Mercedes-Benz will seine Kompaktklasse umfassend umkrempeln

Mercedes-Benz will seine Kompaktklasse umfassend umkrempeln

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Mercedes-Benz will ab 2032 eine rein elektrische Marke sein. Auf dem Weg dorthin stehen einige umfassende Veränderungen an. Diese sollen vor allem in der Kompaktklasse drastisch ausfallen, wie das Fachblatt Automobilwoche berichtet. Demnach soll die B-Klasse ab 2024 komplett gestrichen werden. Die Modellreihe gelte als Altherren-Fahrzeug und passe nicht mehr zum Image der Marke.

Auch in der A-Klasse sollen umfassende Änderungen umgesetzt werden. Demnach entfallen die viertürige A-Klasse Limousine sowie der CLA Shooting Brake, der sich nur in Europa verkaufe. Im Programm bleiben sollen der Kompaktwagen A-Klasse, das CLA Coupé sowie die beiden Kompakt SUV GLA und GLB. Eine Langversion des CLA für den chinesischen Markt sei fest eingeplant. Auch der GLB, der einen Mix aus SUV und Minivan darstellen soll, soll einen langen Radstand erhalten.

Ab 2024 baut die Kompaktklasse des Herstellers auf der Plattform MMA (Mercedes Modular Architecture) auf, welche zwar als Electric First ausgelegt ist, für den Übergang zur reinen Elektromobilität aber auch noch mit Verbrennungsmotoren bestückt werden kann. MMA biete als Unterbau von E-Modellen ausreichend Platz für E-Motoren an beiden Achsen sowie gut 250 Liter Volumen für ein Batteriepaket. Dem Bericht zufolge will Mercedes auf die 800 Volt Technologie setzen, welche Kundschaft und Fachpresse schon bei aktuellen Modellen wie dem Porsche Taycan sowie dem koreanischen Duo Hyundai Ioniq 5 und Kia EV6 zu schätzen wissen. Die hohe Akkuspannung bringt unter anderem beim Schnellladen unschlagbare Vorteile.

Der Akku-Hauptlieferant für die Großserie soll CATL aus China sein, zudem wolle Mercedes „Hochleistungszellen“ vom deutschen Unternehmen Varta beziehen – für welche Modelle geht aus dem Bericht allerdings nicht hervor. Das Kühlsystem, die Ladetechnik und die Leistungselektronik will der Hersteller selbst beisteuern. Noch keine Informationen gibt es zu den Reichweiten, welche Mercedes für die MMA-Stromer anpeilt.

Vor allem beim Design sollen radikale Veränderungen anstehen, heißt es weiter. Sämtliche Modelle der MMA-Familie sollen deutlich flacher und aerodynamischer werden, damit bei den Elektroautos eine möglichst hohe Reichweite verwirklicht werden kann. Außerdem sollen die MMA-Modelle von Anfang an auch den aus der S-Klasse und dem EQS bekannten Drive-Pilot erhalten, der autonomes Fahren nach Level 3 beherrscht.

Quelle: Automobilwoche – Alles anders, vieles raus: Mercedes stellt Kompakt-Angebot neu auf / Auto Motor und Sport – Neue A-Klasse-Familie soll autonom fahren können

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800V: „Die hohe Akkuspannung bringt unter anderem beim Schnellladen unschlagbare Vorteile.“

Die eigentliche Limitierung beim Laden ist weiterhin die Zellchemie. Es hilft also nur bei irgendwelche Kurzzeitspitzen, die dann einen Schnappschuß an der Ladesäule fürs Autoquartett ermöglichen. Solche Spitzen bekommen andere auch mit AußerhalbderSpekLaden hin. Sind hier genauso Blender.

800V sind wegen der geringeren Verluste effizienter. Bei den Karossen, die heute 800V anbieten ist Effizienz aber nicht wichtiger Teil des Lastenhefts. Für mich alles Papiertiger.

Habe noch keinen Vergleich gesehen: Vergleich des Ladens eines 800V Autos an 800V vs 400V bei 10%-80% in der Zeitersparnis. Hat da einer nachvollziehbare Zahlen?

Ich finde 800V nett, aber irrelevant. Sicher nicht „unschlagbar“. „Unschlagbar“ ist nur eine bessere Zellchemie und ein optimiertes Lademanagement.

Na wenn die Batterie beim ioniq 5 warm ist lädt er mit 220kw. Im Schnitt mit 150-160. Das bekommen die 400v Systeme im maximum hin. Mercedes ist einer der wenigen die 110kw sehr konstant bis 80% durchhalten. Ansonsten sind VW mit 125 doch sehr mager unter wegs. Mit 800v kann einfach mehr Strom fließen. Das ist halt Physik. Und 20 min zu 35 können sich sehen lassen. Wenn hyundai endlich das vorwärmen hinbekommt wird das echt eine Erleichterung. Ich freue mich ab März mit dem ioniq 5 unterwegs zu sein. Auch wenn ich Skifahren und Mercedes optisch besser finde. Aber ich bin gespannt.

Von welchem Übergang schwafeln die eigentlich heute noch? Der hat längstens stattgefunden. Nur Mercedes und BMW baut noch diese Krücken die sowohl für Verbrenner wie BEV taugen sollen.

Das ist aber ein Blödsinn das heute noch zu tun. Ein BEV das gleichzeitig noch als Verbrenner dienen soll ist bereits verbastelt und gibt die meisten Vorteile dieser Technologie von Anfang an preis.

Keinen Frunk zu biete ist ein no go, den Platz für einen Tank ist für die Batterie völlig ungeeignet und im Innenraum verliert man den Platz den der Verbrenner sonst einnimmt.

Ich kann Mercedes nicht verstehen, dass sie nicht endlich den Finger aus dem Hintern ziehen und vernünftige BEVs bauen.

800V ist keine grossartige Entwicklung. Das ist in etwa so innovativ wie dickere Schläuche und grössere Pumpen an der Tanke zu verbauen dann aber den Tank im Fahrzeug unverändert zu lassen.

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