36.676 neue Anträge für Umweltbonus / Kaufprämie im Februar 2021

Copyright Abbildung(en): shutterstock / Lizenzfreie Stockillustrations-Nummer: 649316047

Bis zum 28. Februar 2021 gingen beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) 496.348 Förderanträge ein. Seit Ende Februar 2021 sind somit 36.676 Anträge neu hinzugekommen. Dieses Zahlen als Basis konnten die gestellten Kaufprämien-Anträge für Elektroautos und Plug-In-Hybride im Februar keinen neuen Höchststand gegenüber der Vormonate verzeichnen. Noch im Dezember 2020 wurde mit 58.365 Anträgen der bisherige Höchststand seit Auslobung des Umweltbonus erreicht. Auch im Vergleich zum Vormonat liegt man leicht unter der gestellten Anträgen. Dennoch ist die Nachfrage weiter vorhanden.

496.348 Umweltbonus-Anträge wurden bis Ende Februar 2021 gestellt

496.348 Umweltbonus-Anträge wurden bis Ende Februar 2021 beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) eingereicht. Die Anträge für Fahrzeuge mit Alternativem Antrieb haben sich somit im zweiten Monat des Jahres 2021 um die eingangs erwähnten 36.676 Anträge erhöht. Womit man zum zweiten Mal in Folge seit einigen Monate wieder einen Rückgang bei den gestellten Anträgen verzeichnen musste.

Im Detail sieht man, dass 18.051 Anträge für Elektroautos, 18.621 Anträge für Plug-in-Hybride sowie vier Förderanträge für Brennstoffzellen-Fahrzeuge dazugekommen sind. Sowohl bei den Anträgen für E-Autos und PHEV liegt man damit unter dem Vormonatsniveau. Wobei die Teilzeitstromer an. Die Anzahl der Anträge für Brennstoffzellen-Autos ist im Vergleich zum Vormonat gleichgeblieben.

288.076 Anträge für reine E-Autos, 208.086 für Plug-in-Hybride und 186 für Brennstoffzellen-Fahrzeuge

288.076 Anträge für reine E-Autos, 208.086 für Plug-in-Hybride und 186 für Brennstoffzellen-Fahrzeuge – so lautet die Bilanz aller bisher gestellten Umweltbonus-Anträge, welche in Summe 496.348 Anträge auf die Kaufprämie für Fahrzeuge mit Alternativem Antrieb ergeben. Seit Februar 2020 gibt es mehr Geld, wenn ein E-Auto unter einem Listenpreis von 40.000 Euro erworben wird. 6.000 Euro statt 4.000 Euro werden nun vom Kaufpreis erstattet. Bei Plug-In-Hybride in dieser Preisklasse gibt es künftig 4.500 Euro statt 3.000 Euro. Für Elektroautos mit einem Listenpreis über 40.000 Euro wird der Zuschuss für reine E-Autos künftig bei 5.000 Euro liegen, für Plug-in-Hybride bei 4.000 Euro.

Die Prämie wird hierbei zu gleichen Teilen vom Bund und dem jeweiligen Hersteller getragen. Bei Hybridfahrzeugen gilt es allerdings zu beachten, ob sich diese an der Steckdose laden lassen oder nicht. Somit greift der Umweltbonus lediglich für die sogenannten Plug-In-Hybride. Zudem ist es mittlerweile Tatsache, dass die Kaufprämien für den Kauf klima- und umweltfreundlicher Elektrofahrzeuge verdoppelt wurde. Die vorgesehene Erhöhung der Elektroauto-Kaufprämie auf bis zu 9.000 Euro ist rückwirkend zum 4. Juni, also dem Tag des Beschlusses, in Kraft getreten. Es ist daran zu denken, dass lediglich der Anteil der Bundesregierung verdoppelt wurde. Die Hersteller bleiben ihrem Umweltbonus-Anteil weiterhin treu.

Anträge nach Antragsteller im Detail im Februar 2021

Wie sich die bereits gestellten Anträge im Einzelnen verteilen, haben wir in einem der vorherigen Abschnitte erfahren. Interessant ist allerdings auch die Tatsache, wer den eigentlich die Anträge für den Umweltbonus stellt. Gestellt werden kann der Antrag für die Kaufprämie für E-Autos sowohl von Privatpersonen, als auch Unternehmen, Stiftungen, Körperschaften und Vereine werden. Nachfolgend betrachten wir im Detail, wie sich die gestellten Anträge auf die einzelnen Antragssteller aufteilen. Hierdurch ergibt sich folgendes Bild.

  • Privatperson: 206.834
  • Freiberuflich tätige Person: 1
  • Unternehmen: 279.528
  • Unternehmen mit kommunaler Beteiligung: 2.490
  • Verein: 820
  • Eingetragener Verein, gemeinnütziger Investor: 1.368
  • Kommunale Betriebe: 1.221
  • Kommunaler Zweckverband: 204
  • Kirche, kirchl. Einrichtung, anerkannte Religionsgem.: 1
  • Stiftung: 284
  • Körperschaft: 3.594
  • Eingetragene Genossenschaften: 1
  • Einzelunternehmer: 2

Das Verhältnis von Unternehmen zu Privatpersonen behält weiterhin eine starke Ausprägung zum Vorteil der Unternehmen bei (~56%). Mag daran liegen, dass es eine Steuerentlastung für Elektro-Dienstwagen gibt. Denn der Bundesrat hat der von der Bundesregierung vorgeschlagenen Förderung von Elektrofahrzeugen bei der Dienstwagenbesteuerung zugestimmt. Die Dienstwagenregelung wurde zudem, mit Wirkung vom 31. Juli 2019, bis Ende 2030 verlängert und sogar auf 0,25 Prozent-Punkte herabgesenkt.

Umweltbonus-Ranking der Hersteller und Modelle im Februar 2021

Betrachtet man die Anzahl der gestellten Anträge für den Umweltbonus nach Hersteller ergibt sich folgendes Bild im Februar 2021: An vorderster Front steht weiterhin VW (73.507 Anträge). Diese konnten auch Anfang des neuen Jahres Renault (56.161), als auch BMW (53.814) hinter sich lassen. Dabei muss man erwähnen, dass die beiden Automobiler auf Rang zwei und drei den Abstand aufeinander ziemlich gewahrt haben.

Auf Abstand zu BMW folgt Mercedes-Benz mit derzeit 51.182 Anträgen auf den Umweltbonus. Abermals können die Stuttgarter einen Zuwachs verzeichnen, welcher sie näher an BMW heranbringt. Ausschlaggebend hierfür ist die Plug-In-Hybrid-Offensive des Herstellers. Dahinter folgt die Konzerntochter smart mit 32.276 Anträgen. Hyundai platziert sich mit 28.463 Anträgen auf den Umweltbonus. Dahinter folgt nicht, wie noch im Vormonat Tesla (26.767 Anträge), sondern Audi mit 27.230 Antragsstellungen auf den Umweltbonus. Hinter Tesla reihen sich KIA mit 20.228 Anträgen sowie Mitsubishi (19.843) ein. Beim Ranking der Anträge für den Umweltbonus für einzelne Modelle ergibt sich im Februar 2021 folgendes Bild:

Betrachten wir die gestellten Anträge je Bundesland ergibt sich folgendes Bild:

  • Baden-Württemberg: 81.629
  • Bayern: 90.849
  • Berlin: 14.666
  • Brandenburg: 9.818
  • Bremen: 2.676
  • Hamburg: 10.258
  • Hessen: 39.295
  • Mecklenburg-Vorpommern: 4.111
  • Niedersachsen: 43.341
  • Nordrhein-Westfalen: 125.581
  • Rheinland-Pfalz: 22.717
  • Saarland: 5.216
  • Sachsen: 13.435
  • Sachsen-Anhalt: 6.362
  • Schleswig-Holstein: 17.629
  • Thüringen: 8.679
  • Sonstiges (Ausland): 86

Weitere Informationen findest du direkt hier beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa)

Über den Autor

Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

Newsletter

Erhalte jeden Montag, Mittwoch und Freitag aktuelle Themen wie „36.676 neue Anträge für Umweltbonus / Kaufprämie im Februar 2021“ sowie die neusten Informationen aus der Welt der Elektromobilität kostenfrei direkt ins eigene Postfach. Kuratiert aus einer Vielzahl von Webseiten und Blogs.
Ja, ich möchte den gratis E-Mail-Newsletter von Elektroauto-News.net abonnieren. Die Datenschutzerklärung habe ich gelesen. Die Einwilligung zum Versand des Newsletters kann jederzeit widerrufen werden. Hierzu reicht es auf den Abmeldelink zu klicken, welcher sich in jedem Newsletter befindet.

Fakten & MeinungenDiskutiere mit der E-Community

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
5 Comments
Oldest
Newest Most Voted
Inline Feedbacks
View all comments

Kaum kommen mal keine Schiffe mit Teslas aus den USA oder China, gehen die verkauften BVS in Europa irgendwie deutlich zurück – komisch – verstehe ich gar nicht.

🙂

Im Februar ist mindestens ein Schiff mit Teslas aus San Francisco angekommen, nämlich die Horizon Leader. Auf dem Schiff war mein Model 3 LR drauf. EZ war am 05.02.21 und der Umweltbonus wurde am 06.02.21 beantragt.
Eine Rückmeldung vom Bafa habe ich allerdings noch nicht. Die sind wohl noch mit alten Fällen aus dem letzten Jahr beschäftigt und natürlich mit den Spezialisten, die vor der Zulassung schon den Antrag gestellt haben. Ich rechne nicht vor Mai mit einem Bescheid.

Ein Schiff ist kein Schiff 🙂
Wissen Sie, wieviele Teslas da ungefähr drauf waren?
Glückwunsch zum Kauf und allzeit gute Fahrt:-)

Es passen ca. 6.000 – 7.000 Fahrzeuge auf ein Schiff dieser Größe. Das bedeutet natürlich nicht, dass die Kapazität zu 100% ausgeschöpft war, allerdings hat sowohl das Beladen, als auch das Entladen ca. 24 Stunden gedauert. Es wird also schon eine größere Anzahl gewesen sein. Die Fahrzeuge sind natürlich für den europäischen Gesamtmarkt gedacht und verteilen sich folglich auf viele Länder. Zudem verkauft Tesla bekanntlich vom fahrenden Schiff und einige der Fahrzeuge wurden vielleicht erst im März zugelassen.

Jedenfalls war bei Tesla in Düsseldorf einiges los. Willkommen in der Auslieferungshölle!

Der Einfluss dieser Lieferungen hält sich rein mathematisch in Grenzen. Die BEV-Anteile von Tesla sind in Europa inzwischen marginal (und sinkend). 2020 waren es 13.4% bei den BEV und 7.3% bei den Elektromobilen generell. Die Statistik wurde vor gut einem Monat hier publiziert.

Diese News könnten dich auch interessieren:

Toyota testet Wasserstoff-Verbrenner im GR Yaris
Nissan baut E-Auto-Schnellladenetz in Deutschland und Europa weiter aus
Uniti One: Update zum E-Kleinwagen aus Schweden
5
0
Would love your thoughts, please comment.x
()
x

Deine Anmeldung zum Newsletter:
Ein letzter Schritt fehlt noch.

Vielen Dank für deine Anmeldung zum Newsletter von Elektroauto-News. Du erhältst in Kürze eine E-Mail, in der sich ein Link zur Freischaltung deiner E-Mail-Adresse befindet. Erst durch die Bestätigung des Links dürfen wir deine E-Mail-Adresse zum Versand unseres Newsletter freischalten (Double-Opt-In).