Volvo wird Hauptinvestor bei E-Mobilitätsspezialist Designwerk

Volvo wird Hauptinvestor bei E-Mobilitätsspezialist Designwerk

Copyright Abbildung(en): shutterstock / Lizenzfreie Stockfoto-Nummer: 1701428761

Die Designwerk Gruppe richtet sich bereits sei 12 Jahren auf die E-Mobilität im Nutzfahrzeugbereich aus. In diesem Zusammenhang ist es dem Unternehmen bereits gelungen die Entwicklung und Produktion von elektrischen Lastwagen, mobilen Schnellladegeräten und modularen Batteriesystemen voranzutreiben. Eine Vision, welche die Volvo Group künftig unterstützen möchte. Durch den Erwerb von 60 Prozent der Designwerk Group wird die Volvo Group ihr bestehendes Angebot im Bereich der Nischenprodukte und -lösungen ergänzen.

Das Vertrauen von Volvo soll genutzt werden, um künftig im Bereich der Elektromobilitätsprodukte und Engineering-Dienstleistungen weiter zu wachsen. Unter der Marke Futuricum vertreibt die Designwerk Group massgeschneiderte Elektro-Lkw, mobile Schnellladegeräte und Hochvolt-Batteriesysteme. Als innovatives Unternehmen setzt Designwerk bei der Entwicklung mit Kunden auf schnelle Feedbackschleifen, um das Angebot ständig zu verbessern.

„Die Designwerk Group verfügt über grosse Kompetenz in der Elektromobilität, wobei sie sich auf die Entwicklung, die Prototypenfertigung und die Produktion von Nischenprodukten in kleinen Stückzahlen im gesamten Bereich der industriellen Elektromobilität konzentriert, womit sie das Angebot der Volvo Group bestens ergänzt. Diese Investition unterstützt den Übergang der Volvo Group zu klimaneutralen Transportlösungen in allen Segmenten.“ – Lars Stenqvist, Chief Technology Officer der Volvo Group

Adrian Melliger, CEO der Designwerk Group, äußerte sich wie folgt über das Investment von Volvo: „Indem wir die Marktführung und das Knowhow von Volvo mit unserer Nischenproduktion verbinden, werden wir gemeinsam in der Lage sein, die notwendige Verbreitung von Elektrofahrzeugen und unterstützender Infrastruktur zu beschleunigen.“ Zu erwähnen ist, dass Designwerk auch weiterhin als eigenständiges Unternehmen tätig sein wird. Die Investition der Volvo Group erlaubt der Designwerk Group, das schnelle Wachstum zu meistern und die Unternehmensgeschäfte weiter auszubauen. Die Transaktion soll in den kommenden Wochen abgeschlossen werden.

Quelle: Designwerk – Pressemitteilung vom 26. April 2021

Über den Autor

Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

Newsletter

Erhalte jeden Montag, Mittwoch und Freitag aktuelle Themen wie „Volvo wird Hauptinvestor bei E-Mobilitätsspezialist Designwerk“ sowie die neusten Informationen aus der Welt der Elektromobilität kostenfrei direkt ins eigene Postfach. Kuratiert aus einer Vielzahl von Webseiten und Blogs.
Ja, ich möchte den gratis E-Mail-Newsletter von Elektroauto-News.net abonnieren. Die Datenschutzerklärung habe ich gelesen. Die Einwilligung zum Versand des Newsletters kann jederzeit widerrufen werden. Hierzu reicht es auf den Abmeldelink zu klicken, welcher sich in jedem Newsletter befindet.

Fakten & MeinungenDiskutiere mit der E-Community

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
3 Comments
Oldest
Newest Most Voted
Inline Feedbacks
View all comments

Hier habe ich mal Daten eines der großen E-Lkws.

Typ: Futuricum FM Semi 40E (4x2T)

Gesamtgewicht: bis 44 t

Leergewicht (ohne Aufbau, abhängig von der Batteriegrösse): ab 8 t

Nutzlast (ohne Aufbau, abhängig von der Batteriegrösse): bis 32 t

Geschwindigkeit (elektronisch begrenzt): 86 km/h

Leistung: 500 kW / 680 PS

Übersetzung: 1-Gang Getriebe / Schalt- und Kupplungsfrei

Batterien: 255 bis 450 kWh (netto 217 bis 383 kWh)

Reichweite: 150 bis 250 km (geschätzt)

Gewicht Batterien: 1.770 bis 2.720 kg (Lithium-Ionen (NMC))

* Die Designwerkgroup nimmt einen über alle Anwendungsbereiche durchschnittlichen Verbrauch von 160 kWh / 100 km.

(Quelle: Futuricum.com)

Und hier Daten eines kleineren Lkws.

Typ: Futuricum FM Logistics 18E (4x2R)

Gesamtgewicht: bis zu 19 t

Leergewicht (ohne Aufbau, abhängig von der Batteriegrösse): ab 8 t

Nutzlast (ohne Aufbau, abhängig von der Batteriegrösse): bis 11 t

Geschwindigkeit (elektronisch begrenzt): 86 km/h

Leistung: 500 kW / 680 PS

Übersetzung: 1-Gang Getriebe / Schalt- und Kupplungsfrei

Batterien: 340 bis 900 kWh (netto 289 bis 765 kWh)

Reichweite*: 200 bis 500 km (geschätzt)

Gewicht Batterien: 2.330 bis 5.440 kg

* Die Designwerkgroup nimmt einen über alle Anwendungsbereiche durchschnittlichen Verbrauch von 160 kWh / 100 km

Was auffällt ist das 1-Gang-Getriebe (wie bei E-Autos), im Gegensatz dazu hat der Hyundai H2-Lkw ein Mehrganggetriebe (ATM S4500 – by Allison / 6 forward and 1 reverse speed – Quelle: hyundai-hm.com).

Das Getriebe (ATM S4500) beim H2-Lkw von Hyundai wiegt trocken ca. 400 kg plus ca. 40 Liter Öl.

Wird beim H2-Lkw von Hyundai alles H2-bedingte (Brennstoffzellenanlage inkl. Nebenaggregate, 7x H2-Tanks und Mehrganggetriebe) addiert, dann kommt auch einiges an Gewicht zusammen.

Beim H2-Lkw von Hyundai kommt ein aufwändiger (und auch teuerer) Leichtbau dazu, damit genug Nutzlast bleibt, während die batterie-elektrischen Futuricum-E-Lkws ein Standard-Lkw-Fahrgestell nutzen.

Beim Semi Truck von Tesla soll ein Leichtbau-Fahrgestell dafür sorgen, dass es keinen Verlust bei der Nuzlast gibt. Ich bin mal auf die ersten Fahrtests der Auto-Zeitschriften gespannt.

Je nach Batterie kommt der Futuricum bis zu 500 km Reichweite, ab 2025 dürften bis zu 1.000 km bei gleichem Batteriegewicht drin sein, wenn Schwefel-Lithium-Batterien in die Massenproduktion gehen.

Die batterie-elektrischen Lkws holen auf, da ist es fraglich, ob es Ende des Jahrzehnts in Europa überhaupt noch Hersteller von Wasserstoff-Lkws gibt und ob sich für asiatische H2-Lkws (z.B. die von Hyundai) überhaupt noch Abnehmer in Europa finden lassen.

Nichts deutet daraufhin, dass Schwefelbatterien ab 2025 in die Massenproduktion gehen könnten. Leider wohl eher ab 2030.

In Massenproduktion gehen sollen die Schwefel-Lithium-Batterien schon – laut LG – unsicher ist (laut de.motor1.com) noch, ob sie auch in E-Autos zu finden sein werden. Aber in 4 Jahren kann sich noch Einiges tun, da es offenbar Zweifel in Bezug auf Zyklenzahl und Leistung für E-Autos gibt.

Diese News könnten dich auch interessieren:

Renault stattet brasilianische Inselgruppe mit smarter, nachhaltiger Energie aus
Mercedes-Benz zeigt im Rahmen von „Lead in Electric“ auf IAA fünf neue E-Autos
Mercedes Trucks testet eEconic für die Müllabfuhr
3
0
Would love your thoughts, please comment.x
()
x

Deine Anmeldung zum Newsletter:
Ein letzter Schritt fehlt noch.

Vielen Dank für deine Anmeldung zum Newsletter von Elektroauto-News. Du erhältst in Kürze eine E-Mail, in der sich ein Link zur Freischaltung deiner E-Mail-Adresse befindet. Erst durch die Bestätigung des Links dürfen wir deine E-Mail-Adresse zum Versand unseres Newsletter freischalten (Double-Opt-In).