Aston Martin erwartet höhere Verkaufszahlen mit Elektroautos

Aston_Martin_Valhalla-Plug-in-Hybrid

Copyright Abbildung(en): Aston Martin

Anlässlich der Präsentation des Supersportwagens Valhalla – der ab 2023 unter anderem als 699 kW (950 PS) starker Plug-in-Hybrid erhältlich sein wird – hat Aston Martin CEO Tobias Moers einige neue Infos zur Elektrifizierungsstrategie der sportlichen Nobelmarke verraten. Er bestätigte zudem, dass die Briten ab 2025 ein erstes reines Elektroauto in den Verkauf bringen wollen: Es dürfte sich dabei um einen Nachfolger für den DB11 handeln.

Der Sportwagenhersteller ist wie die gesamte Autobranche gerade dabei, sich von seiner Abhängigkeit von reinen Verbrennungsmotoren zu lösen und mehr und mehr zunächst zu benzin-elektrischen Hybridantrieben zu wechseln, beginnend mit dem Hypersportwagen Valkyrie, der im September erscheinen soll. Der Hybrid mit Mittelmotor kommt auf insgesamt 865 kW (1176 PS), davon 119 kW (160 PS) des Elektromotors.

Dem 2023 in den Verkauf gehenden Valhalla soll kurz nach dessen Erscheinen eine Plug-in-Hybrid-Version des SUV DBX folgen, während ein geplanter Einstiegs-Supersportwagen ebenfalls als steckerunterstützter Teilzeitstromer ins Portfolio wandern soll. Mit dem Vanquish Vision stellte Aston Martin bereits ein Konzeptfahrzeug als kleinen Ausblick auf dieses Modell vor.

Das aktuelle Sortiment an Sportwagen mit Frontmotor, einschließlich beliebter Modelle wie Vantage und DB11, werde mit der nächsten Generation komplett auf vollelektrische Modelle umgestellt, sagte Moers. „Die Nachfolge unseres traditionellen Sportsegments muss zweifellos voll elektrisch sein“, sagte er Automotive News Europe zufolge. Dem Aston Martin CEO zufolge sollen die reinen Stromer der Marke mindestens 600 Kilometer an Reichweite bieten. Seinen sportlichen Elektro-Coupés will die Marke kurz darauf auch den ersten rein elektrischen SUV folgen lassen.

Wie Aston Martin seine besonders leistungsstarken Modelle mit Mittelmotorkonzept in die elektrische Zukunft führen will, ist jedoch noch unklar. Moers zufolge wird deshalb das aktuelle Sportsportwagenprogramm länger überleben als ursprünglich geplant.

Aston Martin kann bei seinen Elektrifizierungsplänen auf die Expertise von Daimler vertrauen, nachdem der deutsche Automobilkonzern im vergangenen Jahr zugestimmt hatte, seine Technologie im Austausch für eine Beteiligung von bis zu 20 Prozent an die Briten weiterzugeben. Der Plug-in-Hybrid-V-8-Antriebsstrang im Valhalla etwa wird von der Mercedes-Performancemarke AMG geliefert.

Moers versprach, dass die Aston Martin künftig zwar Mercedes-Technologie verwenden werde, die allerdings auf die spezifischen Anforderungen von Aston Martin zugeschnitten sein soll. Der Umstieg auf elektrische Antriebe werde die Identität der Traditionsmarke nicht verwässern, sagte der CEO. Auch ein rein elektrischer Aston Martin soll jene Fahrdynamik aufweisen, welche die Kunden von der Marke gewohnt sind.

Von der Elektrifizierung erhofft sich Aston Martin auch ein Umsatzplus. Vor allem der rein elektrische SUV soll die Verkaufszahlen nach oben treiben. Aktuell setzen die Briten gut 6000 Fahrzeuge pro Jahr ab. Künftig sollen es mehr als 10.000 sein.

Quelle: Automotive News – Aston Martin will replace Vantage, DB11 with all-electric cars

Über den Autor

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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„davon 119 kW (160 PS) des Elektromotors“
Darf den Anlasser jetzt auch während der Fahrt benutzt werden?
Ich schlage vor, daß ab 1.1.2022 Autos deren Elektroantrieb weniger als 50% der Systemleistung hat, a) kein E-Kennzeichen bekommen, b) als „pseudoelektrisch“ bezeichnet werden.

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