Renault 5 Prototype: Wiedergeburt eines Kultautos

Copyright Abbildung(en): Renault

Als Teil der „Renaulution” Strategie hat die Marke Renault ihre Strategie für die nächsten fünf Jahre und darüber hinaus vorgestellt. Renaults Ausrichtung hierbei zielt klar in Richtung Technologie, Service und saubere Energie ab. Bis 2025 wird Renault 14 neue Modelle einführen, sieben davon vollelektrisch. Mit dem Renault 5 Prototype gibt es bereits einen Ausblick auf einen der kommenden Stromer der Marke.

Wie Anfang der Woche bereits von uns berichtet setzt Renault auf die Vergangenheit, um in Zukunft durchzustarten. Dies zeigt sich dadurch, dass sich die französische Marke auf ihre Wurzeln besinnt. So lässt sich der vollelektrische Renault 5 Prototype von der Vergangenheit inspirieren, orientiert sich dabei aber entschieden Richtung Zukunft. Die Studie mit dem neuinterpretierten, ikonischen R5-Design zeigt, wie Renault das Elektroauto in Europa mit einem zeitgemäßen Ansatz als unverzichtbar und wünschenswert demokratisieren wird.

„Der neue elektrische Renault 5 Prototype verkörpert die Nouvelle Vague: Der R5 ist zum einen stark mit der Historie von Renault verbunden, steht aber gleichzeitig für die Zukunft der Marke und wird Elektroautos populär machen.“ – Luca de Meo, CEO Groupe Renault

Wie Renault zu verstehen gibt zeigt die Studie mit dem neuinterpretierten, ikonischen R5-Design, wie Renault das Elektroauto in Europa mit einem zeitgemäßen Ansatz als unverzichtbar und wünschenswert demokratisieren wird. Hierfür habe man, eigener Aussage nach, pfiffiges E-Auto geschaffen, welches das Kult-Design des R5 mit einem reinen E-Antrieb kombiniert. Hierdurch wird es möglich, dass die Ikone emissionsfrei in die Zukunft fährt. Dabei aber den Spaßfaktor und den unbekümmerten Charakter seiner Vorfahren beibehält.

Renault

Unschwer zu erkennen nimmt der Renault 5 Prototype die prägnanten Züge des Originaldesigns auf, trägt sie aber mit geglätteten Flächen und futuristischen Details in unsere Zeit. Renault macht sich den Schritt in die Zukunft zu nutze, um den früheren, sportlichen Lufteinlass auf der Motorhaube, zum Anschluss für das Ladekabel umzufunktionieren. Die Frontpartie, das Textildach und die Trikolore an den Außenspiegelgehäusen versprühen französischen Charme. Oberflächen und Materialien sind von der Welt der Elektronik, des Möbeldesigns und des Sports inspiriert.

„Das Design des Renault 5 Prototype basiert auf dem R5, einem echten Renault Kultmodell. Diese Studie verkörpert einfach Modernität, ein Fahrzeug, das seiner Zeit entspricht: urban, elektrisch, attraktiv.“ – Gilles Vidal, Renault Design Direktor

Mit einer umfassenden Produktoffensive, der sogenannten „Nouvelle Vague“, zu Deutsch „Neue Welle”, will Renault Maßstäbe in der Automobilindustrie setzen. Man wolle die Führungsrolle bei der Energiewende durch Elektro- und Wasserstofflösungen stärken. Nicht weniger als den „grünsten Antriebsmix“ aller Hersteller wolle Renault bis 2025 erreichen. Hierzu wird man 14 neue Modelle auf den Markt bringen, davon sieben vollelektrisch. Dabei wird Renault vor allem im Bereich des C-Segments seine Aktivitäten steigern.

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Quelle: Renault – Pressemitteilung vom 14. Januar 2021

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Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Schön, aber persönlich hätte ich noch lieber ein elektrisches Revival des R4. Mir ist Platz wichtiger als Geschwindigkeit.

Der R4 ist auch in den Plänen drin.

R4, R5 und der Megane ich muss sagen, Hut ab vor Renault. Die Autos gefallen mir. Und rasen muss man ja nicht. Auch glaube ich, dass der R5-Elektriker innen viel Platz heben wird, im Vergleich zum alten R5.

Sehr schön, wenns den jetzt noch mit Verbrenner gäbe, würd ich sofort kaufen.

Warum wollte Renault mit so einer veralteten und verachteten Technologie herumspielen? Das können sie doch Mercedes überlassen 😛

Ich hoffe doch, das war Ironie!

Super, war mein erstes Auto, würd ich sofort wieder kaufen. Freu mich schon.

Schöner wäre es, wenn Renault bei seiner „Renaulution” den Wasserstoff ganz streichen würde.

Die alten Modelle könnte man als Designanleihe nutzen, aber nur für rein elektrische Fahrzeuge.

Beim R4 sollte die Batterie in den Unterboden, aber nicht auf die Rückbank verzichtet werden.

Beim R5 und anderen Modellen sollte auch der Unterboden für die Batterien genutzt werden, die Leute wollen heutzutage eher höher sitzen und der Fahrzeugschwerpunkt sinkt, nebenbei gibts innen mehr Platz.

Beim Mobilize Prototyp EZ-1 wird offenbar das Sharingmodell überschätzt, lieber wäre mir eine Kaufversion, aber ohne Batteriemiete – bei kleinen E-Autos machen Mietbatterien die Sache unterm Strich zu teuer.

Schöner wäre es, wenn Renault bei seiner „Renaulution” den Wasserstoff ganz streichen würde.

100% ACK – seitdem auch dem Letzten absolut klar sein sollte, dass >=1.000 km RW auch mit eAutos schon bald erreichbar sind (und das zu vergleichsweise günstigen Preisen), sind in EU die schweren, Innenraum-mageren, Zuladungs-schwachen, Betriebskosten-fressenden und Anschaffungs-teuren Wasserstoff-PKWs doch bald mausetot!

Beim Mobilize Prototyp EZ-1 wird offenbar das Sharingmodell überschätzt, lieber wäre mir eine Kaufversion […]

Ja, zumal eine Vielzahl von Startups auch noch auf dasselbe Modell setzt …

bei kleinen E-Autos machen Mietbatterien die Sache unterm Strich zu teuer

IMO nicht nur bei kleinen … ansonsten kann eine große Zahl von Renault-Käufern über den teils endlosen Ärger mit Händler und der Leasing-Bank berichten, den sie im Zusammenhang mit leistungsschwächelnden Akkus und dem nicht erfolgten Austausch hatten: Zwei Verträge (Kauf und Leasing) mit zwei Vertragspartnern waren (sind?) ein Quell fast endloser juristischer Streitereien … und beim Weiterverkauf ein klar erlösmindernder Faktor!

Völlig anderer Meinung.
Wenn wir den Preis einmal beiseite lassen (vorläufig, Brennstoffzellen sind noch nicht völlig industrialisiert), dann ist ein BEV mit einer Batterie für 200-300 km und einem kleinen Wasserstoff-Brennstoffzellen-Range-Extender auf jeden Fall ökologischer als ein BEV mit einer grossen Batterie für 600 oder mehr Kilometer (ausser man fährt fast immer so weit, was aber bei 80% nicht der Fall ist).
Der H-Range-Extender hat im Vergleich zur grösseren Batterie (zusätzlich 400 km oder mehr) mindestens 3 Vorteile:

  • leichter;
  • weniger CO2 bei der Produktion;
  • lässt sich innert Minuten wiederauffüllen.

Im Winter kann ich zusätzlich noch die Abwärme zum Heizen verwenden.
Lokal fährt man rein mit Strom aus der Batterie (von der eigenen PV-Anlage), auf den seltenen langen Strecken benutzt man die 2-4 kg Wasserstoff-Reserve und kann man bei Bedarf 2-4 Liter Wasserstoff für 200-400 zusätzliche Kilometer zutanken. Da ist es völlig egal, wenn der Wasserstoff etwas teurer ist und die Tankstellen nur entlang der Autobahnen sind.
Das BEV mit H-Range-Extender ist in ein paar Jahren DIE ökologische und praktische Traumkonfiguration. Evt. ist die Sache sogar so geschickt gemacht, dass man den Range-Extender zuhause lassen kann, wenn man nur lokal rumgondelt.

Wäre dann auch ein Plugin-Hybrid mit 2 verschiedene Energiearten, diesmal mit Wasserstoff im Tank statt Benzin und weniger Platz im Innenraum wegen des großen Wasserstoffstanks.

Ja, ist ein PlugIn, weil man ihn einsteckt und ein Hybrid, weil er zwei Arten der Energie-Speicherung hat. Man könnte ihn nach heutiger Terminologie vielleicht ‚Serieller Wasserstoff-PlugIn-Hybrid‘ nennen.
Aber es steht ja in der christlichen oder elonschen Bibel nirgends, dass PlugIn-Hybride grundsätzlich des Teufels seien, oder?

… aber immerhin sind nicht 2 verschiedene Motoren verbaut und die Brennstoffzelle kann vielleicht für reduzierte Leistung ausgelegt werden; mehr als „Notlauf-Aggregat“ (bis zur nächsten Ladesäule; bzw. lädt diese während einer Rast oder auch (einschaltbar) schon, bevor der Akku fast leer ist, den großen Akku wieder etwas nach)

lässt sich innert Minuten wiederauffüllen.

Ja, eine schöne Urban Myth. Das funktioniert aber nur wenn nicht gerade zwei Fahrzeuge direkt davor ’schnellgetankt‘ haben. Dann wartet man nämlich erstmal 10 Minuten auf Druckaufbau…

edit: Der Nexo wiegt schlanke 1,9 Tonnen. Das wird bestimmt weniger mit einer grösseren als nur einer Pufferbatterie…

Last edited 3 Monate zuvor by Silverbeard

Da hat vor ca. 10 Jahren mal einer bei einer bestimmten, minimalen Wasserstoff-Tankstelle gesehen, dass jemand auf genügend Druck warten muss, und nun wird das Märchen seither von Erzähler zu Erzähler weitergegeben, und von Leuten, die einmal fortschrittlich waren und sich den BEV verschrieben haben und daher glauben, dass es nach ihrer Erleuchtung nichts Neues mehr geben wird, als grundsätzliche Barriere für eine ganze Technologie angeschaut – unglaublich verbohrt!
Oder anders gesagt: Sie glauben nicht im Ernst, dass Druckaufbau eines Gases ein prinzipielles technisches Problem ist, oder?
Erinnert mich übrigens an die Story, dass man vor ca. 100 Jahren mal einwandte, dass Autos sich nicht gegen die Pferde durchsetzen werden, weil die Apotheken nicht so viel Benzin liefern könnten.

Last edited 3 Monate zuvor by Mark Müller

Wenn wir den Preis einmal beiseite lassen (vorläufig …)

Das geht schon mal deswegen nicht, weil wir HEUTE und BEZAHLBAR aus der Verbrennertechnik rausmüssen und nicht erst „übermorgen“!

Im übrigen schrieb ich von „H2-Tank-Schlachtschiffen“ (z.B. wie Toyota Mirai), in Worten von »schweren, Innenraum-mageren, Zuladungs-schwachen, Betriebskosten-fressenden und Anschaffungs-teuren Wasserstoff-PKWs, die (zumindest) in der EU doch bald mausetot sind« – also nicht von irgendwelchen Hybrid- oder H2-Extender-Fahrzeugen! Die diskutiere ich ggf. bei Markteintritt in Stückzahlen!

Also: Was genau hast Du i.d.Z. an den Vokabeln „schwer„, „Innenraum-mager„, „Zuladungs-schwach„, „Betriebskosten-fressend“ und „Anschaffungs-teuer“ (und ich füge noch mal „Wartungskosten-schluckend“ hinzu) – nicht verstanden?

Wie kommst Du darauf, dass irgend jemand irgend etwas ’nicht verstanden‘ hat?Daniel W. sagt, Renault soll den Wasserstoff-Teil der Strategie ganz streichen. Du sagst, 100% ACK und ich sage, ich bin (diesbezüglich) ‚völlig anderer Meinung‘.
Dann begründe ich, warum ich denke, dass für Langstrecken-BEV mittelfristig Wasserstoff sinnvoll ist. In einer Strategie darf man wohl mittelfristig denken, oder. Wo liegt das Problem?
Für den Rest scheinen wir uns einig zu sein. Ich hatte mir noch überlegt, ob ich meine Antwort bei Daniel W. anbringe oder bei Dir, aber rein optisch schien es mir so besser.
Übrigens sind BEV heute auch noch nicht einfach so ‚bezahlbar‘, sonst müssten sie nicht mit etwa 15’000.- pro Stück (über die ganze Lebenszeit) subventioniert werden.

Wie kommst Du darauf, dass irgend jemand irgend etwas ’nicht verstanden‘ hat?

Weil eben Du – und bitte rede Dich doch nicht auf „irgend jemand“ heraus –

  1. offenbar nicht verstanden hat, dass wir HEUTE und BEZAHLBAR aus der Verbrennertechnik rausmüssen und nicht erst „übermorgen“!
  2. nun zum zweiten Mal nichts von den Attributen widerlegen kannst, die ich in 3. den „H2-Tank-Schlachtschiffen“ (z.B. Toyota Mirai) zuordne:
  3. Merke: Es sind diese tonnenschweren, Innenraum-mageren, Zuladungs-schwachen, Anschaffungs-teuren, Betriebskosten-fressenden und Wartungskosten-verschlingenden Wasserstoff-PKWs, die (zumindest) in der EU doch bald mausetot sind!

Also wenn Du schon dauernd auf deinem HEUTE und BEZAHLBAR rumreitest:
Ganz offensichtlich sind wir heute und bezahlbar nicht raus.
Es ist nicht heute, sondern es wird auch im besten Fall noch über ein Jahrzehnt dauern. Wir können glücklich sein, wenn wir 2035 mehrheitlich und 2050 völlig raus sind. Oder hast Du einen besseren Plan.
Und es ist aktuell noch nicht bezahlbar. Im Moment finanzieren die Verbrenner sich selbst, die ganze Strasseninfrastruktur und noch die Förderung der Elektromobilität. Geht alles nur, weil fossile Brennstoffe so blödsinnig billig sind. Das heisst auch, wenn es ab 2022 nur noch BEV geben dürfte, würde das niemand bezahlen. Ein normales Familien-BEV würde über 40’000.- kosten (grösster Brocken die Batterie) und der Strompreis hätte für Elektromobilität eine Steuer von mind. 20 cents pro kWh drauf. Wir könnten ja nicht die Nicht-Individualmobilen für die Finanzierung der Strasseninfrastruktur zur Kasse bitten.
Wenn es also in der Realität nicht HEUTE und noch nicht BEZAHLBAR ist, dann darf man sich doch wohl heute noch ein paar Gedanken darüber machen, wie es vielleicht besser und schneller ginge. Das dümmste an den BEV ist und bleibt (auf absehbare Zeit) die riesige Batterie der Langstrecken-BEV. Vernünftigere Lösungen sind da mehr als willkommen.

Wo die restlichen 6.000 Euro herkommen bin ich mal gespannt. Mein Toyota Hybrid hat in 10 Jahren 360 € Steuern gekostet. Das kann es schon mal nicht sein. Mein Auto habe ich bestellt, als es noch 4.000Euro Zuschuss gab, dass ich 9.000 Euro bekommen würde konnte ich nicht ahnen. Woher kommt der Rest? Wallbox Förderung? Nicht zwingend notwendig. Lade an Schuko.

Die Förderung stecken sich doch die Hersteller ein. Ich erinnere mich genau wie der Zoe mit Renault Elektrobonus beworben wurde. Jetzt ab 17.000 Euro! Der Staat startete das Förderprogramm und Schwupp kostete der Zoe 21.000Euro. 2.000 vom Staat, 2.000 von Renault, 2.000 mehr in der Kasse für Renault.

Farnsworth

Sie fragen sich, wo die restlichen 6’000 Euro herkommen. Es sind wahrscheinlich sogar mehr. Der Betrag ändert dauernd je nach Land und Zeit, setzt sich aber aktuell in D etwa wie folgt zusammen:

  • Förderung 9000.-
  • Erlass der Fahrzeugsteuern (pro Jahr) – kenne Betrag in D nicht
  • Kein Beitrag an die Strasseninfrastruktur (Steuer auf Treibstoff), macht ca. 30 Euro pro 1’000 km, also etwa 6’000 Euro auf Lebenszeit von 200’000 km.

Zum 3. Punkt: ‚Leider‘ sind die Brennstroffe aus Erdöl dreckbillig. Man hat sich bei Benzin und Diesel an die aktuellen Preise gewohnt und ist sich meist nicht bewusst, dass der grösste Teile davon Steuern sind, die in etwa dem Preis der Strassen-Infrastruktur entsprechen. Der Erlass dieser Steuern für BEV ist eine starke Förderung, politisch gewollt und m.E. richtig. Man muss sich aber beim Preis der Elektromobilität dessen bewusst sein. Irgendwann später werden auch Elektromobile ihren fairen Anteil an der Strasseninfrastruktur bezahlen müssen.

Last edited 2 Monate zuvor by Mark Müller

Erstmal: Steuern sind niemals zweckgebunden. Steuern landen alle erstmal in einem Topf. Es gibt bei Benzin und Diesel keinen „Beitrag zur Straßeninfrastruktur“ sondern nur Steuereinnahmen. Und diese gibt es bei Strom auch. Früher fuhr ich mal einen Diesel mit 2,0l Motor, der 308€ pro Jahr an Steuern gekostet hat. Den habe ich damals mit sparsamen 6,06l/100km gefahren bei einer Durchschnittsmichelfahrleistung von 14.000km im Jahr kämen so also ca.474€ Euro pro Jahr dazu, macht zusammen 782€ im Jahr für die Steuerkasse.. Wie ich schon schrieb hat mein Toyota 36€ pro Jahr dafür ist die Steuer auf Benzin höher, so dass ich bei einem Verbrauch von 5,3 Liter zusätzlich 578€ Steuern und somit insgesamt 614€ Steuerlast hatte. Somit fehlten da ja nach der Logik auch schon 168€ Steuern.

Jetzt fahre ich einen E-Up. Der verbraucht ungefähr 14,5 kWh/100km im Durchschnitt. Bei 6,91ct/kWh mit den Durchschnittskilometern immerhin ca. 140 € im Jahr. Aber hinzu kommt etwas anderes, vorher nicht dagewesenes: pro kWh sind 7,4ct/kWh Abgaben drauf, die den Pionieren der erneuerbaren Energien zu Gute kommen. Also 150 Euro, die dafür sorgen, dass unser Strommix immer grüner und nachhaltiger wird und zwar zweckgebunden!

Jetzt muss man noch berücksichtigen, dass pro Tonne CO2 Umweltschäden im Wert von 180€ veranschlagt werden. Die müsste man ja fairerweise aus dem Steuertopf auch noch abziehen also 307€ für den Benziner und 397€ für den Diesel. Bleiben beim Hybriden noch 307€ und beim Diesel 385€. Legt man den 2019er Strommix zugrunde müsste man beim Elektro noch 6 Euro drauflegen, da er 146 Euro CO2 Schäden verursacht. In den ersten 3 Quartalen 2020 war der Strommix aber schon über 20% sauberer, so dass man dann nur noch 117Euro in Rechnung stellen dürfte. Außerdem wird dort ja auch schon aktiv ein Beitrag für sauberere Energie bezahlt.

Steuern dürfen auch eine Lenkungswirkung haben und nicht nur die Staatskasse füllen. Letztendlich muss aber irgendwann der Steuerbetrag für die Straßeninfrastruktur irgendwie bezahlt werden, ja. Aber aufgrund der drohenden Gefahr durch den Klimawandel ist das eher das kleinere Problem.

Farnsworth

Steuern sind nicht ’niemals zweckgebunden‘. In der Schweiz sind die Steuern auf Benzin und Diesel eben zweckgebunden. Wir haben das in einigen Bereichen. Und von da her weiss ich, dass es ungefähr diese 75% Steuern auf dem Treibstoff für den Verkehr braucht, um die Strasseninfrastruktur zu finanzieren.
Jetzt habe ich gerade noch gelesen, dass offenbar auch die in Deutschland per 1.1.21 erhöhte CO2-Steuer für KFZ und neue CO2-Steuer auf Kraftstoffen zweckgebunden sei. Also was jetzt?

Sie: Das geht schon mal deswegen nicht, weil wir HEUTE und BEZAHLBAR aus der Verbrennertechnik rausmüssen und nicht erst „übermorgen“!

Genau das versucht ja Renault mit einem kleinem Elektroauto.
Aber die Entwicklung bleibt nicht stehen und die Strategie, weiter in die Zukunft zu denken, ist gerade für Autohersteller überlebenswichtig. Daher ist es richtig, auch H2 in die Überlegungen einzubeziehen.
Dabei lieber mal auch einen Schritt in die „falsche“ Richtung machen als gar keine Bewegung und sich auf aktuell Erreichten auszuruhen.

Nicht mutig sich weiterentwickelt zu haben, genau DAS ist ja aktuell das Problem der (meisten) deutschen Auto-Hersteller.

Vorab: Bitte die Formatierung für Zitate auch nutzen
Ich schrieb:

Das geht schon mal deswegen nicht, weil wir HEUTE und BEZAHLBAR aus der Verbrennertechnik rausmüssen und nicht erst „übermorgen“!

Daraufhin Sie:

[…] die Entwicklung bleibt nicht stehen und die Strategie, weiter in die Zukunft zu denken, ist gerade für Autohersteller überlebenswichtig. Daher ist es richtig, auch H2 in die Überlegungen einzubeziehen.

Viel wichtiger ist es bei begrenztem Budget – und Renault ist da ja aktuell doch in der Klemme! – rechtzeitig zu erkennen, was ein Irrweg ist!

Nicht mutig sich weiterentwickelt zu haben, genau DAS ist ja aktuell das Problem der (meisten) deutschen Auto-Hersteller.

Nein, nicht rechtzeitig zu erkennen, was ein Irrweg ist – DAS ist eher das Problem, sehr schön am Beispiel Mercedes aufzuzeigen:

Der NECAR 1 wurde1994 auf der Basis des Mercedes-Benz MB 100 als das erste Brennstoffzellenauto der Daimler-Benz AG vorgestellt … Generationen von Versuchsfahrzeugen später wurde dann ein Großserienfahrzeug mit Brennstoffzelle auf GLC-Basis für Ende 2017 angekündigt … die Produktion des MB GLC F-Cell wurde dann Mitte 2020 nach weniger als 2 Jahren Bauzeit ohne Nachfolgemodell eingestellt … jetzt erst nach über 25 Jahren – und nach einem Multi-Millionen-€-Entwicklungsaufwand – hat Mercedes Wasserstoffwägen nach eigenem Bekunden nunmehr eingestellt!

Wie soll das denn günstiger sein als ein reines BEV? Eine Brennstoffzelle im Fahrzeug die ich nur im Ausnahmefall fünf bis sechsmal im Jahr nutze? Dann lieber ein reines BEV mit 300 bis 400 km Reichweite und guter Schnellladefunktion. Das lädt man nämlich auch in ein paar Minuten auf. soll ich mir wirklich für den Ausnahmefall ein Volumen- und Wartungs-intensives Chemiewerk ins Auto bauen?

Da würde ich mir die Brennstoffzelle doch lieber in den Keller von meinem Haus stellen und die Abwärme zum Heizen von Warmwasser und Haus benutzen. Nur so kriegt man da überhaupt einen sinnvollen Wirkungsgrad raus.

Da fände ich doch ein paar genormte Akkuslots im Frunk, oder Kofferraum die ich im Alltag in meinen Hausspeicher schieben oder unterwegs mit Leihakkus befüllen kann sinnvoller.

Aber unterm Strich betrachtet sind das alles Ideen die sich nicht durchsetzen werden, weil zu kompliziert.

Farnsworth

Wie soll das denn günstiger sein als ein reines BEV? Eine Brennstoffzelle im Fahrzeug die ich nur im Ausnahmefall fünf bis sechsmal im Jahr nutze? Dann lieber ein reines BEV mit 300 bis 400 km Reichweite und guter Schnellladefunktion.

100% ACK!

Das lädt man nämlich auch in ein paar Minuten auf. soll ich mir wirklich für den Ausnahmefall ein Volumen- und Wartungs-intensives Chemiewerk ins Auto bauen?

Von den riesigen Kosten eines flächendeckenden H2-Tank-Netzes mal ganz zu schweigen!

Ein flächeneckendes H2-Tankstellen-Netz wird sowieso kommen – für die Lastwagen – und ist im Aufbau. Wenn es mal da ist, kann auch der PKW für Langstrecken davon profitieren.

Ich verstehe Ihren Einwand aber ich rede eben nicht von den ersten 300-400 km. Wenn man damit leben kann, dann ist es ein vernünftiges reines BEV. Ich rede hier von den weiteren 300-400 km, die offenbar viele wollen und dafür mehrere Tausend Euro zahlen und dauernd zusätzlich ein paar hundert Kilogramm mit sich rumschleppen. Da könnte in ein paar Jahren ein kleiner Wasserstoff-Range-Extender die bessere, billigere, leichtere und ökologischere Lösung sein. Eine Brennstoffzelle ist nicht komplizierter als eine Batterie und die Wasserstoff-Verteil-Infrastruktur wird es wegen den Lastwagen geben.

Das mit den Lastwagen ist leider das Resultat einer völlig verfehlten Politik. Mobilität ist einfach zu billig. Ich muss nicht irgendwelche Teile billig in Osteuropa zusammendengeln und das alles hier zusammenmontieren. Ich brauche hier keine Milch und kein Bier aus Bayern im Supermarkt. Ich kann bayrisches Bier im Urlaub trinken. Wenn schon gehören Güter auf die Schiene und können die letzten Kilometer per Akku LKW transportiert werden. Dort könnte man den Strom direkt über die Oberleitung zur Bahn bringen. Man bräuchte weder einen schweren Akku mit geringen Verlusten, noch viel ineffizientere Brennstoffzellen. Aber hierzulande hat man die Bahn zugunsten der LKWs völlig runtergewirtschaftet. Vor ca. 20 Jahren habe ich in der c’t einen Artikel über vollautonome Frachtzüge(Cargo Sprinter) gelesen, die im Verbund zusammenfahren könnten, während der jeweils letzte Teil des Zuges sich vor Weichen abkoppeln und dann alleine abbiegen konnte. Der basierte allerdings auf Dieselloks. Aber das Antriebskonzept ist ja austauschbar.

Wasserstoff in der Industrie oder meinetwegen im Haus als Heizkraftwerk. Aber mobil? Energieverschwendung.

Farnsworth

Ich bin im Prinzip und von der Stossrichtung her mit Ihnen einverstanden. Leider sieht die Realität massiv anders aus. Ich fuhr kürzlich von der Schweiz nach Dresden und zurück. Absoluter Wahnsinn – aber auch eindrücklich – was da an Lastwagen auf den deutschen Autobahnen rumfährt. Das wird sich auch nicht so schnell ändern; eine Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene dauert Jahrzehnte. Wir versuchen das ja mit dem Nord-Süd-Verkehr durch die Alpen. Seit ich das gesehen habe, glaube ich auch wieder an die H2-Langstrecken-LKW.

Hübsch? Na ja. Die aufgeblähten Radkästen vorn und hinten dürfte so mancher auch hässlich finden. Die Form des Urmodells war glattflächiger und zierlicher. Die Ausbuchtungen erinnern an den R5 Alpine und auch an Versuche der Tuner, die notwendig wurden, um die Kraft auf die Straße zu bringen. Schön ist anders. Hoffentlich hält sich Renault beim R4 mehr an das Original – schmale Reifen, super Federungskomfort, Schiebefenster, kein Mitteltunnel, komplett klappbare, herausnehmbare Rückbank für maximales Transportvolumen. Der Leichtbau brachte beim Ur- R4 Reichweiten >450 km, und das bei 34 Liter Tankinhalt.
Diese Reichweite heute mit einem 34 kWh- Akku, da würde ich wohl schwach sofort werden, selbst wenn er nicht schneller wäre als der alte…

Ich ticke genau auch in diese Richtung.
Der Dacia Spring ist ‚ideologisch‘ eigentlich auch nicht sehr weit davon entfernt.

Ach ja, für die Jüngeren, die das Original nicht kennen, ich vergaß noch zu erwähnen, dass man vom Fahrersitz aus dem Beifahrer die Tür öffnen konnte, ohne sich rüberzubeugen. Die geringe Breite hatte bei der Parkplatzsuche enorme Vorteile. Also bitte nicht die Urform so aufblasen, wie es beim Mini oder Fiat 500 der Fall ist!

Der aktuelle Mini ist gegenüber dem Original (hatte ich dereinst) aufgeblasen, da gebe ich Ihnen recht. Aber der FIAT 500 (den fahre ich jetzt, ein US-Import-BEV!) ist wirklich nur so groß wie unbedingt nötig!

Hübsch? Na ja. Die aufgeblähten Radkästen vorn und hinten dürfte so mancher auch hässlich finden. Die Form des Urmodells war glattflächiger und zierlicher. […] Schön ist anders.

Ja, genau! Und wer sehen will, wie der Original-R5 wirklich aussah, sieht sich ihn sich hier an:

comment image

Natürlich kann man sich über das Design von Autos unterhalten. Aber am Ende ist das m.E. völlig sinnfrei. Hätten wir alle den selben Geschmack, ich hab’s an anderer Stelle schon geschrieben, wären wir vor 55 Jahren alle Opel Manta gefahren. Schrecklicher Gedanke.
ICH finde den Ur-R5 grausig, den e-R5 in den gezeigten Zeichnungen super .

Natürlich kann man sich über das Design von Autos unterhalten. Aber am Ende ist das m.E. völlig sinnfrei.

Nein –> (auch) das Design bestimmt das Bewustsein!

Die Rückbank hat Renault bei diesem R4-Entwuf schon herausgenommen! An deren Stelle sind nämlich die Akkus untergebracht!

Preis?

Im Jahr 1977 kostete der R5 8895,-DM.

Tolles knuffiges Auto. Wäre mit guter technischer Ausstattung sicher ein Verkaufsschlager.

Zum Teil lustige Kommentare, aber offenbar doch Interesse für so kleine Dinger elektrisch.
Sicher hier nicht schwerpunktmässig mit H2 angetrieben.Und schon gar nicht als REX zur Reichweitenverlängerung der normalen BEV.Wenn schon, denn schon wie bei Wasserstofffahrzeugen üblich nur mit sehr kleiner Batterie damit es zu Rekuperieren reicht.
Nicht vergessen Renault sind nicht nur wie Mercedes im Rennsport die Leader,die bauen auch gute KW s. DA läuft was hinter den Kulissen mit Bosch,Volvo und Iveco.

Sind natürlich LKW s gemeint, sorry.

Superschön und scharf geschnitten.Den bitte komplett elektrisch…und meine ZOE wird getauscht

Ich hatte beide (R5 wie R4) jahrelang gefahren, bis die braune Pest die Karosserie dahinraffte… Den einen wie den anderen vollelektrisch, wäre gut. Aber dann ohne braune Pest in ein paar Jahren, bevor der Akku auch noch das zeitliche segnet….Batteriemiete? Komplett kaufen sofern die Batterie besser wäre/wird als die bisherigen für Twizzy und Zoe.

Was für ein super Design.Das wird ein Millionenseller.

Ist das nicht beinahe ein 1:1 Klon vom HONDA e ???

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