Schaeffler-Zentrallabor am Stammsitz Herzogenaurach

Schaeffler-Zentrallabor am Stammsitz Herzogenaurach
Copyright:

Schaeffler Technologies AG & Co. KG

Wolfgang Plank
Wolfgang Plank
  —  Lesedauer 2 min

Im Rahmen seiner im vergangenen Jahr verkündeten Roadmap 2025 investiert der Autozulieferer Schaeffler rund 80 Millionen Euro in ein neues Zentrallabor in Herzogenaurach. Die Investition zielt auf die Sicherung der Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit der Schaeffler Gruppe sowie die Stärkung des Technologiestandorts Herzogenaurach, heißt es in einer Mitteilung.

Das Gebäude soll 2023 fertig sein und auf rund 15.000 Quadratmetern 15 Laboren und mehr als 360 Mitarbeitenden Platz bieten. Ziel ist es, Kernkompetenzen und Schlüsseltechnologien der Schaeffler Gruppe zu bündeln – vor allem in den Bereichen Mess-, Prüf- und Kalibriertechnik, Materialwissenschaft, Werkstoffgestaltung und Elektrochemie. Außerdem werde ein Elektroniklabor aufgebaut, zudem gebe es für Kunden zugängliche Bereiche.

Im neuen Zentrallabor werden wir bereichsübergreifende Grundlagen-Technologien bereitstellen, um damit zum Beispiel Produktentwicklungen für nachhaltige und CO2-neutrale Mobilitäts- und Energie-Ökosysteme zu ermöglichen„, sagt Uwe Wagner, Vorstand Forschung und Entwicklung der Schaeffler AG. Für Lösungen bei großen Zukunftstrends müsse das Unternehmen Kompetenzen bei Material- und Oberflächen oder bei Digitalisierung immer schneller erweitern.

Schaeffler wolle in Zukunftstechnologien wie E-Mobilität, Robotics oder beim Wasserstoff beste Lösungen anbieten, sagt Produktions-Vorstand Andreas Schick. Gerade in diesen Wachstumsfeldern sei es entscheidend, schon bei der Grundlagenforschung an die Anwendungen in Produkten und bei der Serienfertigung zu denken und digital zu simulieren.

Das Zentrallabor in Herzogenaurach soll Maßstäbe im Bereich der Klimatisierung und Vibrationsfreiheit der Labore setzen und so unter anderem hochauflösende Messtechniken ermöglichen. Das Gebäude werde zudem nach neuesten Nachhaltigkeitsstandards errichtet und als „Green Building“ betrieben. Schaeffler-Vorstandschef Klaus Rosenfeld: „Das Zentrallabor sichert hochmoderne Arbeitsplätze in Zukunftsfeldern und unterstreicht unser Bekenntnis zum Standort Deutschland.

Quelle: Schaeffler – Pressemitteilung vom 21. Februar 2021

worthy pixel img

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Google Preferred Badge - Elektroauto-News
Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Wolfgang Plank

Wolfgang Plank

Wolfgang Plank ist freier Journalist und hat ein Faible für Autos, Politik und Motorsport. Tauscht deshalb den Platz am Schreibtisch gerne mal mit dem Schalensitz im Rallyeauto.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Automobilindustrie

Schwellenländer ziehen an, USA fallen zurück: 2026 fährt jeder vierte Neuwagen elektrisch

Schwellenländer ziehen an, USA fallen zurück: 2026 fährt jeder vierte Neuwagen elektrisch

Tobias Stahl  —  

Laut BloombergNEF fährt 2026 bereits jeder vierte Neuwagen elektrisch. Bis 2035 soll der Anteil auf über 50 Prozent steigen – doch einzelne Länder könnten zurückfallen.

Automechanika Frankfurt: Aftermarket im Aufbruch

Automechanika Frankfurt: Aftermarket im Aufbruch

Sebastian Henßler  —  

Die Automechanika Frankfurt öffnet im September ihre Tore. 4500 Aussteller, neue KI-Formate und ein Rekord bei den Innovation Awards erwarten die Branche.

Automobiler Mittelstand meldet Standortkrise in Deutschland

Automobiler Mittelstand meldet Standortkrise in Deutschland

Sebastian Henßler  —  

Eine VDA-Umfrage unter 116 Unternehmen zeigt, dass sich die Geschäftslage im automobilen Mittelstand deutlich verschlechtert hat.

EU-Regulierung beschleunigt Chinas Fabrikoffensive in Europa

EU-Regulierung beschleunigt Chinas Fabrikoffensive in Europa

Sebastian Henßler  —  

Chinesische Autobauer sichern sich Produktionsstandorte in Europa, bevor ein neues EU-Gesetz Direktinvestitionen aus China erschwert.

„Made in Europe“: VW, Stellantis und Renault fordern simple EU-Regeln

„Made in Europe“: VW, Stellantis und Renault fordern simple EU-Regeln

Tobias Stahl  —  

Volkswagen, Stellantis und Renault wenden sich in einem gemeinsamen Schreiben an die EU – und fordern möglichst simple Regeln zum Schutz der hiesigen Automobilindustrie.

CATL-Chef dämpft Erwartungen an Festkörperbatterien

CATL-Chef dämpft Erwartungen an Festkörperbatterien

Sebastian Henßler  —  

Nicht Zeitpläne, sondern technische Durchbrüche entscheiden über die Zukunft der Festkörperbatterie. CATL-Chef Zeng erklärt, wo die Technologie heute steht.

Mercedes-Veteran: Warum deutsche Firmen den Mut verloren haben

Mercedes-Veteran: Warum deutsche Firmen den Mut verloren haben

Sebastian Henßler  —  

Harald Schlarb war 36 Jahre bei Mercedes, baute die Tesla-Gigafactory mit auf – und erklärt, warum deutsche Firmen das Risiko wieder lernen müssen.