Kanzlerkandidat Scholz fordert E-Auto- und Batterieproduktion im Osten

Kanzlerkandidat Scholz fordert E-Auto- und Batterieproduktion im Osten

Copyright Abbildung(en): Alexandros Michailidis / Shutterstock.com

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat sich in der Vergangenheit mehr als einmal für die E-Mobilität ausgesprochen. „Wir können bei der Elektromobilität nicht nur zuschauen“, so eine seiner prägenden Aussagen aus den letzten Jahren. Auf dem Ostdeutschen Wirtschaftsforum im brandenburgischen Bad Saarow gab er vergangene Woche zu verstehen, dass man Zukunftsfelder mehr neue Technologien im Osten ansiedeln müsse. Unter anderem eben auch Technologien und Unternehmen aus dem Umfeld der Elektromobilität.

Beim Thema Mobilität verwies er etwa auf den Bau der Tesla-Fabrik in Brandenburg und das Elektroauto-Werk von Volkswagen in Zwickau. Mit Blick auf das Ziel der Klimaneutralität gebe es in Ostdeutschland riesige strategische Chancen, betonte Scholz. So entstünden in der Wasserstoffwirtschaft und der Batterieproduktion gerade ganz neue Möglichkeiten. Scholz erfährt von Seiten Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) Unterstützung. Dieser gibt zu verstehen: „Die neuen Bundesländer bieten noch Platz, eine leistungsstarke Infrastruktur und Arbeitskräfte“.

Für die Ansiedlung entsprechender Unternehmen spreche auch die Tatsache, dass „allein in Berlin 200.000 Studierende aus aller Welt“ angesiedelt sind, so Michael Müller (SPD). Auch das ziehe Unternehmen an, die innovative Produkte entwickeln wollten. Das Ostdeutsche Wirtschaftsforum gibt es seit 2016. Es steht in diesem Jahr unter dem Titel „Mut zum Vorsprung“, den die Veranstalter nach eigenen Angaben als Weckruf verstanden wissen wollen. Abschließend gab Scholz als Ziel aus, dass in Ostdeutschland mehr Zukunftstechnologien angesiedelt werden müssten, wie in der Wasserstoffwirtschaft und der Produktion von Batterien, damit mehr gut bezahlte Arbeitsplätze entstünden.

Quelle: Automobilwoche – E-Auto- und Batterieproduktion: Scholz fordert Aufbruch Ost statt Nachbau West

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Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Wieviel Freigeist des Osten brauchen wir?
Viel mehr!
Im Osten und Berlin boomen die Zukunftsentwicklungen, die Einstellungen gegenüber erneuerbaren Energien und reiner unvergaster eMobiltät stehen hoch im Kurs.
BEV- und Batterie-OEMs kommen bewusst hierher, weil es nicht nur den jungen umweltorientierten Freigeist für saubere Luft und Umwelt gibt, sondern auch viele Interessenten, welche Technik entwickeln, produzieren und konsumieren.
Gerade Grossstädter sind es leid, ständig in in Ausgasungen ersticken zu müssen, wobei es sich meist nicht einmal um die eigenen handelt.

Eine Batterieproduktion gab es bereits im saechsischen Kamenz, jedoch war es unrentabel, da die Batterien aus Fernost wesentlich billiger produziert wurden und das Werk somit in die Insolvenz ging und seiten Deutschland nichts getan wurde.

Die Fabrik von Mercedes läuft doch aktuell, oder???

war evtl nur der falsche Inhaber der Produktion 😉

Hier

https://www.daimler.com/karriere/ueber-uns/standorte/standort-detailseite-5066.html

lese ich:

„Kamenz, Deutsche ACCUMOTIVE GmbH & Co. KG

Mitarbeiteranzahl: ~1.300

Werksgründung: 2009

Offene Stellen: 3

Die Deutsche Accumotive am Standort Kamenz produziert als 100-prozentige Tochter der Mercedes-Benz AG seit 2012 Antriebsbatterien für Hybrid- und Elektrofahrzeuge von Mercedes-Benz und smart sowie Nutzfahrzeuge.

Der Standort Kamenz verfügt über zwei Batteriefabriken und ist ein wichtiger Teil des globalen Batterie-Produktionsverbunds von Mercedes-Benz Cars mit Standorten auf drei Kontinenten.“

Bitte wovon genau also redst Du?

Last edited 1 Monat zuvor by Wolfbrecht Gösebert

Nichts gegen „Aufbau Ost“ – aber nach 30 Jahren Steuergelder „reinbuttern“ mit bescheidenen (auch politischen) Erfolgen, sollte die Politik sich wieder mal dem Westen zuwenden, da dort mit den Milliarden sicher mehr erreicht werden könnte – der Westen hätte ein „Aufbauprogramm“ dringend nötig.

Die Politiker im Osten haben mittlerweise soviele Steuermilliarden erhalten, dass sie garnicht mehr wissen aus welchem Fenster sie das Geld werfen sollen – weniger Geld fördert die Kreativität und Effizienz.

Im Westen verrotten Schulen, Strassen und Brücken, weil lieber im Osten Gewerbegebiete schick gebaut werden, auch wenn sich da kaum Gewerbe ansiedeln will. Glasfaserkabel gibt es im Westen trotz vieler Bürger oft nur als Pilotprojekte für Wenige, obwohl die Bürger viele Milliarden Steuern zahlen.

Jetzt soll der Soli abgeschafft werden, besser wäre es aber das Geld in den „Aufbau West“ zu stecken, dort gibt seit vielen Jahren einen großen Investionsstau, weil angeblich das Geld fehlte.

Die Daumen nach unten sind berechtigt – wer bis 1989 im Paradies lebte, der darf sicht nicht beklagen, dass vielbefahrene Nebenstrecken seit Jahrzehnten einem Flickenteppich gleichen und erst jetzt Geld da ist, um diese Strecken zögerlich nach und nach mit einer gleichmässigen Asphaltschicht zu versehen.

Wieder mal herzlich gelacht, aber halt gängige Argumentation des Westens. Welche Firmen haben die Aufträge für die Sanierungen erhalten? Waren z.B. HochTief, Holzmann und Co. Ost-Firmen? An wen wurden Häuser, Wohnungen und sonstiges Inventar des Ostens für ’nen Appel und ’nen Ei verscherbelt? Wer hat sich 90% der ostdeutschen Industrie für ’ne symbolische D-Mark unter den Nagel gerissen und anschließend ruckzuck die zuküntige potentielle Konkurrenz plattgemacht? Wer hat Milliarden für „Firmenrettungen“ kassiert, die dann doch leider leider gescheitert sind? Wer hat für den Erhalt der handverlesenen Industriestandorte nach der Übernahme die dafür notwendige Investitionssumme zu 80% als geschenkte Förderung erhalten und schreibt aber seit 30 Jahren 100% der Unternehmensgewinne aus diesen Investitionen in die eigenen Bücher? Der ganze „Aufbau Ost“ war ein einziges „Konjunkturprogramm West“. Weiß man natürlich nicht, wenn man nicht selbst dabei war.

Wenn die Politik mitlamentiert, dann kommts selten besser. Der Verkehrskanister ist ja der Inbegriff des ewigen Lobbyisten. Wichtig wäre, die Hybriderei zu verhindern. Einfach bescheuert. Der Namen ist Ohmen.

Bei manchen Ministern fragt man sich, ob verstanden haben, wie Wirtschaft funktioniert. „Kanzlerkandidat Scholz fordert E-Auto- und Batterieproduktion im Osten“. Ja wenn er das fordert, werden mit Sicherheit viele Firmen seiner Forderung folgen, ob wirtschaftlich sinnvoll oder nicht. Naja, vermutlich Wahlkampf-Sprüche ohne Sinn und Verstand. Dabei gäbe es viele gute Gründe für den Osten und einiges, was man noch dafür tun könnte. Das könnte man ja mal erzählen.
Unvergesslich auch seine Aussage als Finanzminister, dass er sein Geld bisher immer auf dem Sparbuch und Girokonto angelegt hat und noch nie Aktien besitzt hat. Wenigstens rät er den Bürgern, es anders zu machen.

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