 x höher als die Nutzung von Akkus.
D.h. wenn wir jetzt schon massiv alternative Energien erzeugen müssen, ist dieses aktuell nicht zu stemmende Projekt, mit Wasserstoff 3 x weniger zu erreichen.
Die Gefahren dieser Technik sind auch nicht von der Hand zu weisen – auch kostet die Infrastruktur ein Wahnsinnsgeld.
Daher kann ich die Entscheidungen pro Wasserstoff, explizit für den Individualverkehr, in keiner Form nachvollziehen.
Über die Physik können sich auch Japaner oder Chinesen nicht hinwegsetzen.

Für die Elektrifizierung aller pkw in D würde der Strombedarf nur um 15% ansteigen und das Netzt müsste kaum verstärkt werden da für das Laden fast immer die lastschwachen Zeiten genommen werden könnten.
Wenn für Wasserstoff die 3fache Menge elektrischer Energie genommen werden muss .. ja WO sollen die ganzen Windräder stehen??? Wo sollen die ganzen h2-Tanken mit ihrem explosiven Gas untergebracht werden? Wie und wann und womit soll das H2 zum Verbraucher transportiert werden? Pipelines mit Niederdruck und Kompressoren an jeder Tanke? Hochdruck oder Gekühlt in Lkw? Wer denkt an die geringe Dichte und das Transportvolumen für das Zeug?
Schon allereinfachste Denkansätze zeigen, dass das alle Hirngespinste sind ..
Sollen sie mal machen die Japaner .. deren Geld ..

Wasserstoff kann keine Option sein. Der Wirkungsgrad und die Kosten – und damit der Preis -sind viel zu hoch um in Zukunft gegen reine Elektroautos konkurrieren zu können. Und diese werden wir zu günstigen Preisen in Massen aus China geliefert bekommen. Bei Wasserstoff/Brennstoffzelle wird aus Erdgas (das ja schon eine CO2 und Kosten-Belastung hat) Wasserstoff erzeugt, dass in speziellen teuren Tanks gelagert, in speziellen, teuren Tankwagen zu Tankstellen geliefert und dort wieder in speziellen, teuren Tanks gelagert wird. Dann wird es dort in spezielle, teure Autos mit speziellen, teuren Tanks gefüllt. In den Autos wird aus Wasserstoff Strom erzeugt, womit dann das Auto fährt. Also aus Erdgas Wasserstoff machen um daraus Strom und daraus Wasser zu machen?? Gehts noch? Diese Autos sind nicht nur viel teurer als BEVs, sie brauchen auch mehr Platz für den Tank und das gesamte System. Es bleibt weniger für die Passagiere und Gepäck. Noch dazu ist das System gefährlich und kann leicht explodieren, wie gerade wieder in Norwegen. Der Wirkungsgrad Well-to-Wheel ist noch schlechter als mit Diesel. Die klassische Industrie/Investoren versuchen mit Wasserstoff den alten, teuren Kreislauf, an dem Geldgeber massive verdienen, durch ein noch komplizierteres und teureres System zu ersetzen. Bezahlen sollen es dir Bürger. Mal abgesehen davon ist der Zug in Richtung reine BEV schon seit Jahren abgefahren, Investitionen sind getätigt und die Autos werden schon in Millionen Stückzahlen gebaut. Da müsste schon ein echt hoher Vorteil für Verbraucher herausspringen, damit sie dann, wenn es denn welche in Serie gibt, ein teureres Wasserstoff-Auto kaufen, die Umstände der Tankstellensuche in Kauf nehmen und die jährliche Prüfung des Tanks, die Gefahr das der Tank explodiert, den teuren Wasserstoff kaufen etc. p.p. Kein Investor, der bei Trost ist, wird in diese Technologie investieren.

Sobald man Wasserstoff NICHT aus Erdgas und mit ökologisch sinnvollen CO2 Abdruck erzeugen kann sollten diese Fahrzeuge für den Massenmarkt zugelassen werden.
Aktuell ist die Gewinnung von Wasserstoff Benzin und Diesel gleichzusetzen was de facto reine Augenmauswischerei ist!

Ich denke zu einem Teil forscht die Automobilindustrie daran, um die durchaus hohen Förderungen zu kassieren und das Ergebnis dann gewinnbringend in anderen Branchen zu verkaufen. Die chinesischen Hersteller sind direkt oder indirekt im Schiffbau, schwere Baumaschinen, Züge usw. involviert. Denn für die nächsten 15 Jahren sehe ich keine sinnvolle Nutzung im PKW-Sektor.
In China kann es durchaus funktionieren, da sie damit ihre Abhängigkeit vom Öl weiter reduzieren können, Australien als H2 Lieferant kann aber leichter durch ein anderes Land ersetzt werden. Und konsequent können die Chinesen sein, wie sie in mehreren Bereichen schon gezeigt haben.

Blablablubbb… Wasserstoff. Der nächste Versuch eine Technik von vorgestern schönzureden.

Akkupreise sinken jedes Jahr und da noch weitere Technologiesprünge zu erwarten sind ist die Zukunft in Batteriespeichern zu setzen.

Wirkungsgrade über 90% sind der ausschlaggebende Grund. So kann die wertvolle regenerative Energie fast verlustfrei gespeichert werden.

Vor 40 Jahren wurden diese Diskussionen schon in unserer Abiklasse geführt. Damals wie heute ist die Antwort die gleiche es braucht den Mix und es gibt für unterschiedliche Anforderungen unterschiedliche Systeme.
Wieso muß es für die Menschen immer nur eine Lösung geben?

Das hat schon seinen Grund, das die Wasserstoffproduktion in Fukushima stattfinden wird.
Meine Verschwörungstheorie: Der Strom kommt in Wirklichkeit aus der Atomkraft.

Hier in Deutschland wird das Thema schneller tot sein, als es beginnt. Spätestens wenn der erste Besitzer feststellt, das er nicht über die deutschen Grenzen hinauskommt mit seinem Wasserstoffauto.

Schade dass hier der Kommentarbereich schon genauso von den gleichen Personen zugespammt wird sobald das Wasserstoff fällt. Vor allem weil der Bericht von denen noch nochmal korrekt gelesen wurde.

Die Wasserstoffskeptiker mögen sich bitte einmal die Frage stellen, wie groß der Wirkungsgrad von Windrädern ist, die abgeschaltet wurden und stillstehen, weil gerade zu viel erneuerbare Energien zur Verfügung stehen. Das ist bereits heute oft der Fall, und es werden Millionen Kilowattstunden vergeudet, weil es keine Speichermöglichkeiten gibt. Dabei steht die Energiewende erst am Anfang. Mit zunehmender Zahl von Windparks und PV Farmen werden auch die Überschüssenergien gewaltig steigen. Wer denkt, das könne man alles in den Sommermonaten mit 90% Wirkungsgrad bequem in gigantischen Langzeitbatteriespeichern unterbringen, um den Strom dann in den langen Winternächtenn wieder mit weiteren tollen 90% in seine Elektroauto Batterien zu laden, irrt gewaltig. Die Wasserstoffwirtschaft wird kommen, unabhängig, ob der Wasserstoff dann in ein FC Fahrzeug getankt wird, oder wieder verstromt wird, um in ein Batterieauto getankt zu werden. Nach dem Wirkungsgrad wird dabei niemand fragen, solange der Preis stimmt. Und der wird letztendlich auch wieder stimmen. Nicht heute, aber in 20 bis 25 Jahren. Und das ist schneller als manche denken. Toyota denkt einfach nur voraus, wie sie es auch mit dem Hybrid gemacht haben.

Japan ist Schlusslicht bei der Erzeugung erneuerbarer Energie. Die Regierung plant, Wasserstoff in Australien mit Kohlestrom zu erzeugen und mit Tankschiffen nach Japan zu bringen. Die Experimental-Elektrolysen sind reine Augenauswischerei. Ziel der Wasserstofflobby ist es, das bei der Erzeugung entstehende CO2 nicht zu berücksichtigen. Auch China geht diesen Weg. Wasserstoff aus Kohlestrom ist also CO2-frei.

Wasserstoff kombiniert mit leistungsfähigen Batterien. Das wird kommen.

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