Neues Forschungsprojekt soll Batteriekreisläufe schließen

Copyright Abbildung(en): shutterstock / 1952590984

Das effiziente Recycling von Automotive Batterien ist ein Schlüsselaspekt in der Sicherung der notwendigen Rohstoffe und der Verringerung von Abhängigkeiten von oft zweifelhaften Zulieferern der Metalle. Ein neues Forschungsprojekt („CircuBAT“) von sieben Schweizer Forschungsinstitutionen und 24 Unternehmen sucht nun zusätzliche Optimierungsmöglichkeiten für mehr Nachhaltigkeit in allen Lebensabschnitten der Batterie. So soll der Kreis zwischen Produktion, Anwendung und Recycling von Lithium-Ionen-Batterien aus der Elektromobilität geschlossen werden.

In den nächsten vier Jahren soll das von der Förderagentur Innosuisse im Rahmen der Flagship Initiative geförderte Projekt ein zirkuläres Geschäftsmodell für Lithium-Ionen-Batterien etablieren. „Das verbessert die Ökobilanz von Elektrofahrzeugen, stellt Speicher für die Energiewende zur Verfügung und spart Ressourcen„, erklärt Projektleiter Andrea Vezzini von der Berner Fachhochschule (BFH). Die BFH leitet das Projektkonsortium, an dem weiters die Empa, das Centre Suisse d’Electronique et de Microtechnique (CSEM), die Universität St. Gallen (HSG), die Ostschweizer Fachhochschule OST, der Switzerland Innovation Park Biel/Bienne SIPBB sowie die EPFL beteiligt sind. Die Unternehmenspartner kommen aus dem Bereich Materialien, Fertigung bis hin zu Anwendern und Anbietern von Elektrofahrzeugen. Damit ist sichergestellt, dass die Erkenntnisse des Forschungsprojektes direkt in der Anwendung getestet werden können.

Dabei wird jeder Lebensabschnitt einer Batterie beleuchtet. Bei der Herstellung soll beispielsweise durch eine trockene Elektrodenbeschichtung der energieintensive Trocknungsprozess der Batterie-Elektrode wegfallen. Um die Lebensdauer der Batterie zu verlängern, werden optimaler Lade- und Entladestrategien sowie neue Baukonzepte, welche eine Reparatur vereinfachen, entwickelt. Auch das sogenannte „Second Life„, also die Nachnutzung als stationärer Energiespeicher, ist Thema des Projektes. Es wird untersucht, wie sich diese am besten ins Stromnetz integrieren lassen und wie ein sicherer und effizienter Betrieb gewährleistet werden kann. Verbesserte Lösungen für die Demontage und die Materialrückgewinnung runden die Forschungsbereiche ab. Sekundärrohstoffe sollen so in großen Mengen und guter Qualität für die Batterieproduzenten bereitgestellt werden. So wird beispielsweise ein von Kyburz Switzerland entwickeltes Recyclingverfahren optimiert, bei dem die brennbaren Elemente der Batterie in einem Wasserbad getrennt werden. So sollen Kupfer, Aluminium, Lithium, Mangan, Nickel und Kobalt in bester Qualität zurückgewonnen werden.

Sozioökonomische Aspekte werden beleuchtet und ganzheitliche Geschäftsmodelle entwickelt. Diese werden bewertet und evaluiert.

Quelle: empa.ch – „CircuBAT“ verbessert Ökobilanz der E-Mobilität

Newsletter

Erhalte jeden Montag, Mittwoch und Freitag aktuelle Themen wie „Neues Forschungsprojekt soll Batteriekreisläufe schließen“ sowie die neusten Informationen aus der Welt der Elektromobilität kostenfrei direkt ins eigene Postfach. Kuratiert aus einer Vielzahl von Webseiten und Blogs.
Ja, ich möchte den gratis E-Mail-Newsletter von Elektroauto-News.net abonnieren. Die Datenschutzerklärung habe ich gelesen. Die Einwilligung zum Versand des Newsletters kann jederzeit widerrufen werden. Hierzu reicht es auf den Abmeldelink zu klicken, welcher sich in jedem Newsletter befindet.

Fakten & MeinungenDiskutiere mit der E-Community

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments

Diese News könnten dich auch interessieren:

Volkswagen bestätigt Elektro-Pick-up und SUV für US-Markenikone Scout
Shell-Studie: Fahrspaß beschleunigt Umstieg auf E-Autos
BMW will mit runden Batterie-Zellen Kostensenkungen um 30 Prozent erreichen

Deine Anmeldung zum Newsletter:
Ein letzter Schritt fehlt noch.

Vielen Dank für deine Anmeldung zum Newsletter von Elektroauto-News. Du erhältst in Kürze eine E-Mail, in der sich ein Link zur Freischaltung deiner E-Mail-Adresse befindet. Erst durch die Bestätigung des Links dürfen wir deine E-Mail-Adresse zum Versand unseres Newsletter freischalten (Double-Opt-In).