Moskau: 1.000ster Elektrobus fährt auf den Straßen

Moskau: 1.000ster Elektrobus fährt auf den Straßen

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Moskau scheint auf dem besten Weg zu sein bis 2030 eine 100% emissionsfreie Bus-Flotte zu erreichen. Erst vor kurzem konnte die russische Hauptstadt den Meilenstein von 1.000 E-Bussen überschreiten, welche täglich im Einsatz sind. Mosgortrans, das Unternehmen, dass das Bus- und Straßenbahnnetz in Moskau betreibt, gab bekannt, dass das E-Fahrzeug Nummer 1.000 auf die Straße gebracht wurde.

„Das Design des 1.000. Elektrobusses ist etwas Besonderes, im Öko-Stil: Die Kabine des Elektrobusses ist mit Plakaten geschmückt, die Fakten über Elektrobusse und ihre Auswirkungen auf das Ökosystem enthalten.“ Er präsentiert sich also nicht nur durch seinen Antrieb als wahrlich grüner Bus. Bereits 2018 wurden erste Elektro-Busse in Moskau eingeführt und befinden sich demnach schon im vierten Winter, welche diese „ohne Unterbrechung“ absolvieren.

In diesem Zeitraum haben die batterieelektrischen Busse mehr als 150 Millionen Menschen transportiert, mehr als 60 Millionen km auf 66 Buslinien zurückgelegt und die Emissionen um 600 Tausend Tonnen reduziert, so das Unternehmen. Derzeit gibt es in der Stadt mehr als 168 „Ladestrukturen“ (Überkopf-Schnellladepunkte). Zudem sei die russische Hauptstadt konsequent bei der Anschaffung neuer Busse. Auf reguläre Dieselbusse wird nicht mehr gesetzt. E-Busse hingegen stehen im Fokus und sollen 2022 um weitere 600 Einheiten erweitert werden.

Das Ziel für Ende 2023 sind mehr als 2.200 Elektrobusse, was eine zusätzliche Anschaffung von über 600 Einheiten bedeutet. Zu diesem Zeitpunkt sollen fast 40 % der Busflotte elektrisch sein. Die Schnellladestruktur wird auf insgesamt bis zu 500 Einzelstellplätze ausgebaut. Bis 2030 werden alle Busse batterieelektrisch oder zumindest emissionsfrei sein, denn es gibt auch ein Projekt zur Entwicklung eines Wasserstoffbusmodells durch Kamaz und RUSNANO.

Laut der Presseerklärung des stellvertretenden Moskauer Bürgermeisters für Verkehr, Maksim Liksutov, sind die Elektrobusse bequem und zuverlässig und können in einem breiten Temperaturbereich von -40°C bis +40°C eingesetzt werden: „Russische Elektrobusse sind sehr bequem und zuverlässig. Jeder Elektrobus befördert etwa 85 Personen. Dieses Verkehrsmittel ist auch für Fahrgäste mit Behinderungen geeignet: Die Elektrobusse verfügen über einen Niederflurbereich, Rampen und Stauräume. Außerdem sind die Elektrobusse mit Ladestationen an den Handläufen, Klimatisierungssystemen und Medienbildschirmen ausgestattet.“

Des Weiteren sei es laut Liksutov auch so, dass diese perfekt mit extremen Temperaturen zurecht kommen. „In der vierten Wintersaison in Folge ist das innovative Verkehrsmittel ohne Unterbrechung im Einsatz. Der Temperaturbereich, in dem er arbeitet, reicht von -40 bis +40 Grad Celsius. Die Batterien sind mit einem Temperaturkontrollsystem ausgestattet, das verhindert, dass die Fahrzeuge im Sommer überhitzen und im Winter einfrieren“, so der stellvertretende Moskauer Bürgermeister für Verkehr weiter.

Ihre Energie sollen die russischen E-Busse aus Lithium-Titanat-Batterien (LTO) erhalten, die eine relativ geringe Reichweite haben (die Energiedichte liegt deutlich unter der von LFP), aber an den Endpunkten der Strecke sehr schnell aufgeladen werden können und für sehr niedrige Temperaturen geeignet sind sowie eine lange Lebensdauer bieten.

Quelle: InsideEVs – Moscow’s 1,000th Electric Bus Hits The Streets

Über den Autor

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Welche Firma liefert die Busse? BYD?

Wieviel Prozent der Busse fahren eigentlich in unserer Hauptstadt schon elektrisch – weiß das jemand?

Gut, die Wärme in den Wohnungen in Moskau lässt sich im Winter nur durch Öffnen der Fenster regulieren. Denn die Fernwärme aus fossilen Energieträgern ballert volles Rohr. Aber die Busse fahren elektrisch. Läuft!

Totaler Stuss dieser Artikel, allerdings schon im Original. “ 60 Millionen km auf 66 Buslinien zurückgelegt und die Emissionen um 600 Tausend Tonnen reduziert, so das Unternehmen.“ 600.000t sind 600 Millionen kg. Das heißt die Dieselbusse sollen 10kg CO2/km ausstoßen und der Fahrstrom selbst verursacht keinen CO2-Ausstoß.
Wenn man für einen Dieselbus im Stadtverkehr 50l Diesel/100km ansetzt kommt man bei Multiplikation mit 2,65 auf 132,5kg CO2/100km= 1,325kg/km.
Die Eintragung für Russlands Stromproduktion bei Wikipedia, die ich gefunden habe, lauten: 66% durch Kohle, Gas und Öl, 1/6 Kernenergie und ungefähr 1/5 aus Wasserkraft. Auch ist Russland nicht gerade berühmt für den großartigen Ausbau von Photovoltaik und Windkraft. Also alles in allem eher eine Nullnummer. Die Emission wird auf die Stromwirtschaft verlagert. Nix Einsparung von CO2, der Bus wird teurer sein und mehr Energie bei der Produktion gebraucht haben. Aber solche Nebensächlichkeiten wie die Stromherkunft interessiert niemanden, wenn es darum geht alternative Fakten zu produzieren.
Erst Strom sauber machen, dann mit E-Mobilität und H2 weitermachen. Die falsche Reihenfolge schadet uns allen. Mit dem Strom ist es wie mit Geld. Beides stinkt nicht, egal wo es herkommt, Geld kann man mit Drogen, Waffen und schmutzigerem verdienen, Strom aus Kohle, Öl, und Atomkraft gewinnen. An der Steckdose stinkt und strahlt er nicht mehr.

Bedingt durch klima – Rusische Technik mit Erfahrung, moeglicht einfach, robust, langlebig und verlaeslich. Ohne fiel schnick – schnack.

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