Neuzulassungen von Elektroautos und Plug-in-Hybriden trotz Corona deutlich im Plus

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In einem vor allem wegen Corona deutlich rückläufigen Gesamtmarkt legen Elektroautos und Plug-in-Hybride stark zu. Im Juni wurden in Deutschland 220.272 Neuwagen zum Straßenverkehr zugelassen. Damit lag der Juni um -32,3 Prozent hinter dem Ergebnis des Vorjahresmonats. Insgesamt kamen in den ersten sechs Monaten des Jahres 1.210.622 fabrikneue Pkw und damit -34,5 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2019 zur Zulassung. Mit 51,5 Prozent waren erneut mehr als die Hälfte aller Neuwagen Benziner (-42,2 Prozent), gefolgt von den Diesel-Pkw (-34,5 Prozent), deren Anteil bei 30,6 Prozent lag.

Ganz anders die Situation bei Elektroautos und Plug-in-Hybriden: 30.254 Neuwagen mit Hybridantrieb führten im Juni zu einem Anstieg um +60,8 Prozent und einem Anteil von 13,7 Prozent. Insgesamt 10.479 davon waren Plug-in-Hybride, die nach einer Steigerung um satte +274,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonet einen Anteil von 4,9 Prozent erreichten. 8119 Elektro-Pkw bewirkten ein Plus von +41,0 Prozent zum Vorjahresmonat, sie erreichten einen Anteil von 3,7 Prozent.

Auf das erste Halbjahr gerechnet lag die Anzahl von Benzinern (-43,6 Prozent), Dieseln (-37,0 Prozent) und flüssiggasbetriebener Pkw (-81,3 Prozent) stark im Minus. Die alternativen Antriebsarten Elektro (+42,7 Prozent), Hybride (+54,6 Prozent), darunter Plug-in-Hybride (+199,8 Prozent) sowie Erdgas (+11,2 Prozent) erreichten hingegen zum Teil dreistellige Zuwachsraten und zeigen sich von Corona relativ unbeeindruckt.

Im Hinblick auf die ab diesem Jahr schärferen CO2-Regeln der EU und die damit verbundenen Strafzahlungen hat das KBA weniger gute Zahlen parat: Überschreitet die Neuwagenflotte eines Herstellers die Marke von 95 Gramm CO2 je Kilometer, müssen hohe Beträge nach Brüssel überwiesen werden. Die Statistik des Kraftfahrt Bundesamtes offenbart hierbei dringenden Nachholbedarf: Im Juni betrug der durchschnittliche CO2-Ausstoß aller neu zugelassenen Fahrzeuge 150,2 g/km und damit nur -4,3 Prozent weniger als im Vorjahresmonat und mehr als die Hälfte mehr, was die EU erlaubt. In der Halbjahresbetrachtung betrug der durchschnittliche CO2-Ausstoß 150,8 g/km und damit -4,4 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Quelle: KBA — Pressemitteilung vom 03.07.2020

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2 Antworten

  1. Der Hybridanstieg ist auch eine Folge der breiteren Modellpalette mit Hybrid.
    Der Anstieg der BEV-Verkäufe wird zwar oft allein mit der Prämie begründet, es gibt aber gleichzeitig ebenfalls eine breiter werdende Auswahl, die mehr Geschmäcker und Bedarfe bedient. Und die BEV sind inzwischen etwas lieferbarer. Und gezählt wird, was angemeldet wurde. Und angemeldet werden kann nur das, was geliefert wurde.
    Die breiter werdende Palette führt dazu, dass mehr Käufer das für sie persönlich „richtige“ Modell finden. Ein ZOE ist zwar für meine Ansprüche gut geeignet, aber ich kaufe aus Prinzip keinen Renault (Vorurteil). Auch den Innenraum eines Tesla (deutlich teurer) finde ich persönlich gar nicht schön (ich „brauch“ den Tacho vor der Nase), deswegen fällt ein Model 3 bei mir schon im Grundsatz durch (wie auch Verbrenner mit Tacho in der Mitte). Anderen geht es vielleicht ähnlich, oder sie haben andere Vorurteile. Ein ZOE-Äquivalent mit vielleicht 60-70kWh von einem anderen Hersteller, das wäre der für mich „richtige“ Wagen.

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