USA: 360.000 Tesla benötigen dringend Software-Update

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Sebastian Henßler
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  —  Lesedauer 2 min

Tesla hat für 360.000 Elektroautos in den USA ein wichtiges Software-Update herausgegeben. Grund hierfür sei ein Softwareproblem beim Autopilot-System FSD – dies könnte das Unfallrisiko erhöhen. Durch ein Over-the-air-Software-Update ist es möglich, dass die Autos nicht in die Werkstätte müssen.

In den USA hat der amerikanische Elektroautohersteller Tesla mehr als 360.000 Fahrzeughalter des Typs Model S, Model X, Model 3 und Model Y hinsichtlich potenzieller Autopilot-Problemen und daraus folgender Unfallgefahr gewarnt. Betroffen sind nach Angaben der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA Fahrzeuge des Typs 2016-2023 Model S, Model X, 2017-2023 Model 3 und 2020-2023 Model Y, die mit der Software „Full Self-Driving Beta“ ausgestattet sind, einer Technologie für autonomes Fahren.

Durch die Software gesteuert, sei es möglich, dass die Autos gegen Verkehrsregeln verstoß. Dies könnte „das Risiko eines Unfalls erhöhen, wenn der Fahrer nicht eingreift“, warnte die Behörde. So sei es möglich, dass das Fahrzeug an einem Stopp-Schild nicht komplett zum Stehen komme, auf einer Abbiegespur geradeaus fahre oder nicht ausreichend auf Änderungen des Tempolimits reagiere.

NTHSA Rückruf für Tesla Stromer auch über OTA-Update zu steuern

Tesla wurde Informationen der Tagesschau zu folge Ende Januar von der Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA zu einer formellen Rückruf-Aktion aufgefordert. Der Autokonzern sei zwar nicht mit der Analyse der Behörde einverstanden gewesen, habe sich aber „aus Vorsicht“ für einen freiwilligen Rückruf entschieden. Insgesamt seien 362.758 Fahrzeuge der Baujahre 2016 bis 2023 betroffen, auf denen die FSD-Software genutzt wird oder ihre Installation ansteht.

Klarzustellen ist, dass es sich hierbei um keinen „Rückruf“ im klassischen Sinne handelt. Denn die Tesla Fahrzeuge müssen nicht in die Werkstätten gebrachten werden. Das Problem könne über eine Software-Aktualisierung aus der Ferne behoben werden. Tesla-CEO Elon Musk äußerte sich entsprechend empört über die Begriffsverwendung auf Twitter: „Das Wort ‹Rückruf› für ein Over-the-air-Software-Update ist anachronistisch und ganz einfach falsch.“

Bekanntermaßen ist Tesla wegen seiner Autopilot-Systeme immer wieder in die Kritik geraten. Erst Ende Januar wurde publik, dass das Unternehmen, wegen seiner Fahrassistenzsysteme Ziel von Ermittlungen des US-Justizministeriums sei. Medienberichten zufolge prüft das Ministerium, ob Teslas Angaben zur Verlässlichkeit der Systeme Fahrer in falscher Sicherheit wiegen. Die NHTSA führt derweil Untersuchungen zu mehreren Vorfällen bei Teslas mit Autopiloten.

Quelle: blick.ch – 360’000 Teslas in den USA benötigen dringend ein Software-Update // Tagesschau – Tesla ruft in den USA 360.000 Autos zurück

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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Hiker:

Das Unt rsuchungen laufen würden kann sein. Aber auch das ist in den USA nichts ungewöhnliches. Da laufen dauernd Untersuchungen gegen Unternehmen. Das ist die Aufgabe der Behörden. So wie Sie das Wort Untersuchungen benutzen entsteht der Eindruck Tesla habe sich bereits Schuldig gemacht und stehe vor einer Verurteilung. Das ist das Mühsame mit Euch Tesla Bashern. Unsicherheit und Verdächtigungen streuen. Beweisen müsst Ihr gar nichts. Solche Kommentare tun Ihre Wirkung auch ohne jede Beweise. Einfach indem man Halbwahrheiten streut und Anschuldigungen in den Raum stellt egal ob wahr oder auch nicht. Es könnte ja… das reicht vollkommen.

Hiker:

Mal sehen, wenn man Ihren Ausführungen folgt, was resultiert dann daraus?

Dann dürfte man also ein Auto-mobil auch nicht so nennen. Weil das Wort Auto nach Ihrer Argumentation suggeriert, dass ein Auto-mobil eben auch auto-matisch und demzufolge wie im Auto-Pilot selbstständig auto-matisch fahren kann.

Wieder so eine idiotische Spitzfindigkeit das Leute hartnäckig absichtlich falsch zitieren. Genau wissend das das absoluter Bullshit ist, wenn auf diesem Ausdruck herumgeritten wird.

Warum muss man zb. einen automatischen Blinker trotzdem betätigen? Was auch „lebensgefährlich“ sein kann wenn man es nicht tut.

Leute die sich tatsächlich in ein Auto setzen würden im Glauben es fahre vollständig autonom wären ganz einfach Idioten und gehörten nicht hinter das Lenkrad eines tonnenschweren Fahrzeugs. Oder eben eines Automobils.

Tesla hat übrigens noch nie behauptet Ihre Fahrzeuge würden vollkommen selbstständig fahren. Das sind böswillige Behauptungen von Leuten die Tesla nicht mögen und der Marke auf Teufel komm raus schaden möchten.

Die Gründe dafür sind glasklar und hinlänglich bekannt.

MMM:

Tesla selbst bezeichnet die Software übrigens Beta Software, „bei der jeder Fahrer eines Tesla bei Nutzung vor dieser Nutzung die Nurzungsbedingungen anerkennen muß“

Ja, das sind trotzdem Menschen, die zum Teil nicht mal im Ansatz verstehen, was „FSD“ ist, nämlich eben nicht was der Name suggeriert. Der Fehler liegt freilich bei Tesla, das System sollte wie bei allen anderen „Assistenz“ heißen. Dann wäre es klarer. Aber zu spät, nach Tesla-Darstellung fahren die Autos schon lange selbst, nur im Kleingedruckten (und auf der Straße) nicht.

Deswegen gibt es Leute, die einen Haufen Geld für dieses System überwiesen haben, die wollen das natürlich irgendwann mal nutzen – kann man irgendwo fast noch verstehen. Leider sind die meistens dazu gar nicht in der Lage, da nutzen alle Nutzungsbedingungen nicht. Die dienen nur dazu, die Haftungsfrage für diesen (für Tesla) kostenlosen Test an die Nutzer zu übertragen, die blöd genug sind, das auch noch freiwillig zu machen.

Dass an der Stelle wieder der Diesel-Skandal kommt (ist das auch so ein selbstfahrendes System?), ist allerdings auch klar „FUD“.
Ein OTA lohnt bei dieser Software normalerweise nichts, da während der Fzg.-Lebenszeit keine Updates nötig sind. VW hätte trotzdem endlos Gelegenheiten gehabt, das abzustellen – man war leider dämlich genug, anzunehmen, dass das niemand rausfindet. Für diese Annahme reicht auch einer an der richtigen Stelle – da nutzt das bessere Wissen von 1000 Ingenieuren nichts.

MMM:

Dann soll er doch einen anderen Namen aussuchen und den vorschlagen – aktuell gibt es halt keinen. „Sicherheitskritisches OTA-Update“, wie klingt das?
Wichtig ist halt, dass es hier nicht um irgendwelche unwichtigen Dinge geht, sondern um Fahrzeugfunktionen, die schnellstmöglich geändert werden müssen, damit das Fahrzeug sicher betrieben werden kann. Diese anderen Dinge, bei denen es nicht zeitkritisch ist, die kann man gerne „OTA-Software-Update“ nennen. Oder tut man schon, aber das ist eben ein anderer Hintergrund. Da fallen auch Updates an Spielen und Furzkissen rein. Das passt doch nicht unter einen Begriff.
Aktuell – da es kein sporadischer Fehler ist, sondern einer, der reproduzierbar auftritt – müsste der Betrieb von „FSD“ untersagt werden, bis das System wieder funktioniert. Jedenfalls soweit, dass man nicht mehr davon ausgehen kann, dass es in den meisten der beschriebenen Fälle versagt.

MMM:

Die USA hat da eine andere Mentalität. Dort gilt ein Produkt als ungefährlich, solange es nicht das Gegenteil bewiesen hat.

Verstehe mich nicht falsch: Grundsätzlich sehe ich Assistenzsysteme – auch die von Tesla – als großen Sicherheitsgewinn, wenn sie richtig genutzt werden.
Aber bei Tesla steckt der Fehler doch schon im Namen: „vollständig selbst fahrend“ – nach „Autopilot“ suggeriert doch, dass es sich um mehr handeln sollte als um eine Fahrerunterstützung – aus welchen anderen Grund sollte es sonst „vollständig selbst“ heißen? Der Name ist (teslatypisch) komplett überzogen – an dem System an sich habe ich nichts auszusetzen – das hat Fehler, kann manche Sachen besser als die Konkurrenz, andere weniger gut, alles im Lot.
Nur – das kann man jetzt drehen und wenden (und hier Daumen runter bewerten, von mir aus^^) wie man will: der Test gehört in die Hände von Fachleuten, nicht in die von Laien, und gewisse Teststadien nicht auf die öffentliche Straße. Da nutzt so eine Bestätigung von Tesla-Fahrern, besonders gut herzlich wenig. Das kann man ja im Ergebnis sehen.

Deshalb ist FSD in Deutschland auch so stark beschränkt, dass es sich kaum zu kaufen lohnt, weil hier die Ungefährlichkeit vor der Einführung bewiesen werden muß.

Ja, es geht halt um Menschenleben. Da verstehe ich selbst auch keinen Spaß. Ich will jetzt gar nicht darauf rumreiten, dass es Firmen gibt, die an der Stelle mit ihrer Zertifizierung (Lvl 3) weiter sind.
Demnach ist es möglich, aber es kostet halt Geld…

Läubli:

Ich natürlich auch nicht, das hoffen wir doch. So oft kommt das ja auch nicht vor, aber wie du weiter oben in einem Kommentar (MMM) lesen kannst, gab es das trotzdem schon. Ebenso viele weitere solche Kuriositäten, die man sich kaum vorstellen kann.

Marc:

Es laufen aktuell zwei Untersuchungen der NHTSA gegen Tesla. Die wurden eingeleitet, nachdem Unfälle mit Personenschäden passiert sind. Das solltest du nicht bagatellisieren! Übrigens, sind Sammelklagen eingereicht, nachdem jetzt klar ist, der FSD wird in den bisherigenen Fahrzeugen niemals den versprochener Funktionsumfang bekommen können.

Zu meiner Wortwahl benötige ich deine wertvollen Hinweise nicht. Denn es ist ein Unterschied, ob ich sage, er setzt Menschenleben aufs Spiel, oder ob ich sage, er hat den Tod verursacht. Die erste Formulierung trifft es sehr gut. Denn er ist nicht vollständig verantwortlich, aber hat hat das Ganze so aufgesetzt, dass einige Menschen die Sache tragisch überschätzen.

Hiker:

Ich hatte es noch nie? Soso, und Sie sind natürlich der Massgebende User der alles weis. Und was ist aus dem angeblich abgefallenen Lenkrad geworden?

Ausser dass diese Nachricht ausgerechnet zum Zeitpunkt durch die Presse getrieben wurde als die Teslaaktie zum Entsetzen der Leerverkäufer vom Schlage eines Bill Gates massiv anstieg?

Seither wurde jedenfalls nichts darüber bekannt, dass an Teslafahrzeugen massenhaft Lenkräder abgefallen wären.

Oder Teslas in ominöse weisse Lastwagen oder Einsatzfahrzeuge geknallt wären.

Diese längst abgeschlossenen Fälle in denen bei den Untersuchungen durch die Behörden eindeutig die Schuld beim Fahrer lag, werden immer und immer wieder zitiert wenn es darum geht Tesla vorsätzlich zu schaden.

Genau so wird in der Öffentlichkeit das Bild zementiert, dass Tesla angeblich ein Unternehmen sei dem das Leben und die Gesundheit seiner Kunden scheissegal sei.

Deren Fahrzeuge schlecht gebaut, unsicher, fehlerhaft, viel zu teuer, oder gar lebensgefährlich seien.

Natürlich hat das ganze nichts damit zu tun, dass Tesla ein lästiger Konkurrent und eine Gefahr für die Oelindustrie oder die alteingesessene Autoindustrie ist und eine willkommene Spekulationsplattform für allerlei Gesocks an der Börse.

Zudem zeigte das Unternehmen auf, dass es eben doch möglich wäre etwas gegen die permanente Umweltzerstörung zu tun. Etwas das viele in Ihrer Bequemlichkeit, ja doch nichts ändern zu können/müssen, sehr auf den Wecker geht.

Die dann genau wie hier zu lesen sich moralisch enorm aufplustern und mit Halbwissen und längst wiederlegten oder nie bewiesenen Nachrichten über Tesla herziehen.

Hiker:

Woher wissen Sie dass Tesla Menschenleben aufs Spiel setzt? Warum hört man wohl nichts mehr vom angeblich abgefallenen Lenkrad? Wieso häufen sich gerade jetzt wieder reisserische Meldungen über angeblich lebensgefährliche Fehler von Teslafahrzeugen?

Wieso setzt Elon Musk Menschenleben aufs Spiel? Sie sollten sich ganz schnell gründlich mässigen in Ihrer Wortwahl. Putin setzt Menschenleben aufs Spiel. Musk hingegen ist nach meiner Kenntnis nicht der Kaiser der USA und kann nicht selbstherrlich bestimmen was auf der Strasse zugelassen wird.

Es gibt auch in den USA Behörden die solches bewilligen und überwachen. Zudem kennen die USA sehr scharfe Gesetze die einen Hersteller in die Pflicht nehmen falls deren Produkte fehlerhaft sind oder gar Menschenleben gefährden.

Ganz zu Schweigen von den drohenden Sammelklagen. Ganze Heerscharen von Anwälten lauern nur auf solche Gelegenheiten. Weil es sich für Sie lohnen kann falls Sie gewinnen. Vor allem wenn es dabei um einen derart potenten und angreifbaren Gegner wie Tesla handeln sollte.

Sie sollten also ganz gut überlegen welche Wortwahl Sie benutzen. Menschenleben zu gefährden ist eine sehr schwere Anschuldigung die Sie besser zu beweisen fähig sein sollten! Ansonsten würden Sie sich nämlich des Rufmordes und der vorsätzchen Verbreitung von Falschnachrichten zum Schaden Dritter schuldig machen.

Auch in Kommentaren sollte man vorsichtig sein in dem was man behauptet!

Birger:

Ich hatte es bei VW Konzern noch nie, das ein Lenkrad abfällt während der Fahrt ;-)! Und da waren schon einige Fahrzeuge aus dem VW Konzern. Golf 2, Audi A3, Audi A3 Sportback, Audi A4, Golf 7, Skoda Octavia, Seat Leon!

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