Cyber-Sicherheit: Neue Norm soll „Schwarzladen“ erschweren

Cyber-Sicherheit: Neue Norm soll "Schwarzladen" erschweren

Copyright Abbildung(en): shutterstock / Lizenzfreie Stockfoto-Nummer: 1590824863

Der Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (VDE) hat eine neue Norm zu den Anforderungen einer Authentifizierung an Ladegeräten veröffentlicht. Sie soll das Kopieren und Manipulieren von RFID-Karten und somit das Problem des „Schwarzladens“ nahezu unmöglich machen. Das berichtet „electrive.net“ unter Berufung auf Verbandsangaben. Die Anwendungsregel „VDE-AR-E-2532-100“ enthält eine von den Unternehmen Ebee und Wirelane gemeinsam mit dem RFID-Kartenhersteller NXP Semiconductors entwickelte Lösung. Es gebe damit Mindestanforderungen für eine vertrauenswürdige und sichere Ladeautorisierung, heißt es.

Cyber-Sicherheit sei auch an Ladesäulen ein Thema, erklärt der VDE. So habe der Chaos Computer Club (CCC) davor gewarnt, dass beim schnellen Ausbau der Ladeinfrastruktur nicht ausreichend auf den Schutz vor Hackern geachtet werde. Als Beispiel wurde das Schwarzladen mittels einfach zu manipulierenden oder kopierbaren Ladekarten genannt.

Diese Problematik werde durch die Verwendung asymmetrischer Kryptographie gelöst, erklären die Verantwortlichen für den neuen Standard. Bei der Entwicklung der Lösungen sei zudem konsequent auf eine Abwärtskompatibilität zu aktuell im Feld befindlichen Ladelösungen in Europa geachtet worden. So gebe es künftig die Möglichkeit, durch Software-Updates des Bender-Ladecontrollers – ohne Einbau neuer Kartenleser – direkt mit neuen, sicheren RFID Transpondern zu laden. Bestehende Backendsysteme müssen nach Angaben der Partner weder angepasst noch umprogrammiert werden. Die Lösung ermögliche ferner im Markt bekannte Mechanismen wie Whitelisting, Offline­-Betrieb und Roaming.

Das Thema Ladeinfrastruktur entwickelt sich aktuell sehr dynamisch und neben einem flächendeckenden, zügigen Ausbau legen wir neben dem Thema elektrische Sicherheit großen Wert auf das Thema Cyber-Sicherheit„, heißt es beim VDE. „Durch die Definition von Mindestanforderungen in Normen und Standards schaffen wir die Basis für einen möglichst schnellen und interoperabelen Hochlauf der Elektromobilität im Feld.

Bei Wirelane sei die normkonforme Umsetzung gemäß der neuen VDE-Anwendungsregel bereits an allen Ladepunkten der „Light & Charge“-Serie erfolgt, heißt es. Bestandskunden biete der Hersteller den kostenlosen Umtausch der bisherigen Ladekarten gegen neue NXP-Ladekarten an.

Quelle: electrive.net – Neue VDE-Norm zur Authentifizierung an Ladegeräten

Über den Autor

Wolfgang Plank ist freier Journalist und hat ein Faible für Autos, Politik und Motorsport. Tauscht deshalb den Platz am Schreibtisch gerne mal mit dem Schalensitz im Rallyeauto.

Newsletter

Erhalte jeden Montag, Mittwoch und Freitag aktuelle Themen wie „Cyber-Sicherheit: Neue Norm soll „Schwarzladen“ erschweren“ sowie die neusten Informationen aus der Welt der Elektromobilität kostenfrei direkt ins eigene Postfach. Kuratiert aus einer Vielzahl von Webseiten und Blogs.
Ja, ich möchte den gratis E-Mail-Newsletter von Elektroauto-News.net abonnieren. Die Datenschutzerklärung habe ich gelesen. Die Einwilligung zum Versand des Newsletters kann jederzeit widerrufen werden. Hierzu reicht es auf den Abmeldelink zu klicken, welcher sich in jedem Newsletter befindet.

Fakten & MeinungenDiskutiere mit der E-Community

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
1 Kommentar
Oldest
Newest Most Voted
Inline Feedbacks
View all comments

Warum nicht plug&charge….das Auto übernimmt das verifizieren

Diese News könnten dich auch interessieren:

XPeng und NIO überzeugen im November – trotz Halbleiterkrise
Erster vollelektrischer Toyota debütiert in Europa
Elektrisches „Tuk Tuk“: Biliti Electric bringt GMW Taskman nach Europa
1
0
Would love your thoughts, please comment.x
()
x

Deine Anmeldung zum Newsletter:
Ein letzter Schritt fehlt noch.

Vielen Dank für deine Anmeldung zum Newsletter von Elektroauto-News. Du erhältst in Kürze eine E-Mail, in der sich ein Link zur Freischaltung deiner E-Mail-Adresse befindet. Erst durch die Bestätigung des Links dürfen wir deine E-Mail-Adresse zum Versand unseres Newsletter freischalten (Double-Opt-In).