MAN fordert bessere Voraussetzungen für Dekarbonisierung des Verkehrssektors

MAN fordert bessere Voraussetzungen für Dekarbonisierung des Verkehrssektors

Copyright Abbildung(en): MAN Truck & Bus

Der Lkw- und Bushersteller MAN Truck & Bus setzt in Zukunft verstärkt auf emissionsfreie Fahrzeuge. Die kommende Bundesregierung wird die Aufgabe haben, die Rahmenbedingungen festzulegen und den Transformationsprozess der Industrie möglich zu machen. Dafür seien mehr Investitionen in den Aufbau von Ladeinfrastruktur, die ausreichende Versorgung mit bezahlbarem Strom aus erneuerbaren Energien sowie eine CO2-basierte Bepreisung der Mobilität nötig, so das Unternehmen in einer aktuellen Mitteilung.

Die Bundestagswahl ist vorbei, nun treten die demokratisch gewählten Parteien in den Prozess ein, eine Koalition zu finden, die das Land in den kommenden vier Jahren nach vorne bringt. MAN Truck & Bus hat die Dekarbonisierung des Verkehrssektors laut eigener Aussage fest in seiner Unternehmensstrategie verankert. Eine neue Bundesregierung müsse allerdings die notwendigen Rahmenbedingungen schaffen, damit Transport und Logistik auch in Zukunft wirtschaftlich möglich sind.

Insbesondere an Autobahnen, Bundesstraßen und in urbanen Gebieten mit hoher wirtschaftlicher Aktivität brauchen wir Ladestationen, die auf das Laden von Nutzfahrzeugen ausgelegt sind und ein Stromnetz, das über die notwendigen Kapazitäten an regenerativer Energie verfügt“, erklärt Andreas Tostmann, Vorsitzender des Vorstandes MAN Truck & Bus SE. „Dafür bedarf es der Bereitstellung notwendiger Strommengen zu wirtschaftlichen Preisen“, so Tostmann weiter. Auch müsse der Aufbau eines Kernnetzes an Ladeinfrastruktur mit hohen, Schwerlastverkehr-tauglichen Ladeleistungen von 700 bis 1000 kW entlang der großen europäischen Verkehrskorridore bis 2025 konsequent vorangetrieben werden.

Als dritte Säule der Verkehrspolitik sieht MAN die Notwendigkeit, den Ausstoß von CO2 angemessen zu bepreisen. Zur Dekarbonisierung des Verkehrswesens beitragen können auch finanzielle Anreize, die klimaneutrale Technologien wettbewerbsfähiger machen. Dies könne zum Beispiel durch die Einführung einer CO2-basierten Maut, Mautbefreiung von Zero-Emission-Fahrzeugen bis 2030 oder reduzierte Steuersätze für emissionsfreie Nutzfahrzeuge erfolgen, so das Unternehmen.

Quelle: MAN – Pressemitteilung vom 27.09.2021

Über den Autor

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Klar, die Ladestruktur muss jetzt kommen. Gut, dass Scheuer ziemlich sicher ersetzt wird.

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