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fairenergy: THG-Quote trifft nicht die Falschen, kann es aber besser machen!

fairnergy: THG-Quote trifft nicht die Falschen, kann es aber besser machen!

Copyright Abbildung(en): Jarlat Maletych / Shutterstock.com

Die THG-Quote für Elektroautos kommt seit Anfang des Jahres im Umfeld der Elektromobilität immer wieder zur Sprache. Zuletzt auch als THG-Quote für Wallboxen, wodurch E-Autofahrer zusätzliche Einnahmen erzielen können. Insofern den alles korrekt abläuft. Und eben darüber habe ich mich mit Philip Weykamp, Co-Gründer und CEO von fairnergy, im Elektroauto-News.net Podcast ausgetauscht. Für die THG Quote Österreich scheint es derzeit ähnliche Entwicklungen zu geben.

THG-Quote vermarkten – Aber mit Impact!

fairnergy agiert am Markt der Treibhausgas-Minderungsquote als Zwischenhändler, zwischen E-Autofahrer und Mineralölunternehmen. Dabei wolle man allerdings seinen Teil zur Energiewende beitragen. Und einen nachhaltigen Impact/ Einfluss auf die Energiewende nehmen. Derzeit erhält man bei fairnergy wahlweise mindestens 300 Euro. Gutschrift für ein Elektrofahrzeug. Oder kann in eine nachhaltige Energiewende investieren. Hierbei wird jede Spende um 50% erhöht, um bis zu 450 Euro Impact pro Elektrofahrzeug schaffen.

Ein Impact, welcher sich für fairnergy nicht rechnet. Zumindest auf den ersten Blick. Vielmehr kann man sich dies erlauben, da eben nicht jeder E-Autofahrer einen Teil zur Energiewende beitragen will oder aktuell kann. Denn jeder kann selbst bei fairnergy entscheiden, was er mit seiner Quote machen möchte. Jahr für Jahr. Dennoch ist es gerade durch solche Entscheidungen möglich entsprechende Zuwendungen zur Energiewende quer zu finanzieren. Damit in Summe der Gedanke hinter der THG-Quote nachgekommen werden kann.

Bei der Treibhausgasminderungsquote handelt es sich um ein Klimaschutzinstrument, welches dazu beitragen soll den Ausstoß von Kohlendioxid insbesondere im Verkehrssektor zu mindern.  Hierdurch werden etwa etwa Mineralölkonzerne, die fossile Kraftstoffe in Umlauf bringen dazu verpflichtet, ihre Emissionen jedes Jahr um einen festgesetzten Prozentsatz zu mindern. Halten die Unternehmen diese Quote nicht ein wird eine Strafzahlung für jede nicht eingesparte Tonne CO2 fällig.

Jedoch sollte eben dieses ausgeschüttete Geld zurück in den Kreislauf der Energiewende gebracht werden. Schließlich soll die Mineralöl-Industrie durch diese Zahlungen den Wandel zur Nachhaltigkeit finanzieren. Ergibt aber eben nur Sinn, wenn das Geld aus der THG-Quotenvermarktung ganz oder zumindest teilweise in nachhaltige Projekte einfließt. So oder so trifft es natürlich nicht „die Falschen“ und dennoch sollte man nachhaltig agieren.

THG-Quote für Wallbox = THG-Quote für E-Auto!?

Ähnliche Gedanken kommen auf, wenn man die THG-Quote für Wallboxen betrachtet. Auch hier trifft es mit den Mineralölkonzerne nicht „die Falschen“. Auch, wenn diese im Fall der Beantragung der Quote für die private Wallbox eben doch zu unrecht zur Kasse gebeten werden. Denn bei der THG-Quote für E-Autos, als auch für private Wallboxen – wie es aktuell ausgelegt wird – wird ein und dasselbe abgerechnet.

Denn, dass was wir als Quote für Wallbox kennen, ist im privaten Bereich die Prämie für E-Autos. Denn um es sich hier einfach zu machen und auf privater Ebene nicht ewig hin und her zurechnen hat die Bundesnetzagentur angenommen, dass 80% des Ladens an heimischer Ladestation (2.000 kWh/ Jahr / ~ 12.000 km) für das eigene E-Auto genutzt werden. Dies hat man entsprechend umgerechnet und landet bei den aktuellen Quoten der Treibhausgasminderung-Vermarktung. Somit wäre eine Wallbox-Auszahlung für Privatpersonen doppelt gemoppelt. Philip führt dies im Gespräch ausführlicher aus und arbeitet entsprechende Unterschiede heraus.

Hier muss es gelingen eine saubere Trennung zwischen Öffentlichem und Privatem Laden zu schaffen. Dann ist es auch möglich den Strom aus der eigenen Wallbox zu vermarkten, gemäß den Vorgaben der Bundesnetzagentur. Einen Ansatz hierfür bietet fairnergy selbst, welches mit ihrem Wallbox-Sharing-Angebot (Beta-Phase), klar aufzuzeigen vermögen, welcher Anteil von Strom nun öffentlich oder privat verwendet wurde. Eine Lösung, welche man so auch der Bundesnetzagentur zur Verfügung stellen würde, um so eine möglichst breite Masse an E-Autofahrer:innen zu erreichen.

Im Detail bin ich jedoch der Falsche, um dies ausführlich auszuführen. Daher ist es spätestens jetzt Zeit für den Einsatz von Philip, welcher dir das ganze Thema näher bringen kann. Viel Spaß damit.

Gerne kannst du mir auch Fragen zur E-Mobilität per Mail zukommen lassen, welche dich im Alltag beschäftigen. Die Antwort darauf könnte auch für andere Hörer des Podcasts von Interesse sein. Wie immer gilt: Über Kritik, Kommentare und Co. freue ich mich natürlich. Also gerne melden, auch für die bereits erwähnten Themenvorschläge. Und über eine positive Bewertung, beim Podcast-Anbieter deiner Wahl, freue ich mich natürlich auch sehr! Danke.

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