Ampel-Koalition strebt 15 Millionen reine E-Autos bis 2030 an

Ampel-Koalition strebt 15 Millionen reine E-Autos bis 2030 an

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Unter dem Motto „Mehr Fortschritt wagen – Bündnis für Freiheit, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit“ haben die Partner der aller Voraussicht nach künftigen Regierung ihren Koalitionsvertrag vorgestellt. In dem in den vergangenen Wochen erarbeiteten, 177 Seiten langen Papier geben SPD, Bündnis 90 / Die Grünen und die FDP die Stoßrichtung für ihr politisches Handeln vor. Für Elektroauto-News-Leserinnen und Leser sind vor allem die Seiten ab 48 von Interesse. Hier skizzieren die Partner der Ampel-Koalition ihre Vorhaben in Sachen Mobilität.

Wir wollen die 2020er Jahre zu einem Aufbruch in der Mobilitätspolitik nutzen und eine nachhaltige, effiziente, barrierefreie, intelligente, innovative und für alle bezahlbare Mobilität ermöglichen“, leiten die drei Parteien das Kapitel Mobilität ein. Speziell in Sachen E-Mobilität soll Deutschland bis 2030 ein Leitmarkt werden: Mindestens 15 Millionen E-Autos sollen bis dahin zugelassen sein – fünf Millionen mehr als im optimistischsten Szenario der vorherigen Koalition, die sieben bis zehn Millionen E-Autos angepeilt hatte. Damit dies gelingt, sollen Rahmenbedingungen und Fördermaßnahmen gezielt auf den Durchbruch der E-Mobilität ausgerichtet werden. Der Zusatz „vollelektrisch“ an der entscheidenden Passage verweist darauf, dass Plug-in-Hybride anders als bisher nicht mehr mit eingerechnet werden.

Auf ein konkretes Datum für den Ausstieg aus der fossilen Verbrennertechnologie haben sich die Koalitionäre dem Papier nach nicht geeinigt. Darin heißt es hierzu: „Gemäß den Vorschlägen der Europäischen Kommission werden im Verkehrsbereich in Europa 2035 nur noch CO2-neutrale Fahrzeuge zugelassen – entsprechend früher wirkt sich dies in Deutschland aus“. Wie dieses „früher“ interpretiert werden darf, bleibt abzuwarten. Mit CO2-neutralen Fahrzeugen jedoch sind nicht nur Batterie-E-Autos gemeint. Im Papier ist als Alternative hierzu auch explizit von „nachweisbar nur mit E-Fuels betankbaren Fahrzeugen“ die Rede.

Beim Ausbau der Ladeinfrastruktur will die neue Regierung „dem Bedarf vorausgehen“ und deshalb „den vorauslaufenden Ausbau der Ladesäuleninfrastruktur mit dem Ziel von einer Million öffentlich und diskriminierungsfrei zugänglichen Ladepunkten bis 2030 mit Schwerpunkt auf Schnellladeinfrastruktur ressortübergreifend beschleunigen, auf Effizienz überprüfen und entbürokratisieren“. Die Förderung für den Ausbau der Ladeinfrastruktur soll effektiver und effizienter ausgestaltet werden. Hemmnisse in Genehmigungsprozessen, bei der Netzinfrastruktur und den Netzanschlussbedingungen sollen abgebaut und die Kommunen bei einer vorausschauenden Planung der Ladeinfrastruktur unterstützt werden.

In der Folge dürfte der Wunschzettel einiger eingefleischter E-Mobilisten an vielen Punkten mit einem Häkchen versehen werden: „Wir werden bidirektionales Laden ermöglichen, wir sorgen für transparente Strompreise und einen öffentlich einsehbaren Belegungsstatus. Wir werden den Aufbau eines flächendeckenden Netzes an Schnellade-Hubs beschleunigen und die Anzahl der ausgeschriebenen Hubs erhöhen. Wir werden den Masterplan Ladeinfrastruktur zügig überarbeiten und darin notwendige Maßnahmen aus den Bereichen Bau, Energie und Verkehr bündeln sowie einen Schwerpunkt auf kommunale Vernetzung der Lösungen legen. Wir setzen uns für ambitionierte Ausbauziele auf europäischer Ebene ein“. E-Auto-Fahrer, was willst Du mehr, dürfte mancher sich bis hierhin denken.

Auch der Schwerverkehr soll klimafreundlicher werden: Die Parteien wollen sich für eine Weiterentwicklung der CO2-Flottengrenzwerte für Nutzfahrzeuge einsetzen und die Vorschläge der Europäischen Kommission für den Aufbau von Tank- und Ladeinfrastruktur für Lkw unterstützen. Dabei soll auch eine emissionsfreie Stadtlogistik sowie klimaneutraler Busverkehr gefördert werden. Ein Punkt dürfte lärmgeplagten Anwohnern vielbefahrener Straßen Hoffnung geben: „Wir wollen Lärmbelastungen durch den Verkehr reduzieren, setzen uns für eine Reduzierung von mutwilligem Lärm ein und sorgen für mehr aktiven und passiven Lärmschutz“.

Im Gesetz zum autonomen Fahren wollen die Koalitionspartner die aktuellen Regelungen verbessern, Haftungsfragen klären und die Datenhoheit der Nutzer sicherstellen. Für eine nahtlose Mobilität im Verbund mit dem ÖPNV sollen Verkehrsunternehmen und Mobilitätsanbieter verpflichtet werden, ihre Echtzeitdaten unter fairen Bedingungen bereitzustellen. Anbieterübergreifend sollen digitale Buchung und Bezahlung ermöglicht werden. Auch digitale Mobilitätsdienste, innovative Mobilitätslösungen und Carsharing sollen unterstützt und in eine langfristige Strategie für autonomes und vernetztes Fahren öffentlicher Verkehre einbeziehen.

Auch Schiffe und Flugzeuge sollen nachhaltiger werden: Schiffe zum Beispiel durch die Förderung von Landstrom und alternativen Antrieben und Kraftstoffen. Dafür soll auch das Flottenerneuerungsprogramm für die klimafreundliche Binnenschifffahrt angepasst werden. Die Anzahl von Kurzstreckenflügen soll durch bessere Bahnverbindungen spürbar verringert werden. Beim CO2-neutralen Fliegen will Deutschland Vorreiter werden: „Unser Ziel ist die Schaffung von fairen Rahmenbedingungen im internationalen Wettbewerb für einen wirksamen Klimaschutz im Luftverkehr, der Emissionen effektiv reduziert sowie Carbon Leakage vermeidet“, heißt es in dem Papier. Einnahmen aus der Luftverkehrssteuer sollen für die Förderung von Produktion und Einsatz von CO2-neutralen strombasierten Flugkraftstoffen sowie für Forschung, Entwicklung und Flottenmodernisierung im Luftverkehr eingesetzt werden. Geplant sind ambitionierte Quoten für Power-to-Liquid (PtL-Quoten) im Luft- und Schiffsverkehr, um einen Markthochlauf anzureizen.

Im Energiesektor will die neue Bundesregierung den Ausbau der Erneuerbaren Energien zu einem zentralen Projekt ihrer Regierungsarbeit machen. National, in Europa und international sollen Klima-, Energie- und Wirtschaftspolitik auf den 1,5-Grad-Pfad ausgerichtet werden. Das Klimaschutzgesetz soll noch im Jahr 2022 konsequent weiterentwickelt und ein Klimaschutz-Sofortprogramm mit allen notwendigen Gesetzen, Verordnungen und Maßnahmen auf den Weg gebracht werden. Die Einhaltung der Klimaziele sollen anhand einer sektorübergreifenden und analog zum Pariser Klimaabkommen mehrjährigen Gesamtrechnung überprüft werden.

Wir machen es zu unserer gemeinsamen Mission, den Ausbau der Erneuerbaren Energien drastisch zu beschleunigen und alle Hürden und Hemmnisse aus dem Weg zu räumen“, kündigen die Regierungspartner an. Dabei gehen sie von einem höheren Bruttostrombedarf von 680 bis 750 TWh im Jahr 2030 aus. Davon sollen 80 Prozent aus Erneuerbaren Energien stammen, der verstärkt von dezentralen Erzeugern kommen soll wie etwa Photovoltaikanlagen bei Privatpersonen und Unternehmen: „Alle geeigneten Dachflächen sollen künftig für die Solarenergie genutzt werden. Bei gewerblichen Neubauten soll dies verpflichtend, bei privaten Neubauten soll es die Regel werden“, heißt es hierzu in dem Papier. Bürokratische Hürden will die neue Regierung abbauen und Wege eröffnen, um private Bauherren finanziell und administrativ nicht zu überfordern. Zudem entstehe so auch ein Konjunkturprogramm für Mittelstand und Handwerk. Auch der Ausbau von Windkraft an Land und auf See soll beschleunigt werden. Aus der Kohle will Deutschland „idealerweise“ schon vor 2030 aussteigen.

Die Wasserstoffstrategie soll 2022 fortgeschrieben werden mit dem Ziel eines schnellen Markthochlaufs. Erste Priorität habe die einheimische Erzeugung auf Basis Erneuerbarer Energien, die Elektrolysekapazität soll bis zum Jahr 2030 gut 10 Gigawatt erreicht haben. Dies soll u.a. durch den Zubau von Offshore- Windenergie sowie europäischen und internationalen Energiepartnerschaften sichergestellt werden. Zusätzlich sei ein engagierter Aufbau der notwendigen Infrastruktur erforderlich.

Quelle: SPD, Bündnis 90 / Die Grünen und die FDP – Mehr Fortschritt wagen – Bündnis für Freiheit, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit

Über den Autor

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Was gerne unterschlagen wird, ist, dass die deutsche Politik sehr frühzeitig die Weichen Richtung Elektromobilität gestellt hat. „Nationaler Entwicklungsplan Elektromobilität der Bundesregierung“ nennt sich das Dokument und ist von ….2009. Dort wird als Ziel für Ende 2020 1 Million Elektroautos genannt, für 2030 6 Millionen Elektroautos.Da war man also sehr fortschrittlich und deshalb kann man die jetzigen Bemühungen nicht als Aufbruch, sondern allenfalls als fortschreibende Aktualisierung verstehen.

Interessant finde ich, warum der gute und frühe Entwicklungsplan der Bundesregierung oft unterschlagen wird. Das sind zum einen die Fans eines US Herstellers, die sich die Deutungshoheit über die Einführung der Elektromobilität einverleibt haben und behaupten, ihre Marke habe den Strom, den Elektromotor, die Batterie erfunden und strebe zurecht Richtung Weltherrschaft. Die andere Gruppe sind Regierungskritiker, denen es bei uns schlicht zu gut geht und die gar nicht wissen, was es für ein gutes System das hier ist, weil es ihr ständiges Meckern straffrei erträgt.

ja, der Plan war in der Theorie toll – nur halt weit von der Realität entfernt.
Wie viele Elektroautos fahren denn nun tatsächlich auf Deutschlands Straßen?

Wie Sie sagen, waren waren bis Ende 2020 in Summe 1 mio Elektroautos geplant.

in der Realität warens ein Jahr später, am 1. Oktober 2021 rund 517.000. Ende letzten Jahrs warens gerade mal 320 000.

Man hatte also nicht mal ein DRITTEL der angestrebten Zahl 2020 erreicht.

Naja, bei exponentiellem Wachstum ist es immer so ein wenig schwierig. Man könnte auch sagen, dass das Ziel ungefähr um ein Jahr verfehlt wurde. Dazu kommt auch noch die schwierige Versorgungslage mit Bauteilen. Der gesamte PKW Markt ist gerade ziemlich geschrumpft. Das konnte so keiner vorhersagen.

Im Oktober 2019 wurden 284.593 Fahrzeuge neu zugelassen, davon 4.979BEV, 2020 274.303 gesamt(-3,6%) (23.158BEV(+365%)), 2021 178.683 (-35%) gesamt (30.560BEV(+32%))

Trotz des drastischen Einbruchs an Gesamtverkaufszahlen wachsen die BEV Verkäufe. Mit mehr Bauteilen gäbe es auch mehr BEVs und man wäre ein Jahr später bei 1Mio angekommen.

Das liegt aber meiner Meinung nur daran, dass Tesla hier Druck gemacht hat und die meisten OEMs sich genötigt fühlten auch etwas im Programm haben zu müssen.

Farnsworth

Im Juli 2021 waren mehr als 1Mio zugelassen!

Nehmen wir mal an, Tesla hätte nicht den Markt aufgescheucht. Würden wir dann heute so viele Modelle haben? Ein klares Nein. Warum sprachen die deutschen Hersteller immer von Tesla-Killern oder Tesla-Fightern? Wenn der Laden doch so lächerlich unbedeutend ist, was gab es denn da zu killen? Mit dem Plan könnte man sich auch den Hintern abputzen. Mit den paar Zoe’s und E-Ups mit nur 150km Reichweite für teuer Geld hätte man die Ziele nie erreicht.

Erst haben sie Tesla belächelt und plötzlich gefürchtet, als ihnen klar wurde, dass Tesla das größte Batteriewerk weltweit hat. Und weltweit ist Tesla immer noch führend, wenn VW auch auf Aufholjagd ist und sicherlich auch irgendwann überholen wird.

Farnsworth

Die Herausforderungen der Automobilindustrie sind das autonome Fahren und die damit einhergehenden Mobilitätsdienste. Da müssen die alten Dinos Kompetenz aufbauen und das dauert. Früher nahm man bei solchen Changes eine renommierte Unternehmensberatung, um dem trägen Management Beine zu machen. Heute zeigt man auf Tesla. Die kennt jeder, die machen viel Software aber eben auch Autos. Mehr ist es nicht und es ist auch nicht ernst gemeint:

Niemand sonst nutzt albern viele Rundzellen, nämlich bis 8256 Stück pro Auto, mit entsprechenden Montagezeiten und entsprechendem Montagerisiko durch die Anzahl und durch das direkte Brutzeln an der Anode. EQS hat 216 Zellen. Andere haben deutlich schnellere Ladezeiten und andere Spannungslagen. VW und Mercedes sowie Ford kaufen Zellen lange günstiger ein als Tesla. Ebenso sind andere Wagen günstiger, z.B. die MEB-Modelle. Auch die absurde Nur-Kamera-Lösung zum autonomen Fahren macht alleine Tesla und niemand möchte das sonst machen. Denn wie CNN letzte Woche zeigte, ist das eine Sackgasse.

Da wollen die Anderen definitiv nicht Tesla sein. Ebenso hast du vergessen, dass es massive Schützenhilfe der alten OEM für Tesla gab. Z.B. von Mercedes, weil „Dr.Z“ das Unternehmen schätzte und sogar damals Toyota überzeugte, bei einigen CAD-Designs zu helfen. Daher reißt beim Model S die Heckstoßstange bei Starkregen nicht ab. Auch gab es von Mercedes neben Aktienhilfe den Entwicklungsauftrag für die B-Klasse und jede Menge Hardware. Die ersten Model S waren halbe E-Klassen (Sitze, Lenkstockhebel, Schalter, …). Es wurde früher also nicht gelächelt, sondern geholfen.

FUD David läuft zum Wochenendfinale auf – so viele verdrehte Fakten in 36 Zeilen – hast Du mal ein Praktikum beim ehemaligen US-amerikanischen Präsidenten gemacht?

Wenn Deine deutschen Automobilhelden so viel schlauer sind und alles besser machen, warum genau braucht VW für einen iD3 dann mehr als 2x solange, wie Tesla für sein Model 3?
Wahrscheinlich behauptet Du diesbezüglich wahrscheinlich demnächst, daß „Plastiksitze“ eben schneller gehen, als Kuhhaut aus deutscher Bio Massenproduktion 😉

Mehr Fragen habe ich nicht – Du darfst jetzt gerne weiter Deinen unsäglichen FUD verbreiten 😉

Nein David, ich habe heute kein Bild für Dich!

warum genau braucht VW für einen iD3 dann mehr als 2x solange, wie Tesla für sein Model 3?

Wie viel (keine Software) lässt sich bei einem Model 3 konfigurieren und wie viel beim ID.3?

Will VW lieber Autos verkaufen oder Konfigurationsweltmeister werden?

PS:
in meinem Tesla ist alles drinn, was ich mir wünsche – sogar 3 beheizte Sitze auf der Rückbank – wo genau konfiguriert Du die beim iD3?

Will VW lieber Autos verkaufen oder Konfigurationsweltmeister werden?

Was VW „will“ kann mir als Kunde relativ egal sein, aber ich will ein individuelles Fahrzeug, von daher sind mir Konfigurationsmöglichkeiten wichtig.

in meinem Tesla ist alles drinn, was ich mir wünsche – sogar 3 beheizte Sitze auf der Rückbank – wo genau konfiguriert Du die beim iD3?

Jedem das seine. In einem Tesla ist vieles was ich mir wünsche nicht drin. Wo genau konfiguriert man bei Tesla ein HUD?

Also ich hätte den nicht konfiguriert, selbst wenn es denn bei Tesla geben würde.
Jeder wie er will 😉

Beim Tesla muß man keinen HUD konfigurieren. Man legt ihn einfach auf die Ablage.. 🙂

Wieviel muss man denn da konfigurieren? Der hat doch quasi Vollausstattung. Ich finde die deutsche Aufpreispolitik affig. Man en hat das Gefühl immer über den Tisch gezogen zu werden. Das große Navi? 3.000€ Aufpreis. Hallo? Dafür bekommt man ein 75Zoll OLED Fernseher und das Ding kann nichts besser als TomTom auf dem Handy.

Wenn ich mir einen ID.3 konfiguriere, wie er mir gefällt, dann kostet er fast genau so viel wie ein Model 3. Zugegeben hat er dann Matrix LED und Headup Display was man bei Tesla nicht bekommt. Aber das Glasdach ist z.B. immer Serie. Also der Preis wird nicht das Kriterium sein, wenn ich mal vor der Wahl stehe.

Farnsworth

Wieviel muss man denn da konfigurieren? Der hat doch quasi Vollausstattung.

Panoramadach oder kein Panoramadach würde mir als erstes einfallen.

Ich finde die deutsche Aufpreispolitik affig.

Ist ja auch dein gutes Recht, übertrage das aber bitte nicht auf die Allgemeinheit.
Ich finde es zum Beispiel affig, dass man bei Tesla so gut wie nichts konfigurieren kann.

Wenn ich mir einen ID.3 konfiguriere, wie er mir gefällt, dann kostet er fast genau so viel wie ein Model 3.

Man kann den ID.3 aber so konfigurieren wie er einem gefällt.
Das Model 3 hingegen kann ich mir nicht so konfigurieren dass es mir gefällt.

Aber das Glasdach ist z.B. immer Serie.

Das ist auch so ein Punkt, was wenn ich kein Panoramadach will?

… Man kann den ID.3 aber so konfigurieren wie er einem gefällt.

Wo bitte kann ich beim ID.3 das Seegurken-Design wegkonfigurieren?

Design ist Geschmackssache.
Beim Model 3 kann ich auch nicht das hässliche Entlein Gesicht wegkonfigurieren.

Danke! Deine Behauptung war:

Man kann den ID.3 aber so konfigurieren wie er einem gefällt.

Genau das habe ich aber damit widerlegt … 😛

Ist doch alles gut Mike – konfiguriere Du so lange Du möchtest – ich hab dann schon einmal Spaß auf der Straße.

Oder wie IKEA zu sagen pflegte:
Schraubst Du noch, oder lebst du schon.

Bei VW dann eben:
– updatest du noch, oder fährst Du schon 😉

Lieber ein paar Monate länger aufs Auto warten als das komplette Autoleben etwas an dem Fahrzeug auszusetzen zu haben 😉

Ich bin ja überhaupt kein VW Fan, aber es geht ja eher ums Prinzip und da finde ich individuelle Fahrzeuge gerade in den Preisregionen schon ein Muss.

Spaß auf der Straße habe ich mit meinem jetzigen Diesel auch, die paar Monate bis der i4 abholbereit ist, werde ich noch aushalten.

Ja, Daimler zeigte Interesse an Tesla, aber BMW und Audi nicht. Da wurde milde gelächelt und gescherzt. Das mit der E-Mobilität.sei doch alles nichts. Hätte Daimler mal besser die Anteile behalten.

Die B-Klasse war der Hammer. 28kWh Verbrauch. Ein Meisterwerk der Ingenieurskunst – NICHT.

Das sieht beim EQS schon deutlich anders aus. Aber: wer sagt denn, dass die 216 Zellen nicht komplizierter in der Montage sind und die Zeit da verbraten wird? An der reinen Anzahl kann man es nicht ausmachen. Denn die 216 Zellen müssen ja größer sein. Und ich bezweifle, dass die Produktion einer größeren Pouch oder Hardcase Zelle genauso lange dauert, wie die einer Rundzelle. Wenn die Herstellung von so einer Zelle genauso lange dauert, wie die Herstellung und Montage von 58 Rundzellen tut sich da nichts.

Farnsworth

Du machst wohl Witze. Die 216 Zellen sind ruckzuck montiert, denn sie sind groß und entsprechend gut konfektionierbar. Jede sieht quasi aus wie ein iPad-Pro, etwas schmaler, länger und dicker und wiegt etwa 1,5 kg, genau die ideale Bauteilgröße für Robotik. Nicht zu klein, aber auch nicht zu schwer. Und sie werden in Module wie Schubladen eingesetzt. Also kein aufwendiger Vorgang. 18 Stück pro Modul werden eingeschoben, rasten ein, dann laserschweißt ein Automat in einem Rutsch alle 18 Zellen. Denn die „Lötfahnen“ sind thermisch gar nicht sensibel und groß. Da dauert der ganze Akku einen Bruchteil der Zeit, indem nur ein filigranes 192er Modul bei Tesla entsteht.

Die B-Klasse war, wie gesagt, ein kompletter Entwicklungsauftrag an Tesla. Sie hat die komplette Tesla-Hardware, also die Motoren, Wechselrichter und sogar die Tesla-Rundzellen. Dass sie wirklich im Schnitt 28 kWh/100 km verbraucht hat, wäre mir neu. Wäre es so, dann wäre es eben der technische Stand von Tesla gewesen, nicht von Mercedes.

Last edited 6 Tage zuvor by David

Wie weit genau müssen wir in der Geschichte zurückspringen, damit Deine „Argumente“ irgendeine Relevanz haben?
Ich werde Dich am Ende 2022 mal mit Produktionszahlen und Margen konfrontieren müssen –
vielleicht helfen die ja valide Zahlen zurück aus Deiner Pipi Langstrumpf FUD Welt 😉

Wo sind die neuen weltbewegenden Ziele geblieben?
Die genannten Ziele sind fast die gleichen wie von der vorherigen Regierung.
Um auf 15 Mio BEV zu kommen in 2030 müsste der Absatz nahezu die nächsten 4 bis 5 Jahre jährlich verdoppelt werden, die Ladeinfrastruktur ebenso, und dies bei der Verbrenner lastigen deutschen Autogesellschaft.
Eigentlich ein machbares Ziel, aber nicht bei einem Verbrenneraus in 2035, da bleiben viele ihrem Verbrenner treu.
Die erneuerbaren Energien müssten übernormal gesteigert werden, sonst wird dies nichts mit Kohle- und Atomausstieg. Und da sehe ich bislang nur Worte und derzeit ziemlich schwarz.
Mit 130km/h hat es schon mal nicht geklappt, was wird aus den restlichen frommen Wünschen?

Ich kann irgendwie noch keinen Verbrennerausstieg erkennen. Also dürfen immer noch Verbrenner verkauft werden, wenn sie auch mit e-Fuel funktionieren, auch nach 2035? Gibt es überhaupt Verbrenner die nicht mit e-Fuel laufen?
Bin auch enttäuscht, dass der Verkehrsminister von der MIV freundlichen FDP gestellt wird.

E-Fuels lassen sich chemisch gesehen identisch zu fossilen Kraftstoffen designen.
Von daher ist selbst ein 50+ Jahre alter Verbrenner damit „kompatibel“.

Ich sehe auch kein Problem darin, wenn auch über 2035 hinaus noch Liebhaberfahrzeuge wie z.B. ein 911er verkauft werden können, es zwingt dich ja niemand einen zu kaufen.

Man muss nicht komplett aus der Verbrennerproduktion aussteigen.
Aber es sollte ein Ende der Massenproduktion geben.

Naja, 15 Mio E-Autos 2030 ist ja de Facto ein Verbrennerausstieg. Im Oktober lag der BEV Anteil bei 17%. Rechnen wir einfach mal jedes Jahr mit 3Mio Neuzulassungen und 20% Anteil in 2022. Jedes Jahr 10% mehr Anteil bis man im Jahr 2030 bei 95% BEV ankommt. Dann wurden in dem Zeitraum grob 16Mio BEV verkauft. In den Verbrennermarkt zu investieren wäre dann nicht mehr lukrativ. Die großen Konzerne haben ja schon den Ausstieg bekanntgegeben.

Farnsworth

Sehe ich ähnlich, je nachdem ob der Gesamtabsatz steigt oder gleich bleibt wird es 2030-35 so sein, ich schätze eher 2035.

Warum dann ab 2035 noch die Liebhaberfahrzeuge verbieten, wenn es eh nur noch max. 5% der Neuzulassungen sind?

In Deutschland kommen pro Jahr etwa 3 Mio. Pkw neu hinzu.

Bei 15 Mio. E-Autos bis 2030 müssten pro Jahr gut 1,5 Mio. E-Autos neu dazu kommen.

Jedes 2.Auto müsste also ein E-Auto sein – möglichst ein BEV – da sind jetzt die Hersteller gefragt.

Kommt sowieso .. mit dem Runterschrauben des c02-Flottenverbrauchs ab 2025 werden Verbrenner so teuer, dass man sich es 3x überlegt .. nicht doch ein BEV zu nehmen. Zudem steigt die c02-Last des Sprits und die PHEV-Förderung wird runtergefahren.

Es läuft …

Wie ernst es der Deutschen Politik & Wirtschaft damit ist, schnell viele Elektroautos auf die Straße zu bringen mag ja glauben, wer will …….

Die Politik läßt sich von angeblichen Umweltschutzverbänden in Grünheide am Nasenring durch die Manege führen – die ach so umweltbewussten deutschen Automobilhersteller produzieren genau bis zum CO2 Ziel, um dann unter irgendwelchen Vorwänden die Produktion zu stoppen.

Und „Gutbürger“ wie David, Egon und Konsorten ziehen durch diverse Foren dieser Republik, um FUD zu sähen und Lügen zu verbreiten …..

Deutschland, Du meinst es wirklich ernst mit deinem Bemühen für Umwelt und Naturschutz !

Schämt Euch – schämt Euch alle miteinander !!!

Dass du ausgerechnet das von den Praktiken her dreckigste Unternehmen unter allen Elektroautobauern, nämlich Tesla, immer wieder ins Spiel bringst, ist absurd. Nicht einmal in den USA, wo die Arbeitnehmerrechte vergleichsweise gering sind, darf Musk beim Präsidenten zu Autothemen am Tisch sitzen, so geächtet ist Tesla wegen ihrer miserablen Sozialstandards. Und das hatte der Präsident vor dem $137 Millionen Rassismusurteil gegen Tesla gemacht. Danach hätte ihn vermutlich sogar Trump rausgeschmissen.

Wo sind denn die Solarpaneele in Grünheide? So einige der Tesla-Käufer haben welche auf ihrem kleinen Hausdächern in semi-optimaler Lage, aber der Fabrikant selbst macht das nicht auf seinen riesigen unbeschatteten Dachflächen, obwohl er ja angeblich sogar selber Solarmodule verkauft. Wer auf Bedenken wegen der Wasserwirtschaft öffentlich antwortet, „Sieht es hier für Dich aus wie eine Wüste?“, dem ist die Umwelt komplett egal. Abgesehen davon, dass man es auch weiß, weil er ja bevorzugt mit schmutzigen Raketen spielt.

Danke David – uninformiert wie immer machst Du Deine Kommentare von mal zu mal unglaubwürdiger – Wer das, was in den USA gerade mit Tesla abläuft nicht verstehen kann…..
Vielleicht lesen Dir Deine Kinder später im Altersheim einmal aus einem Schulbuch Geschichte vor, was damals wirklich abgelaufen ist, und fragen dann „Papa, warum hast Du das damals alles nicht verstanden?

Meine Antwort wäre dann: Quellenkritik war nicht so Papas Stärke – aber er konnte super Porsche fahren 😉

Schäm Du Dich! Oder noch besser: Mund halten. Mit so jemand wie Dir will eh‘ keiner sprechen.

Am besten sind Elektroautos mit einer Wallbox – Infrastruktur nutzbar.

In Zukunft sollen 400 000 neue Wohnungen pro Jahr in Deutschland gebaut werden.
Die dabei neu entstehenden Stellplätze sollten mit einer Ladeinfrastruktur ausgerüstet sein.

Da sagste was. Es gibt keine so richtige Solardachpflicht aber seit Jahren die unsägliche Stellplatzpflicht. Der Vorgarten hat ausgedient, hier parken jetzt Blechschüsseln.
Die Motivation war sicherlich, weniger Laternenparker zu haben. Das Ergebnis ist, dass es schlicht mehr Autos pro Kopf gibt und die Laternenparker immer noch da sind. Also wieder mal eine MIV Förderung.

Man schätzt, dass nur 20 % der Wohnungen ohne eigenen Parkplatz sind. Das bedeutet im Umkehrschluss, 80 % der Wohnungen haben einen Parkplatz. Davon geschätzt 60 % könnten sofort einen Ladepunkt installieren, wenn sie nur wollten. Bei 30 % wäre es ein Aufwand und müsste über die Eigentümergemeinschaft etwas aufwändiger geklärt werden, kann aber letztlich nicht verhindert werden. Und nur die letzten 10 % sind schwierige Fälle. Diese 90% der Wohnungen mit Parkplatz sollte man erst einmal heben.

In der Zwischenzeit wird es mehr Anbieter für das Laden an der Straße geben. Es gibt ja die Initiative mit Strom aus den Straßenlaternen, aber das ist ja nicht die einzige Möglichkeit, man kann auch beim Arbeitgeber laden, da fließen jetzt die Fördergelder hin.

Letztlich beginnt in drei Jahren das autonome fahren in den Großstädten, wo ja die meisten Wohnungen ohne eigenen Parkplatz sind. Das dürfte für viele eine Erlösung sein, weil sie endlich das eigene Auto abschaffen können und die Parkplatzsuche abends entfällt.

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