Schaeffler: Produktionsstart für E-Achsen in China

Schaeffler: Produktionsstart für E-Achsen in China

Copyright Abbildung(en): Schaeffler

Der Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler hat den Produktionsstart seiner „2in1“-E-Achsen am chinesischen Produktionsstandort Taicang gefeiert. Das hat das Unternehmen mit Sitz in Herzogenaurach mitgeteilt. Der Produktionsstart markiere einen weiteren Meilenstein im E-Mobilitäts-Geschäft von Schaeffler und belege das erfolgreiche Engagement des Unternehmens, heißt es. Schaeffler setze dabei auf die lokale Produktion vor Ort, um schnell auf die Kundenbedürfnisse weltweit zu reagieren.

Die 2in1-E-Achse integriert laut Schaeffler das Reduktionsgetriebe und den Elektromotor in einer baulichen Einheit. Mit einer hervorragenden Drehmomentdichte des Getriebes zeichne sich diese elektrische Achse vor allem durch Kompaktheit, hohe Leistungsdichte, hohe Systemeffizienz und gutes akustisches Verhalten aus, so das Unternehmen.

Mit einem modularen Aufbau könne das System unterschiedliche Nutzanforderungen erfüllen und für verschiedene Fahrzeugplattformen angewendet werden, so Schaeffler. Das erste chinesische Auto-Modell, das mit diesem Produkt ausgestattet ist, soll in Kürze auf den Markt kommen. Nach der Markteinführung in China werde die Schaeffler 2in1-E-Achse auch bei einem europäischen Fahrzeughersteller zum Einsatz kommen.

Schaeffler strebt die Innovationsführerschaft in der Elektromobilität an„, sagte Dr. Jochen Schröder, Leiter des Unternehmensbereiches E-Mobilität bei Schaeffler. „Die Serienproduktion unserer 2in1-E-Achsen hat unsere Positionierung in diesem Markt gestärkt.“ Nach der Gründung eines eigenen Unternehmensbereichs Anfang 2018 zeige das Engagement von Schaeffler in der E-Mobilität deutliche Erfolge, so Schröder. Zahlreiche Seriennominierungen über alle Elektrifizierungsgrade hinweg belegten, dass Schaeffler erfolgreich in der E-Mobilität agiere und als Technologiepartner anerkannt sei.

Im vergangenen Jahr verzeichnete Schaeffler nach eigenen Angaben Auftragseingänge in Höhe von 2,7 Milliarden Euro im Unternehmensbereich E-Mobilität. Die Zahl der Projekte lag demnach 30 Prozent über dem Vorjahr und steige auch im laufenden Jahr weiter. 2021 startet die Serienproduktion von E-Motoren für Hybridmodule, Hybridgetriebe und rein elektrische Achsantriebe.

China ist einer der wichtigsten Märkte für Schaeffler. 2018 begann das Unternehmen mit der Produktion des weltweit ersten P2-Hybrid-Moduls in Taicang, ein Jahr später startete dort die Produktion der Zweigang-Elektroachse.

Quelle: Schaeffler – Pressemitteilung vom 13. Juli 2021

Über den Autor

Wolfgang Plank ist freier Journalist und hat ein Faible für Autos, Politik und Motorsport. Tauscht deshalb den Platz am Schreibtisch gerne mal mit dem Schalensitz im Rallyeauto.

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Deutschland Deutschland ….
Kann so etwas nicht in Deutschland produziert werde? Bei der heutigen hohen Automatisierung sind doch Lohnkosten schon ziemlich Banane.
Dafür werden dann Projekte wie Tesla Grünheide in Deutschland bis zum völligen Endsieg über den Hersteller attackiert.
Oder ist dies etwa der Grund, warum alle in China bauen?
Ideologen schaffen keine Arbeitsplätze, schaffen gar nichts!

Wo du Recht hast, hast du Recht. Anstatt andere zu Behindern sollte die Deutsche Autoindustrie einfach bessere Autos entwickeln als die Konkurrenz. Diese Einstellung hat man auf Grund unglaublicher Arroganz in den letzten 30 Jahren verloren und wird logischerweise links und Rechts überholt. Wer heute nach Vorne schaut, wird kaum ein Deutsches Auto auf der Wunschliste haben. Heute stehenn da Tesla, Polestar, Nio, Rivian. Aber aktuell ist es sehr angenehm. Seit dem letzten (weiteren) Gerichtsurteil gegen VW und BMW sind deren PR Abteilungen endlich mal ruhig.

Das Kabel-Design ist aber etwas altbacken, eigentlich sind aufgesetzte Wechselrichter Stand der Technik. Aber wer weiß, ist ja nur ein Symbolbild.

„Das Kabel-Design ist aber etwas altbacken, eigentlich sind aufgesetzte Wechselrichter Stand der Technik.“

Richtig, z.B. Conti/Vitesco scheint mir da mit der Integration durch den EMR4 schon wesentlich weiter:

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Last edited 6 Tage zuvor by Wolfbrecht Gösebert

Der letzte Versuch von Schaeffler.
2025 sind die tot.

ich liebe solche tiefgehend begründeten Beiträge

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