Tesla Q2 2021: 12 Milliarden Dollar Umsatz und 1,14 Milliarden Dollar Gewinn

Copyright Abbildung(en): Eric Glenn / Shutterstock.com

Tesla konnte im Q2/2021 ein weiteres Blockbuster-Quartal abliefern. Ausgeliefert wurden 201.250 Fahrzeuge, wobei Tesla im April, Mai und Juni in Summe insgesamt 206.421 Fahrzeuge gefertigt hat. Dies bedeutet für den amerikanischen Elektroauto-Hersteller den dritten Quartalsrekord in Folge. Im zweiten Quartal konnte der amerikanische Hersteller seinen Umsatz auf 11,96 Milliarden US-Dollar steigern, bei einem Nettogewinn von rund 1,14 Milliarden US-Dollar.

Zwei Jahre ist Tesla nun ununterbrochen in den schwarzen Zahlen. Der Großteil des Umsatzes entfiel mit 10,21 Milliarden Dollar auf das Automobilsegment. 354 Millionen Dollar davon wurden durch den Verkauf sogenannter CO2-Kredite an Hersteller mit weniger umweltfreundlichen Pkw zum Verbessern ihrer CO2-Bilanz verdient. Im ersten Quartal lag der Anteil der CO2-Emissionskredite noch bei rund einer halben Milliarde US-Dollar. Positiv hervorzuheben ist die Tatsache, dass der Automobilhersteller seine operative Marge von 5,7 auf 11,0 Prozent steigern konnte.

Den Anstieg des Ergebnis führt Tesla auf das Volumenwachstum sowie die internen Kostensenkungen zurück. Zudem könnte das Ergebnis noch besser sein, man habe aber bereits entsprechend Negativposten in Abzug gebracht. Hierzu zählen beispielsweise die Ramp-Up-Kosten für das Model S und Model X, zusätzliche Kosten für die Lieferkette (Chip-Mangel, Bitcoin-bezogene Wertminderungen in Höhe von 23 Millionen US-Dollar und eine fällige Prämie an CEO Elon Musk im Wert von 176 Millionen US-Dollar.

Tesla selbst äußerte sich im Geschäftsbericht wie folgt zum 2. Quartal: „Die öffentliche Stimmung und Unterstützung für Elektroautos scheint an einem noch nie dagewesenen Wendepunkt zu sein. Wir arbeiten weiterhin hart daran, die Kosten zu senken und unsere Produktionsrate zu erhöhen, um Elektroautos für so viele Menschen wie möglich zugänglich zu machen.“

Vom Tesla Model 3 und dem Elektro-SUV Model Y verließen in den letzten drei Monaten 204.081 Exemplare die Werkshallen, 199.360 Fahrzeuge wurden ausgeliefert. Wirft man einen Blick zurück, zeigt sich, dass für den bisherigen Auslieferungsrekord im Q1 2021 mit 184.800 Fahrzeugen ausschließlich das Model 3 und Model Y verantwortlich waren. Im 2. Quartal ist die Fertigung des Model X und Model S wieder angelaufen, wenn auch langsam. In der Mitteilung zum zweiten Quartal führt Tesla wieder 2.340 gebaute und 1.890 ausgelieferte Model S/X auf, welche in die Statistik einfließen.

Die Einführung seines ersten Lkw Semi verschiebt Tesla auf 2022, bereits zuvor kam es hier immer wieder zu Verzögerungen. Man wolle sich auf die neuen Fabriken (Giga Berlin und Giga Shanghai) konzentrieren, außerdem seien nur begrenzt Batteriezellen verfügbar, hinzu kämen die Herausforderungen in der globalen Lieferkette, so das Unternehmen.

Quelle: Tesla – Q2 2021 Update

Über den Autor

Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

Newsletter

Erhalte jeden Montag, Mittwoch und Freitag aktuelle Themen wie „Tesla Q2 2021: 12 Milliarden Dollar Umsatz und 1,14 Milliarden Dollar Gewinn“ sowie die neusten Informationen aus der Welt der Elektromobilität kostenfrei direkt ins eigene Postfach. Kuratiert aus einer Vielzahl von Webseiten und Blogs.
Ja, ich möchte den gratis E-Mail-Newsletter von Elektroauto-News.net abonnieren. Die Datenschutzerklärung habe ich gelesen. Die Einwilligung zum Versand des Newsletters kann jederzeit widerrufen werden. Hierzu reicht es auf den Abmeldelink zu klicken, welcher sich in jedem Newsletter befindet.

Fakten & MeinungenDiskutiere mit der E-Community

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
31 Comments
Oldest
Newest Most Voted
Inline Feedbacks
View all comments

well done 1+

Bravo Tesla – weiter so !!!
🙂

Besser als erwartet. Wobei die Firma für ihre Zahlenakrobatik bekannt ist.
Und, der Gewinn entspricht in etwa dem, was die Steuerzahler in einigen wichtigen Absatzmärkten als Zuschüsse dazuzahlen.
So gesehen zahlt der deutsche, chinesische oder kalifornische Fahrer eines Diesel-Kleinwagens dem Elon seinen Gewinn. Tapfer, tapfer.

Sie bekommen heute von mir die Goldmedaille:

FUDL- König des Tages

für alle Unwissenden:

F = fear (Angst)
U = uncertainty (Unsicherheit)
D = doubt (Zweifel)
L = lies (Lügen)

super Versuch, aber damit werden Sie den Siegeszug von Tesla auch nicht aufhalten 😉

Können Sie das mit Fakten unterlegen? Bisher zahlt die örtliche Bevölkerung mit ihrer Gesundheit beim Einatmen von Diesel und Benziner Abgasen und der ganze Planet durch die Folgen der Co2 Emissionen und den damit verbundenen Kosten für den Klimawandel.

Ich sehe auch deutliche Vorteile für Elektrische Kleinwagen, deren Besitzer von deutlich geringeren Betriebskosten über die vollständige Fahrzeug Lebensdauer profitieren.
Es ist schwierig geworden, echte und belastbare Vorteile von Hubkolben Expansionsmaschienen zu finden.

Wozu genau wollen Sie Fakten?
Ein BEV wird in vielen Länder, u.a. in den erwähnten, mit grossen Beträgen subventioniert. Nebst verschiedenen Begünstigungen gibt es namhafte direkte Zuschüsse, oft so in der Grösse von 6’000 Euro. Das sind etwa 10% des Fahrzeugpreises. Dieses Geld wird vom Steuerzahler erbracht und landet schliesslich bei den Einnahmen der BEV-Anbieter (oder wo dachten Sie sonst?). Ohne diese Zuschüsse würde der BEV-Anbieter weniger Fahrzeuge verkaufen oder weniger verdienen.
Die Zuschüsse werden in den meisten Staaten durch verschiedene Belastungen der Verbrenner-Fahrzeuge wieder eingenommen. Zuerst einmal sind ca. 2/3 des Brennstoffpreises Steuern. Dann wird der CO2-Flotten-Verbrauch besteuert.
Diese hier nicht vollständig geschilderten Mechanismen führen dazu, dass schliesslich der tendenziell eher weniger verdienende Verbrenner-Fahrer die tendenziell eher besser verdienenden BEV-Fahrer, bzw. deren Anbieter, finanziert. Das kennt man auch in anderen Bereichen. Der normale Steuerzahler finanziert z.B. zu wesentlichen Teilen den Opernbesuch der paar eher reichen Opernbesucher.
Das sind einfach mal Fakten und es ist damit nichts darüber gesagt, ob das im Sinne eines höheren Zieles richtig oder falsch, bzw. politisch erwünscht ist oder nicht. In diesem Fall ist es das erklärte Ziel der Länder, auf diese Weise Anreize für den Wechsel auf CO2-ärmere Verkehrsmittel zu setzen, was ich richtig finde, wenn man es richtig macht.
Ob es aber tatsächlich der Weisheit letzter Schluss ist, dass ein deutsche Arbeiter, der einen kleinen Diesel fährt, schliesslich ein in China mit Kohlestrom produziertes Auto einer amerikanischen Firma mitfinanziert, darüber lässt sich m.E. schon streiten.

Der Steuerzahler trägt auch die Kosten für das Verbuddeln des Atommülls, das Verbrennen der schmutzigen Kohle, die Kosten der zunehmenden Überschwemmungen und Dürren, die Krankheitskosten durch Verbrennerlärm – warum nicht mal für Umweltschutz zahlen?

Die Verbrenner werden schon reichlich subventioniert.

Dieselprivileg und Kerosinsteuer­befreiung:

2020 nahm der Bund 8 Milliarden Euro weniger ein

Berlin. Die steuerliche Bevorzugung von Dieselkraftstoffen gegenüber Benzin hat im vergangenen Jahr zu Steuermindereinnahmen von mindestens 6,3 Milliarden Euro geführt. Das geht aus einer Antwort des Bundesfinanz­ministeriums auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Bundestags­fraktion hervor. Sie liegt dem Redaktions­Netzwerk Deutschland (RND) vor.

Durch die Energie­steuer­befreiung für Luftfahrt­betriebsstoffe für Flüge im innerdeutschen Flugverkehr nahm der Bund 2020 laut Papier des Bundesfinanz­ministeriums rund 584 Millionen Euro weniger ein.

(Quelle: rnd.de – März 2021)

Der E-Auto-Fördertopf ist nur halb so groß.

Nach Altmaiers Angaben sind seit Beginn der Umweltprämie mehr als 530.000 Fahrzeuge gefördert und rund 2,1 Milliarden Euro an Förderung ausbezahlt worden. Laut dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), das die Anträge für den Umweltbonus bearbeitet, beträgt das vorgesehene Fördervolumen für die E-Auto-Prämie insgesamt 6,18 Milliarden Euro. Davon kommen 2,09 Milliarden Euro von den Autoherstellern. Das vom Bund bereitgestellte Fördervolumen liegt inklusive der Erhöhung bei 4,09 Milliarden Euro.

(Quelle: tagesschau.de – Juli 2021)

Auch wenn es eigentlich schade um die Zeit ist, auf solch eine unsinnige Argumentation einzugehen, mach ich es trotzdem, um nicht immer solche schwachsinnigen Theorien unkommentiert stehen zu lassen.

„Die Verbrenner werden schon reichlich subventioniert. Dieselprivileg und Kerosinsteuer­befreiung: 2020 nahm der Bund 8 Milliarden Euro weniger ein“

Wenn eine Steuer nicht erhoben wird oder geringer ausfällt ist das keine Subvention. Eine Subvention liegt dann vor, wenn Geld für ein bestimmtes Ziel dazu gegeben wird.

Man könnte sonst auch argumentieren, dass der Staat die deutschen Steuerzahler subventioniert, weil er die Umsatzsteuer nicht auf 24% wie in Griechenland oder 25% wie in Schweden oder 27% wie in Ungarn angehoben hat.

Man könnte dann auch sagen, dass die Geringverdiener vom Staat subventioniert werden, weil sie keine oder nur geringe Steuern zahlen.

Was man dabei immer unter den Tisch fallen lässt, ist die Tatsache, dass die Kfz-Steuer für Diesel-PKW höher ist als für Benziner, so dass erst ab einer hohen Fahrleistung die Kilometerkosten sinken.

Weiter würde sich eine Erhöhung der Besteuerung von Diesel auch auf die Preisentwicklung auswirken, da nach wie vor mehr als 99,99% des Straßentransports mit Diesel-LKW stattfindet. Eine höhere Besteuerung hätte auch keine Auswirkung auf den Verbrauch, da die Waren trotzdem transportiert werden müssen.
Die sogenannte Umweltprämie für sogenannte emissionsfreie Fahrzeuge trägt in den nächsten Jahren kein bisschen zur Verringerung des Einsatzes von fossilen Energieträgern bei, da sowohl über das ganze Jahr gesehen ein absoluter Mangel an Energie aus erneuerbaren Quellen (Anteil kleiner 50%) herrscht und auch nur in gerade einmal reichlich 42 Stunden über das gesamte Jahr 2020 gesehen zu 100% geliefert werden konnte. In der restlichen Zeit müssen konventionelle Kraftwerke die Stromlücke füllen, die durch E-Autos vergrößert bzw. die Verringerung verzögert wird. Zudem muss für die Herstellung der Elektroautos mehr Energie aufgewendet werden.
Die derzeit angesagten Maßnahmen sind die Erhöhung der Nutzung erneuerbarer Energien durch Aufbau von Solaranlagen und Windkraftnutzung, Stromleitungen für bessere Verteilung von Überschussgebieten in Mangelgebiete an Erneuerbaren und Ausbau von Speichermöglichkeiten.
Die sogenannte Umweltprämie würde in der Förderung von Speichern für das Netz viel mehr positive Wirkung haben, als bei der Förderung der zusätzlichen Stromverbrauchergruppe Elektroauto. Die Nachnutzung der Schrottakkus aus ausgedienten Elektroautos (gern als Second Life bezeichnet) bleibt hinter den Möglichkeiten, die man hätte, zurück. Man hätte bei Einsatz von vielen neuen Akkus im Netz wenigstens mehr Konkurrenz bei der Primärregelleistung, was zu fallenden Preisen führt und sich positiv auf den Strompreis auswirken würde.

Das schönste dabei: EM & T liegt erst riiiichtig los…warten wir Q4 ab… 😉

Last edited 2 Monate zuvor by Tom62

1+ 🙂

Thx, & btw. was die SUCs – Öffnung für den Rest der Welt anbelangt ; Teslarati ist zu empfehlen..;)

Add. Kein „walled garden“ ( im Gegenteil zu Apple) zu sein war EM besonders wichtig… sorry4ot

Ich würde dem Quartalsergebnis eine 2- geben. Klasse Gewinn und Umsatz. Aber der Wettbewerb wächst um > 100%. Müsste da nicht mal eine weitere Gigafactory angekündigt werden? Deren Bau dauert ja einige Monate (im Ausland; in Deutschland ein paar Jahre). Dass keine neue angekündigt wird, halte ich für ein schlechtes Zeichen.

Last edited 2 Monate zuvor by Jan

Indien & GB in der Pipeline…

Immer langsam mit den jungen Pferden;
Wenn alle bestehenden Fabriken ganz hochgefahren sind Berlin also mit etwa 2 Millionen Fahrzeuge pro Jahr und Austin zwischen zwei und drei Millionen, dann sprechen wir von 5-6 Millionen Fahrzeugen wahrscheinlich schon ab Ende 2023.
Das sind immerhin wahrscheinlich mehr Fahrzeuge als BMW und Daimler gemeinsam produzieren dann bleibt immer noch genug Zeit ein bis zwei Jahre später die 8 Millionen von VW zu knacken.
Und was die Geschwindigkeit der Factories betrifft – wird der „Umweltschutz von Deutschland wahrscheinlich nur noch von Singapur und der Schweiz zu topen sein (wenn dies überhaupt möglich ist) – in allen andern über 150 Ländern dieser Welt wird die Fabrik wesentlich schneller stehen und produzieren 😉

Sie ticken schon fast wie das grosse Vorbild: mal 4 ist nur leicht übertrieben.
Wie kommen Sie auf die 2 Mio Fahrzeuge bei Berlin? Hatten Sie eine Erscheinung? Nach allen publizierten Angaben dazu, sollen es beim vollständigen Ausbau gemäss bisheriger Eingabe maximal 500’000 Fahrzeuge. Das ist der Plan, nach dem man ab diesem Juli schon eine Jahresproduktion von 100’000 fährt. Haben Sie da einen Geheimplan, wie man in gut 2 Jahren schon das Vierfache der bisherigen Planzahlen produziert?

Erst informieren – dann kommentieren
Googeln Sie doch einmal 🙂

Oder für Leute die nicht lesen können oder wollen – einfach mal versuchen
YouTube: 2 Millionen Tesla Berlin

Denken Sie tatsächlich, dass eine Institution namens ‚Tesla Economist‘ Gewähr für eine seriöse und ausgewogene Berichterstattung bietet?
Für Sie ist das vielleicht die Realität, wenn der Autor da seine Erkenntnisse einleitet mit ‚a lot of ideas are flooding into my head‘. Das wären dann eben die berühmten alternativen Fakten, hier der esoterischen Art.

Hab mir trotzdem mal einen Teil angeschaut. Unglaublich.
Wenn Sie das in der Rubrik ‚informieren‘ einordnen, dann haben wir echt ein Problem. Das ist pures sektenartiges Gequasel in der Art der amerikanischen alternative-Fakten-Produzenten. Sorry, völlig jenseits, über solche Quellen rede ich nicht.

Ja so ist das mit der Quellenkritik- ich verrate Ihnen mal ein Geheimnis:
Versuchen Sie es doch einmal mit mehr als einer Quelle – eventuell noch aus verschiedenen Ländern im besten Fall gar mit Quellen verschiedener Kontinente.
Oder kurz: Verlassen Sie doch einmal die Bubble deutscher Berichterstattung und deren „Quellen“
Manchmal verändert das die Perspektive des eigenen Tellerrandes 🙂

Ich lese täglich 2 Schweizer Zeitungen und schaue den Spiegel und die New York Times durch. Dazu jede Menge seriöse Fach-Publikationen. Da brauche ich keine alternativen Quellen von durchgedrehten Tesla-Fanboys.
Ihre 6 Mio bis Ende 2023 sind doch einfach feuchte Bubenträume, die in einer Blase verstärkt werden.

Wenn Sie sich in einigen Jahren (und wenn es 2025 wird) noch an diesen Threat erinnern können, werden Sie den Wert von Quellen und Analysten verstehen, die nicht Mainstream sind.
Im Alter wird man geistig manchmal leider träge – ich habe da auch schon zu kämpfen 🙂

Es gibt recht objektive Kriterien für Qualitäts-Medien. Zum Beispiel, dass sie einen Ruf zu verlieren haben, der viel Geld wert ist.
Die Tatsache, dass ein Medium das sagt, was Sie hören wollen, gehört nicht zu diesen Kriterien.
Aber ich weiss aus vielen anderen Erfahrungen, das diese Diskussion sinnlos ist.

Klar – deswegen verkauft sich der „Blick“ und die „BILD“ so gut – die haben auch ganz viel Angst um ihren Ruf!
If it bleeds, it leads !
Denken Sie mal darüber nach – und dann noch über den Zusammenhang zwischen Werbeeinnahmen / Ast / sägen 😉

Bei geringen Stückzahlen ist 100% Wachstum einfach zu erreichen. Schwieriger wird es bei höheren Produktionszahlen. Immer daran denken, % Zahlen sind relativ!
Wer gut informiert ist weiß, dass Tesla langfristig plant und sich große Mengen an Rohstoffen für BEV gesichert hat. Viele Neue BEV Hersteller haben enorme Probleme mit Lieferbarkeit, durch das große Wachstum wird sich das auch nicht verbessern.
Zusätzlich muss man bedenken, dass die großen Kosteneinsparungen durch Chassis Druckguss, lokale Produktion und tragendes Batteriepack erst noch kommen. Da Tesla jetzt schon 11% Ebit erreicht und CO2 Credits keine große Rolle mehr spielen, kann Tesla einer der profitabelsten Auto Hersteller werden. Zumindest ist genügen Spielraum über Preisanpassungen möglich um weiteres Wachstum zu ermöglichen. Da Crossover Modelle gerade in Europa beliebt sind, wird das Model Y eine große Rolle spielen. Zudem ist ein massentaugliches Model 2 in Planung. Die neueste FSD Beta in USA sieht sehr vielversprechend aus.
Im Moment habe ich den Eindruck, als zieht sich die Schlinge für die anderen Hersteller weiter zu. Aber das kann sich auch wieder ändern.

Last edited 2 Monate zuvor by Peter

Hervorheben möchte ich diesen Punkt – falls er übersehen wurde.

Die Einführung seines ersten Lkw Semi verschiebt Tesla auf 2022, bereits zuvor kam es hier immer wieder zu Verzögerungen. Man wolle sich auf die neuen Fabriken (Giga Berlin und Giga Shanghai) konzentrieren, außerdem seien nur begrenzt Batteriezellen verfügbar, hinzu kämen die Herausforderungen in der globalen Lieferkette, so das Unternehmen.

Die Verschiebung auf 2022 ist kein Beinbruch.

Lediglich ein Lkw und zwei Sattelzugmaschinen mit Wasserstoffantrieb waren laut Kraftfahrt-Bundesamt Anfang vergangenen Jahres in Deutschland zugelassen. Neuere Zahlen liegen noch nicht vor, doch nach allem, was aus der Branche zu hören ist, wären sie kaum höher.

»Es geht dabei auch um die Wasserstoffqualität«, sagt Sens. »Brennstoffzellen sind empfindlich und funktionieren heute nur mit hochreinem Wasserstoff.

Außerdem wird an Wasserstoff-Tanksystemen gearbeitet, die ein guter Kompromiss aus Größe, Gewicht und Kosten sind. Mit mehr Aufwand lässt sich mehr Wasserstoff in einen Tank pressen, doch das kann teuer sein.

Zahlreiche Hersteller haben sich beim Wasserstoff ambitionierte Ziele gesetzt und Projekte gestartet:

Der schwedische Hersteller Scania taucht in dieser Auflistung nicht auf – obwohl er Anfang 2020 ein Pilotprojekt mit fünf Wasserstoff-Lkw startete. Jetzt erklärte Scania: Obwohl Wasserstoff ein »vielversprechender Energieträger« sei, werde man sich auf batterieelektrische Lastwagen konzentrieren. Die seien effizienter, robuster und billiger. Damit beschreiten die Schweden einen Sonderweg – wie auch US-Elektroautobauer Tesla mit dem Semi.

(Quelle: spiegel.de – März 2021)

Die H2-Lkws haben mit teuerer und empfindlicher Technik zu kämpfen, ebenso mit Problemen bei den H2-Tanks und sie brauchen ebenfalls Batterien, mehr als bisher gedacht, was sie noch teuerer macht.

Tesla baut die Batterieproduktion aus und arbeitet preiswerteren Batterien, beides wichtige Punkte, um eine große Zahl von günstigen Semi Trucks auf die Strasse zu bringen – ob H2-Lkws da mithalten können?

Ich weiss nicht, warum sie den Tesla Semi immer nur mit FCEV-LKWs vergleichen (von denen es in der Schweiz schon ein paar Dutzend gibt).
Die primären Konkurrenten werden andere BEV-LKWs sein. Da hätte der Tesla Semi der erste sein können, wenn er wie ursprünglich angekündigt 2017 gekommen wäre, inzwischen haben aber alle namhaften LKW-Hersteller Dutzende bis Hundert von BEV-LKWs auf der Strasse und starten die Grossserien. Der Tesla Semi frühestens ab Ende 2022 käme da wie die alte Fasnacht hinterher. Ich denke, es wird nie einen Tesla Semi geben, dieser Zug ist abgefahren.

Warum sollte Tesla Batterien von den E-Autos für den Semi Truck abzweigen?

Tesla macht mit seinen E-Autos gute Gewinne, dieses Geld ist besser in der Erweiterung der Batterieproduktion investiert als in ein paar Lkws, die jetzt noch Verluste machen würden.

Tesla kann rechnen, lieber jetzt die Batterieproduktion hochfahren und später mit günstigen Batterien die Lkws mit Gewinn verkaufen als jetzt den Autoabsatz zu drosseln und Lkw-Verluste einzufahren.

Tja Herr Sperling – Mathematik war und ist wohl nicht ihre Stärke.

Das sind ja weitgehend auch meine Folgerungen. Einzig denke ich, dass das noch sehr lange so bleiben wird.
Lustig ist, dass Sie glauben, das sei Mathematik.

Klar ist das Mathematik bzw. BWL (Betriebswirtschaftslehre).

Kosten plus gewünschtem bzw. erzielbarem Gewinn gleich Netto-Verkaufspreis.

Diese News könnten dich auch interessieren:

Rückruf: Ersatzakkus für Chevy Bolt / Opel Ampera-e sollen ab Mitte Oktober geliefert werden
Stella Vita: Erstes solarbetriebene Wohnmobil der Welt
Seat: „UrbanRebel“ ohne Flügel ab 25.000 Euro
31
0
Would love your thoughts, please comment.x
()
x

Deine Anmeldung zum Newsletter:
Ein letzter Schritt fehlt noch.

Vielen Dank für deine Anmeldung zum Newsletter von Elektroauto-News. Du erhältst in Kürze eine E-Mail, in der sich ein Link zur Freischaltung deiner E-Mail-Adresse befindet. Erst durch die Bestätigung des Links dürfen wir deine E-Mail-Adresse zum Versand unseres Newsletter freischalten (Double-Opt-In).