96 Prozent der mobilen Ladetarife mit App-Nutzung

96 Prozent der mobilen Ladetarife mit App-Nutzung

Copyright Abbildung(en): shutterstock / Lizenzfreie Stockfoto-Nummer: 1962627523

Beim Laden von Elektroautos im öffentlichen Raum ist neben den Kosten selbst ein möglichst komfortables Nutzererlebnis der Ladestationen ein entscheidender Faktor. Mehr als 200 Anbieter von Ladestromtarifen haben sich bereits heute im deutschen Markt für mobile Ladestromtarife positioniert. Wie die nutzbaren Ladestationen bei den Anbietern und jeweiligen Tarifen zu erreichen sind, geben Apps an, die für die Tarifnutzung bei 96 Prozent der Tarife zur Verfügung gestellt werden. Die EUPD Studie „Vergleichsanalyse mobiler Ladestromtarife 2021“ gibt tiefere Einblicke in die Marktstrukturen des öffentlichen Ladestromangebots.

An öffentlichen Ladesäulen wird demnach aktuell durchschnittlich 0,2 Mal pro Tag an normalen Ladestationen geladen, 0,6 Ladevorgänge pro Tag finden an Schnellladesäulen statt. Dies entspricht insgesamt mehr als 5000 Ladevorgängen pro Tag. Wann welche Ladesäule genutzt werden kann, entscheidet die Tarifwahl der mehr als 425.000 deutschen Elektroautofahrer.

Damit die Nutzer der unterschiedlichen Ladetarife nicht ungewünscht an Ladestationen stehen, die sie nicht mit ihrem Tarif nutzen können, beinhalten die Tarifangebote meist eine App-Nutzung, damit sowohl der Tarif als auch das Laden optimal genutzt werden können. Dabei weisen die Apps unterschiedliche Funktionen auf. Fast alle verfügbaren Apps geben den Standort der Ladesäule an und bieten eine entsprechende Navigation. Darüber hinaus ist es dem Nutzer auch vor Ankunft an der Ladesäule ersichtlich, ob die ausgewählte Ladesäule oder der zu nutzende Ladepunkt gerade frei oder schon besetzt ist.

Mobile Elektroauto Ladetarife App
EUPD Research

Bei etwa der Hälfte der Tarife mit App-Verfügbarkeit kann direkt die Ladehistorie oder der aktuelle Ladestatus des Autos mit eingesehen werden. Dies liegt daran, dass eine App für den Tarif nicht immer als Zugangs- oder Bezahlmedium genutzt werden kann, sondern diese eher unterstützend zur Verfügung gestellt wird. Die Ladekosten und Ladehistorie werden dann vom Tarifanbieter separat per E-Mail oder einem Serviceportal zur Verfügung gestellt. Der Ladestatus kann oftmals nicht „live“ kommuniziert werden, sondern lediglich informiert werden, wann der Ladevorgang abgeschlossen ist oder noch anhält. Den Live-Service können oft nur Angebote der Autohersteller erfüllen.

„Das Wissen, welche Ladesäule mit dem Tarif genutzt werden kann ist vor allem dann entscheidend, wenn sich der Elektroautofahrer fern des alltäglichen Umfeldes bewegt. Um dann nicht mit fast leerer Batterie in eine Kostenfalle zu tappen, sind die Apps notwendig, um den Nutzern zu helfen Ihren gewählten Tarif optimal nutzen zu können.“ – Christine Koch, Projektleiterin bei EUPD Research

Über die Vergleichsanalyse mobiler Ladestromtarife 2021

Die Vergleichsanalyse mobiler Ladestromtarife 2021 ist die dritte Ausgabe der Studie von EUPD Research. Die Studie liefert jährlich einen detaillierten, umfassenden Status quo zur Marktsituation der mobilen Ladestromtarife in Deutschland. In einer umfangreichen Analyse werden die aktuell verfügbaren Tarife erfasst und die jeweils 15 vorteilhaftesten Tarife unter den drei Fahrprofilen im Detail dargestellt und verglichen.

Quelle: EUPD Research – Pressemitteilung

Über den Autor

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

Newsletter

Erhalte jeden Montag, Mittwoch und Freitag aktuelle Themen wie „96 Prozent der mobilen Ladetarife mit App-Nutzung“ sowie die neusten Informationen aus der Welt der Elektromobilität kostenfrei direkt ins eigene Postfach. Kuratiert aus einer Vielzahl von Webseiten und Blogs.
Ja, ich möchte den gratis E-Mail-Newsletter von Elektroauto-News.net abonnieren. Die Datenschutzerklärung habe ich gelesen. Die Einwilligung zum Versand des Newsletters kann jederzeit widerrufen werden. Hierzu reicht es auf den Abmeldelink zu klicken, welcher sich in jedem Newsletter befindet.

Fakten & MeinungenDiskutiere mit der E-Community

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
6 Comments
Oldest
Newest Most Voted
Inline Feedbacks
View all comments

und – was sind jetzt die besten Apps?

Wie so oft mittlerweile feststellbar – vieles nur „Halbe Sachen“ . Unbrauchbare Meldung für 99% der Leser …

Und wie groß ist der Anteil der App-Lader und der Karten-Lader? Ich nutz auch gern eine App zur Suche aber Laden tue ich zu 99% mit der Karte, sogar nahezu immer mit der gleichen Karte (meiner drei Karten). Als besonders negatives Beispiel fällt mir eine Ladesäule an der A2 ein. Hier ist nur eine Ladung per App möglich, war aber offensichtlich Wetterbedingt (heftiger Schneeregen) sehr schlechter Handyempfang – Pech gehabt!

Ich nutze zum Laden auch eher die Karte. Das Laden per App ist zum Teil eher umständlich, entweder ist kein Barcode zum Scannen zu finden oder man muss eine (Serien-)Nummer der Ladestation ermitteln. Oder in der Tiefgarage ist kein Empfang, dann ist die App eh nutzlos.
Aber wieso benötigt man eigentlich eine Lade-Karte, wieso kann man nicht einfach per EC/Kreditkarte zahlen? Natürlich mit gut sichtbarer Preisangabe am Ladepunkt?
Man stelle soch vor für Benzin/Diesel bräuchte man Ladekarten, sorry Tankkarten!

Mit EC/Kreditkarte zahlen wurde von den Anbietern bewußt vermieden, da man Kundenbindung betreibt, um den Maximalprofit zu erzielen. Dieser Regierung ist das egal unter dem Motto, der Markt wird es schon regeln. Damit schadet man der gesamten Elektromobilität. Anstelle des Karten-Dschungels, wären vernünftige Rahmenbedingungen erforderlich.

@Dennis: Man kann bereits mit EC- oder Kreditkarte laden und zwar an nahezu allen Ladesäulen. Die Technik ist vorhanden und sie funktioniert auch. Wer einen Vertrag mit Maingau hat kommt in den Genuss dieses Features. Man muss nur angeben, welche Karte es sein soll, denn es lässt sich nur eine aktivieren, also entweder EC oder Kreditkarte.
Abgerechnet wird dann allerdings doch über Maingau und nicht direkt vom Konto. Das dürfte aber letztlich egal sein, denn Maingau bucht auch vom Konto ab.

Last edited 3 Monate zuvor by bergfex

Diese News könnten dich auch interessieren:

Lightyear testet neuesten Prototyp des Solar-E-Autos One auf Herz und Nieren
BMW: Günstigere KFZ-Versicherung für iX und i4 dank Fahrassistenten
Nikola findet Abnehmer für 100 Wasserstoff-LKWs
6
0
Would love your thoughts, please comment.x
()
x

Deine Anmeldung zum Newsletter:
Ein letzter Schritt fehlt noch.

Vielen Dank für deine Anmeldung zum Newsletter von Elektroauto-News. Du erhältst in Kürze eine E-Mail, in der sich ein Link zur Freischaltung deiner E-Mail-Adresse befindet. Erst durch die Bestätigung des Links dürfen wir deine E-Mail-Adresse zum Versand unseres Newsletter freischalten (Double-Opt-In).