Nikola-Romeo-Batterie-Akku-Übernahme

Nikola übernimmt kriselnden Batteriehersteller Romeo

Copyright Abbildung(en): Nikola

Der Elektro-Lkw-Hersteller Nikola hat die Übernahme des kriselnden Batterieherstellers Romeo Power für 144 Millionen US-Dollar bekanntgegeben. Dabei handelt es sich um eine reine Aktientransaktion, deren Kaufpreis bei gut 34 Prozent oberhalb des Schlusskurses der Romeo-Aktie vom 29. Juli liege, so Nikola in einer aktuellen Mitteilung.

Romeo war zuletzt massiv in die roten Zahlen gerutscht, obwohl der Hersteller im Dezember 2020 über seinen Börsengang 1,33 Milliarden US-Dollar eingenommen hatte. Zum Ende des ersten Quartals 2022 hat sich jedoch bereits ein Gesamtdefizit von gut 250 Millionen US-Dollar angesammelt. Die Firma musste eigene Aktien verkaufen, um liquide zu bleiben.

Romeo ist ein geschätzter Zulieferer für Nikola und wir freuen uns darauf, seine Technologiekompetenz angesichts der zunehmenden Komplexität der Fahrzeugelektrifizierung weiter zu nutzen. Wir sind überzeugt, dass wir mit der Kontrolle über die wichtigsten Batterietechnologien und den Fertigungsprozess die Entwicklung unserer Elektrifizierungsplattform beschleunigen und unsere Kunden besser bedienen können“, sagte Nikola-CEO Mark Russell über die Übernahme.

Romeo soll von Nikola zudem eine Zwischenfinanzierung in Höhe von 35 Millionen Dollar erhalten, um den Betrieb weiterführen zu können, bis die Transaktion abgeschlossen ist. „Als größter Romeo-Kunde war Nikola ein Eckpfeiler unserer Entwicklung und unseres Wachstums, und dies ist eine natürliche Weiterentwicklung unserer Geschäftsbeziehung“, sagte Robert Mancini, der Vorstandsvorsitzende von Romeo Power.

Romeo mit Hauptsitz in Cypress, Kalifornien, hat sich auf die Entwicklung und Produktion von Lithium-Ionen-Batteriemodulen und -paketen für Nutzfahrzeuganwendungen spezialisiert. Als größter Kunde von Romeo erwartet Nikola, dass die Übernahme eine deutliche betriebliche Verbesserung und Kostensenkung in der Batteriepackproduktion ermöglichen wird. Nikola geht davon aus, bis Ende 2023 die Kosten für Akkupacks um 30 bis 40 Prozent senken zu können.

Die Transaktion wurde von den Verwaltungsräten beider Unternehmen bereits genehmigt und soll voraussichtlich bis Ende Oktober 2022 abgeschlossen sein.

Quelle: Nikola – Pressemitteilung vom 01.08.2022

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clevere Entscheidung ne Batteriehersteller zu Übernehmen da die Wasserstoff-Thematik eh ne Totgeburt war .

Wenn es da wirklich hohe technische Kompetenz gibt könnte der Aktienwert bald Realwert werden.

es bleibt spannend

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