Daimler spricht von mehr Arbeit trotz Elektroautos – kein Stellenabbau geplant

Daimler AG
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Im Zusammenhang mit der E-Mobilität fällt des Öfteren die Aussage, dass die Bauteile innerhalb eines Fahrzeugs reduziert werden und zumindest teilweise die damit verbundene Komplexität. Aus diesem Grund geht man davon aus, beziehungsweise hat die Befürchtung, dass der Wandel zur Elektromobilität über kurz oder lang zu immensen Stellenabbau führt. Mercedes-Produktionschef Markus Schäfer äußerte sich nun gegenüber der Zeitung Stuttgarter Nachrichten, dass es zumindest bei Mercedes auf lange Zeit hinaus eher mehr Arbeit für die Beschäftigten geben wird als weniger.

So bringt das E-Auto vor allem für die Werke Sindelfingen und Rastatt mehr Arbeit, aber auch im Bereich der Verbrennungs- und Hybridmotoren möchte man weiter wachsen. Was auch ein Zuwachs hinsichtlich der eigentlichen Arbeit bedeutet. In Komponentenwerken wie Untertürkheim, wo heute Verbrennungsmotoren eine hohe Zahl von Arbeitsplätzen sichern, sieht Schäfer auf absehbare Zeit ebenfalls keine Beschäftigungsprobleme. Auch im Falle eines Rückgangs von Verbrennungsfahrzeugen sehe er „noch nicht, dass wir dort einmal überzählige Mitarbeiter haben werden“.

Aus Sicht von Daimler CEO Dieter Zetsche werden E-Fahrzeugen nicht insgesamt zu einem Mehrabsatz in der Branche führen würden. Vielmehr sei der Absatz des E-Autos, dessen Entwicklung nur schwer vorhersehbar sei, nur zu Lasten von Verbrenner zu steigern. Dies muss jedoch nicht für jeden einzelnen Hersteller generell gelten. Denn Zetsche rechnet vielmehr mit einer Ausweitung des Wettbewerbs, durch attraktive E-Fahrzeugewie bspw. den neu vorgestellten EQC – ließen sich die Verkaufszahlen auch zulasten anderer Hersteller steigern. Was wiederum zulasten deren Zulassungszahlen im Verbrennerbereich geht.

Mercedes-Produktionschef Markus Schäfer gab gegenüber der Zeitung noch zu verstehen, dass man derzeit keinen Bau einer Fabrik für die nächste Generation von Batteriezellen anstrebe. Für Zellen mit neuer Technologie werde es laut seiner Aussage einen „breiten Markt geben, auf dem wir uns das beste Angebot aussuchen können“.

Quelle: Stuttgarter-Nachrichten – Trotz E-Autos wird es bei Daimler mehr Arbeit geben

4 Kommentare

  1. Mercedes-Produktionschef Markus Schäfer gab gegenüber der Zeitung noch zu verstehen, dass man derzeit keinen Bau einer Fabrik für die nächste Generation von Batteriezellen anstrebe. Für Zellen mit neuer Technologie werde es laut seiner Aussage einen „breiten Markt geben, auf dem wir uns das beste Angebot aussuchen können“.

    Was ist denn die nächste Generation von BZ? Feststoff? Das dauert doch sicher noch bis das im industriellen Maßstab produziert werden kann.
    Und ein *breiter Markt* (=Käufermarkt) hört sich nach geringen Eintrittsbarrieren an (Investkosten, Technologie, Produktions-know-how etc.) an. Aus meiner Sicht eine sehr optimistische Sichtweise… Wann, wo und wie soll der denn entstehen?

  2. Mehr arbeit für Festangestellte Mitarbeiter, jedoch die Leiharbeit wird weniger unterstützt. Jetzt werden in Stuttgart und Umgebung ca. 700 Stellen gestrichen und es betrifft nur die Leiharbeiter.

    Egal was gesagt wird, wir, die dem Unternehmen halfen und bei vielem unterstützt haben. Werden von heute auf morgen entlassen und müssen gucken wohin jetzt, ist für viele ein Problem. Daher sollen die Leiharbeiter übernehmen und endgültig die Leiharbeit bei Daimler einstellen.

    Es wird mehr und mehr in das E-auto investiert und auf leiharbeit war und bleibt dem Daimler alles egal sein.

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