Stuttgart arbeitet am Masterplan Elektromobilität für Stadt und Land

Stuttgart arbeitet an Masterplan E-Mobilität

Copyright Abbildung(en): Markus Mainka / Shutterstock.com

Damit die Elektromobilität endlich durchstarten kann, braucht es unter anderem eine bessere Ladeinfrastruktur. In Baden-Württemberg und dort vor allem im Großraum Stuttgart soll deshalb in den kommenden Jahren eine flächendeckende Ladeinfrastruktur für Elektroautos entstehen. Der Masterplan dafür beinhaltet allein im Stuttgarter Stadtgebiet 30 Schnelllader mit mehr als 50 kW Leistung, wie die Zeitung Stuttgarter Nachrichten berichtet. Für Ladestationen mit bis zu 22 kW Leistung gebe es keine konkreten Zielvorgaben, sagt Michael Hagel von der zuständigen Koordinierungsstelle Elektromobilität. Der aktuelle Stand in Stuttgart sind 205 öffentliche Ladestationen mit 371 Ladepunkten.

Der „Masterplan Schnellladeinfrastuktur Region Stuttgart“, an dessen Ausarbeitung Wissenschaftler des Karlsruher Instituts für Technologie und des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung ISI beteiligt sind, spielt verschiedene Fragestellungen und Szenarien für die rund 3600 Quadratkilometer große Region Stuttgart durch: Wie hoch ist der Bedarf an öffentlich zugänglichen Schnellladestationen für welche Anzahl von Elektroautos? Wie viele Standorte werden benötigt, wenn sie von jedem Punkt der Region aus innerhalb einer bestimmten Fahrtzeit erreichbar sein sollen? Wie viele Ladevorgänge pro Tag sind bei welcher Anzahl von Elektrofahrzeugen zu erwarten, und wie viel Energie wird je Ladevorgang abgegeben? So werden zum Beispiel 58 Ladestationen benötigt, wenn sie jeweils innerhalb von zehn Autofahrminuten erreichbar sein sollen, und 218 für eine Erreichbarkeit innerhalb von fünf Minuten.

Die Grundvoraussetzung für den Ausbau ist ein leistungsfähiges Stromnetz. Daran hapere es in Stuttgart an mehreren Stellen, so die Zeitung, zum Beispiel im Stuttgarter Westen. In neuen Quartieren und Neubaugebieten seien deshalb schon von Vornherein leistungsstärkere Kabel vorgesehen.

Auch im Bundesland Baden-Württemberg ist eine flächendeckende Versorgung mit Elektroauto-Ladesäulen geplant. Etwa alle 20 Kilometer soll mindestens eine Ladesäule mit bis zu 22 kW zu finden sein, etwa alle 40 Kilometer ist die Installation von Schnellladesäulen mit 50 kW beabsichtigt. Die Ausschreibung des Verkehrsministeriums dazu erfolgte Ende 2017.

Quelle: Stuttgarter Nachrichten – Ladeinfrastruktur für E-Autos Stadt und Land wappnen sich für E-Autoflut // Karlsruher Institut für Technologie – Elektromobilität: Masterplan für Schnelllade-Tankstellen

Über den Autor

Michael ist freier Autor und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

Newsletter

Erhalte jeden Montag, Mittwoch und Freitag aktuelle Themen wie „Stuttgart arbeitet am Masterplan Elektromobilität für Stadt und Land“ sowie die neusten Informationen aus der Welt der Elektromobilität kostenfrei direkt ins eigene Postfach. Kuratiert aus einer Vielzahl von Webseiten und Blogs.
Ja, ich möchte den gratis E-Mail-Newsletter von Elektroauto-News.net abonnieren. Die Datenschutzerklärung habe ich gelesen. Die Einwilligung zum Versand des Newsletters kann jederzeit widerrufen werden. Hierzu reicht es auf den Abmeldelink zu klicken, welcher sich in jedem Newsletter befindet.

Fakten & MeinungenDiskutiere mit der E-Community

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
2 Comments
Oldest
Newest Most Voted
Inline Feedbacks
View all comments

Schön und gut mit der wissenschaftlichen Ausarbeitung……. aber hier ein konkretes Beispiel aus Nutzersicht: Annahme: ich will schnellstmöglich von Stuttgart nach Berlin fahren (ca. 600 km), mein Elektroauto hat eine Reichweite von max. 400 km. Unterwegs möchte ich eine Mittagspause von ca. 45 Minuten machen, in der ich normalerweise Benzin auftanke (was ca. 5 Minuten dauert, egal wo). Jetzt möchte ich nicht an eine Aufladestation an einer Ratsstätte kommen und 20 Minuten warten müssen! Die Gefahr von Wartezeiten besteht auch, selbst wenn z. B. 20 Ladepunkte vorhanden sind, und lässt sich nur schwerlich ganz ausschliessen ! Wie soll man dieses Problem lösen ? Ideevorschlag : Vernetzung über Internet im Auto, Application entwickeln, die dafür sorgt, dass man einen Ladepunkt unterwegs, während man sich dem Ort nähert, reservieren kann. Verzögerungen (Staus,,)werden mit verarbeitet, Umdirigierungen vorgenommen usw.. Weiterhin sollten alle Gasthöfe abseits der Autobahn mit hinreichend Ladepunkten versorgt werden, und in das System mit einbezogen werden…“real life scenario“ ! Anderer Lösungsansatz: wenn alle Ladepunkte ausgebucht sind, dann via Carsharing/ret a car einen Benziner bereitstellen.

das ist ganz perfekt aufgezeigt, weshalb die ev s auf der Langstrecke nichts zu suchen haben, und die verkaufszahlen praktisch nur bei den hybrid s richtig steigen.

Diese News könnten dich auch interessieren:

Opel baut Wasserstoff-Vivaro in Kleinserie noch 2021
Ford startet Praxis-Tests für elektrischen Transit
Sono Motors will MAN Truck & Bus-Transporter mit Solar-Energie versorgen
2
0
Would love your thoughts, please comment.x
()
x

Deine Anmeldung zum Newsletter:
Ein letzter Schritt fehlt noch.

Vielen Dank für deine Anmeldung zum Newsletter von Elektroauto-News. Du erhältst in Kürze eine E-Mail, in der sich ein Link zur Freischaltung deiner E-Mail-Adresse befindet. Erst durch die Bestätigung des Links dürfen wir deine E-Mail-Adresse zum Versand unseres Newsletter freischalten (Double-Opt-In).