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Batterie-Hersteller Samsung und LG reagieren auf China-Sanktionen

Symbolbild
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Die koreanischen Technikkonzerne LG Chemicals und Samsung SDI haben sich Medienberichten zufolge dazu entscheiden, in ihren chinesischen Fabriken für Elektroauto-Akkus nun auch Batterien für nicht-chinesische Automobilhersteller zu produzieren. Damit ändern die beiden Batteriegiganten ihre bisherige Strategie. Gezwungenermaßen.

LG und Samsung haben diese Maßnahme ergriffen, da sie von chinesischen Sanktionen gegenüber südkoreanischen Unternehmen betroffen sind und wichtige Abnehmer und Zulieferer verloren haben. Die Sanktionen sind eine Folge des Nordkorea-Konflikts: China lehnt das umstrittene Raketenabwehrsystem Terminal High Altitude Area Defense (THAAD) strikt ab, welches die USA wegen der politischen Spannungen mit Nordkorea in Südkorea stationieren und bis Ende des Jahres einsatzbereit haben wollen. China sieht den starken Radar des Systems als Sicherheitsbedrohung und hatte die neue US-Regierung um Donald Trump und Südkorea wiederholt vor der Stationierung von THAAD auf der koreanischen Halbinsel gewarnt. Das Land wirft den USA vor, das regionale Gleichgewicht zu stören.

In den derzeit stillliegenden Batteriefabriken in Xian (Samsung) und Nanjing (LG), wo jährlich Batterien für knapp 100.000 Elektroautos produziert werden können, sollen künftig Zellen für den BMW i3 (Samsung) sowie die Elektro-Versionen des Ioniq sowie der SUVs Kona und Niro von Hyundai-Kia (LG) gefertigt werden.

Ausgaben für Forschung und Entwicklung ziehen deutlich an

Samsung und LG Electronics werden dieses Jahr zudem Rekordsummen für Forschung und Entwicklung (F&E) aufwenden. Samsung hat im ersten Halbjahr 7,9 Billionen Won (etwa 5,88 Milliarden Euro) in Forschungsprojekte investiert – ein Plus von 5,7 Prozent. Industrieexperten zufolge soll das gesamte Investitionsvolumen für das Jahr 2017 deutlich über der Rekordsumme von 15,3 Billionen Won (etwa 11,4 Milliarden Eurro) aus dem Jahr 2014 liegen.

LG Electronics hat im ersten Halbjahr 2,02 Billionen Won (etwa 1,5 Milliarden Euro) in Forschungsprojekte investiert – eine Steigerung von 0,8 Prozent. Hält LG den Trend, wird das Unternehmen erstmals mehr als 4 Billionen Won (knapp 3 Milliarden Euro) in F&E Projekte investiert haben.

Quellen: Etnews – LG Chemicals and Samsung SDI Decide to Use Their Plants in China to Produce Batteries for Non-Chinese Automotive Manufacturers // Kotra – Samsung und LG werden Rekordsumme für Forschung und Entwicklung ausgeben // Die Zeit – USA stationieren Raketenabwehrsystem in Südkorea

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