Tesla Q2 2021: 12 Milliarden Dollar Umsatz und 1,14 Milliarden Dollar Gewinn

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Tesla konnte im Q2/2021 ein weiteres Blockbuster-Quartal abliefern. Ausgeliefert wurden 201.250 Fahrzeuge, wobei Tesla im April, Mai und Juni in Summe insgesamt 206.421 Fahrzeuge gefertigt hat. Dies bedeutet für den amerikanischen Elektroauto-Hersteller den dritten Quartalsrekord in Folge. Im zweiten Quartal konnte der amerikanische Hersteller seinen Umsatz auf 11,96 Milliarden US-Dollar steigern, bei einem Nettogewinn von rund 1,14 Milliarden US-Dollar.

Zwei Jahre ist Tesla nun ununterbrochen in den schwarzen Zahlen. Der Großteil des Umsatzes entfiel mit 10,21 Milliarden Dollar auf das Automobilsegment. 354 Millionen Dollar davon wurden durch den Verkauf sogenannter CO2-Kredite an Hersteller mit weniger umweltfreundlichen Pkw zum Verbessern ihrer CO2-Bilanz verdient. Im ersten Quartal lag der Anteil der CO2-Emissionskredite noch bei rund einer halben Milliarde US-Dollar. Positiv hervorzuheben ist die Tatsache, dass der Automobilhersteller seine operative Marge von 5,7 auf 11,0 Prozent steigern konnte.

Den Anstieg des Ergebnis führt Tesla auf das Volumenwachstum sowie die internen Kostensenkungen zurück. Zudem könnte das Ergebnis noch besser sein, man habe aber bereits entsprechend Negativposten in Abzug gebracht. Hierzu zählen beispielsweise die Ramp-Up-Kosten für das Model S und Model X, zusätzliche Kosten für die Lieferkette (Chip-Mangel, Bitcoin-bezogene Wertminderungen in Höhe von 23 Millionen US-Dollar und eine fällige Prämie an CEO Elon Musk im Wert von 176 Millionen US-Dollar.

Tesla selbst äußerte sich im Geschäftsbericht wie folgt zum 2. Quartal: „Die öffentliche Stimmung und Unterstützung für Elektroautos scheint an einem noch nie dagewesenen Wendepunkt zu sein. Wir arbeiten weiterhin hart daran, die Kosten zu senken und unsere Produktionsrate zu erhöhen, um Elektroautos für so viele Menschen wie möglich zugänglich zu machen.“

Vom Tesla Model 3 und dem Elektro-SUV Model Y verließen in den letzten drei Monaten 204.081 Exemplare die Werkshallen, 199.360 Fahrzeuge wurden ausgeliefert. Wirft man einen Blick zurück, zeigt sich, dass für den bisherigen Auslieferungsrekord im Q1 2021 mit 184.800 Fahrzeugen ausschließlich das Model 3 und Model Y verantwortlich waren. Im 2. Quartal ist die Fertigung des Model X und Model S wieder angelaufen, wenn auch langsam. In der Mitteilung zum zweiten Quartal führt Tesla wieder 2.340 gebaute und 1.890 ausgelieferte Model S/X auf, welche in die Statistik einfließen.

Die Einführung seines ersten Lkw Semi verschiebt Tesla auf 2022, bereits zuvor kam es hier immer wieder zu Verzögerungen. Man wolle sich auf die neuen Fabriken (Giga Berlin und Giga Shanghai) konzentrieren, außerdem seien nur begrenzt Batteriezellen verfügbar, hinzu kämen die Herausforderungen in der globalen Lieferkette, so das Unternehmen.

Quelle: Tesla – Q2 2021 Update

Über den Autor

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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well done 1+

Besser als erwartet. Wobei die Firma für ihre Zahlenakrobatik bekannt ist.
Und, der Gewinn entspricht in etwa dem, was die Steuerzahler in einigen wichtigen Absatzmärkten als Zuschüsse dazuzahlen.
So gesehen zahlt der deutsche, chinesische oder kalifornische Fahrer eines Diesel-Kleinwagens dem Elon seinen Gewinn. Tapfer, tapfer.

Das schönste dabei: EM & T liegt erst riiiichtig los…warten wir Q4 ab… 😉

Last edited 5 Monate zuvor by Tom62

Ich würde dem Quartalsergebnis eine 2- geben. Klasse Gewinn und Umsatz. Aber der Wettbewerb wächst um > 100%. Müsste da nicht mal eine weitere Gigafactory angekündigt werden? Deren Bau dauert ja einige Monate (im Ausland; in Deutschland ein paar Jahre). Dass keine neue angekündigt wird, halte ich für ein schlechtes Zeichen.

Last edited 5 Monate zuvor by Jan

Hervorheben möchte ich diesen Punkt – falls er übersehen wurde.

Die Einführung seines ersten Lkw Semi verschiebt Tesla auf 2022, bereits zuvor kam es hier immer wieder zu Verzögerungen. Man wolle sich auf die neuen Fabriken (Giga Berlin und Giga Shanghai) konzentrieren, außerdem seien nur begrenzt Batteriezellen verfügbar, hinzu kämen die Herausforderungen in der globalen Lieferkette, so das Unternehmen.

Die Verschiebung auf 2022 ist kein Beinbruch.

Lediglich ein Lkw und zwei Sattelzugmaschinen mit Wasserstoffantrieb waren laut Kraftfahrt-Bundesamt Anfang vergangenen Jahres in Deutschland zugelassen. Neuere Zahlen liegen noch nicht vor, doch nach allem, was aus der Branche zu hören ist, wären sie kaum höher.

»Es geht dabei auch um die Wasserstoffqualität«, sagt Sens. »Brennstoffzellen sind empfindlich und funktionieren heute nur mit hochreinem Wasserstoff.

Außerdem wird an Wasserstoff-Tanksystemen gearbeitet, die ein guter Kompromiss aus Größe, Gewicht und Kosten sind. Mit mehr Aufwand lässt sich mehr Wasserstoff in einen Tank pressen, doch das kann teuer sein.

Zahlreiche Hersteller haben sich beim Wasserstoff ambitionierte Ziele gesetzt und Projekte gestartet:

Der schwedische Hersteller Scania taucht in dieser Auflistung nicht auf – obwohl er Anfang 2020 ein Pilotprojekt mit fünf Wasserstoff-Lkw startete. Jetzt erklärte Scania: Obwohl Wasserstoff ein »vielversprechender Energieträger« sei, werde man sich auf batterieelektrische Lastwagen konzentrieren. Die seien effizienter, robuster und billiger. Damit beschreiten die Schweden einen Sonderweg – wie auch US-Elektroautobauer Tesla mit dem Semi.

(Quelle: spiegel.de – März 2021)

Die H2-Lkws haben mit teuerer und empfindlicher Technik zu kämpfen, ebenso mit Problemen bei den H2-Tanks und sie brauchen ebenfalls Batterien, mehr als bisher gedacht, was sie noch teuerer macht.

Tesla baut die Batterieproduktion aus und arbeitet preiswerteren Batterien, beides wichtige Punkte, um eine große Zahl von günstigen Semi Trucks auf die Strasse zu bringen – ob H2-Lkws da mithalten können?

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