Solarwatt entwickelt Stationärspeicher mit Batterien von BMW

Solarwatt-BMW-PV-Batterie-Speicher

Copyright Abbildung(en): Solarwatt

Solarwatt, einer der führenden deutschen Hersteller von Photovoltaik-Systemen, und die BMW Group vertiefen ihre im April 2013 begonnene Zusammenarbeit. Die beiden Partner haben mit „Battery flex“ einen Batteriespeicher entwickelt, in dessen Batteriemodul Komponenten zum Einsatz kommen, die auch in den Elektroautos der BMW Group Verwendung finden, so Solarwatt in einer aktuellen Mitteilung. Der neue Speicher soll technologisch und im Design neue Maßstäbe setzen und kann ab Herbst 2021 über Solarwatt-zertifizierte Premium-Installateure bezogen werden.

Solarwatt hat laut eigener Aussage als Vorreiter der Photovoltaikbranche mit der Einführung eines eigenen Batteriespeichers im Jahr 2015 in Bezug auf Modularität und Sicherheit wichtige Standards gesetzt. Mit „Battery flex“ führt das Unternehmen jetzt die nächste Speicher-Generation ein: Gemeinsam mit dem Technologiepartner BMW Group hat das Dresdner Unternehmen einen Batteriespeicher entwickelt, der allerhöchsten Industriestandards entsprechen soll und immer an die entsprechenden Kundenanforderungen angepasst werden könne.

Die Batteriemodule des Speichers „Battery flex“ werden von Solarwatt in enger Zusammenarbeit mit der BMW Group gefertigt. Die BMW Group beliefert Solarwatt mit Batteriekomponenten, die auch in aktuellen Elektroautos des Konzerns zum Einsatz kommen. Der Speicher werde vollständig von Solarwatt in Deutschland entwickelt und umweltschonend produziert.

Der neue Batteriespeicher ist laut Solarwatt-Geschäftsführer Detlef Neuhaus ein starkes Symbol der engen Zusammenarbeit zwischen Solarwatt und der BMW Group: „In diesem Produkt steckt die umfassende Automotive-Kompetenz des Weltkonzerns BMW Group gepaart mit dem tiefen Speicher-Knowhow, das wir in den vergangenen Jahren bei Solarwatt aufgebaut haben. Die Fertigung erfolgt dann über uns – aber mit den gleichen Qualitätsstandards, die auch in der Automobilindustrie Anwendung finden“. Darüber hinaus habe der Speicher auch noch ein ansprechendes Design, das sofort ins Auge falle. „Battery flex ist sozusagen der BMW unter den Batteriespeichern und die ideale Ergänzung für jede Photovoltaikanlage”, sagt der SolarwattGeschäftsführer.

Hohe Standards im Hinblick auf Umwelt und Arbeitsbedingungen

Der Kampf gegen den Klimawandel und der nachhaltige Umgang mit Ressourcen entscheiden über die Zukunft unserer Gesellschaft. Deswegen übernehme die BMW Group hier und heute Verantwortung: „Bei der Entwicklung der Batteriemodule für unsere Elektroautos achten wir neben hoher Energiedichte und Effizienz insbesondere auch auf Nachhaltigkeit. Wir legen großen Wert darauf, dass in unseren Lieferketten alle Umwelt- und Sozialstandards eingehalten werden. Daher sind die Zellmodule mit ihren besonderen Eigenschaften auch ideal für die Anwendung außerhalb des Fahrzeugs. Wir freuen uns, dass wir über unsere Partnerschaft mit Solarwatt einen zusätzlichen positiven Beitrag dazu leisten können, Photovoltaik und Elektromobilität weiter zusammenzuführen“, sagt Dr. Eric Hamm, Leiter Antriebssysteme für Industriekunden und Remanufacturing bei der BMW Group.

Für Solarwatt seien Nachhaltigkeit und die Gewährleistung von umfassenden Sozialstandards in der gesamten Lieferkette ebenfalls essenziell, wie Hauptanteilseigner Stefan Quandt bestätigt: „Auch Solarwatt setzt hohe Standards im Hinblick auf Umwelt und Arbeitsbedingungen. Wir produzieren nachhaltig und können gewährleisten, dass es in unserer Lieferkette sozial und anständig zugeht.“

Qualitätsstandards wie in der Automobilindustrie

Der Heimspeicher „Battery flex“ ist modular aufgebaut und in Bezug auf die Kapazität ab 4,8 kWh flexibel einsetzbar bis zu einer Größe von mehr als 240 kWh. Der Speicher kann so perfekt an die bestehende Photovoltaik-Anlage angepasst werden, was die Kosten niedrig halten und darüber hinaus auch Ressourcen schonen kann. Zudem kann der Speicher in den Gleichstrom- (DC) und Wechselstrom-Kreislauf (AC) eingebunden werden und eignet sich so auch für die Nachrüstung in jede Bestandsanlage. Die Einzelkomponenten von wiegen nicht mehr als 25 Kilogramm. So könne der Speicher auch von einer einzelnen Person problemlos installiert werden. Mittels einer bestehenden Internetanbindung werden immer automatisch die neueste Softwareversion und neue Funktionalitäten aufgespielt.

Der Strombedarf im Eigenheim ist typischerweise in den Morgen- und Abendstunden besonders hoch. Mit einem Batteriespeicher kann der selbst erzeugte Solarstrom dann genutzt werden, wenn er auch benötigt wird. So steigt die Eigenverbrauchsquote auf bis zu 80 Prozent, was die Energiekosten im Haushalt und damit den CO2-Ausstoß besonders deutlich reduziert. Besonders effizient sei der Einsatz des Solarwatt-Batteriespeichers in Verbindung mit dem Solarwatt „Manager flex“. Das intelligente Energiemanagement-System steuert und optimiert die Energieflüsse im Haushalt und sorge so dafür, dass möglichst viel Solarstrom im eigenen Haushalt verbraucht wird. So kann der Zukauf von Netzstrom verringert und die Energiekosten noch weiter gesenkt werden. Auch das intelligente Laden eines Elektroautos übernimmt der Solarwatt „Manager flex“.

Die Partnerschaft zwischen Solarwatt und der BMW Group besteht bereits seit April 2013. Im Rahmen der Zusammenarbeit ging es zunächst um die Vermittlung von Photovoltaik-Komplettlösungen für Dachanlagen und Carports an Kunden von BMW i. Die Entwicklung des neuen Stromspeichers ist nun der nächste Schritt der Zusammenarbeit. Gemeinsames Ziel ist es, weitere kundenzentrierte und nachhaltige Lösungen zu entwickeln, damit die Bereiche Photovoltaik und Elektromobilität zusammenwachsen und so dazu beitragen können, den CO2-Ausstoß zu senken, wie Detlef Neuhaus erklärt: „E-Mobility und Photovoltaik gehören einfach untrennbar zusammen. Denn nur wenn möglichst viele Elektroautos mit regenerativem Strom, wie z.B. Solarstrom geladen werden, macht der Wandel hin zur Elektromobilität ökologisch und ökonomisch überhaupt Sinn. Nur so können wir dadurch die Welt ein Stück besser machen.“

Quelle: Solarwatt – Pressemitteilung vom 09.06.2021

Über den Autor

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Solange die Preise nicht deutlich fallen, solange bleibt es eine Spielerei, bei der mit „spitzem Bleistift“ um jede KWh gerungen werden muss, damit sich der Speicher überhaupt rechnet.

Erst bei Endkundenpreisen deutlich unter 100 Euro pro kWh wird es interessant, besonders für die autarke Strom- und Energieversorgung von Privatpersonen und Handwerkern, also den Großteil der Bevölkerung.

Und in wiefern rechnet es sich Strom von einem Stromanbieter zu beziehen?

Da ich keine Experte in Sachen PV-Anlage plus Batteriespeicher bin, hier mal ein Auszug.

Laut einer von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen (NRW) und der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin durchgeführten Kurzstudie von 2019 verschlechtern Batteriespeicher das wirtschaftliche Ergebnis der Photovoltaikanlage sogar. Lediglich ein kleiner Speicher, kombiniert mit einer großen Photovoltaikanlage, ermögliche eine leicht positive Rendite.

Sollten jedoch die garantierte und tatsächliche Lebensdauer deckungsgleich sein, dann sind die 2020 auf dem Markt angebotenen Stromspeicher für einen wirtschaftlichen Betrieb noch zu teuer. Auch nach der Auffassung des Energieinstituts Vorarlberg amortisieren sich die Kosten eines Speichers derzeit nicht.

(Quelle: net4energy.com – Dezember 2020)

Nach diesen Aussagen lohnen sich Batteriespeicher momentan wohl nicht, da sie zu teuer sind als dass sich die Investition rechnet, der Bezug von fehlendem Strom in der Nacht, im Winter oder bei Schlechtwetter via Stromanbieter ist günstiger bzw. gleich teuer wie der Batteriespeicher inkl. Abschreibung.

Erst bei deutlich günstigeren Batteriepreisen lohnt es sich finanziell, vorher aber schon für die Umwelt.

Es ist wohl richtig dass die Speicher für Privat im Vergleich zu den Batterien in den Autos noch sehr teuer sind, aber je nach Anlage und Strompreis amortisiert sich der Speicher nach ca. 13 – 14 Jahren, das heißt Sie sind auch wirtschaftlich rentabel. Viel billiger wird der Strom vom EVU wohl nicht, auch wenn die Politik permanent davon redet.

Es gibt zwei Kritikpunkte, erstens wirtschaftlich rechnet sich noch kein Speicher. Zweitens, solange noch nicht 100% EE im Netz sind, sind private Speicher kontraproduktiv.

Kontraproduktiv ist die 70% Regelung. Da hilft der Speicher, bevor der Strom nicht produziert wird.
Und kontraproduktiv ist, dass PV-Anlagenbetreiber für Ihren eigenen Strom EEG-Umlage bezahlen müssen.

… dass PV-Anlagenbetreiber für Ihren eigenen Strom EEG-Umlage bezahlen müssen.

Das ist als ob man für sein Gemüse aus dem eigenen Garten 19% MwSt. zahlen müsste.

Der Grund für die Behinderung liegt in der Abhängigkeit der Politiker und ihrer Parteien vom Geldtopf der Energiekonzerne und in Zukunft auch von dem der Wasserstoff-Allianz mit ihren über 800 Mitgliedern – leichter wird es für die Energiewende in Bürgerhand nicht.

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